Rechtsprechung
| BFH, 13.10.1998 - VIII R 4/98 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- Simons & Moll-Simons
EStG § 4 Abs. 4, § 5, § 6 Abs. 1 Nr. 1, § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2; HGB § 255 Abs. 2
- DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
GmbH Co. KG - Festvergütung an GmbH auch bei Verlust der KG - Sondervergütung i. S. des § 15 Abs. 1 Satz 2, 2. Halbsatz EStG oder Herstellungskosten wegen nicht aufgrund der Beteiligung erbrachter Dienste
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Tätigkeitsvergütungen an eine Komplementär-GmbH
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Abgrenzung von Gewinnvorab und Sondervergütung bei Verlusten einer KG
- Betriebs-Berater
Komplementärvergütung als Aufwand der KG
Kurzfassungen/Presse
- NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
Sonstiges
Verfahrensgang
- FG Berlin, 17.09.1997 - VI 537/91
- BFH, 13.10.1998 - VIII R 4/98
Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 187, 235
- BB 1999, 146
- BB 1999, 243
- DB 1999, 313
- BStBl II 1999, 284
Wird zitiert von ... (14)
- FG Düsseldorf, 23.11.2000 - 10 K 3784/96
Vergütung an Kommanditisten für Grundstücksüberlassung
c) Die Entscheidung darüber, ob eine Leistung der Gesellschaft an einen Gesellschafter als Gewinnvoraus oder als Sondervergütung anzusehen ist, ist nach den vom BFH im Urteil vom 14. November 1985 IV R 63/83 (BStBl II 1986, 58) für den Fall einer an den Kommanditisten gezahlten Tätigkeitsvergütung und im Urteil vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98 (BStBl II 1999, 284) für den Fall einer Komplementärvergütung aufgestellten Kriterien vorzunehmen, denen sich der Senat anschließt.Zwar ist die für eine Beurteilung als Sondervergütung erforderliche Voraussetzung einer besonderen Vertragsbeziehung für den Vergütungsanspruch, die auf dem Gesellschaftsvertrag oder einer anderen vertraglichen Grundlage beruhen kann (vgl. BFH, BStBl II 1999, 284, 285), vorliegend sowohl auf Grund der für das Streitjahr geltenden Fassung des Mietvertages als auch auf Grund des geänderten Gesellschaftsvertrages vom 23. Dezember 1991 erfüllt.
Vergütungen, die in einem Gesellschaftsvertrag vereinbart sind, sind nach der Rechtsprechung des BFH nur dann als Sondervergütungen i. S. des § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG zu qualifizieren, wenn sie handelsrechtlich nach den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages als Unkosten zu behandeln, insbesondere im Gegensatz zu einem Gewinnvoraus auch zu zahlen sind, wenn kein Gewinn erwirtschaftet wird (BFH, BStBl II 1986, 58, 59; BStBl II 1999, 284, 285).
§ 109 des Handelsgesetzbuches gewählte Vergütungsform (BFH, BStBl II 1999, 284, 285).
Zwar ist nach der Rechtsprechnung des BFH die Zahlung in den Fällen, in denen kein Gewinn erwirtschaftet wird, als Indiz für das Vorliegen einer Sondervergütung anzusehen (BFH, BStBl II 1999, 284, 285).
- BFH, 23.01.2001 - VIII R 30/99
Tätigkeitsvergütungen bei Anwendung des § 15 a EStG
b) Wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98 (BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284) ausgeführt hat, kann der Anspruch über eine als Sonderbetriebseinnahme zu erfassende Dienstleistungsvergütung nicht nur in einem besonderen Dienstvertrag, sondern auch im Gesellschaftsvertrag selbst vereinbart werden (ebenso bereits BFH-Urteil vom 14. November 1985 IV R 63/83, BFHE 144, 572, BStBl II 1986, 58).c) Ob auch nach dem BMF-Schreiben vom 15. Dezember 1993 (BStBl I 1993, 976) gemäß diesen Auslegungsgrundsätzen zu verfahren ist --hierfür könnten die Bezugnahme auf das Urteil in BFHE 144, 572, BStBl II 1986, 58 sowie das nach dem Senatsurteil in BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284 veröffentlichte BMF-Schreiben vom 24. Juni 1999 (…BStBl I 1999, 669 Rz. 30) betr.
- BFH, 23.02.1999 - VIII R 29/98
Verlustfeststellung i.S. des § 15 a Abs. 4 EStG
Dabei kommt es im Streitfall nicht darauf an, von welchen Kriterien es abhängt, ob eine Tätigkeitsvergütung als Gewinnvoraus zu beurteilen ist oder als dienstrechtliches Entgelt zu Sonderbetriebseinnahmen führt (vgl. Senatsurteil vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98, BFHE 187, 235; Urteilsanmerkungen --HG--, Deutsches Steuerrecht 1999, 104, und Wacker, BB 1999, 33 unter II.; s. ferner Bundesministerium der Finanzen vom 15. Dezember 1993, BStBl I 1993, 976).
- BFH, 07.02.2002 - IV R 62/00
Pensionsrückstellung bei Aufwendungsersatzanspruch und Berechnung der …
Der VIII. Senat des BFH hat jedoch in seinem Urteil vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98 (BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284) klar gestellt, dass nicht alle Vergütungen für gesellschaftsvertraglich vereinbarte oder gesellschaftsrechtlich geschuldete Beiträge eines Gesellschafters notwendigerweise zu einem Gewinnvorab führen. - BFH, 20.05.2005 - VIII B 161/04
Abgrenzung Vorabgewinn/Sonderbetriebseinnahme
Halbsatz des Einkommensteuergesetzes (EStG) aufgestellt hat (vgl. BFH-Urteile vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98, BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284; vom 23. Januar 2001 VIII R 30/99, BFHE 194, 403, BStBl II 2001, 621).Das FG Düsseldorf hat unter Hinweis auf das Senatsurteil in BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284 die Zahlung an den Gesellschafter --ebenso wie das FG im vorliegenden Verfahren-- deshalb als Gewinnvoraus und nicht als Sondervergütung beurteilt, weil die von den Gesellschaftern im Rahmen ihrer Vertragsfreiheit nach § 109 des Handelsgesetzbuchs (HGB) gewählte Vergütungsform maßgeblich sei.
- FG Niedersachsen, 07.05.2008 - 8 K 22350/04
Keine Hinzurechnung der Heuervergütung bei Tonnagebesteuerung - Kein …
Nach der Rechtsprechung des BFH (vgl. BFH-Urteile vom 13.10.1998 VIII R 4/89, BStBl II 1999, 284 und vom 23.01.2001 VIII R 30/99, BStBl II 2001, 621) sei das tragende Merkmal für die Qualifizierung einer Tätigkeitsvergütung als Sondervergütung die Behandlung als "handelsrechtliche Unkosten".Halbsatz EStG aufgestellt hat (vgl. BFH-Urteile vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98, BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284;… vom 23. Januar 2001 VIII R 30/99, BStBl II 2001, 621 und BFH-Beschluss vom 20. Mai 2005 VIII B 161/04, BFH/NV 2005, 1786), ist in der Regel eine im Gesellschaftsvertrag getroffene Vereinbarung maßgebend.
- FG Bremen, 06.03.2008 - 1 K 25/07
Beurteilung einer Haftungsvergütung als eine handelsrechtliche Vorabgewinnabrede …
Der Beklagte beruft sich hierzu auf die Urteile des BFH, BStBl. II 1999, 284 und BStBl. II 2001, 621.Soweit es hingegen an einer unmissverständlichen Vereinbarung der Gesellschafter dahingehend fehlt, dass die Vergütung tatsächlich als handelsrechtliche Unkosten zu behandeln sind, so liegt im Zweifel nicht die Vereinbarung einer Sondervergütung, sondern eine bloße Gewinnverteilungsabrede vor, vgl. Urteil des BFH vom 23.01.2001 VIII R 30/99 a.a.O. Diese rechtliche Wertung, die mit dem von dem Beklagten zitierten Urteil des BFH vom 13.10.1998 (VIII R 4/98, BFHE 187, 235, BStBl. II 1999, 284) in vollem Umfang übereinstimmt, hat der BFH auch im Folgenden aufrechterhalten, vgl. Beschluss des BFH vom 20.05.2005 VIII B 161/04, BFH/NV 2005, 1785.
- FG Niedersachsen, 18.11.2010 - 1 K 3/09
Hinzurechnung der als Sondervergütung erhaltenen Befrachtungskommission zu dem …
Allerdings ist hiervon nur dann auszugehen, wenn die Vergütung nach den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags als (handelsrechtliche) Unkosten zu behandeln und insbesondere - im Gegensatz zu einem Gewinnvorab - auch dann zu zahlen ist, wenn kein Gewinn erwirtschaftet wird (BFH-Urteile vom 23. Januar .2001 VIII R 30/99, BFHE 194, 403, BStBl II 2001, 621; vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98, BStBl II 1999, 284; vom 14. November 1985 IV R 63/83, BFHE 144, 572, BStBl II 1986, 58, 59, mit Hinweis auf den Beschluss des Großen Senats vom 10. November 1980 GrS 1/79, BFHE 132, 244, BStBl II 1981, 164, 169).Fehlt es hingegen an einer unmissverständlichen Vereinbarung der Gesellschafter, die Vergütung tatsächlich als handelsrechtliche Unkosten zu behandeln, so liegt im Zweifel nicht die Vereinbarung einer Sondervergütung, sondern eine bloße Gewinnverteilungsabrede vor (…BFH in BFH/NV 2005, 1785; in BFHE 194, 403, BStBl. II 2001, 621; in BFHE 187, 235, BStBl. II 1999, 284).
- BFH, 11.09.2008 - IV B 113/07
Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung - Rüge einer Divergenz
Vielmehr hat es unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) darauf abgestellt, dass eine Sondervergütung und kein Gewinnvorab anzunehmen sei, wenn die Vergütung nach den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages als Unkosten zu behandeln und insbesondere --im Gegensatz zu einem Gewinnvorab-- auch dann zu zahlen sei, wenn kein Gewinn erwirtschaftet werde (BFH-Urteile vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98, BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284, unter 2.b der Gründe, und vom 23. Januar 2001 VIII R 30/99, BFHE 194, 403, BStBl II 2001, 621, unter III.3.b der Gründe). - BFH, 23.03.2000 - VIII B 69/99
Grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache; Tätigkeitsvergütung als Gewinn i.S.v. § …
Der Hinweis der Beschwerdeschrift, im Unterschied zu Krediten "fehle es bei Tätigkeitsvergütungen an Sonder(betriebs)vermögen", genügt hierfür nicht; er ist zudem materiell-rechtlich unzutreffend (…zu den Aktiva der Sonderbilanzen s. Schmidt, Einkommensteuergesetz, 18. Aufl., § 15 Rz. 560; vgl. zu den Streitfragen des finanzgerichtlichen Verfahrens auch Senatsurteile vom 13. Oktober 1998 VIII R 4/98, BFHE 187, 235, BStBl II 1999, 284; vom 23. Februar 1999 VIII R 29/98, BFHE 188, 146, BStBl II 1999, 592). - FG Bremen, 28.07.2003 - 1 K 38/03
Angemessenheit der Gewinnbeteiligung der an einer Kommanditbeteiligung atypisch …
- FG Münster, 31.03.2004 - 8 K 6492/01
Vorherige Berichtigung eines Bilanzansatzes als Voraussetzung einer …
- FG Köln, 27.08.2010 - 5 K 2676/08
Umfang der Änderungsbefugnis nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO
- FG Hamburg, 29.07.2003 - VI 34/03
Abgrenzung Gewinnvoraus und Sondervergütung
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