Rechtsprechung
| BFH, 02.12.2004 - III R 77/03 |
Volltextveröffentlichungen (10)
- lexetius.com
AO 1977 § 39 Abs. 2 Nr. 2; BGB § 745 Abs. 1 Satz 2; EStG § 4 Abs. 1
- Simons & Moll-Simons
AO 1977 § 39 Abs. 2 Nr. 2; BGB § 745 Abs. 1 Satz 2; EStG § 4 Abs. 1
- IWW
- DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Beteiligung an GmbH - Vermietung eines Grundstückmiteigentumsanteils - Betriebsaufspaltung - Zurechnung der GmbH als Betriebsvermögen des Vermieters
- Deutsches Notarinstitut
AO 1977 § 39 Abs. 2 Nr. 2; BGB § 745 Abs. 1 Satz 2; EStG § 4 Abs. 1
Beteiligung eines Besitzeinzelunternehmers an Eigentümergemeinschaft, die an die Betriebs-GmbH vermietet - NWB SteuerXpert START
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Betriebsaufspaltung; Zugehörigkeit eines Miteigentumsanteils an einem der Betriebs-GmbH vermieteten Grundstück zum Betriebsvermögen des Besitzeinzelunternehmens
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- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Betriebsaufspaltung; Grundstücksvermietung an Betriebs-GmbH durch Eigentümergemeinschaft, an der der Besitzunternehmer beteiligt ist - Zugehörigkeit des Miteigentumsanteils zu dessen Betriebsvermögen
- Betriebs-Berater
Betriebsaufspaltung; Zugehörigkeit eines Miteigentumsanteils an einem der Betriebs-GmbH vermieteten Grundstück zum Betriebsvermögen des Besitzeinzelunternehmens
Sonstiges
Verfahrensgang
- FG Düsseldorf, 20.10.2003 - 7 K 6541/02
- FG Düsseldorf, 22.10.2003 - 7 K 6541/02
- BFH, 02.12.2004 - III R 77/03
Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 208, 215
- BB 2005, 1145
- BB 2005, 536
- DB 2005, 534
- DB 2007, 8
- BStBl II 2005, 340
Wird zitiert von ... (13)
- FG Düsseldorf, 09.03.2006 - 16 K 3078/00 Der BFH habe in seinem Urteil vom 2.12.2004 III R 77/03 (BStBl II 2005, 340) zwar in einem ähnlichen Fall entschieden, dass keine Beherrschung einer Bruchteilsgemeinschaft gegeben sei, wenn nur eine 50%ige Beteiligung bestehe.
a) Die Vermietung von Wirtschaftsgütern wird nach ständiger Rechtsprechung des BFH dann als eine über eine reine Vermögensverwaltung hinausgehende gewerbliche Tätigkeit angesehen, wenn das vermietende Unternehmen (Besitzunternehmen) mit dem mietenden Unternehmen (Betriebsunternehmen) sachlich und personell verflochten ist (Betriebsaufspaltung, vgl. z.B. BFH-Urteil vom 2. Dezember 2004 III R 77/03, Sammlung der Entscheidungen des BFH --BFHE-- 208, 215, BStBl II 2005, 340 m.w.N.).
Es genügt aber, dass die Person oder die Personen, die das Besitzunternehmen tatsächlich beherrschen, in der Lage sind, im Betriebsunternehmen ihren Willen durchzusetzen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 2. Dezember 2004 III R 77/03, BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340 m.w.N.).
Denn bei der Bruchteilsgemeinschaft entscheidet, sofern keine abweichenden Vereinbarungen getroffen werden, die Stimmenmehrheit (vgl. BFH-Urteil vom 2. Dezember 2004 III R 77/03, BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340).
Allein der Umstand, dass die Kläger Eheleute sind, führt nicht zu der Annahme, sie verfolgten gemeinsame Interessen (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 2. Dezember 2004 III R 77/03, BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340 m.w.N.).
Werden daher dem Besitzunternehmen von einer Eigentümergemeinschaft, an der der Besitzeinzelunternehmer beteiligt ist, Wirtschaftsgüter zur Weitervermietung an die Betriebsgesellschaft überlassen, sind diese in Höhe des Miteigentumsanteils des Besitzunternehmers als Betriebsvermögen auszuweisen (vgl. hierzu BFH-Urteile vom 2. Dezember 2004 III R 77/03, BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340 m.w.N. …sowie vom 20.4.2005 X R 58/04, BFH/NV 2005, 1774).
Dies gilt selbst dann, wenn die (fehlerhafte) Auffassung im Prüfungsbericht niedergelegt worden ist, die Finanzbehörde über eine längere Zeitspanne eine rechtsirrige, für den Steuerpflichtigen günstige Auffassung vertreten hat oder der Steuerpflichtige im Vertrauen darauf disponiert hat (vgl. BFH-Urteil vom 2. Dezember 2004 III R 77/03, BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340 m.w.N.).
- FG Düsseldorf, 12.10.2005 - 7 K 763/05
Betriebsaufspaltung: Umfang des Betriebsvermögens
Auf die Revision des Beklagten hat der Bundesfinanzhof durch Urteil vom 2. Dezember 2003 (III R 77/03, BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340) das Urteil des Senats aufgehoben und die Sache zur weiteren Sachaufklärung zurückverwiesen.Zwar gehören zum notwendigen Betriebsvermögen der Besitzgesellschaft nicht nur Wirtschaftsgüter, die dem Besitzunternehmen unmittelbar dienen, sondern auch solche, die dazu bestimmt sind, die Vermögens- und Ertragslage der Betriebsgesellschaft zu verbessern und damit den Wert der Beteiligung daran zu erhalten oder zu erhöhen (BFH-Urteile vom 7. März 1978 VIII R 38/74, BFHE 124, 533, BStBl II 1978, 378; in BFHE 187, 36, BStBl II 1999, 281, m.w.N.; vom 19. Oktober 2000 IV R 73/99, BFHE 193, 354, BStBl II 2001, 335; vom 2. Dezember 2003 III R 78/03, BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340).
In diesem Fall ist das anteilige Eigentum des Besitzunternehmers am Wirtschaftsgut nicht dem Betriebsvermögen seines Einzelunternehmens, sondern seinem privaten Bereich zuzuordnen (BFH Urteil vom 2. Dezember 2003 III R 78/03, BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340).
Zwar spricht dieser Umstand nach Auffassung des BFH nicht gegen eine betriebliche Veranlassung der Nutzungsüberlassung, wenn die Betriebsgesellschaft ihr Unternehmen zuvor auf einem anderen Grundstück betrieben hat, das ihr ebenfalls von der Grundstücksgemeinschaft vermietet worden war (BFH Urteil vom 2. Dezember 2003 III R 78/03, BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340).
- BFH, 26.06.2007 - X B 69/06
NZB: Übergehen von Beweisanträgen, Sachverständigenbeweis
Ebenso zutreffend führen die Kläger in der Beschwerdebegründungsschrift aus, dass zu den wesentlichen Betriebsgrundlagen solche Wirtschaftsgüter gehören, welche für das Betriebsunternehmen zur Erreichung des Betriebszwecks erforderlich sind und ein besonderes Gewicht für die Betriebsführung besitzen (ständige Rechtsprechung des BFH; vgl. z.B. Urteil vom 2. Dezember 2004 III R 77/03, BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340, unter II.1.b, m.w.N.).Zunächst gehen die Kläger irrig davon aus, dass das Grundstück H-Straße und damit auch der daran bestehende hälftige Bruchteil des Klägers (für die GmbH) keine wesentliche Betriebsgrundlage dargestellt habe (zu einer parallelen Konstellation vgl. BFH-Urteil in BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340, unter II.3., 1. Absatz).
Darüber hinaus hat der BFH bereits mehrfach entschieden, dass auch bewegliche (materielle) Anlagegüter wesentliche Betriebsgrundlagen sein können (vgl. z.B. Urteile vom 6. März 1997 XI R 2/96, BFHE 183, 85, BStBl II 1997, 460;… vom 2. Februar 2000 XI R 8/99, BFH/NV 2000, 1135, unter II.1.b; in BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340, unter 2.;… vgl. ferner z.B. Schmidt/Wacker, EStG, 26. Aufl., § 15 Rz 815, m.w.N.).
- BFH, 30.06.2005 - III R 80/03
Wann nehmen Pflegeeltern ein Pflegekind "zu Erwerbszwecken" in ihren Haushalt …
Die fehlenden Feststellungen des FG sind ein materieller Fehler, der zur Aufhebung des Urteils und zur Zurückverweisung der Sache an das FG führt (Senatsurteil vom 2. Dezember 2004 III R 77/03, BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340, m.w.N.). - FG München, 14.09.2006 - 15 K 5276/04
Berücksichtigung des Verkaufs eines Grundstücks im Sonderbetriebsvermögen mit der …
Da diese jedoch keinen eigenen Betrieb --unabhängig von der Personengesellschaft--unterhalten, gehören Wirtschaftsgüter nur dann zum gewillkürten Sonderbetriebsvermögen, wenn sie objektiv geeignet sind, dem Betrieb der Personengesellschaft oder der Beteiligung der Gesellschafter zu dienen, und wenn die Gesellschafter die Widmung der Wirtschaftsgüter für diesen Zweck klar und eindeutig zum Ausdruck gebracht haben (BFH-Urteil vom 7. April 1992 VIII R 86/87, BFHE 168, 572 , BStBl II 1993, 21, 22; BFH-Urteil vom 2. Dezember 2004 III R 77/03, BStBl II 2005, 340, BFHE 208, 215).Die Widmung eines Wirtschaftsguts zu betrieblichen Zwecken wird in der Regel durch den Ausweis der mit diesen Wirtschaftsgütern zusammenhängenden Aufwendungen und Erträge in der Buchführung der Personengesellschaft und durch die Aktivierung dieser Wirtschaftsgüter zum Ausdruck gebracht (…vgl. BFH-Urteil vom 18. Oktober 1989 X R 99/87 , BFH/NV 1990, 424; BFH-Urteil vom 2. Dezember 2004 III R 77/03, BStBl II 2005, 340, BFHE 208, 215).
- BFH, 13.12.2005 - X R 50/03
Wiedereinsetzung
Hierbei werden die Grundsätze der hierzu ergangenen BFH-Rechtsprechung (vgl. BFH-Urteile vom 13. Oktober 1998 VIII R 46/95, BFHE 187, 425, BStBl II 1999, 357; vom 10. Juni 1999 IV R 21/98, BFHE 189, 117, BStBl II 1999, 715, und vom 2. Dezember 2004 III R 77/03, BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340) zu beachten sein. - BFH, 20.04.2005 - X R 58/04
Betriebsaufspaltung: Überlassung einer nicht wesentlichen Betriebsgrundlage
g) Der erkennende Senat weicht mit seiner Entscheidung nicht von dem BFH-Urteil vom 2. Dezember 2004 III R 77/03 (BFHE 208, 215, BFH/NV 2005, 614) ab. - BFH, 17.07.2008 - III R 98/06
Entgeltlichkeit von Pflegeleistungen - Aufteilung des Pflegepauschbetrags
Dies ist ein materieller Fehler, der zur Aufhebung des Urteils und zur Zurückverweisung der Sache an das FG führt (Senatsurteil vom 2. Dezember 2004 III R 77/03, BFHE 208, 215, BStBl II 2005, 340). - FG Hessen, 24.03.2010 - 13 K 287/06
Betriebsaufspaltung - faktische Beherrschung - unverzichtbare Betriebsgrundlage
Die Vermietung von Wirtschaftsgütern wird nach ständiger Rechtsprechung des BFH dann als eine über eine reine Vermögensverwaltung hinausgehende gewerbliche Tätigkeit angesehen, wenn das vermietende Unternehmen (Besitzunternehmen) mit dem mietenden Unternehmen (Betriebsunternehmen) sachlich und personell verflochten ist (Betriebsaufspaltung) (BFH-Urteil vom 02.12.2004 III R 77/03, BStBl II 2005, 340, m. w. N.; BFH-Urteil vom 21.01.1999 IV R 96/96, BStBl II 2002, 771).Es genügt aber, dass die Person oder die Personen, die das Besitzunternehmen tatsächlich beherrschen, in der Lage sind, im Betriebsunternehmen ihren Willen durchzusetzen (sog. Beherrschungsidentität) (BFH-Urteil vom 02.12.2004 III R 77/03, BStBl II 2005, 340; BFH-Urteil vom 24.02.2000 IV R 62/98, BStBl II 2000, 417).
- FG Köln, 24.09.2008 - 7 K 1431/07
Keine Inanspruchnahme von Abschreibungsbeträgen nach § 7g EStG beim …
Eine Betriebsaufspaltung liegt vor, wenn das Besitzunternehmen der Betriebsgesellschaft eine wesentliche Betriebsgrundlage überlässt und die Betriebsgesellschaft und das Besitzunternehmen von einem einheitlichen geschäftlichen Betätigungswillen getragen werden (ständige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs, vgl. BFH-Beschluss vom 8.11.1971 GrS 2/71, BStBl. II 1972, 63, BFHE 103, 440; BFH-Urteile vom 15.10.1998 IV R 20/98, BStBl. II 1999, 445, BFHE 187, 260; vom 2.12.2004 III R 77/03, BStBl. II 2005, 340, BFHE 208, 215 m.w.N.). - FG Düsseldorf, 25.09.2006 - 10 K 5519/02
Sondervergütung; Organschaft; Geschäftsführung; Mitunternehmer; …
- FG Niedersachsen, 09.05.2007 - 2 K 777/01
Betriebsaufspaltung bei Miteigentümern
- FG Hessen, 25.06.2008 - 4 K 1204/07
Verlorener Zuschuss als Betriebsausgabe - Sanierungsbeiträge eines …
