Rechtsprechung
| BFH, 12.07.1961 - II 164/59 S |
Volltextveröffentlichungen
Kurzfassungen/Presse
- NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 73, 343
- BStBl III 1961, 391
Wird zitiert von ... (14)
- FG Baden-Württemberg, 19.11.1999 - 9 K 249/97
Übernahmerecht - Behandlung als Vorausvermächtnis
b) In Übereinstimmung mit den im BFH-Urteil vom 12. Juli 1961 II 164/59 S (BStBl III 1961, 391) zur Bewertung eines (im wesentlichen mit dem hier vorliegenden Übernahmerecht vergleichbaren) Kaufrechtsvermächtnisses (vgl. hierzu Gebel, USt- und Verkehrssteuerrecht - UVR - 1994, 74 zu 6.6.) kann der Anspruch des Kl auf die Übereignung des Flst.Von diesem Wert ist die Verpflichtung zur Zahlung des Übernahmepreises mit ihrem Nennwert abzuziehen (1.008.000 DM; § 12 Abs. 1 ErbStG 1974 i.V.m. § 12 Abs. 1 BewG ; BFH-Urteil in BStBl III 1961, 391).
Im übrigen wendet der Senat die im BFH-Urteil in BStBl III 1961, 391 dargelegten Rechtsgrundsätze auch deshalb weiter an, weil die Kontinuität der Rechtsprechung, das auf ihr beruhende Vertrauen des Bürgers, seine Sache werde nach den Maßstäben entschieden, die bisher gelten, ein eigener Wert ist (…vgl. hierzu Larenz, Methodenlehre der Rechtswissenschaft, 6. Auflage, 1991, II. Teil Kapitel 4 Ziff. 1 S. 313).
Nur eine insgesamt als gerechter zu beurteilende Auslegung des Gesetzes rechtfertigt es demzufolge, die Kontinuität der Rechtsprechung zu vernachlässigen und somit von den Rechtsgrundsätzen im BFH-Urteil in BStBl III 1961, 391 abzuweichen (RFH-Urteil vom 19. April 1929 VeA 824/28, RStBl 1929, 562).
Angesichts dessen kommt der Senat zur Überzeugung, daß die in dem BFH-Urteil in BStBl III 1961, 391 entwickelten Rechtsgrundsätze weiterhin anzuwenden sind, weil eine insgesamt gerechtere Entscheidung, die eine Rechtsfortbildung rechtfertigen könnte, nicht möglich erscheint.
- BFH, 06.06.2001 - II R 76/99
Kaufrechtsvermächtnis - Ansatz mit dem gemeinen Wert
Soweit dem BFH-Urteil vom 12. Juli 1961 II 164/59 S (BFHE 73, 343, BStBl III 1961, 391) eine andere Rechtsauffassung zugrunde liegt, hält der Senat daran nicht mehr fest. - FG Köln, 07.11.2000 - 9 K 7272/97
Erwerb aufgrund eines Kaufrechtsvermächtnisses
Maßgeblich für die Beurteilung des Streitfalls seien demgegenüber der BFH-Beschluss vom 12. Juli 1961 II 164/59 S (V) (BStBl. III 1961, 398) und der Erlass des Finanzministeriums Niedersachsen vom 19. Februar 1979 (Der Betrieb 1979, 769), wonach die Bewertung eines Grundstückskaufrechtsvermächtnisses unter Zugrundelegung des Grundbesitzeinheitswerts zu erfolgen habe.d) Soweit der BFH in dem von der Klägerin angezogenen Urteil vom 12. Juli 1961 II 164/59 S (BStBl. III 1961, 391) in Anknüpfung an die Rechtsprechung des RFH (Entscheidung vom 19. April 1929 VeA 824/28, RStBl. 1929, 562) ausgeführt hat, der durch ein Kaufrechtsvermächtnis Bedachte sei nur insoweit bereichert, als der Steuerwert des Gegenstands den festgesetzten Kaufpreis übersteige, folgt der Senat dieser Auffassung nicht.
Jedoch hat der BFH in dem vorgenannten Beschluss ausdrücklich offengelassen, ob an der im Urteil vom 12. Juli 1961 (BStBl. III 1961, 391) vertretenen Auffassung, wonach der Steuerwert des Grundstücks zugrunde zu legen ist, im Hinblick auf die (geänderte) Rechtsprechung zur Bewertung vertraglicher Sachleistungsansprüche (vgl. BFH-Urteile vom 6. Dezember 1989 II R 103/86, BStBl. II 1990, 434, vom 6. März 1990 II R 63/87, BStBl. II 1990, 504, vom 26. Juni 1991 II R 117/87, BStBl. II 1991, 749, und BFH BStBl. II 1992, 298) noch festgehalten werden könne.
- BFH, 06.06.2001 - II R 14/00
Wahlvermächtnis - Was ist der Zuwendungsgegenstand?
Soweit dem BFH-Urteil vom 12. Juli 1961 II 164/59 S (BFHE 73, 343, BStBl III 1961, 391) eine andere Rechtsauffassung zugrunde liegt, hält der Senat daran nicht mehr fest. - FG Baden-Württemberg, 20.10.1999 - 13 K 130/94
Bewertung eines Kaufrechtsvermächtnisses
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - FG Düsseldorf, 17.02.1999 - 4 K 4498/95
Bewertung eines Kaufrechtsvermächtnisses
Allerdings hat der BFH in seinem Urteil vom 12. Juli 1961 (- II 164/59 S - BFHE 73, 343 (348) = BStBl. III 1961, 391 (392 f.)) ausgeführt, daß der durch den Anfall eines Kaufrechtsvermächtnisses Bedachte nur insoweit bereichert sei, als der Steuerwert des Gegenstandes den festgesetzten Kaufpreis übersteige.Der BFH hat die Entscheidung dieser Frage indessen in seinem Beschluß vom 13. April 1994 - II B 173/93 - a.a.O. letztlich offengelassen und insbesondere dahingestellt gelassen, ob der in dem BFH-Urteil vom 12. Juli 1961 - II 164/59 S - a.a.O. vertretenen Auffassung im Hinblick auf die geänderte Rechtsprechung zur Bewertung sogenannter Sachleistungsansprüche noch gefolgt werden könne.
- BFH, 01.08.2001 - II R 47/00
ErbSt; Kaufrechtsvermächtnis
Soweit dem BFH-Urteil vom 12. Juli 1961 II 164/59 S (BFHE 73, 343, BStBl III 1961, 391) eine andere Rechtsauffassung zugrunde liegt, hält der Senat daran nicht mehr fest. - BFH, 13.04.1994 - II B 173/93
Aussetzung der Vollziehung eines angefochtenen Erbschaftsteuerbescheids (§ …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BFH, 23.08.1961 - II 97/61 U Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BFH, 20.10.1970 - II 167/64
ErbStDV § 15
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BFH, 06.06.2001 - II R 5/00
- BFH, 07.10.1970 - I R 145/68
AO § 103; AO § 104
- BFH, 31.10.1984 - II R 200/81
Erbschaftsteuerpflicht auch bei erbvertraglicher Regelung zur …
- BFH, 27.04.1962 - II 174/60 U
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