Rechtsprechung
   BFH, 08.04.2008 - VIII R 73/05   

Volltextveröffentlichungen (11)

  • lexetius.com

    AO § 40, § 41 Abs. 1; BGB § 716; EStG § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1, Abs. 3 Nr. 1, § 18 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 4 Satz 2; GewStG § 2 Abs. 1 Satz 2, § 7; KStG § 8 Abs. 2

  • Betriebs-Berater

    Gewerbliche Einkünfte einer freiberuflichen Personengesellschaft

  • openjur.de

    Umqualifizierung der Einkünfte einer freiberuflichen Personengesellschaft infolge mitunternehmerischer Beteiligung einer Freiberufler-Kapitalgesellschaft; Kapitalgesellschaft als berufsfremde Person; Gewerblichkeit der Kapitalgesellschaft Kraft Rechtsform verstößt nicht gegen den Gleichheitssatz

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  • Bundesfinanzhof

    Umqualifizierung der Einkünfte einer freiberuflichen Personengesellschaft infolge mitunternehmerischer Beteiligung einer Freiberufler-Kapitalgesellschaft - Kapitalgesellschaft als berufsfremde Person - Gewerblichkeit der Kapitalgesellschaft Kraft Rechtsform verstößt nicht gegen den Gleichheitssatz

  • Simons & Moll-Simons

    AO § 40, § 41 Abs. 1; BGB § 716; EStG § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1, Abs. 3 Nr. 1, § 18 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 4 Satz 2; GewStG § 2 Abs. 1 Satz 2, § 7; KStG § 8 Abs. 2

  • IWW
  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Freiberufler-GbR, an der eine Kapitalgesellschaft beteiligt ist - Beteiligung löst Einkünfte aus Gewerbebetrieb der GbR aus - Keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegenüber einer Ungleichbehandlung im Verhältnis zu einer reinen Freiberufler-GbR

  • Deutsches Notarinstitut

    AO § 40, § 41 Abs. 1; BGB § 716; EStG § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1, Abs. 3 Nr. 1, § 18 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 4 Satz 2; GewStG § 2 Abs. 1 Satz 2, § 7; KStG § 8 Abs. 2
    Gewerbliche Prägung bei Beteiligung einer Freiberufler-Kapitalgesellschaft an Personengesellschaft

  • NWB SteuerXpert START
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Umqualifizierung der Einkünfte einer freiberuflichen Personengesellschaft infolge mitunternehmerischer Beteiligung einer Freiberufler-Kapitalgesellschaft; Kapitalgesellschaft als berufsfremde Person; Gewerblichkeit der Kapitalgesellschaft Kraft Rechtsform verstößt nicht gegen den Gleichheitssatz

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Umqualifizierung der Einkünfte einer freiberuflichen Personengesellschaft infolge mitunternehmerischer Beteiligung einer Freiberufler-Kapitalgesellschaft - Kapitalgesellschaft als berufsfremde Person - Gewerblichkeit der Kapitalgesellschaft Kraft Rechtsform verstößt nicht gegen den Gleichheitssatz

Kurzfassungen/Presse (7)

  • Betriebs-Berater (Kurzinformation)

    Gewerbliche Einkünfte einer Freiberufler-Personengesellschaft

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Freiberufler und Kapitalgesellschaften

  • aok-business.de (Kurzinformation)

    Personengesellschaft plus GmbH macht zum "Gewerbe"

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  • gruner-siegel-partner.de (Kurzinformation)

    Beteiligung einer Kapitalgesellschaft färbt auf Freiberufler-GbR ab

  • deubner-steuern.de (Kurzinformation)

    Schädliche Beteiligung einer Kapitalgesellschaft an einer Freiberufler-GbR

  • ebnerstolz.de (Kurzinformation)

    Beteiligung einer Kapitalgesellschaft an einer freiberuflichen Personengesellschaft führt zu gewerblichen Einkünften

  • gruner-siegel-partner.de (Kurzinformation)

    Gewerbesteuer nicht mehr vorläufig

Besprechungen u.ä. (3)

  • IWW (Entscheidungsanmerkung)

    Abfärbetheorie: Beteiligung einer GmbH an Freiberufler-GbR vermeiden

  • devamed.de (Entscheidungsbesprechung)

    Gewerbesteuerpflicht für Ärzte und Zahnärzte

  • meyer-koering.de (Entscheidungsanmerkung)

    Freiberufler-Kapitalgesellschaft - Einkünfte einer Berufsausübungsgemeinschaft von Freiberuflern - gewerbliche Einkünfte

Sonstiges (3)

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    GewStG § 2 Abs 2, GewStG § 2 Abs 1, EStG § 18 Abs 1 Nr 1, EStG § 15, GG Art 3 Abs 1
    Freiberufler; Gewerbesteuerpflicht; Gleichheit; Kapitalgesellschaft; Personengesellschaft; Rechtsanwalt

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BFH v. 08.04.2008, Az.: VIII R 73/05 (Abfärbung bei Beteiligung einer GmbH an einer Personengesellschaft)" von RA/StB Dr. Jörg Luxem, FA SteuerR, original erschienen in: EStB 2008, 231.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BFH v. 08.04.2008, Az.: VIII R 73/05 (Abfärbung bei Beteiligung einer GmbH an einer Personengesellschaft)" von RA/StB Dr. Jörg Luxem, FA SteuerR, original erschienen in: GmbH-StB 2008, 191 - 192.

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 220, 238
  • BFHE 221, 238
  • NJW 2008, 3165
  • BB 2008, 1366
  • DB 2008, 1468
  • BStBl II 2008, 681



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Wird zitiert von ... (15)  

  • BFH, 28.10.2008 - VIII R 69/06  

    Steuerrecht - Freiberufliche Einkünfte einer Mitunternehmerschaft

    Das Handeln der Gesellschafter in ihrer gesamthänderischen Verbundenheit und damit das Handeln der Gesellschaft darf kein Element einer nichtfreiberuflichen Tätigkeit enthalten (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 11. Juni 1985 VIII R 254/80, BFHE 144, 62, BStBl II 1985, 584; vom 8. April 2008 VIII R 73/05, BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, m.w.N.).

    Mit den Merkmalen eigenverantwortlich und leitend verdeutlicht das Gesetz, dass die freiberufliche Tätigkeit durch die unmittelbare, persönliche und individuelle Arbeitsleistung des Berufsträgers geprägt ist (vgl. BFH-Urteile vom 4. Juli 2007 VIII R 77/05, BFH/NV 2008, 53; in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681).

    Diesen ausreichenden, aber auch erforderlichen Arbeitsbeitrag an der Erstellung freiberuflicher Leistungen gegenüber externen Auftraggebern erbringt ein Gesellschafter insbesondere dann nicht, wenn er seiner Gesellschaft lediglich Kapital zur Verfügung stellt, wenn er nur Aufträge beschafft, ohne sich zumindest teilweise an der Erstellung freiberuflicher Leistungen selbst zu beteiligen (vgl. Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681), wenn er sich zwar an der Erbringung freiberuflicher Leistungen gegenüber externen Auftraggebern beteiligt, es ihm aber an der persönlichen Qualifikation zur Erbringung dieser Leistungen fehlt oder wenn er Tätigkeiten entfaltet, die per se keine freiberuflichen sind (vgl. BFH-Urteile vom 26. November 1970 IV 60/65, BFHE 101, 115, BStBl II 1971, 249; in BFHE 144, 62, BStBl II 1985, 584).

    Diesbezüglich sind die für unmittelbare Beteiligungen geltenden Maßstäbe (Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681) auf den Fall der doppelstöckigen Freiberufler-Personengesellschaft zu übertragen.

    Die Regel, dass die Verhältnisse der Gesellschafter keinen Einfluss auf die Qualifikation der Einkünfte der Gesellschaft ausüben, erfährt --neben weiteren Ausnahmen-- eine wesentliche Durchbrechung, wenn persönliche Eigenschaften, die nur natürliche Personen haben können, zu den Merkmalen des gesetzlichen Tatbestandes gehören, was auf § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG zutrifft (BFH-Urteile in BFHE 144, 62, BStBl II 1985, 584; in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, unter II.2.e der Entscheidungsgründe; Güroff in Littmann/Bitz/Pust, a.a.O., § 18 Rz 271).

    e) Da der Obergesellschafter S keinen freien Beruf ausübt, gilt nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 i.V.m. § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG die gesamte, mit Einkünfteerzielungsabsicht unternommene Tätigkeit der Personengesellschaft als Gewerbebetrieb (Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681).

  • BFH, 10.10.2012 - VIII R 42/10  

    Abgrenzung gewerbliche Einkünfte - freiberufliche Einkünfte -

    a) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) entfaltet eine Personengesellschaft nur dann eine Tätigkeit, die die Ausübung eines freien Berufs i. S. von § 18 EStG darstellt, wenn sämtliche Gesellschafter die Merkmale eines freien Berufs erfüllen (BFH-Urteile vom 4. Juli 2007 VIII R 77/05, BFH/NV 2008, 53; vom 8. April 2008 VIII R 73/05, BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681; vom 28. Oktober 2008 VIII R 69/06, BFHE 223, 206, BStBl II 2009, 642, jeweils m. w. N.), denn die tatbestandlichen Voraussetzungen der Freiberuflichkeit können nicht von der Personengesellschaft selbst, sondern nur von natürlichen Personen erfüllt werden.

    Das Handeln der Gesellschafter in ihrer gesamthänderischen Verbundenheit und damit das Handeln der Gesellschaft darf kein Element einer nicht freiberuflichen Tätigkeit enthalten (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 11. Juni 1985 VIII R 254/80, BFHE 144, 62, BStBl II 1985, 584; in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681).

    Erfüllt auch nur einer der Gesellschafter diese Voraussetzungen nicht, so erzielen alle Gesellschafter Einkünfte aus Gewerbebetrieb nach § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG (Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, m. w. N.).

    Sie kann daher keine freiberuflichen Einkünfte beziehen, selbst wenn sie durch ihre Organe, insbesondere durch ihre Geschäftsführer, der Art nach ausschließlich freiberuflich tätig ist und sowohl diese als auch sämtliche Gesellschafter die persönliche Qualifikation für eine freiberufliche Tätigkeit besitzen (Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, m. w. N.; Brandt in Herrmann/Heuer/Raupach, § 18 EStG Rz 5, m. w. N.).

    Da eine GmbH als juristische Person des Privatrechts ein eigenständiges Rechtssubjekt ist, kann bei der Besteuerung einer GmbH als solcher durch die GmbH nicht hindurchgegriffen werden; ebenso scheidet ein derartiger Durchgriff bei der Beurteilung der Tätigkeit einer Personengesellschaft aus, an der eine GmbH mitunternehmerisch beteiligt ist (Senatsurteile in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681; vom 27. März 2007 VIII R 64/05, BFHE 217, 497, BStBl II 2007, 639; vom 1. August 1996 VIII R 12/94, BFHE 181, 423, BStBl II 1997, 272; BFH-Urteile vom 18. März 2004 III R 25/02, BFHE 205, 470, BStBl II 2004, 787; vom 23. April 2009 IV R 73/06, BFHE 225, 343, BStBl II 2010, 40; Senatsbeschluss vom 9. April 1987 VIII B 94/86, BFH/NV 1987, 509).

    Die Kriterien für die Annahme einer freiberuflichen Mitunternehmerschaft unterscheiden sich nicht von denen einer gewerblichen Mitunternehmerschaft (vgl. Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, m. w. N.).

  • BFH, 28.10.2008 - VIII R 71/06  

    Klagebefugnis bei Vollbeendigung der klagenden Personengesellschaft während des

    Das Handeln der Gesellschafter in ihrer gesamthänderischen Verbundenheit und damit das Handeln der Gesellschaft darf kein Element einer nichtfreiberuflichen Tätigkeit enthalten (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 11. Juni 1985 VIII R 254/80, BFHE 144, 62, BStBl II 1985, 584; vom 8. April 2008 VIII R 73/05, BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, m.w.N.).

    Mit den Merkmalen eigenverantwortlich und leitend verdeutlicht das Gesetz, dass die freiberufliche Tätigkeit durch die unmittelbare, persönliche und individuelle Arbeitsleistung des Berufsträgers geprägt ist (vgl. BFH-Urteile vom 4. Juli 2007 VIII R 77/05, BFH/NV 2008, 53; in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681).

    Diesen ausreichenden, aber auch erforderlichen Arbeitsbeitrag an der Erstellung freiberuflicher Leistungen gegenüber externen Auftraggebern erbringt ein Gesellschafter insbesondere dann nicht, wenn er seiner Gesellschaft lediglich Kapital zur Verfügung stellt, wenn er nur Aufträge beschafft, ohne sich zumindest teilweise an der Erstellung freiberuflicher Leistungen selbst zu beteiligen (vgl. Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681), wenn er sich zwar an der Erbringung freiberuflicher Leistungen gegenüber externen Auftraggebern beteiligt, es ihm aber an der persönlichen Qualifikation zur Erbringung dieser Leistungen fehlt oder wenn er Tätigkeiten entfaltet, die per se keine freiberuflichen sind (vgl. BFH-Urteile vom 26. November 1970 IV 60/65, BFHE 101, 115, BStBl II 1971, 249; in BFHE 144, 62, BStBl II 1985, 584).

    Diesbezüglich sind die für unmittelbare Beteiligungen geltenden Maßstäbe (Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681) auf den Fall der doppelstöckigen Freiberufler-Personengesellschaft zu übertragen.

    Die Regel, dass die Verhältnisse der Gesellschafter keinen Einfluss auf die Qualifikation der Einkünfte der Gesellschaft ausüben, erfährt --neben weiteren Ausnahmen-- eine wesentliche Durchbrechung, wenn persönliche Eigenschaften, die nur natürliche Personen haben können, zu den Merkmalen des gesetzlichen Tatbestandes gehören, was auf § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG zutrifft (BFH-Urteile in BFHE 144, 62, BStBl II 1985, 584; in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, unter II.2.e der Entscheidungsgründe; Güroff in Littmann/Bitz/Pust, a.a.O., § 18 Rz 271).

    Da der Obergesellschafter S keinen freien Beruf ausübt, gilt nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 i.V.m. § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG die gesamte, mit Einkünfteerzielungsabsicht unternommene Tätigkeit der Personengesellschaft als Gewerbebetrieb (Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681).

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  • BFH, 28.10.2008 - VIII R 73/06  

    Steuerrecht - Freiberufliche Tätigkeit einer Holdinggesellschaft?

    Das Handeln der Gesellschafter in ihrer gesamthänderischen Verbundenheit und damit das Handeln der Gesellschaft darf kein Element einer nichtfreiberuflichen Tätigkeit enthalten (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 11. Juni 1985 VIII R 254/80, BFHE 144, 62, BStBl II 1985, 584; vom 8. April 2008 VIII R 73/05, BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, m.w.N.).

    Weil die freiberufliche Tätigkeit durch die unmittelbare, persönliche und individuelle Arbeitsleistung des Berufsträgers geprägt ist (vgl. BFH-Urteile vom 4. Juli 2007 VIII R 77/05, BFH/NV 2008, 53; in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681), reicht die bloße Zugehörigkeit zu einer der in § 18 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG genannten Berufsgruppen nicht aus (BFH-Urteil vom 18. Oktober 2006 XI R 9/06, BFHE 215, 210, BStBl II 2007, 266).

  • OLG Saarbrücken, 31.10.2007 - 5 U 510/06  
    Eine solche mitunternehmerische Unterbeteiligung ist gegeben, wenn die Rechtsstellung der Steuerberatungs-GmbH vertrag- lich so ausgestaltet ist, dass die freiberufliche Tätigkeit der Rechtsanwalts-Sozietät mittelbar anteilig auch für Rechnung der Steuerberatungs-GmbH betrieben wird und die Steuerbera- tungs-GmbH dem Typus des Mitunternehmers genügt (BFH, Urt. v. 6.7.1995 ­ IV R 79/94, BStBl 1996 II 269; v. 16.12.1997 ­ VIII R 32/90, BStBl 1998 II 480; v. 8.4.2008 ­ VIII R 73/05).

    Einen solchen Fall hatte der BFH im Urt. v. 8.4.2008 ­ VIII R 73/05 (Volltext der Entscheidung in diesem Heft auf S. 184) zu entscheiden.

    Es ist unzulässig, bei der Steuerberatungs-GmbH auf deren Gesell- schafter bzw. Geschäftsführer durchzugreifen (BFH, Urt. v. 8.4.2008 ­ VIII R 73/05 Rdnr. 22 der Entscheidungsgründe; Urt. v. 19.12.2007 ­ VIII R 13/05, BFH/NV 2008, 669).

  • BFH, 08.10.2008 - VIII R 53/07  

    Steuerrecht - Statiker: Trennung zw. freiberuflichen und gewerblichen Einkünften

    Mithin steht auch aufgrund der negativen Feststellungsbescheide für die Streitjahre nicht zugleich für die Gewerbesteuer bindend fest, dass die Voraussetzungen für eine freiberufliche Mitunternehmerschaft nicht vorgelegen haben (BFH-Urteil vom 8. April 2008 VIII R 73/05, BStBl II 2008, 681, m.w.N.).
  • BFH, 04.05.2009 - VIII B 220/08  

    Freiberufliche Tätigkeit einer Personengesellschaft

    Die Entscheidung steht insoweit im Einklang mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. Senatsurteil vom 8. April 2008 VIII R 73/05, BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681).

    Der Senat hat sich in seinem Urteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, unter II.2.e) der Entscheidungsgründe mit der Frage ausführlich befasst und sie verneint.

    Das angegriffene Urteil (sowie die ihm zugrunde liegende Rechtsprechung des Senats) weicht insbesondere nicht von den zitierten Entscheidungen des Großen Senats des BFH ab (vgl. BFH-Urteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, a.a.O.).

  • LG Offenburg, 28.02.2008 - 2 O 378/06  
    Eine solche mitunternehmerische Unterbeteiligung ist gegeben, wenn die Rechtsstellung der Steuerberatungs-GmbH vertrag- lich so ausgestaltet ist, dass die freiberufliche Tätigkeit der Rechtsanwalts-Sozietät mittelbar anteilig auch für Rechnung der Steuerberatungs-GmbH betrieben wird und die Steuerbera- tungs-GmbH dem Typus des Mitunternehmers genügt (BFH, Urt. v. 6.7.1995 ­ IV R 79/94, BStBl 1996 II 269; v. 16.12.1997 ­ VIII R 32/90, BStBl 1998 II 480; v. 8.4.2008 ­ VIII R 73/05).

    Einen solchen Fall hatte der BFH im Urt. v. 8.4.2008 ­ VIII R 73/05 (Volltext der Entscheidung in diesem Heft auf S. 184) zu entscheiden.

    Es ist unzulässig, bei der Steuerberatungs-GmbH auf deren Gesell- schafter bzw. Geschäftsführer durchzugreifen (BFH, Urt. v. 8.4.2008 ­ VIII R 73/05 Rdnr. 22 der Entscheidungsgründe; Urt. v. 19.12.2007 ­ VIII R 13/05, BFH/NV 2008, 669).

  • BFH, 16.04.2009 - VIII B 216/08  

    Künstlerische Tätigkeit einer Personengesellschaft

    Das Handeln der Gesellschafter in ihrer gesamthänderischen Verbundenheit und damit das Handeln der Gesellschaft darf kein Element einer nicht freiberuflichen Tätigkeit enthalten (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 11. Juni 1985 VIII R 254/80, BFHE 144, 62, BStBl II 1985, 584; vom 8. April 2008 VIII R 73/05, BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, m.w.N.).

    Mit den Merkmalen eigenverantwortlich und leitend verdeutlicht das Gesetz, dass die freiberufliche Tätigkeit durch die unmittelbare, persönliche und individuelle Arbeitsleistung des Berufsträgers geprägt ist (vgl. BFH-Urteile vom 4. Juli 2007 VIII R 77/05, BFH/NV 2008, 53; in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681).

    Diesen ausreichenden, aber auch erforderlichen Arbeitsbeitrag an der Erstellung freiberuflicher Leistungen gegenüber externen Auftraggebern erbringt ein Gesellschafter insbesondere dann nicht, wenn er seiner Gesellschaft lediglich Kapital zur Verfügung stellt, wenn er nur Aufträge beschafft, ohne sich zumindest teilweise an der Erstellung freiberuflicher Leistungen selbst zu beteiligen (vgl. Senatsurteil in BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681), wenn er sich zwar an der Erbringung freiberuflicher Leistungen gegenüber externen Auftraggebern beteiligt, es ihm aber an der persönlichen Qualifikation zur Erbringung dieser Leistungen fehlt oder wenn er Tätigkeiten entfaltet, die per se keine freiberuflichen sind (vgl. BFH-Urteile vom 26. November 1970 IV 60/65, BFHE 101, 115, BStBl II 1971, 249; in BFHE 144, 62, BStBl II 1985, 584).

  • BFH, 23.04.2009 - IV R 73/06  

    Innengesellschaft - Mitunternehmerschaft - eigenständiger Gewerbebetrieb -

    Obgleich auch interprofessionelle Personenzusammenschlüsse freiberufliche Einkünfte erzielen können (vgl. BFH-Urteil vom 23. November 2000 IV R 48/99, BFHE 193, 482, BStBl II 2001, 241), steht der Annahme einer freiberuflichen Mitunternehmerschaft im Streitfall entgegen, dass die Verwaltungs-GmbH --die nach § 8 Abs. 2 des Körperschaftsteuergesetzes a.F. (KStG a.F.; jetzt § 8 Abs. 2 i.V.m. § 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG n.F.) nur gewerbliche Einkünfte erzielen und damit die Merkmale eines freien Berufs nicht erfüllen kann-- als Komplementärin (Mitunternehmerin) an der Klägerin beteiligt war mit der Folge, dass die Tätigkeit der KG (bzw. ihrer Gesellschafter) nach der Abfärberegelung des § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG i.V.m. § 2 Abs. 1 Satz 2 GewStG insgesamt als Gewerbebetrieb gilt (BFH-Beschluss vom 3. Dezember 2003 IV B 192/03, BFHE 204, 290, BStBl II 2004, 303; BFH-Urteil vom 8. April 2008 VIII R 73/05, BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681; zur Mitunternehmerstellung des Komplementärs s. BFH-Urteil vom 25. April 2006 VIII R 74/03, BFHE 213, 358, BStBl II 2006, 595; Schmidt/Wacker, EStG, 28. Aufl., § 15 Rz 709, 321, 354).
  • BFH, 10.08.2010 - VIII R 44/07  

    Mitunternehmerschaft zwischen Freiberufler und berufsfremder Person - für Zwecke

  • FG München, 23.10.2008 - 5 K 2605/06  

    Mitunternehmerstellung einer GbR-Geschäftsführerin

  • FG Düsseldorf, 12.08.2010 - 12 K 2384/08  

    Gewerbesteuerpflicht einer Freiberufler-GmbH & Co KG; Gewerbesteuerpflicht;

  • FG Mecklenburg-Vorpommern, 15.12.2011 - 2 K 412/08  

    Keine gewerbliche Prägung bei nur geringer gewerblicher Tätigkeit trotz

  • FG Münster, 19.06.2008 - 8 K 4272/06  

    Qualifizierung von Einkünften einer überwiegend im Bereich des Webdesign tätigen

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