Rechtsprechung zu § 1587i BGB
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BGH, 02.07.2008 - XII ZB 148/06
Im schuldrechtlichen Versorgungsausgleich erwirbt der Berechtigte keinen Anspruch auf Zahlung einer dynamischen Ausgleichsrente, die in einem Vomhundertsatz des jeweiligen Zahlbetrags der aktuell geschuldeten Ausgleichsrente ausgedrückt werden könnte. Der ausgleichspflichtige Ehegatte kann deshalb auch nicht zur Abtretung eines prozentualen (dynamischen) Anteils seiner Betriebsrente verpflichtet werden (Bestätigung des Senatsbeschlusses vom 11. September 2007 - XII ZB 177/ 04 - FamRZ 2007, 2055, 2056 f.).
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BFH, 18.09.2003 - X R 152/97
1. Die Ausgleichsrente nach § 1587g BGB ist dem Grunde nach beim Ausgleichsverpflichteten als Sonderausgabe (dauernde Last nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 a EStG) abziehbar.
2. Soweit der Ausgleichsrente eine nur mit dem Ertragsanteil steuerbare Leibrente des Ausgleichsverpflichteten zugrunde liegt, mindert sich die Steuerbemessungsgrundlage des Verpflichteten nur in Höhe des Ertragsanteils und nur in dieser Höhe hat der Berechtigte die Ausgleichsrente nach § 22 Nr. 1 Satz 1 EStG als wiederkehrende Leistungen der Besteuerung zu unterwerfen.
AO 1977 § 174 Abs. 4 und 5; BGB § 1587g, § 1587h, § 1587i, § 1587k; FGO § 40 Abs. 2; EStG § 10 Abs. 1 Nr. 1 a, § 22 Nr. 1
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BGH, 11.09.2007 - XII ZB 177/04
a) Zur Ermittlung der schuldrechtlichen Ausgleichsrente, wenn das schuldrechtlich auszugleichende Anrecht zuvor teilweise gemäß § 3 b Abs. 1 Nr. 1 VAHRG öffentlich-rechtlich ausgeglichen worden ist (Fortführung der Senatsbeschlüsse vom 25. Mai 2005 - XII ZB 127/ 01 - FamRZ 2005, 1464 ff.; vom 6. Juli 2005 - XII ZB 107/ 02 - NJW-RR 2005, 1522 f.; vom 10. August 2005 - XII ZB 191/ 01 - FamRZ 2005, 1982 f.; vom 9. November 2005 - XII ZB 228/ 03 - FamRZ 2006, 323 f.; vom 25. Oktober 2006 - XII ZB 211/ 04 - FamRZ 2007, 120 ff.; vom 20. Dezember 2006 - XII ZB 166/ 04 - FamRZ 2007, 363 ff.; vom 20. Juni 2007 - XII ZB 50/ 05 - zur Veröffentlichung bestimmt und vom 4. Juli 2007 - XII ZB 5/ 05 - FamRZ 2005, 1545).
b) Eine schuldrechtliche Ausgleichsrente darf nicht mit einem Vomhundertsatz der auszugleichenden Versorgung tituliert werden; der Ausgleichspflichtige ist auch nicht zur Abtretung eines Vomhundertsatzes seines in den schuldrechtlichen Ausgleich einbezogenen Versorgungsanspruches verpflichtet.
c) Zur Geltung des Verbots der reformatio in peius bei Verstößen gegen von Amts wegen zu beachtende Verfahrensvorschriften (Fortführung des Senatsbeschlusses vom 18. Dezember 1985 - IVb ZB 677/ 81 - FamRZ 1986, 455 ff.).
BGB §§ 1587 g; 1587 i Abs. 1; VAHRG § 3 b Abs. 1 Nr. 1
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BGH, 04.07.2007 - XII ZB 5/05
a) Zur Ermittlung der schuldrechtlichen Ausgleichsrente, wenn das schuldrechtlich auszugleichende Anrecht bereits zuvor gemäß § 3 b Abs. 1 Nr. 1 VAHRG teilweise öffentlich-rechtlich ausgeglichen worden ist (Fortführung der Senatsbeschlüsse vom 25. Mai 2005 - XII ZB 127/ 01 - FamRZ 2005, 1464 ff.; vom 6. Juli 2005 - XII ZB 107/ 02 - NJW-RR 2005, 1522 f.; vom 10. August 2005 - XII ZB 191/ 01 - FamRZ 2005, 1982 f.; vom 9. November 2005 - XII ZB 228/ 03 - FamRZ 2006, 323 f.; vom 25. Oktober 2006 - XII ZB 211/ 04 - FamRZ 2007, 120 ff. und vom 20. Dezember 2006 - XII ZB 166/ 04 - FamRZ 2007, 363 ff.).
b) Zur Anwendung der Härteklausel des § 1587 h Nr. 1 BGB beim schuldrechtlichen Ausgleich einer betrieblichen Altersversorgung mit Rücksicht auf die Kranken- und Pflegeversicherungsbeitragspflicht des ausgleichspflichtigen Ehegatten (Fortführung der Senatsbeschlüsse vom 10. August 2005 - XII ZB 191/ 01 - FamRZ 2005, 1982 ff.; vom 9. November 2005 - XII ZB 228/ 03 - FamRZ 2006, 323 ff.; vom 25. Oktober 2006 - XII ZB 211/ 04 - FamRZ 2007, 120 ff. und vom 20. Dezember 2006 - XII ZB 166/ 04 - FamRZ 2007, 363 ff.).
BGB § 1587 h Nr. 1; VAHRG § 3 b Abs. 1 Nr. 1
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BGH, 20.12.2006 - XII ZB 166/04
a) Ist ein schuldrechtlich auszugleichendes, nicht volldynamisches Versorgungsanrecht unter einer der vor dem 1. Juni 2006 geltenden Fassungen der Barwert-Verordnung gemäß § 3 b Abs. 1 Nr. 1 VAHRG teilweise ausgeglichen worden, so ist der bereits ausgeglichene Teilbetrag im schuldrechtlichen Versorgungsausgleich dadurch zu berücksichtigen, dass sein auf das Ehezeitende bezogener Nominalbetrag anhand der seit Ehezeitende erfolgten Steigerung des aktuellen Rentenwerts hochzurechnen und vom Nominalbetrag des schuldrechtlich auszugleichenden Anrechts abzuziehen ist.
b) Für einen unter der seit 1. Juni 2006 geltenden Barwert-Verordnung durchgeführten öffentlich-rechtlichen Teilausgleich bleibt es hingegen dabei, dass der ausgeglichene Teilbetrag im schuldrechtlichen Versorgungsausgleich anhand der (novellierten) Barwert-Verordnung rückzurechnen ist (Fortführung der Senatsbeschlüsse vom 25. Mai 2005 - XII ZB 127/ 01 - FamRZ 2005, 1464 ff.; vom 6. Juli 2005 - XII ZB 107/ 02 - NJW-RR 2005, 1522 f.; vom 10. August 2005 - XII ZB 191/ 01 - FamRZ 2005, 1982 f.; vom 9. November 2005 - XII ZB 228/ 03 - FamRZ 2006, 323 f. und vom 25. Oktober 2006 - XII ZB 211/ 04 - zur Veröffentlichung bestimmt).
VAHRG § 3 b Abs. 1 Nr. 1
