Rechtsprechung
   BFH, 09.12.1999 - III R 37/97   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • Simons & Moll-Simons

    AO 1977 § 122 Abs. 2 Nr. 1, § 366 Satz 2; FGO § 56 Abs. 1

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Rechtsanwalt - Vereinbarung mit dem Postbediensteten, am Samstag die an Kanzlei bestimmten Briefe wieder mitzunehmen, wenn die Kanzlei nicht besetzt ist - Ohne Einwirkung auf Drei-Tages-Frist nach § 122 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Bekanntgabefiktion bei Prozessbevollmächtigten

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  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Bekanntgabe: Zustellungsvereinbarung eines Anwalts für Samstage ohne Einfluß auf Zustellungsvermutung

Kurzfassungen/Presse (2)

  • NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
  • finanztip.de (Kurzinformation)

    Rechtsanwalt bekommt Steuerbescheid zu spät - Vereinbarung mit dem Postboten ist ohne Wirkung auf den Fristlauf

Sonstiges

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    AO 1977 § 122 Abs 2 Nr 1, FGO § 47 Abs 1, InvZulG § 5 Abs 2 Nr 1a, InvZulG § 3 S 4
    Bekanntgabe; Bestellung; Bestellzeitpunkt; Zustellung

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 190, 292
  • NJW 2000, 1742
  • NVwZ-RR 2000, 736 (Ls.)
  • BB 2000, 603
  • DB 2000, 959
  • BStBl II 2000, 175



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Wird zitiert von ... (37)  

  • BFH, 17.09.2002 - IX R 68/98  

    Steuerbescheid - Beginn der Einspruchsfrist bei "Drei-Tage-Vermutung"

    Dem hat sich die nachfolgende Rechtsprechung angeschlossen (BFH-Urteile vom 13. März 1991 I R 38/90, nicht veröffentlicht --n.v.--; vom 13. März 1991 I R 39/90, BFH/NV 1992, 146; vom 13. März 1991 I R 40/90, n.v.; Beschluss vom 22. April 1996 XI B 2/96, BFH/NV 1996, 727; Urteile vom 26. Juni 1996 X R 97/95, BFH/NV 1997, 90; vom 17. Juni 1997 IX R 79/95, BFH/NV 1997, 828; Beschlüsse vom 12. August 1998 IV B 145/97, BFH/NV 1999, 286; vom 18. Dezember 1998 X B 147/98, BFH/NV 1999, 745; vom 30. Juni 1999 IX B 53/99, BFH/NV 1999, 1620; Urteil vom 9. Dezember 1999 III R 37/97, BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175; ebenso Bundessozialgericht --BSG--, Urteil vom 19. März 1957 10 RV 609/56, BSGE 5, 53, --zu § 4 Abs. 1 VwZG--; offen gelassen indes im Urteil vom 6. Dezember 1996 13 RJ 19/96, BSGE 79, 293; dem BFH folgend ferner Verwaltungsgerichtshof (VGH) München, Beschluss vom 23. Juli 1990 Gr.S. 1/90-19 B 88.185, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1991, 1250; VGH Mannheim, Beschluss vom 19. Dezember 1991 3 S 2492/91, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht --NVwZ-- 1992, 799; Oberverwaltungsgericht --OVG-- Münster, Beschluss vom 7. März 2001 19 A 4216/99, NVwZ 2001, 1171).

    So brauchen, wenn § 108 Abs. 3 AO 1977 angewandt wird, die Finanzämter, Finanzgerichte und auch die steuerberatenden Berufe sich nicht mit der Frage zu befassen, auf welche Weise die Zugangsvermutung für Sonnabende sowie Sonn- und Feiertage erschüttert werden kann, z.B. wenn Absprachen mit dem Postboten bestehen, die Post erst am Montag statt am Sonnabend zu bringen (vgl. BFH-Urteile in BFH/NV 1997, 828; in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175), wenn die Post antragsgemäß beim Postamt zur Abholung bereitgehalten wird (BFH-Urteil in BFH/NV 1997, 90), wann ein Postfach üblicherweise geleert zu werden pflegt (Beschluss in BFH/NV 1999, 745) und ob ein Anwalt oder Steuerberater sich an Sonnabenden persönlich zur Post begeben und seine Post aus dem Postfach abholen muss, wenn sein Kanzleipersonal aufgrund der Fünftagewoche nicht verfügbar ist (Beschluss in BFH/NV 1999, 286).

    Bestreitet der Empfänger, den Verwaltungsakt innerhalb der Dreitagesfrist erhalten zu haben, so hat er substantiiert Tatsachen vorzutragen, die schlüssig auf einen späteren Zugang hindeuten und deshalb Zweifel an der Zugangsvermutung begründen (BFH-Urteile in BFH/NV 1997, 828; in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175).

    Der erkennende Senat weicht mit seiner Auffassung von Entscheidungen des II. Senats (Urteil in BFHE 146, 27, BStBl II 1986, 462), des III. Senats (Urteil in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175), des IV. Senats (Beschluss in BFH/NV 1999, 286), des X. Senats (Urteil in BFH/NV 1997, 90; Beschluss in BFH/NV 1999, 745) und des XI. Senats (Beschluss in BFH/NV 1996, 727) ab.

  • BFH, 14.10.2003 - IX R 68/98  

    Steuerbescheid - Beginn der Einspruchsfrist bei "Drei-Tage-Vermutung"

    So brauchen, wenn § 108 Abs. 3 AO 1977 angewandt wird, die Finanzämter, Finanzgerichte und auch die steuerberatenden Berufe sich nicht mit der Frage zu befassen, auf welche Weise die Zugangsvermutung für Sonnabende sowie Sonn- und gesetzliche Feiertage erschüttert werden kann, z.B. wenn Absprachen mit dem Postboten bestehen, die Post erst am Montag statt am Sonnabend zu bringen (vgl. BFH-Urteile in BFH/NV 1997, 828; vom 9. Dezember 1999 III R 37/97, BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175), wenn die Post antragsgemäß beim Postamt zur Abholung bereitgehalten wird (BFH-Urteil in BFH/NV 1997, 90), wann ein Postfach üblicherweise geleert zu werden pflegt (BFH-Beschluss vom 18. Dezember 1998 X B 147/98, BFH/NV 1999, 745) und ob ein Anwalt oder Steuerberater sich an Sonnabenden persönlich zur Post begeben und seine Post aus dem Postfach abholen muss, wenn sein Kanzleipersonal aufgrund der Fünftagewoche nicht verfügbar ist (BFH-Beschluss in BFH/NV 1999, 286).

    Der erkennende Senat weicht mit seiner Auffassung von Entscheidungen des II. Senats (Urteil in BFHE 146, 27, BStBl II 1986, 462), des III. Senats (Urteil in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175), des IV. Senats (Beschluss in BFH/NV 1999, 286), des X. Senats (Urteil in BFH/NV 1997, 90; Beschluss in BFH/NV 1999, 745) und des XI. Senats (Beschluss vom 22. April 1996 XI B 2/96, BFH/NV 1996, 727) ab.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 07.03.2001 - 19 A 4216/99  
    BFH, Urteil vom 9. Dezember 1999 - III R 37/97 -, NJW 2000, 1742 (1742), und 5. März 1986 - II R 5/84 -, BayVBl. 1986, 413 (414); VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 19. Dezember 1991 - 3 S 2492/91 -, NVwZ 1992, 799 (800); BayVGH, Beschluss vom 23. Juli 1990 - Gr. S. 1/90 - 19 B 88.185 -, NJW 1991, 1250 (1250 f.); OVG NRW, Beschluss vom 8. September 1981 - 16 B 796/81 -, NVwZ 1982, 564 (564); Engelhardt/App, a.a.O., § 4 VwZG, Anm. 4 (S. 180); Schoch/Schmidt-Aßmann/ Pietzner, VwGO, Stand: Januar 2000, § 56 Rdnr. 44; Kopp, VwVfG, 7. Aufl., 2000, § 41 Rdnr. 53, jeweils m. w. N.; offen gelassen für den Fristbeginn an einem Sonntag: BVerwG, Urteil vom 27. Mai 1983 - 7 C 79.81 -, NJW 1983, 2344 (2345).

    vgl. nur BFH, Urteile vom 9. Dezember 1999 - III R 37/97 -, a.a.O., und vom 27. Februar 1998 - IX B 29/96 -, NVwZ-RR 1999, 104 (105); OVG NRW, Urteil vom 28. März 1995 - 15 A 3217/94 -, NVwZ-RR 1995; Kopp, a.a.O., § 41 Rdnr. 54, jeweils m. w. N.

    So BVerwG, Beschluss vom 3. Juli 1961 - VIII B 48.60 -, DVBl. 1961, 827 (827), und Urteil vom 11. Mai 1960 - V C 320.85 -, NJW 1960, 1587; BFH, Urteil vom 9. Dezember 1999 - III R 37/97 -, a.a.O., m. w. N.; BSG, Urteil vom 2. September 1977 - 12 R Ar 46/76 -, MDR 1978, 83; Hess. VGH, Urteil vom 11. Januar 1968 - V OE 123.67 -, NJW 1968, 1979 (1980); Redeker/von Oertzen, VwGO, 13. Aufl., 2000, § 70 Rdnr. 4; Eyermann/Fröhler, VwGO, 10. Aufl., 1998, § 70 Rdnr. 6; Knack/Hennecke, a.a.O., § 41 Anm. 5.2.1; offen gelassen: BAG, Urteil vom 24. Oktober 1985 - 2 AZR 521/84 -, NJW 1986, 1373 (1374); unklar: BFH, Beschluss vom 12. August 1998 - 4 B 145/97 -.

    BFH, Urteile vom 9. Dezember 1999 - III R 37/97 -, a.a.O., (1742 f.), und 12. August 1998 - IV B 145/95 -, jeweils m. w. N.

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  • BFH, 09.11.2005 - I R 111/04  

    Bekanntgabe eines Steuerbescheids

    Es genügt vielmehr, dass nach den allgemeinen Gepflogenheiten von ihm eine Kenntnisnahme erwartet werden kann (BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999 III R 37/97, BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175, m.w.N.).

    Das wiederum ist regelmäßig anzunehmen, wenn die Sendung entsprechend den postalischen Vorschriften zugestellt wurde (BFH-Urteile in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175; vom 13. Oktober 1994 IV R 100/93, BFHE 176, 510, BStBl II 1995, 484, m.w.N.), wofür ein Einwurf in den Briefkasten des Empfängers ausreicht (BFH-Urteil vom 5. Dezember 1974 V R 111/74, BFHE 114, 176, BStBl II 1975, 286).

  • FG Bremen, 03.09.2003 - 4 K 220/03  

    Widerlegung der Drei-Tage-Zugangsfiktion eines per einfachen Brief versandten

    Bei Zusendung eines Steuerbescheides durch einfachen Brief gilt die Bekanntgabe innerhalb des Geltungsbereiches der Abgabenordnung nach § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO 1977 als bewirkt mit dem dritten Tag nach Aufgabe zur Post, es sei denn, dass die Entscheidung nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist (vgl. BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999, III R 37/97, BFHE 190, 292 , BStBl. II 2000, 175, BFH/NV 2000, 626 ; so auch die Rechtsmittelbelehrung in den angefochtenen Bescheiden des Beklagten).

    Diese Voraussetzungen sind regelmäßig erfüllt, wenn die Sendung entsprechend den postalischen Vorschriften zugestellt worden ist (vgl. BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999, III R 37/97, BFHE 190, 292 , BStBl II 2000, 175 , BFH/NV 2000, 626 ).

    Nach § 122 Abs. 2, 2. Halbsatz AO 1977 hat die Behörde im Zweifel den Zugang des Verwaltungsaktes und den Zeitpunkt des Zuganges nachzuweisen (BFH-Urteile vom 9. Dezember 1999, III R 37/97, BFHE 190, 292 , BStBl II 2000, 175 , BFH/NV 2000, 626 , vom 17. Juni 1997 IX R 79/95, BFH/NV 1997, 828, und 8. Februar 1996 III R 127/93, BFH/NV 1996, 850, m.w.N.).

    Im Ergebnis verbleibt es daher bei § 122 Abs. 2, 2. Halbsatz AO 1977 , wonach die Behörde im Zweifel den Zugang des Verwaltungsaktes und den Zeitpunkt des Zuganges nachzuweisen hat und Unklarheiten in dieser Frage zu Ihren Lasten gehen (BFH-Urteile vom 9. Dezember 1999, III R 37/97, BFHE 190, 292 , BStBl II 2000, 175 , BFH/NV 2000, 626 , vom 17. Juni 1997, IX R 79/95, BFH/NV 1997, 828, und 8. Februar 1996, III R 127/93, BFH/NV 1996, 850, m.w.N.).

  • BFH, 22.08.2006 - I R 24/05  

    Voraussetzungen für Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei urlaubsbedingter

    Wird eine schriftliche Mitteilung dieses Inhalts per Post übersandt, so geht sie dem Empfänger zu, sobald die Postsendung mit der Mitteilung entsprechend den postalischen Vorschriften zugestellt wird (vgl. BFH-Beschluss in BFH/NV 2004, 1668; BFH-Urteile vom 9. Dezember 1999 III R 37/97, BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175; vom 13. Oktober 1994 IV R 100/93, BFHE 176, 510, BStBl II 1995, 484, m.w.N.).

    Dazu muss er insbesondere sicherstellen, dass fristauslösende Schriftstücke rechtzeitig zu seiner Kenntnis gelangen (BFH-Urteil in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175, 177, m.w.N.).

  • FG Bremen, 25.10.2006 - 4 K 83/04  

    Beginn der Klagefrist bei einer per einfachen Brief versandten, unvollständigen

    a) Bei Zusendung einer Einspruchsentscheidung durch einfachen Brief (§ 366 Satz 2 i.V.m. § 122 Abs. 2 AO 1977 ) gilt die Bekanntgabe innerhalb des Geltungsbereiches der Abgabenordnung nach § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO 1977 als bewirkt mit dem dritten Tag nach Aufgabe zur Post, es sei denn, dass die Entscheidung nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist (vgl. BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999, III R 37/97, BFHE 190, 292 , BStBl. II 2000, 175, BFH/NV 2000, 626 ).

    Diese Voraussetzungen sind regelmäßig erfüllt, wenn die Sendung entsprechend den postalischen Vorschriften zugestellt worden ist (vgl. BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999, III R 37/97, BFHE 190, 292 , BStBl II 2000, 175 , BFH/NV 2000, 626 ).

    Nach § 122 Abs. 2, 2. Halbsatz AO 1977 hat die Behörde im Zweifel den Zugang des Verwaltungsaktes und den Zeitpunkt des Zuganges nachzuweisen (BFH-Urteile vom 9. Dezember 1999, III R 37/97, BFHE 190, 292 , BStBl II 2000, 175 , BFH/NV 2000, 626 , vom 17. Juni 1997 IX R 79/95, BFH/NV 1997, 828, und 8. Februar 1996 III R 127/93, BFH/NV 1996, 850, m.w.N.).

  • FG Berlin, 15.08.2002 - 1 K 1294/00  

    Versäumnis der Klagefrist, wenn rechtzeitige Zustellung der

    In einem solchen Fall hat das Finanzgericht den Sachverhalt unter Berücksichtigung des Sachvortrages aufzuklären und die festgestellten und unstreitigen Umstände im Wege freier Beweiswürdigung gegeneinenader abzuwägen (Bundesfinanzhof - BFH -, Urteil vom 9. Dezember 1999 III R 37/97, Bundessteuerblatt - BStBl - II 2000, 175, 177).

    In dem Urteil III R 37/97 vom 9. Dezember 1999 a. a. O. führt der Bundesfinanzhof im Rahmen einer Gesamtdarstellung auch das Urteil des Hessischen Finanzgerichts in Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 1996, 791 an, wonach als unbeachtlich angesehen wurde, wenn ein Steuerberater mit einem Postboten vereinbart, eingehende Sendungen nicht am Sonnabend, sondern erst am nachfolgenden Montag zuzustellen.

    Der Adressat kann sich nicht auf solche Umstände berufen, die zwar zu einer Verzögerung der Kenntnisnahme geführt haben, die jedoch seiner Verantwortung- bzw. Risikosphäre zuzuordnen sind (BFH, Urteil vom 9. Dezember 1999 III R 37/97 a. a. O. mit weiteren Nachweisen).

  • BFH, 21.12.2001 - VIII B 132/00  

    Fehlerhafte Beurteilung der Beweislast; Verfahrensmangel

    Dies ist dann der Fall, wenn der Empfänger des Verwaltungsakts substantiiert und schlüssig Tatsachen vorträgt, die auf einen späteren Zugang des Bescheids hindeuten (BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999 III R 37/97, BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175).
  • FG München, 12.10.2009 - 14 K 2499/09  

    Vollstreckungsmaßnahmen des Finanzamts: verspätet erhobene Klage unzulässig

    Bei Zusendung einer Einspruchsentscheidung durch einfachen Brief (§ 366 Satz 2 i.V.m. § 122 Abs. 2 AO 1977) gilt die Bekanntgabe innerhalb des Geltungsbereiches der Abgabenordnung nach § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO 1977 mit dem dritten Tag nach Aufgabe zur Post als bewirkt, es sei denn, dass die Entscheidung nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 9. Dezember 1999, III R 37/97, BStBl. II 2000, 175).

    Diese Voraussetzungen sind regelmäßig erfüllt, wenn die Sendung entsprechend den postalischen Vorschriften zugestellt worden ist (vgl. BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999, III R 37/97, BStBl II 2000, 175).

    Er kann sich auch nicht auf solche Umstände berufen, die zwar zu einer Verzögerung der Kenntnisnahme geführt haben, die jedoch seiner Verantwortungs- und Risikosphäre zuzurechnen sind (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 9. Dezember 1999 III R 37/97, BStBl II 2000, 175).

  • FG München, 20.01.2011 - 14 K 1595/10  

    Verspätete Klageerhebung

  • BFH, 20.02.2001 - IX R 48/98  
  • BFH, 27.11.2002 - X R 17/01  

    Zugang der Einspruchsentscheidung; Richtigkeit des Postaufgabedatums

  • BFH, 11.03.2004 - VII R 13/03  

    Bekanntgabe - Dreitagesfrist nach § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO

  • BFH, 28.04.2010 - VIII R 8/08  

    Benennung eines inländischen Zustellungsbevollmächtigten bei Auslandsaufenthalt

  • FG Saarland, 28.11.2000 - 1 K 132/00  

    Zugangsfiktion bei Geschäfts- und Postfachanschrift (§§ 47 Abs. 1, 54

  • BFH, 27.06.2002 - III B 29/02  

    Verfahrensmangel; nicht ordnungsgemäße Ladung

  • FG Baden-Württemberg, 19.07.2000 - 2 K 185/99  

    Drei-Tages-Zugangsvermutung bei Einsortierung einer Einspruchsentscheidung in das

  • FG Saarland, 05.04.2001 - 1 K 119/00  

    Zugang eines Steuerverwaltungsaktes außerhalb der Dreitagefiktion /

  • FG München, 25.07.2001 - 6 K 2067/99  

    Beginn der Klagefrist und Zugangsfiktion des § 1222 Abs. 2 AO

  • FG Berlin, 15.08.2002 - 1 K 1293/00  

    Verspätete Klageerhebung - Zugang der Einspruchsentscheidung

  • FG Niedersachsen, 10.11.2009 - 14 K 113/09  

    Drei-Tage-Frist nach § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO; Drei-Tage-Frist;

  • BFH, 14.05.2003 - XI R 37/99  

    Antragsfrist nach § 68 Satz 2 FGO a.F.

  • BFH, 23.08.2001 - XI B 118/00  
  • FG Baden-Württemberg, 19.12.2001 - 2 K 191/00  

    Nachweis des Zugangs eines schriftlichen Verwaltungsakts; Wiedereinsetzung bei

  • FG Münster, 24.06.2003 - 2 K 4635/02  

    Gewinnzuschlag bei unterjähriger Auflösung der Ansparabschreibung

  • BFH, 30.11.2011 - VI B 22/11  

    Ausnahmen vom Vertretungszwang - Verfassungsmäßigkeit des § 62 Abs. 4 FGO -

  • FG München, 26.04.2001 - 13 K 3202/98  

    Wahrung der Festsetzungsfrist durch rechtzeitiges Versenden eines vorläufigen

  • LSG Berlin-Brandenburg, 16.12.2010 - L 21 R 614/08  

    Aufhebung eines Vormerkungsbescheides für die Zukunft; Umdeutung eines

  • FG Köln, 23.08.2000 - 5 K 4463/98  

    Erschütterung der Zugangsvermutung bei Bekanntgabe durch die Post

  • FG München, 17.12.2001 - 13 K 2525/01  

    Bekanntgabe von Bescheiden bei Lagerung von Postsendungen; gesonderter und

  • FG Thüringen, 06.03.2002 - I 417/01  

    Zugangsvermutung des § 122 Abs.2 Nr. 1 AO; Ende des Drei-Tages-Zeitraums an

  • VGH Bayern, 01.07.2004 - 4 CS 04.1074  

    Widerspruchsfrist; Zustellung; Postzustellungsurkunde; Abrede; Vereinbarung;

  • FG Nürnberg, 27.02.2007 - II 283/06  

    Berechnung der Klagefrist des § 47 Abs. 1 Finanzgerichtsordnung (FGO) unter

  • FG Nürnberg, 09.11.2000 - IV 126/00  

    Zweifel an der Vermutung des Zugangs innerhalb des Dreitageszeitraums

  • FG Saarland, 14.11.2001 - 1 K 4/99  

    Zugangsfiktion des § 122 Abs. 2 AO bei Einlegung in ein Postfach

  • FG München, 08.09.2003 - 13 S 3041/03  

    Keine Prozesskostenhilfe bei unzulässiger Klage; Bewilligung von

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