Rechtsprechung
| BFH, 13.04.1965 - I 36/64 U |
Volltextveröffentlichungen
Kurzfassungen/Presse
- NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 82, 391
- BStBl III 1965, 389
Wird zitiert von ... (4)
- BFH, 03.02.2004 - VII R 30/02
Steuerbescheid - Wann muss Finanzamt an Bevollmächtigte zustellen?
Diese Auffassung findet ihre Stütze nicht nur in dem Wortlaut der Vorschrift, sondern auch in dem durch die Einfügung des Satzes 2 in § 8 Abs. 1 a.F. VwZG zum Ausdruck gebrachten gesetzgeberischen Willen, der in Kenntnis und Auswertung der bis zu diesem Zeitpunkt zur Frage der Ermessensausübung nach § 8 Abs. 1 a.F. VwZG ergangenen Rechtsprechung (vgl. BFH-Urteile vom 11. August 1954 II 239/53 U, BFHE 59, 305, BStBl III 1954, 327; vom 13. April 1965 I 36, 37/64 U, BFHE 82, 391, BStBl III 1965, 389, sowie vom 25. Oktober 1963 III 7/60 U, BFHE 77, 764, BStBl III 1963, 600; vgl. dazu BTDrucks VI/3195) und Anpassung an die Praxis der Verwaltung eine Ermessensreduzierung auf Null durch eine Ermessensbindung der Behörde nur für den Fall vorgesehen hat, in dem der Vertretungsberechtigte seine Vollmacht urkundlich nachweist.Es entspricht daher ständiger Rechtsprechung, dass die Behörde, die Zustellungen bislang ständig an den Bevollmächtigten gerichtet hat, nicht willkürlich wechseln darf; d.h., dass insoweit bei Ausübung des Wahlrechts nach § 8 Abs. 1 Satz 1 VwZG eine Ermessensreduzierung auf "Null" einritt (…vgl. Engelhardt/App, Verwaltungsverfahrensgesetz, Verwaltungszustellungsgesetz, 5. Aufl., Rz. 5 zu § 8 VwZG; vgl. auch BFH in BFHE 82, 391, BStBl III 1965, 389, und in BFHE 59, 305, BStBl III 1954, 327, sowie vom 29. Juli 1954 V 50/54 U, BFHE 59, 212, BStBl III 1954, 290).
Das FG, das sich für seine Auffassung, das FA, das sich eine Zeit lang ständig an den Vertreter gewendet habe, hätte den Haftungsbescheid als abschließende Entscheidung des Verfahrens nicht dem Steuerpflichtigen unmittelbar zustellen dürfen, auf die Entscheidungen des BFH in BFHE 59, 305, BStBl III 1954, 327 und in BFHE 82, 391, BStBl III 1965, 389 beruft, übersieht, dass diese Entscheidungen zu dem Rechtsstand vor Einfügung des Satzes 2 in § 8 Abs. 1 VwZG a.F. ergangen sind.
- BFH, 09.12.1980 - VIII R 122/78
VwZG § 9 Abs. 1; ZPO § 187
Sie "mußte" aber nach der Rechtsprechung zu dieser Vorschrift an ihn gerichtet werden, wenn dem FA eine schriftliche Vollmacht des Vertreters der Klägerin im Arrestverfahren vorlag, welche die Vertretung der Klägerin im Verfahren über die Duldung der Zwangsvollstreckung umfaßte; die Zustellung der Verfügung nach § 330 AO an die Klägerin selbst war in diesem Fall ermessensfehlerhaft (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 13. April 1965 I 36, 37/64 U, BFHE 82, 391, BStBl III 1965, 389). - BFH, 01.08.1975 - III R 58/74
VwZG § 2 Abs. 1 Satz 1, § 17 Abs. 1
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - FG Nürnberg, 26.03.2003 - V 234/00
Bekanntgabe eines Steuerbescheids an den Kläger oder den Bevollmächtigten
Das Finanzgericht hat deshalb nur das Recht und die Pflicht zu prüfen, ob die Grenzen des Ermessens eingehalten worden sind (BFH-Urteil vom 13.04.1965 136/64 U, BFHE 82, 391, BStBl. III 1965, 389).
Für Blogger: