Rechtsprechung
   BFH, 04.12.1991 - I R 26/91   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Simons & Moll-Simons

    KStG §§ 7, 8, 10 Nr. 2

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Schadensersatzforderung einer GmbH gegen ihren Steuerberater wegen zuviel bezahlter Körperschaftsteuer - Behandlung der Forderung bei der Gewinnermittlung sowie in der Gliederungsrechnung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Schadensersatzforderungen einer GmbH gegen Steuerberater

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 167, 32
  • BB 1992, 1122
  • DB 1992, 1271
  • BStBl II 1992, 686



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Wird zitiert von ... (21)  

  • BGH, 18.12.1997 - IX ZR 153/96  

    Schadensersatzpflicht eines Steuerberaters

    Der Bundesfinanzhof hat sich mit den Einwänden des Schrifttums, auf das die Revisionserwiderung verweist, auseinandergesetzt und eine Änderung seiner Rechtsprechung abgelehnt (BStBl II 1992, 686, 687 ff).
  • BFH, 20.11.2007 - I R 54/05  

    Schadensersatzleistung wegen fehlerhafter steuerlicher Beratung

    a) Wie der Senat in seinen Urteilen vom 8. Dezember 1971 I R 80/70 (BFHE 104, 134, BStBl II 1972, 292) und vom 4. Dezember 1991 I R 26/91 (BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686) dargelegt hat, steht der Erfassung der Schadensersatzzahlung im zu versteuernden Einkommen nicht entgegen, dass die Körperschaftsteuer als Steuer vom Einkommen gemäß § 10 Nr. 2 KStG 1999 bei der Ermittlung des Einkommens nicht abziehbar ist.

    b) Allerdings entspricht es ständiger Rechtsprechung, dass vom FA erstattete Körperschaftsteuern das steuerpflichtige Einkommen nicht erhöhen (Urteil des Reichsfinanzhofs --RFH-- vom 8. Februar 1938 I 19/38, RFHE 43, 244; Senatsurteile in BFHE 104, 134, BStBl II 1972, 292; in BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686).

    Die aufgrund falscher Beratung zuviel gezahlte Steuer ist lediglich Berechnungsgrundlage für den Schadensersatzanspruch und erhöht daher das steuerpflichtige Einkommen (ständige Rechtsprechung, vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- in BFHE 104, 134, BStBl II 1972, 292; vom 15. Dezember 1976 I R 4/75, BFHE 121, 57, BStBl II 1977, 220; in BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686; vom 18. Juni 1998 IV R 61/97, BFHE 186, 363, BStBl II 1998, 621; a.A. noch Senatsurteil vom 16. August 1978 I R 73/76, BFHE 126, 199, BStBl II 1979, 120).

  • BFH, 16.12.2009 - I R 43/08  

    Steuerwirksamkeit der Auflösung einer Rückstellung für Nachforderungszinsen auf

    aa) Zu Recht weist die Klägerin zwar darauf hin, dass die Erstattung zuviel entrichteter Steuern und sonstiger Leistungen, die nach § 10 Nr. 2 KStG 1996 zu den nicht abziehbaren Aufwendungen gehören, die steuerliche Bemessungsgrundlage nicht erhöhen darf, und folglich der Erstattungsbetrag außerbilanziell vom zu versteuernden Einkommen abzuziehen ist (vgl. zur Erstattung von Körperschaftsteuer Senatsurteil vom 4. Dezember 1991 I R 26/91, BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686; Senatsbeschlüsse vom 20. November 2007 I R 54/05, BFH/ NV 2008, 617; vom 15. Juli 2008 I B 16/08, BFHE 222, 396, BStBl II 2008, 886).

    Ein Ergebnis, nach dem der zuviel entrichtete Betrag nochmals der Körperschaftsteuer unterliegt, obwohl die Zahlung nicht abziehbar war, kann vom Gesetz nicht gewollt sein (vgl. Senatsurteil in BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686; Senatsbeschluss in BFH/ NV 2008, 617).

mehr
  • BFH, 15.02.2012 - I B 97/11  

    Abziehbarkeit von Nachzahlungszinsen und Steuerpflicht von Erstattungszinsen bei

    Sie muss - entsprechend dieser Zielsetzung - zwar auch in der Situation der Überzahlung von Körperschaftsteuer (sog. actus primus) Beachtung finden mit der Folge, dass die Erstattung der zuviel entrichteten Körperschaftsteuer als sog. actus contrarius nicht zu den steuerpflichtigen Einnahmen zu rechnen ist (z. B. BFH-Urteil vom 4. Dezember 1991 I R 26/91, BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686; BFH-Beschluss vom 20. November 2007 I R 54/05, BFH/NV 2008, 617; Gosch/Heger, KStG, 2. Aufl., § 10 Rz 29).

    Demgemäß gehören beispielweise Schadensersatzforderungen einer GmbH gegen ihren Steuerberater auch insoweit zu den steuerpflichtigen Einnahmen, als sie auf den Ausgleich zu hoher Körperschaftsteuerfestsetzungen gerichtet sind (BFH-Urteil in BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686; Senatsbeschluss vom 8. September 2011 I R 78/10, BFH/NV 2012, 44; Gosch/Heger, a. a. O., § 10 Rz 29, jeweils m. w. N.).

    Hiernach gehört auch die Belastung mit Körperschaftsteuer zu den betrieblich veranlassten Aufwendungen einer Kapitalgesellschaft, die nur deshalb bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens nicht mindernd zu berücksichtigen sind, weil dies durch die Bestimmung des § 10 Nr. 2 KStG 2002 ausdrücklich ausgeschlossen ist (BFH-Urteil in BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686; BFH-Beschluss in BFH/NV 2008, 617).

  • BFH, 18.06.1998 - IV R 61/97  

    Schadenersatz durch Steuerberater

    Der BFH beurteilt deshalb in ständiger Rechtsprechung (BFH-Urteile vom 8. Dezember 1971 I R 80/70, BFHE 104, 134, BStBl II 1972, 292; in BFHE 121, 57, BStBl II 1977, 220, und vom 4. Dezember 1991 I R 26/91, BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686) Schadensersatzleistungen eines Steuerberaters oder seines Haftpflichtversicherers wegen einer von dem Berater zu vertretenden höheren als vom Gesetz vorgesehenen Körperschaftsteuerfestsetzung als betrieblichen Ertrag, weil die Körperschaftsteuer handelsrechtlich und damit auch körperschaftsteuerrechtlich Aufwand darstellt (vgl. § 8 Abs. 1 des Körperschaftsteuergesetzes --KStG-- i.V.m. § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG, §§ 275 Abs. 2 Nr. 18, 278 des Handelsgesetzbuches).

    Der Steuerpflichtige darf die mangelnde Steuerbarkeit von Schadensersatzleistungen zum Ausgleich einer überhöhten Einkommensteuerfestsetzung nicht dazu nutzen, Einnahmen, die diese besondere Zweckbindung nicht aufweisen, als Schadensersatzleistungen zu deklarieren, um so steuerpflichtige Einnahmen der Besteuerung zu entziehen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 176, 32, BStBl II 1992, 686, unter Tz. 1.1.1.4).

  • BFH, 29.08.1996 - VIII R 24/95  

    Trägerunternehmen: Anspruch auf Rückgewähr überhöhter Zuwendungen von

    Die Rückgewähr betrieblich veranlaßter Aufwendungen ist nach der Wertung und Systematik des EStG als Ertrag zu behandeln (§ 2 Abs. 1 Nr. 2, § 4 Abs. 1 Satz 1, § 5 Abs. 1 EStG; vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 28. Mai 1968 IV R 65/67, BFHE 92, 316, BStBl II 1968, 581; vom 4. Dezember 1991 I R 26/91, BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686, und vom 25. April 1990 I R 70/88, BFHE 161, 353, BStBl II 1990, 1086, m.w.N.).

    Es gibt keinen Grundsatz des Einkommensteuerrechts, daß mit nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben in wirtschaftlichem Zusammenhang stehende Betriebseinnahmen bei der Gewinnermittlung außer Ansatz bleiben (vgl. BFHE 92, 316, BStBl II 1968, 581, und BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686, m.w.N.).

  • BFH, 15.07.2008 - I B 16/08  

    Bilanzielle Behandlung des Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 KStG

    Die Erstattung der Körperschaftsteuer darf daher das Einkommen nicht erhöhen (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 20. November 2007 I R 54/05, BFH/NV 2008, 617; Senatsurteil vom 4. Dezember 1991 I R 26/91, BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686; Förster/ Felchner, DStR 2007, 280).
  • FG Hessen, 11.06.1997 - 12 K 3084/95  

    Schadenersatz wegen zuviel gezahlter Einkommensteuer

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  • BFH, 21.10.2010 - IV R 6/08  

    Nachforderungszinsen - kein Betriebsausgabenabzug - Entscheidung nach §

    b) Aus dem privaten Charakter der Einkommensteuer ergibt sich des Weiteren, dass die Erstattung überzahlter Einkommensteuer an den Steuerpflichtigen (§ 36 Abs. 4 Satz 2 EStG 2004 i. V. m. § 37 Abs. 1 letzter Halbsatz AO), selbst wenn sie im Zusammenhang mit betrieblichen Einkünften des Steuerpflichtigen steht, nicht als Betriebseinnahme anzusetzen, sondern gleichfalls der nicht steuerbaren (privaten) Sphäre zugewiesen ist (vgl. - zur Körperschaftsteuer - BFH-Urteil vom 4. Dezember 1991 I R 26/91, BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686: actus contrarius zur Zahlung; allgemein Blümich/ Wied, § 4 EStG Rz 545; Schmidt/ Heinicke, EStG, 29. Aufl., § 4 Rz 460, unter Abfindungen, zu e/ bb).
  • OLG Düsseldorf, 31.05.2005 - 23 U 178/04  

    Haftung des Steuerberaters wegen Beratungsfehlern bei der Gestaltung eines

    Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs stellen Schadensersatzleistungen eines Steuerberaters oder seines Haftpflichtversicherers wegen einer von dem Berater zu vertretenden höheren als vom Gesetz vorgesehenen Körperschaftsteuerfestsetzung einen betrieblichen Ertrag dar (BFHE 104, 134 = BStBl II 1972, 292; BFHE 121, 57 = BStBl II 1977, 220, und BFHE 167, 32 = BStBl II 1992, 686; anders hinsichtlich der Einkommensteuer, s. BFH NJW 1998, 3735).
  • BFH, 18.06.2003 - I B 164/02  

    Betriebseinnahme; Erstattungen nichtabziehbarer BA

  • BFH, 08.09.2011 - I R 78/10  

    Kein RAP für ratenweise erbrachten Schadensersatz; Schadensersatzleistungen nicht

  • FG Hamburg, 09.07.2007 - 2 K 175/06  

    Zulässigkeit der gewinnerhöhenden Auflösung von Rückstellungen für die Zahlung

  • FG Hamburg, 01.12.2006 - 2 V 176/06  

    Steuerliche Behandlung der Auflösung von Rückstellungen für Körperschaftsteuer

  • FG Münster, 27.04.2010 - 9 K 5258/07  

    Umfang der Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 20 Buchst. d) GewStG

  • OLG Köln, 30.06.1997 - 12 U 3/95  
  • FG Schleswig-Holstein, 19.11.2002 - 5 K 203/01  

    Beiträge zur Rückdeckungsversicherung als Betriebsausgaben bei Vertragsbeendigung

  • FG Hamburg, 11.06.1996 - II 131/94  
  • FG Hamburg, 16.07.2002 - VII 230/99  

    Erstattungen nicht abziehbarer Betriebsausgaben

  • BFH, 18.06.2003 - I B 165/02  
  • FG Hessen, 06.07.2011 - 4 K 1358/10  

    Keine Hinzurechnung einer ursprünglich als Körperschaftsteuererstattungsanspruch

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