Rechtsprechung
   BFH, 16.05.2002 - III R 27/01   

Volltextveröffentlichungen (8)

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  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Antrag auf Investitionszulage nur durch gesetzlichen Vertreter - Geschäftsführer einer GmbH - Antrag bei Abberufung des Geschäftsführers durch Prokuristen nicht gültig, wenn am Ende der Antragsfrist Geschäftsführer bestellt ist

  • NWB SteuerXpert START
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Eigenhändige Unterschrift bei Antrag auf Investitionszulage

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Verhinderung an eigenhändiger Unterschrift bestimmt sich nach dem Zeitpunkt des Ablaufs der Antragsfrist

Sonstiges

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    AO 1977 § 150 Abs 3, InvZulG § 6 Abs 3 S 1, HGB § 49
    Antrag; Längere Abwesenheit; Prokurist; Vertretung

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 198, 283
  • BB 2002, 1582
  • DB 2002, 1696
  • BStBl II 2002, 668



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Wird zitiert von ... (16)  

  • BFH, 30.10.2008 - III R 107/07  

    Eigenhändige Unterzeichnung des Investitionszulageantrags einer

    Eine Bevollmächtigung des Ehemannes genüge nicht, da selbst ein wirksam bestellter Prokurist den Antrag auf Investitionszulage nach dem Senatsurteil vom 16. Mai 2002 III R 27/01 (BFHE 198, 283, BStBl II 2002, 668) nicht hätte stellen können.

    Der Antrag einer GmbH auf Gewährung einer Investitionszulage (nach dem InvZulG 1991 bis InvZulG 1996) ist daher grundsätzlich nur wirksam, wenn er von dem Geschäftsführer eigenhändig unterschrieben ist; die Unterschrift eines Prokuristen oder eines sonstigen Vertreters genügt nicht (Senatsurteile in BFHE 196, 464, BStBl II 2002, 159; in BFHE 198, 283, BStBl II 2002, 668; Senatsbeschluss vom 17. März 2008 III B 41/07, BFH/NV 2008, 1200).

    Mit dieser Entscheidung weicht der Senat nicht von seinem Urteil in BFHE 198, 283, BStBl II 2002, 668 ab.

  • BFH, 17.03.2008 - III B 41/07  

    Eigenhändige Unterzeichnung eines Antrags auf Investitionszulage - Änderbarkeit

    a) In der Rechtsprechung des BFH ist geklärt, dass ein für eine GmbH gestellter Antrag auf Investitionszulage gemäß § 6 Abs. 3 des Investitionszulagengesetzes (InvZulG) 1996 eigenhändig vom Geschäftsführer zu unterzeichnen war und deshalb die Unterschrift eines Prokuristen oder eines sonstigen Vertreters nicht genügte (Senatsurteile vom 15. Oktober 1998 III R 58/95, BFHE 187, 141, BStBl II 1999, 237; vom 17. Dezember 1998 III R 87/96, BFHE 188, 182, BStBl II 1999, 313; vom 30. Juni 1998 III R 5/97, BFH/NV 1999, 363; vom 29. März 2001 III R 48/98, BFHE 195, 1, BStBl II 2001, 629; vom 13. Dezember 2001 III R 24/99, BFHE 196, 464, BStBl II 2002, 159; vom 16. Mai 2002 III R 27/01, BFHE 198, 283, BStBl II 2002, 668; Senatsbeschlüsse vom 28. Juli 2003 III B 129/02, BFH/NV 2003, 1610; vom 30. Juni 2004 III B 174/03, BFH/NV 2004, 1619; vom 14. Oktober 2004 III B 54/04, juris; vom 25. Februar 2005 III B 113/04, BFH/NV 2005, 1144; vom 31. Januar 2006 III B 57/05, BFH/NV 2006, 1047; vom 31. Januar 2007 III B 168/05, BFH/NV 2007, 977; vom 30. Juli 2007 III B 161/06, juris).

    d) Weiterhin ist geklärt, dass bei Prüfung einer "längeren Abwesenheit" i.S. von § 150 Abs. 3 Satz 1 AO auf den Zeitpunkt des Ablaufs der Frist zur Stellung des Zulagenantrags abzustellen ist (Senatsurteil in BFHE 198, 283, BStBl II 2002, 668).

    Daher schiede eine Anwendung des § 150 Abs. 3 Satz 1 AO auch dann aus, wenn --entgegen der Senatsentscheidung in BFHE 198, 283, BStBl II 2002, 668-- für die Frage einer längeren Abwesenheit nicht auf das Ende der Antragsfrist, sondern auf den Zeitpunkt der Antragstellung abzuheben wäre.

  • BFH, 18.01.2007 - V R 23/05  

    Vorsteuervergütungsantrag: Vorlage der Original-Rechnung, Ausschlussfrist,

    Werden Vergütungsanträge erst kurz vor Ablauf der Antragsfrist eingereicht, kann offensichtlich auch keine Hinweispflicht verletzt worden sein, die für die eingetretene Versäumnis hätte ursächlich sein können (vgl. für Zulagenanträge: BFH-Urteil vom 16. Mai 2002 III R 27/01, BFHE 198, 283, BStBl II 2002, 668, unter II. 2. c; BFH-Beschluss vom 28. Juli 2003 III B 129/02, BFH/NV 2003, 1610, unter 1. c).
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  • BFH, 14.10.2004 - III B 54/04  

    Unterzeichnung des InvZ-Antrags einer GmbH vom Geschäftsführer

    Der Senat hat bereits entschieden, dass der Antrag einer GmbH auf Investitionszulage wirksam nur von dem Geschäftsführer, nicht auch von einem Prokuristen unterzeichnet werden kann (Senatsurteil vom 16. Mai 2002 III R 27/01, BFHE 198, 283, BStBl II 2002, 668).

    Wie der Senat ebenfalls bereits in BFHE 198, 283, BStBl II 2002, 668 (unter II.2.c) entschieden hat, ist ein Antrag auf Gewährung von Investitionszulage ebenso wie eine Steuererklärung ein Akt der Außenvertretung der GmbH, welche in die ausschließliche Zuständigkeit des Geschäftsführers als des gesetzlichen Vertretungsorgans fällt; die Bevollmächtigung des Prokuristen durch die Gesellschafter zur Unterzeichnung des Antrags auf Investitionszulage ist daher unwirksam.

  • FG Köln, 21.02.2008 - 2 K 736/07  

    Vergütungsantrag bedarf eigenhändiger Unterschrift des Unternehmers

    Auch bei Steuerklärungen dient das Erfordernis der eigenhändigen Unterschrift der erkennbaren Übernahme der Verantwortung des Steuerpflichtigen für die tatsächlichen Angaben in der Steuererklärung (vgl. hierzu auch die Rechtsprechung des BFH zum Erfordernis der Eigenhändigkeit der Unterschrift bei Anträgen auf Investitionszulage, Urt. v. 16.05.2002, III R 27/01, BStBl II 2002, 668;v. 13.12.2001, III R 24/99, BStBl II 2002, 159;v. 15.10.1998, III R 58/95, BStBl II 1999, 237;v. 30.06.1998, III R 5/97, BFH/NV 1999, 363).

    Dem vergütungsberechtigten Unternehmer soll durch das Erfordernis der eigenhändigen Unterschrift vor Augen geführt werden, dass er auch die strafrechtliche Verantwortung für seine steuerlichen Angaben übernehmen muss (vgl. BFH-Urt. v. 16.05.2002, III R 27/01, BStBl II 2002, 668;v. 13.12.2001, III R 24/99, BStBl II 2002, 159).

  • BFH, 28.07.2003 - III B 129/02  

    Antrag auf InvZul; Wiedereinsetzung

    Der bloße Hinweis des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt --FA--) auf die Fortführung der für die Klägerin unter ihrer alten Firma erteilten Steuernummer in allen steuerlichen Angelegenheiten bis einschließlich des Wirtschaftsjahres 1996 lässt sich schwerlich so weitgehend interpretieren, nicht mehr zur organschaftlichen Vertretung einer Körperschaft befugte ehemalige Geschäftsführer dürften und könnten noch in der Zukunft sämtliche den Zeitraum, in dem sie zum Geschäftsführer bestimmt gewesen sind, betreffende Rechtshandlungen wirksam vornehmen (zur alleinigen Vertretungsbefugnis des Geschäftsführers im Gegensatz zum Prokuristen vgl. BFH-Urteil vom 16. Mai 2002 III R 27/01, BFHE 198, 283, BStBl II 2002, 668, unter Ziff. II. 2. c der Gründe).
  • FG München, 17.01.2006 - 6 K 2292/04  

    Zur Unterzeichnung eines Investitionszulageantrages; Wiedereinsetzung;

    Die Eigenhändigkeit der Unterschrift dient im Zusammenhang mit der auf dem Antragsvordruck abzugebenden Wahrheitsversicherung vor allem dazu, den Antragsberechtigten die Verantwortung für die Richtigkeit der dem Antrag zugrunde liegenden Tatsachen und Belege sowie der im Antragsvordruck geforderten Absichtserklärungen übernehmen zu lassen (vgl. Urteil des BFH vom 16. Mai 2002 III R 27/01, BFH/NV 2002, 1257 ; BStBl II 2002, 668 m.w.N.).

    Für die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) hat der BFH ausdrücklich entschieden, dass der Antrag nur vom Geschäftsführer, nicht auch von einem Prokuristen unterzeichnet werden kann (vgl. Urteil des BFH vom 16. Mai 2002, aaO; Beschluss des BFH vom 14. Oktober 2004 III B 54/04, nicht amtlich veröffentlicht, vgl. juris Web Nr. STRE200451424).

  • FG Hessen, 08.06.2006 - 9 K 3941/04  

    Erfordernis der eigenhändigen Unterschrift zur Unterzeichnung eines

    Nach der insoweit einschlägigen Entscheidung des BFH (Urteil vom 16. Mai 2002 III R 27/01 Bundessteuerblatt - BStBl - II 2002, 668) ist aber selbst ein wirksam bestellter Prokurist nicht befugt, einen Antrag auf Gewährung von Investitionszulage zu stellen.

    Das Gericht verweist dazu insbesondere auf die maßgeblichen Ausführungen des BFH in dem einschlägigen Urteil vom 16. Mai 2002 ( III R 27/01 a.a.O. insbesondere S. 670).

  • FG Niedersachsen, 05.02.2004 - 11 K 47/03  

    Verpflichtung zur Rücknahme eines Haftungsbescheides nur bei Ermessensschrumpfung

    Ein anderes Ergebnis lässt sich auch nicht aus dem BFH-Urteil vom 16. Mai 2002 III R 27/01, BStBl II 2002, 668 ableiten.
  • FG Köln, 25.01.2007 - 2 K 1092/05  

    Beim Vorsteuervergütungsantrag reicht die Unterschrift eines Prokuristen nicht

    Auch bei Steuerklärungen dient das Erfordernis der eigenhändigen Unterschrift der erkennbaren Übernahme der Verantwortung des Steuerpflichtigen für die tatsächlichen Angaben in der Steuererklärung (vgl. hierzu auch die Rechtsprechung des BFH zum Erfordernis der Eigenhändigkeit der Unterschrift bei Anträgen auf Investitionszulage, BFH-Urteile vom 16. Mai 2002 III R 27/01, BFHE 198, 283, BStBl II 2002, 668; vom 13. Dezember 2001 III R 24/99, BFHE 196, 464, BStBl II 2002, 159; vom 15. Oktober 1998 III R 58/95, BFHE 187, 141, BStBl II 1999, 237; vom 30. Juni 1998 III R 5/97, BFH/NV 1999, 363).
  • FG Sachsen-Anhalt, 04.05.2006 - 1 K 378/02  

    Eigenhändige Unterschrift des Investitionszulagen-Antrags bei längerer Erkrankung

  • FG Köln, 21.02.2008 - 2 K 754/04  

    Vergütungsantrag bedarf eigenhändiger Unterschrift des Unternehmers

  • FG Köln, 19.03.2009 - 2 K 2233/07  

    Notwendigkeit der Einreichung eines fristgerechten ordnungsgemäßen Antrags auf

  • FG Köln, 09.11.2010 - 2 K 2047/08  

    Eigenhändige Unterschrift; Drittstaatenangehörige; Verhinderung; Wiedereinsetzung

  • FG Berlin, 23.09.2004 - 1 K 1351/02  
  • FG Köln, 09.11.2010 - 2 K 5679/04  

    Eigenhändige Unterschrift; Drittstaatenangehörige; Assoziierungsabkommen Türkei;

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