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   BFH, 15.03.1994 - XI R 45/93   

Volltextveröffentlichungen (6)

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    Widerstreitende Steuerfestsetzungen - Grenzen der Folgeänderung

  • Betriebs-Berater

    Widerstreitende Steuerfestsetzungen: Grenzen der Folgeänderung nach § 174 Abs. 4 AO

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    Keine gegenüber dem Konkursverwalter wirksame Bekanntmachung eines an den Gemeinschuldner gerichteten Steuerbescheids "zu Händen" des namentlich genannten, aber nicht als solchen bezeichneten Konkursverwalters

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 174, 290
  • ZIP 1994, 1371
  • BB 1994, 1491
  • BB 1994, 2335
  • DB 1994, 1604
  • BStBl II 1994, 600
  • BStBl II 1994, 601
  • NVwZ 1996, 207



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Wird zitiert von ... (16)  

  • BFH, 19.11.2003 - I R 41/02  

    Widerstreitende Steuerfestsetzung

    Der Begriff des bestimmten Sachverhalts ist dabei nicht auf eine einzelne steuererhebliche Tatsache oder ein einzelnes Merkmal beschränkt, sondern erfasst den einheitlichen, für diese Besteuerung maßgeblichen Sachverhaltskomplex (BFH-Urteile vom 22. August 1990 I R 42/88, BFHE 162, 470, BStBl II 1991, 387; vom 17. Oktober 1990 I R 9/89, BFH/NV 1991, 354; vom 8. April 1992 X R 213/87, BFH/NV 1993, 406; vom 15. März 1994 XI R 45/93, BFHE 174, 290, BStBl II 1994, 600, 603; in BFHE 183, 6, BStBl II 1997, 647; in BFHE 195, 14, BStBl II 2001, 562; vom 26. Februar 2002 X R 59/98, BFHE 198, 20, BStBl II 2002, 450).

    Bei den Auswirkungen, die die irrige Beurteilung der Einbringung auf die nachfolgende Veräußerung und hierbei den Veräußerungsgewinn hat, handelt es sich nicht lediglich um die "Folgerung aus den steuerlichen Folgen" (so BFH-Urteil in BFHE 174, 290, BStBl II 1994, 600, 603) des in Rede stehenden, zunächst verwirklichten (unveränderten) Sachverhaltes und dessen Beurteilung.

    Denn der nachgereichte Schriftsatz des FA wiederholt nur dessen bisheriges Vorbringen und enthält als neuen Vortrag lediglich einen Hinweis auf das BFH-Urteil vom 27. Februar 1997 IV R 28/96 (BFH/NV 1997, 388) sowie die Mitteilung, dass das von der Klägerin zu ihren Gunsten herangezogene BFH-Urteil in BFHE 174, 290, BStBl II 1994, 600 nicht einschlägig sei.

  • BGH, 09.02.2006 - IX ZR 151/04  

    Immobilien - Bekanntgabe der Beitragspflicht für Kanalnetz gegenüber Eigentümer

    In diesem Fall wäre ebenso zu verfahren wie im Insolvenzverfahren: Steuerbescheide sind dann an den Insolvenzverwalter zu richten, wenn die Steuerforderung zu den Masseverbindlichkeiten gehört (BFH BStBl. II 1994, 600, 602 zum Konkursverwalter; OLG Zweibrücken KTS 1967, 175, 177 zum Zwangsverwalter).
  • FG Berlin, 08.03.2005 - 7 K 7085/04  

    Wirksamkeit einer Steuerfestsetzung

    Soweit die Verfügungsmacht des Insolvenzverwalters reicht, müssen Steuerbescheide an den Verwalter in seiner Funktion als Insolvenzverwalter für die Gemeinschuldnerin gerichtet werden (Schwarz/Frotscher, AO , § 122 Rz. 90; vgl. Bundesfinanzhof -BFH-, Urteil vom 15. März 1994 XI R 45/93, Sammlung der Entscheidungen des BFH -BFHE- 174, 290 [293], Bundessteuerblatt -BStBl- II 1994, 600).

    Für die Frage der Adressierung ist auch nicht entscheidend, dass es sich in dem in BFHE 174, 290 [293], BStBl II 1994, 600 entschiedenen Fall um einen Vorauszahlungszeitraum nach Insolvenzeröffnung (und deshalb um Massekosten) handelte (vgl. Finanzgericht Brandenburg, Urteil vom 25. August 1999 2 K 133/98 F, Entscheidungen der Finanzgerichte -EFG- 1999, 1099).

    Es besteht Einigkeit darüber, dass Abgabenansprüche, die als Masseverbindlichkeiten entstehen, durch Verwaltungsakt geltend gemacht werden können (BFH-Urteil in BFHE 174, 290 [293], BStBl II 1994, 600; Beschluss vom 8. Juli 1997 VII B 89/97, BFH/NV 1998, 86; Bundesministerium der Finanzen -BMF-, Schreiben vom 17. Dezember 1998, BStBl I 1998, 1500, Tz. 8; Beermann in Hübschmann/Hepp/Spitaler, AO , § 251 Rz. 444).

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  • OVG Thüringen, 29.11.1999 - 4 ZEO 545/99  

    Ausbaubeiträge; Ausbaubeiträge, Beitragsrecht; Beitragsrecht; Abgabenbescheid;

    4 ZEO 545/99 4 Gemeinschuldner bekanntzugeben (vgl. BFH, Urteil vom 15.03.1994 - XI R 45/93 -, NVwZ 1996, S. 207 ; OVG NW, Urteil vom 10.08.1998 - 22 A 2059/95 -, Rpfleger 1999, S. 89 ; Tipke-Kruse, AO, § 251 Rdnr. 178, 157 mit 69), sofern nicht der Vorrang des Konkursverfahrens gegenüber dem abgabenrechtlichen Verfahren überhaupt dem Erlaß eines Abgabenbescheids entgegensteht (vgl. § 15 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a ThürKAG i.V.m. § 251 Abs. 2 und 3 AO 1977; vgl. BFH, Urteil vom 13.11.1986 - V R 59/79 -, BFHE 148, 346 ; ferner zu Einzelheiten: Tipke-Kruse, AO, § 251, Rdnr. 147 mit 42 ff.; Szymczak in Koch/Scholtz, Abgabenordnung, 5. Auflage 1996, § 251, Rdnr. 6 ff., Kuhn/Uhlenbruck, Konkursordnung, 11. Aufl. 1994, § 12, Rdnr. 7).

    Sind der Bekanntgabeadressat und der Inhaltsadressat nicht identisch, so ist umstritten, ob und inwieweit beide in ihrer jeweiligen Funktion in dem Verwaltungsakt selbst genannt werden müssen (vgl. Klein-Brockmeyer, Abgabenordnung, 6. Auflage 1998, § 122, Anm. 2. f.; BFH, Urteil vom 15.03.1994 - XI R 45/93 -, NVwZ 1996, S. 207 ; Urteil vom 18.12.1991 - XI R 42, 43/88 -, BFHE 167, 347 , offengelassen; Tipke-Kruse, AO, § 122, Rdnr. 10, 16).

  • BFH, 22.06.1999 - VII B 244/98  

    Gesamtvollstreckung; Feststellungsbescheid

    a) Die vom FG bei seiner Entscheidung über den Hauptantrag (Feststellung der Nichtigkeit des Bescheids) getroffene Aussage, für eine wirksame Bekanntgabe des Verwaltungsakts sei die Ansprache des Klägers in seiner Funktion als Gesamtvollstreckungsverwalter im Anschriftenfeld des Bescheids nicht zwingend erforderlich, weil sich der Kläger als Inhaltsadressat aus dem weiteren Inhalt des Feststellungsbescheids ergebe, steht entgegen der Darstellung des Klägers erkennbar nicht in Widerspruch zum Urteil des BFH vom 15. März 1994 XI R 45/93 (BFHE 174, 290, BStBl II 1994, 600).
  • FG Berlin, 14.07.2003 - 7 B 7184/03  

    1. Rechtsschutzbedürfnis für Aussetzungsantrag nach Eröffnung des

    Allein die Kenntnisnahme von dem noch an die Gemeinschuldnerin adressierten Vorauszahlungsbescheid begründete nicht dessen Wirksamkeit (vgl. BFH-Urteil vom 15. März 1994 XI R 45/93 BFHE 174, 290 [293], BStBl 11 1994, 600).

    Es besteht Einigkeit darüber, dass Abgabenansprüche, die als Masseverbindlichkeiten entstehen, durch Verwaltungsakt geltend gemacht werden können (BFH-Urteil in BFHE 174, 290 [293], BStBl II 1994, 600; Beschluss vom 8. Juli 1997 VII B 89/97 BFH/NV 1998, 86; Bundesministerium der Finanzen -BMF-, Schreiben vom 17. Dezember 1998, BStBl 1 1998, 1500, Tz. 8; Beermann in Hübschmann/Hepp/Spitaler, A0, § 251 Rz. 444).

  • BFH, 27.02.1997 - IV R 38/96  
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  • BSG, 22.03.2001 - B 12 RA 11/00 B  

    Bekanntgabe eines Verwaltungsaktes an Kommanditgesellschaft

    Die angeführte Entscheidung des OVG Münster (OVGE MüLü 40, 26 = NJW 1989, 120) betrifft die in einer Rechtsvorschrift ausdrücklich vorgeschriebene Zustellung an den Betroffenen persönlich, die des BFH (BFHE 174, 290 = NVwZ 1996, 207 ) die Adressierung eines Steuerbescheides im Konkurs der Gemeinschuldnerin.
  • FG Berlin-Brandenburg, 19.06.2008 - 7 V 7032/08  

    (Aussetzung der Vollziehung: Verbindlichkeit aus Vorsteuerberichtigung nach §

    Zwar dürfte der Antragsgegner Umsatzsteuer, die als Masseverbindlichkeit im Sinne des § 55 Abs. 1 Nr. 1 InsO entsteht, durch Steuerbescheid gegenüber dem Antragsteller geltend machen (BFH, Urteil vom 15. März 1994 XI R 45/93, BFHE 174, 290 [293], BStBl II 1994, 600; Beschluss vom 8. Juli 1997 VII B 89/97, BFH/NV 1998, 86; FG Berlin, Urteil vom 8. März 2005 7 K 7085/04, EFG 2005, 1326), jedoch ist ernstlich zweifelhaft, ob es sich bei dem streitigen Vorsteuerberichtigungsanspruch um eine Masseverbindlichkeit handelt.
  • FG Rheinland-Pfalz, 02.07.2009 - 4 K 2514/06  

    Unpfändbare Gegenstände im Insolvenzverfahren; kein Pfändungsschutz für

    Soweit die Verfügungsmacht des Insolvenzverwalters reicht, müssen Steuerbescheide an den Verwalter in seiner Funktion als Insolvenzverwalter - oder wie hier als Treuhänder - für den Schuldner gerichtet werden (Schwarz/Frotscher, AO , § 122 Rz. 90; Klein/Brockmeyer, AO , 9. Aufl., § 122 Rz 39, § 251 Rz 22; vgl. BFH-Urteil vom 15. März 1994 XI R 45/93, BStBl II 1994, 600).
  • VG Cottbus, 19.01.2012 - 6 K 855/10  

    Schmutzwasseranschlussbeitrag

  • FG Rheinland-Pfalz, 02.07.2009 - 4 K 2047/07  

    Insolvenzverfahren: Aufrechnung mit auf nicht pfändbares Arbeitseinkommen

  • FG Köln, 09.12.1999 - 15 K 1756/91  

    Haftung des Eigentümers einer an ein Unternehmen überlassenen Sache für

  • FG Rheinland-Pfalz, 13.03.2001 - 2 K 1233/99  
  • BFH, 11.09.1996 - V B 44/96  
  • FG Baden-Württemberg, 10.11.1999 - 12 K 151/97  
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