Rechtsprechung
| BFH, 05.12.1990 - I R 21/88 |
Volltextveröffentlichungen
Wird zitiert von ... (6)
- BFH, 02.08.1994 - VIII R 65/93
Darlehen zwischen nahen Angehörigen: Änderung des Steuerbescheides des …
Denn erst dadurch hat sich herausgestellt, daß die vom Kläger erklärten Zinsen auf einem Darlehen aus vom Vater geschenkten Gelde beruhen, das u. a. ohne Sicherheitsleistung gewährt wurde (vgl. - zur fehlenden Absicherung als neue Tatsache im Rahmen des § 49 Abs. 1 Nr. 5 Buchst. c aa des Einkommensteuergesetzes - EStG - auch das BFH-Urteil vom 5. Dezember 1990 I R 21/88, BFH/ NV 1991, 785).Sie kommt zwar auch bei unzutreffenden oder unvollständigen Angaben in den Steuererklärungen in Betracht (BFH-Urteil vom 12. Mai 1989 III R 200/85, BFHE 157, 22, BStBl II 1989, 920); dabei ist grundsätzlich unerheblich, ob auch das FA seine Ermittlungspflicht verletzt hat (BFH-Urteile vom 13. Juni 1989 VIII R 174/85, BFHE 157, 196, BStBl II 1989, 789; vom 5. Dezember 1990 I R 21/88, BFH/ NV 1991, 785, Steuerrechtsprechung in Karteiform - StRK -, Abgabenordnung 1977, § 173 Abs. 1 Nr. 2, Rechtsspruch 43, und vom 9. August 1991 III R 24/87, BFHE 165, 454, BStBl II 1992, 65).
- BFH, 10.12.1991 - VII R 10/90
Änderung eines Kraftfahrzeugsteuerbescheids
Diese Einschränkungen ergeben sich aus dem allgemein geltenden Grundsatz von Treu und Glauben (Bundesfinanzhof - BFH -, Urteile vom 11. November 1987 I R 108/85, BFHE 151, 333, 336 f., BStBl II 1988, 115; vom 20. Dezember 1988 VIII R 121/83, BFHE 156, 339, 348, BStBl II 1989, 585, und vom 5. Dezember 1990 I R 21/88, BFH/ NV 1991, 785 f.); sie sind mithin auch bei der Änderung eines Kraftfahrzeugsteuerbescheides mit Dauerwirkung zu beachten, selbst wenn dieser lediglich für die Zukunft geändert werden soll (…anders ohne nähere Begründung Siepmann, a. a. O.). - BFH, 07.10.1997 - VIII R 4/96 Wird die beantragte Aufhebung eines Steuerbescheides abgelehnt, so ist gegen den ablehnenden Bescheid der Einspruch und dagegen die Verpflichtungsklage gegeben (§ 348 Abs. 2 AO 1977 , §§ 40 Abs. 1, 44 Abs. 1 FGO , BFH-Urteile vom 31. Juli 1985 II R 242/82, BFHE 144, 277, 278, BStBl II 1985, 681 , und vom 5. Dezember 1990 I R 21/88, BFH/NV 1991, 785).
Es kann offen bleiben, ob in diesem Verfahren eine Verpflichtung des FA zur Aufhebung des Gewinnfeststellungsbescheides wegen Nichtigkeit ausgesprochen werden könnte (vgl. dazu BFH/NV 1991, 785 unter 3. a der Gründe) oder ob in der Geltendmachung der Nichtigkeit mit der Klagebegründung vom 15. Juni 1992 - zumindest hilfsweise - auch der Antrag auf Feststellung der Nichtigkeit des Gewinnfeststellungsbescheides zu sehen und eine ggf. zuzulassende Klageänderung nach § 67 FGO zu bejahen ist (…vgl. BFH/NV 1987, 19 unter 2. der Gründe;… ferner zum Meinungsstand Tipke/Kruse, aaO, 16. Aufl., § 41 FGO Tz. 3 und § 67 FGO Tz. 1;… von Wallis in Hübschmann/Hepp/Spitaler, Abgabenordnung - Finanzgerichtsordnung , § 41 FGO Rz. 16, und List in Hübschmann/Hepp/Spitaler, aaO, § 67 FGO Tz. 3;… Kühn/Hofmann, Abgabenordnung - Finanzgerichtsordnung , 17. Aufl., § 41 FGO Tz. 2 und 5, und § 67 FGO Tz. 1 a; Beermann/von Beckerath, Steuerliches Verfahrensrecht, § 41 Tz. 50;… Gräber/von Groll, aaO, § 41 Rz. 36, m.w.N.).
- BFH, 23.04.1999 - I B 150/98 Im Ergebnis behaupten die Kläger vielmehr lediglich, das FG sei von den BFH-Urteilen vom 26. November 1996 IX R 77/95 (BFHE 182, 2, BStBl II 1997, 422) und vom 5. Dezember 1990 I R 21/88 (BFH/NV 1991, 785) abgewichen.
- FG München, 06.12.2006 - 10 K 390/06
Bestandskraft, Änderung von Steuerbescheiden, rückwirkendes Ereignis, grobes …
Gegenstand des Klageverfahrens ist daher der Ablehnungsbescheid (§ 155 Abs. 1 S. 3 AO) und nicht die ESt-Bescheide, deren Änderung im Ablehnungsbescheid versagt wurde (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 5. Dezember 1990 I R 21/88, BFH/NV 1991, 785;… von Groll in Hübschmann/Hepp/Spitaler, § 173 AO Rz. 371;… § 175 AO Rz. 62). - FG München, 19.01.2004 - 13 K 2294/00
Grobe Fahrlässigkeit i.S. des § 173 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO; Einkommensteuer …
Sie beruht nämlich auf dem Grundsatz von Treu und Glauben und verbietet der Steuerbehörde, sich bei Änderung der Steuerfestsetzung zuungunsten des Steuerpflichtigen auf eine selbst verschuldete Unkenntnis zu berufen (vgl. BFH-Urteile vom 26.8.1987 I R 144/84, BStBl II 1988, 109 und 5.12.1990 I R 21/88, BFH/NV 1991, 785 m.w.H.).
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