Rechtsprechung
   BFH, 14.07.1981 - VII R 49/80   

Volltextveröffentlichungen

Kurzfassungen/Presse (2)

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 133, 501
  • BStBl II 1981, 751



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Wird zitiert von ... (22)  

  • FG Hessen, 16.11.2000 - 11 K 2179/96  

    Duldungsbescheid; Gläubigeranfechtung; Wertersatz - Anfechtung durch

    Da für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit von Verwaltungsakten jedoch die Sachlage im Zeitpunkt der letzten Verwaltungsentscheidung maßgebend sei, richte sich die Wertfeststellung nach dem Zeitpunkt der Einspruchsentscheidung (Urteil des Bundesfinanzhofs -BFH- vom 14.7.1981 VII R 49/80, Bundessteuerblatt -BStBl- II 1981, 751, Beschluß des BFH vom 1.6.1995 VII B 31/95, Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH -BFH/NV- 1996, 9).

    Der BFH hat dies in dem Urteil in BStBl II 1981, 751, als nur für die zivilrechtliche Anfechtung maßgeblich bezeichnet und seinerseits auf den Zeitpunkt der letzten Verwaltungsentscheidung abgestellt, weil sich die Rechtmäßigkeit einer Ermessensentscheidung - hier nach § 191 AO - nach der Sach- und Rechtslage in diesem Zeitpunkt beurteile.

    Das BFH-Urteil in BStBl II 1981, 751, betrifft also weder den Streitfall noch die Frage nach der Bemessung des Wertersatzanspruchs unmittelbar.

    Dies entspricht dem gerade auch in dem BFH-Urteil in BStBl II 1981, 751, hervorgehobenen Grundgedanken, daß eine Anfechtung nur zum Zwecke einer zügigen und in relativ kurzer Zeit erzielbaren Befriedigung betrieben werden kann.

  • BFH, 02.03.1983 - VII R 120/82  
    Dem Anspruch des Gläubigers auf Rückgewähr in diesem Sinne steht entsprechend dem Wesen des gesetzlichen Schuldverhältnisses, aus dem sich dieser Anspruch ergibt (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 14. Juli 1981 VII R 49/80, BFHE 133, 501, 509, BStBl II 1981, 751; Jaeger, Gläubigeranfechtung, 1938, S. 45 ff., 57), die Pflicht des Anfechtungsgegners gegenüber, die Zwangsvollstreckung zur Befriedigung des Gläubigers zu dulden.

    a) Die Rechtmäßigkeit des Duldungsbescheides hängt nach dem im Streitfall anwendbaren § 191 AO 1977 davon ab, ob der Kläger aufgrund des § 7 Abs. 1 AnfG die Grundschulden zurückzugewähren hat und sich infolgedessen so behandeln lassen muß, als gehörten die Grundschulden zum Vermögen seiner Ehefrau (vgl. BFHE 133, 501, BStBl II 1981, 751).

    b) Nach § 3 Abs. 1 Nr. 4 AnfG sind die in den letzten zwei Jahren vor der Anfechtung von dem Schuldner vorgenommenen unentgeltlichen Verfügungen zugunsten seines Ehegatten anfechtbar, wobei als ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal außerdem maßgebend ist, daß die Rechtshandlung des Schuldners den Gläubiger objektiv benachteiligt hat (vgl. BFHE 133, 501, BStBl II 1981, 751).

  • BFH, 30.03.2010 - VII R 22/09  

    Anfechtbarkeit der Bestellung von Dienstbarkeiten am eigenen Grundstück

    Dementsprechend hat der Senat im Urteil vom 14. Juli 1981 VII R 49/80 (BFHE 133, 501, BStBl II 1981, 751), worauf das FG zutreffend hingewiesen hat, ausgeführt, das Anfechtungsgesetz enthalte "nach seinem Wortlaut keinen Anfechtungstatbestand, der es ermöglichte, gegenüber dem Schuldner selbst die zu seinen Gunsten erfolgte Bestellung von beschränkt persönlichen Dienstbarkeiten anzufechten".
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  • FG Münster, 04.07.2003 - 11 K 7046/99  
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  • FG Münster, 14.07.2003 - 11 K 7046/99  
    Der Anfechtungsgegner hat sich daher so behandeln zu lassen, als gehöre der weggegebene Vermögensgegenstand noch zum Vermögen des Schuldners, d. h. er hat die Zwangsvollstreckung in den Gegenstand wegen der Steuerverpflichtungen des Schuldners zu dulden (vgl. Urteil des BFH vom 14.07.1981 VII R 49/80, BStBl. II 1981, 751 unter II m.w.N.).

    Anders als bei einer lediglich dinglichen Übernahme von Belastungen, bei der der Übernehmende das Grundstück von vornherein nur gemindert um den Wert dieser Belastungen erwirbt (vgl. BFH-Urteil vom 14.07.1981 VII R 49/80, a.a.O. unter III 1 b, sowie BFH-Beschluss vom 24.08.1998 VII B 151/98, BFH/NV 1999, 155), ist nämlich der Fall zu beurteilen, wenn der Übernehmende auch in persönlicher Hinsicht den Übertragenden von den persönlichen Schulden freistellt.

    In diesem Fall liegt in der befreienden Schuldübernahme eine Gegenleistung (vgl. BFH-Urteil vom 14.07.1981 VII R 49/80, a.a.O. unter III 3 a m.w.N.).

    Dabei kann dahingestellt bleiben, ob dem Grundstück ohne Belastungen nach der Meinung des FA ein Wert von 406.000 DM zugekommen sein soll oder ein Wert zwischen 300.000 DM und 320.000 DM, der nach Auffassung des Kl. gelten soll, und ob die hiervon von vornherein in Abzug zu bringende Belastung in Gestalt des Wohnrechts (vgl. BFH-Urteil vom 14.07.1981, VII R 49/80, a.a.O., und BFH-Beschluss vom 24.08.1998, VII B 151/98, a.a.O.) entsprechend der Meinung des FA mit 87.018 DM oder nach der des Kl. mit 115.200 DM zu berücksichtigen sein soll.

  • BFH, 12.08.1986 - VII R 198/82  
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  • BFH, 24.08.1998 - VII B 151/98  
    Es fehlt bereits an einer Gegenüberstellung von abstrakten Rechtssätzen aus dem angefochtenen FG-Urteil mit solchen aus den als Divergenzentscheidungen in Anspruch genommenen beiden Senatsentscheidungen, dem Beschluß vom 31. Juli 1979 VII B 11/79 (BFHE 128, 338, BStBl II 1979, 756) und dem Urteil vom 14. Juli 1981 VII R 49/80 (BFHE 133, 501, BStBl II 1981, 751), aus denen sich eine solche Abweichung ergeben könnte.

    In seinem Urteil in BFHE 133, 501, BStBl II 1981, 751 hat der Senat, wie die Klägerin zutreffend vorbringt, erkannt, daß im Falle der Schenkung eines Grundstücks, welches mit einem Grundpfandrecht belastet ist, der Beschenkte den Grundbesitz von vornherein nur mit der dinglichen Belastung erwirbt, und daß eine objektive Gläubigerbenachteiligung dann nicht vorliegt, wenn die anfechtbare Rechtshandlung ein über seinen Wert belastetes Grundstück betrifft.

  • BFH, 31.05.1983 - VII R 7/81  
    Der Erlaß der beiden Duldungsbescheide vom 29. September und 4. Oktober 1978 war eine Ermessensentscheidung (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 14. Juli 1981 VII R 49/80, BFHE 133, 501, BStBl II 1981, 751).
  • BFH, 10.02.1987 - VII R 122/84  

    Das Finanzamt darf Rechte aus dem Anfechtungsgesetz durch Duldungsbescheid

    Der erkennende Senat hat in ständiger Rechtsprechung entschieden, daß sich die Verpflichtung des Anfechtungsgegners zur Duldung der Zwangsvollstreckung aufgrund des § 7 AnfG unmittelbar aus dem gesetzlichen Schuldverhältnis ergibt, auf dem der Rückgewähranspruch beruht, und das FA diese Verpflichtung durch Duldungsbescheid nach § 191 Abs. 1 AO 1977 verfolgen kann (Urteile vom 14. Juli 1981 VII R 49/80, BFHE 133, 501, 503, BStBl II 1981, 751; vom 2. März 1983 VII R 120/82, BFHE 138, 10, 12, BStBl II 1983, 398; vom 31. Mai 1983 VII R 7/81, BFHE 138, 416, 418, BStBl II 1983, 545; vom 8. März 1984 VII R 43/83, BFHE 141, 106, 108, BStBl II 1984, 576, und vom 31. Juli 1984 VII R 151/83, BFHE 142, 99, BStBl II 1985, 31).
  • BVerwG, 28.06.1990 - 8 B 64.90  

    AO § 191 Abs. 1 S. 1; AnfG § 7 Abs. 1

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  • FG München, 27.05.2009 - 4 K 4193/05  

    Duldungsbescheid: Anfechtung der Bestellung eines unentgeltlichen

  • FG Baden-Württemberg, 22.03.2010 - 10 K 3288/08  

    Anfechtung der Übertragung eines hälftigen Miteigentumsanteils zwischen Ehegatten

  • BFH, 29.11.1983 - VII R 22/83  

    Vollstreckung gegen die Ehefrau wegen Steuerschulden des Ehemanns

  • BFH, 08.03.1984 - VII R 43/83  

    Zur Geltendmachung von Rückgewähransprüchen nach dem Anfechtungsgesetz durch das

  • BFH, 24.02.1987 - VII R 23/85  
  • OLG Stuttgart, 14.05.2002 - 1 U 1/02  

    Gläubigeranfechtung: Zwangsvollstreckung in das Vermögen des persönlich haftenden

  • BFH, 13.01.1987 - VII R 10/84  
  • BFH, 18.12.1997 - VII B 156/97  
  • BFH, 19.10.1990 - III R 28/88  
  • BFH, 17.02.1987 - VII B 144/86  
  • BFH, 01.06.1995 - VII B 31/95  
  • FG Sachsen, 19.09.2006 - 1 K 533/04  

    Zurechnung eines hälftigen Miteigentumsanteils an einem Einfamilienhaus als

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