Rechtsprechung
   BFH, 03.02.1988 - I R 394/83   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Simons & Moll-Simons

    KVStG § 2 Abs. 1 Nrn. 2 und 4 Buchst. b

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    KVStG § 2 Abs. 1 Nr. 2, 4 lit. b

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Kapitalkonto II einer Kommanditgesellschaft und Gesellschaftsteuer

Kurzfassungen/Presse

  • NWB SteuerXpert START (Leitsatz)

    KVStG § 2 Abs. 1 Nrn. 2 und 4 Buchst. b
    Gesellschaftsteuer bei Verrechnung von Verlustanteilen eines Kommanditisten mit dessen positivem Kapitalkonto II

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 152, 543
  • BB 1988, 1312
  • BStBl II 1988, 551



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Wird zitiert von ... (24)  

  • BFH, 03.11.1993 - II R 96/91  

    Aufteilung des Einheitswertes des Betriebsvermögens einer

    Welche Rechtsnatur (Eigenkapital oder Forderungskonto) hingegen das zweite - variable - Konto hat, muß im Wege der Auslegung des Gesellschaftsvertrages unter Berücksichtigung der von den Gesellschaftern beabsichtigten zivilrechtlichen Folgen bestimmt werden (BFH-Urteil vom 3. Februar 1988 I R 394/83, BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551, unter II. 3.).

    Um eine schuldrechtliche Forderung des Gesellschafters gegen die Gesellschaft und nicht um Eigenkapital handelt es sich bei dem Guthaben auf dem zweiten Konto dann, wenn der Gesellschafter insoweit über einen unentziehbaren, nur nach den §§ 362 bis 397 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) erlöschenden Anspruch gegen die Gesellschaft verfügen soll, der auch im Konkurs der Gesellschaft wie die Forderung eines Dritten geltend gemacht werden kann und der noch vor der eigentlichen Auseinandersetzung zu erfüllen ist, also nicht lediglich einen Teil des Auseinandersetzungsguthabens des Gesellschafters darstellt (BFH-Urteil in BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551, unter II. 4. a und b).

    Ebensowenig spielt eine maßgebliche Rolle, ob der jeweilige Kontostand (Guthaben oder Schuld) verzinst wird; denn eine Verzinsung von Fremdkapital und von Eigenkapitalanteilen ist gleichermaßen üblich und typisch (vgl. §§ 110 f. HGB, § 121 Abs. 1 und 2, § 168 Abs. 1 HGB; BFH-Urteil in BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551, unter II. 4. e).

    Auch der Umstand, daß der Gesellschafter nicht sofort über sein Guthaben auf dem zweiten Konto verfügen kann, spricht nicht ohne weiteres gegen dessen Fremdkapital-Charakter, weil auch Gesellschafterdarlehen mit Kündigungsbeschränkungen versehen sein können, die in ihrem wirtschaftlichen Gehalt Entnahmebeschränkungen beim Eigenkapital gleichstehen (BFH-Urteil in BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551, unter II. 5. d).

    Ohne Belang für den rechtlichen Charakter des zweiten Kontos ist schließlich auch der Umstand, daß sich die Gewinn- und Verlustbeteiligung nach dem Gesellschaftsvertrag nur nach den festen Beteiligungskonten richtet (BFH-Urteil in BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551, unter II. 5. f).

    Entscheidend für den Eigenkapital-Charakter des zweiten Kontos spricht dagegen eine gesellschaftsvertragliche Regelung, wonach auf diesem Konto auch Verlustanteile des Gesellschafters verbucht werden (BFH-Urteile vom 3. Dezember 1980 II R 66/77, BFHE 132, 329, BStBl II 1981, 280; vom 17. Dezember 1980 II R 36/79, BFHE 132, 345, BStBl II 1981, 325; vom 27. Mai 1981 I R 123/77, BFHE 133, 412, BStBl II 1982, 211; in BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551; Huber, Vermögensanteil, S. 248 f., 259; derselbe: ZGR 1988, 1, 70 f.).

  • BFH, 16.10.2008 - IV R 98/06  

    Verlustausgleichsbeschränkung nach § 15a EStG: Zusätzliche Einlage bei

    Wenn der BFH mehrfach geäußert hat, es spreche für die Qualifizierung eines Kontos als Kapitalkonto, wenn auf ihm Einlagen und Entnahmen zu verbuchen seien (BFH-Urteile vom 3. Februar 1988 I R 394/83, BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551 unter II.2.

    Die Verzinslichkeit des Kontos ist kein geeignetes Abgrenzungskriterium für die Unterscheidung zwischen Kapital- und Darlehenskonto, weil eine Verzinsung von Fremdkapital (§§ 110 Abs. 2, 111 Abs. 1 HGB) und eine Verzinsung des Kapitalanteils im Rahmen der Gewinnverteilung gleichermaßen üblich und typisch sind (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile in BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551 unter II.4.e, und in BFHE 199, 300, BStBl II 2004, 344 unter II.1.c cc).

  • FG Niedersachsen, 05.10.2004 - 11 V 335/03  

    Qualifizierung eines Darlehenskontos als Kapitalkonto i.S.v. § 15a Abs. 1

    b) In den Fällen, in denen die Gesellschaft mehrere Konten für Gesellschafter führt, hängt die Entscheidung, ob sich auf einem Konto Darlehensforderungen oder Anteile der Gesellschafter am Vermögen der Gesellschaft befinden, von den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages (BFH-Urteil vom 3. Februar 1988 I R 394/83, BStBl II 1988, 551, 552) und von den tatsächlichen Umständen (BFH-Urteil 27. Juni 1996 IV R 80/95, BStBl II 1997, 36, 37 unter Nr. 3. b.) ab.

    Entnahmen bzw. Abhebungen werden nämlich unabhängig vom Willen des Gesellschafters jährlich bestimmt (vgl. BFH-Urteil vom 3. Februar 1988 I R 394/83, BStBl II 1988, 551, 552, der als charakteristisch für ein gesamthänderisch gebundenes Guthaben u.a. die Veränderungsbefugnis ohne Rücksicht auf den Willen des Gesellschafters hervorhebt).

    (BFH-Urteil vom 3. Februar 1988 I R 394/83, BStBl II 1988, 551; Urteil vom 27. Juni 1996 IV R 80/95, BStBl II 1997, 36, 37).

    Sieht der Gesellschaftsvertrag eine Verzinsung der separat geführten Gesellschafterkonten vor, so spricht dies weder für noch gegen die Annahme individualisierter Gesellschafterforderungen, weil eine Verzinsung von Fremdkapital (§ 110, § 111 Handelsgesetzbuch - HGB -) und eine Verzinsung der Kapitalanteile im Rahmen der Gewinnverteilung (§ 121 Abs. 1 und 2, § 168 Abs. 1 HGB) gleichermaßen üblich und typisch sind (BFH-Urteil vom 3. Februar 1988 I R 394/83, BStBl II 1988, 551, 553; Urteil vom 3. November 1993 II R 96/91, BStBl II 1994, 88, 90; Urteil vom 27. Juni 1996 IV R 80/95, BStBl II 1997, 36, 37).

mehr
  • BFH, 27.06.1996 - IV R 80/95  

    KG: Kapitalkonten

    a) So sollten die Gewinne auf dem Darlehenskonto "verbucht" werden, was der Annahme einer rechtsgeschäftlichen Umwandlung von Eigen- in Fremdkapital entgegensteht (BFH-Urteil vom 3. Februar 1988 I R 394/83, BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551).

    Ferner sollten auf dem "Darlehenskonto" Einlagen und Entnahmen verbucht werden, was ebenfalls für die gesamthänderische Bindung der auf dem Darlehenskonto ausgewiesenen Beträge spricht (BFH in BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551).

  • BFH, 15.05.2008 - IV R 46/05  

    Mit Verlusten verrechenbares "Darlehenskonto" eines Personengesellschafters ist

    Führt eine KG für die Kommanditisten mehrere Konten mit verschiedenen Bezeichnungen, ist vielmehr anhand des Gesellschaftsvertrags zu ermitteln, welche zivilrechtliche Rechtsnatur diese Konten haben, d.h. ob sie Eigenkapital oder Forderungen und Schulden ausweisen (BFH-Urteile vom 3. Februar 1988 I R 394/83, BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551, und in BFHE 181, 148, BStBl II 1997, 36; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen --BMF-- vom 30. Mai 1997 IV B 2 -S 2241a- 51/93, BStBl I 1997, 627; Schmidt/Wacker, a.a.O., § 15a Rz 87; Rodewald, Betriebs-Berater --BB-- 1997, 763, 764).
  • BFH, 16.04.1991 - VIII R 100/87  

    Beteiligungsbewertung und kapitalersetzendes Darlehen

    Auch die Verzinsung der Kapitalanteile (vgl. § 121 Abs. 1 und 2, § 168 Abs. 1 des Handelsgesetzbuches - HGB -) ist üblich und typisch (BFH-Urteil vom 3. Februar 1988 I R 394/83, BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551; vgl. auch Huber, Jahrbuch der Fachanwälte für Steuerrecht, 1988/89, 301, 307 f.).
  • FG Köln, 23.06.2005 - 10 K 2325/04  

    Kapitalkonto i.S. des § 15a Abs. 1 S. 1 EStG

    Führt eine KG für die Kommanditisten mehrere Konten mit verschiedenen Bezeichnungen, ist vielmehr anhand des Gesellschaftsvertrags zu ermitteln, welche zivilrechtliche Rechtsnatur diese Konten haben, d. h. ob sie Eigenkapital oder Forderungen und Schulden ausweisen (BFH v. 3.2.1988 - I R 394/83, BFHE 152, 543 [546]; v. 27.6.1996 - IV R 80/95, BFHE 181, 148 [150 f.]; FG Niedersachsen v. 5.10.2004 - 11 V 335/03, juris STRE 200471756, Rz. 32; BMF v. 30.5.1997 - IV B 2 - S 2241 a - 51/93 II, BStBl. I 1997, 627 [628]; Wacker in Schmidt, § 15a EStG Rz. 87; Rodewald, BB 1997, 763 [764]).

    Die Gesellschafter können "ihr Guthaben" nicht wie Gläubiger im Fälligkeitszeitpunkt gegenüber der Gesellschaft geltend machen (BFH v. 3.2.1988 - I R 394/83, BStBl. II 1988, 551 (552 f.).

    Als Indiz für das Vorliegen eines Kapitalkontos spricht ferner die Verbuchung von Gewinnen auf dem Darlehenskonto in § 3 Abs. 5 des Gesellschaftsvertrages (vgl. BFH v. 27.6.1996 - IV R 80/95, BFHE 181, 151 [151]; v. 4.5.2000 - IV R 16/99, BFHE 191, 539 [549]; FG Niedersachsen v. 5.10.2004 - 11 V 335/03, juris STRE 200471756, Rz. 33; Rodewald, BB 1997, 763 [764]), da eine "Verbuchung" der Annahme einer rechtsgeschäftlichen Umwandlung von Eigen- in Fremdkapital auf einem Gesellschafterkonto entgegensteht (BFH v. 3.2.1988 - I R 394/83, BStBl. II 1988, 551 [553]; Ley, KöSDi 2002, 13459 [13462]).

  • FG Hessen, 16.05.2000 - 4 K 2965/98  

    Veräußerung; tauschähnlicher Umsatz; verdecktes Darlehenskonto; Kapitalkonto -

    Dazu wird neben einem Kapitalkonto mit festen Kapitalanteilen regelmäßig ein zweites variables Gesellschafterkonto geführt, das als Kapitalkonto II, Darlehenskonto oder Kontokurrentkonto bezeichnet wird und dazu dient, über das Kapitalkonto I hinausgehende Einlagen, Gewinn- und Verlustanteile, aber auch Gesellschafterdarlehen aufzunehmen (BFH-Urteil vom 03.02.1988 I R 394/83, BStBl II 1988, 551, 552).

    Ist dies der Fall, spricht dies regelmäßig für die Annahme eines im Gesellschaftsvermögen gesamthänderisch gebundenen Guthabens (BFH, BStBl II 1988, 551).

    Die vereinbarten als Entnahmebeschränkungen bezeichneten Regelungen sprechen daher weder gegen die Annahme von Gesellschaftsvermögen noch für die Annahme individualisierter Gesellschafterforderungen (vgl. BFH, BStBl II 1988, 551, 554).

  • BFH, 23.03.1998 - II R 14/95  
    Welche Rechtsnatur hingegen die weiteren --variablen-- Konten haben, muß im Wege der Auslegung des Gesellschaftsvertrags unter Berücksichtigung der von den Gesellschaftern beabsichtigten zivilrechtlichen Folgen bestimmt werden (BFH-Urteile vom 3. Februar 1988 I R 394/83, BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551 unter II. 3., sowie in BFHE 172, 523 , BStBl II 1994, 88).

    Um eine schuldrechtliche Förderung des Gesellschafters gegen die Gesellschaft und nicht um Eigenkapital handelt es sich bei dem Guthaben auf dem zweiten Konto dann, wenn der Gesellschafter insoweit über einen unentziehbaren, nur nach den §§ 362 bis 397 BGB erlöschenden Anspruch gegen die Gesellschaft verfügen soll, der auch im Konkurs der Gesellschaft wie die Forderung eines Dritten geltend gemacht werden kann und der noch vor der eigentlichen Auseinandersetzung zu erfüllen ist, also nicht lediglich einen Teil des Auseinandersetzungsguthabens des Gesellschafters darstellt (s. BFH-Urteile in BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551 unter II. 4. a und b, sowie in BFHE 172, 523 , BStBl II 1994, 88 unter II. 2. a).

  • BFH, 05.03.1991 - VIII R 93/84  

    Kredit einer KG zur Finanzierung einer Entnahme

    Die Tatsache, daß das Guthaben zu verzinsen ist, spricht nicht dagegen, denn eine Verzinsung der Kapitalanteile (vgl. § 121 Abs. 1 u. 2, § 168 Abs. 1 des Handelsgesetzbuches - HGB -) ist ebenfalls üblich und typisch (BFH-Urteil vom 3. Februar 1988 I R 394/83, BFHE 152, 543, BStBl II 1988, 551; vgl. auch Huber, Jahrbuch der Fachanwälte für Steuerrecht 1988/89, 301, 307 ff.) Gegen eine Darlehensforderung des W spricht der Umstand, daß nach dem Gesellschaftsvertrag die Verzinsung des Guthabens unterbleibt, wenn die Klägerin einen Verlust erwirtschaftet (§ 9 Abs. 4 Satz 2 des Gesellschaftsvertrags).
  • FG Düsseldorf, 11.02.2004 - 7 K 5737/01  

    Kommanditgesellschaft; Verrechenbarer Verlust; Kapitalkonto; Nachschusspflicht;

  • BFH, 11.02.2004 - VII B 224/03  
  • BFH, 12.10.2005 - X R 35/04  

    Personengesellschaft zwischen nahen Angehörigen; Einbringung Einzelunternehmen

  • BFH, 18.09.2007 - IV B 87/06  

    Voraussetzungen des § 24 UmwStG sind erfüllt, wenn einige Wirtschaftsgüter

  • BFH, 12.10.1988 - I R 217/84  

    Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln bei einer GmbH & Co. KG

  • BFH, 02.03.1988 - I R 396/83  

    Ermittlung des Werts von Gesellschaftsrechten

  • BFH, 10.02.2004 - VII B 224/03  

    Grundsätzliche Bedeutung: Rückzahlung einer Kommanditeinlage

  • BFH, 17.05.1995 - II R 46/92  
  • FG Köln, 05.04.2001 - 3 K 2431/98  

    Einlageminderungsgewinn bei einer (nur) vermögensverwaltenden KG

  • FG Hessen, 17.06.2004 - 11 K 2330/02  

    Abgrenzung zwischen Kapitalkonto oder Darlehenskonto bei einer GmbH & Co. KG

  • FG Nürnberg, 24.10.2008 - 7 K 318/07  

    Beurteilung eines aktivisch geführten Gesellschafterkontos als Kapitalkonto oder

  • BFH, 31.07.1991 - I R 34/89  
  • FG Düsseldorf, 07.10.2008 - 3 K 4126/06  

    Kapitalkonto i.S.d. § 15 a EStG; Darlehenskonten als Bestandteil des

  • BFH, 03.03.1993 - II R 4/90  
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