Rechtsprechung
   BFH, 22.06.1983 - I R 55/80   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Simons & Moll-Simons

    AO §§ 211, 212a Abs. 2 und 3; AO 1977 §§ 157 Abs. 1 Satz 2, 184 Abs. 1 Satz 2 und 3; GewStG 1968 § 5 Abs. 1

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Bezeichnung der Mitunternehmer in einem an eine atypische stille Gesellschaft gerichteten Gewerbesteuer(meß)bescheid

Kurzfassungen/Presse (2)

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 139, 291
  • BB 1984, 126
  • BStBl II 1984, 62
  • BStBl II 1984, 63



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Wird zitiert von ... (23)  

  • BFH, 12.11.1985 - VIII R 364/83  

    Die atypische stille Gesellschaft bei der Gewerbesteuer

    d) Soweit dem Urteil des I. Senats vom 22. Juni 1983 I R 55/80 (BFHE 139, 291, BStBl II 1984, 63) eine andere Auffassung zugrunde liegt, folgt der erkennende Senat dieser Entscheidung nicht.

    Einer Anrufung des Großen Senats des BFH bedarf es wegen der Abweichung von dem Urteil in BFHE 139, 291, BStBl II 1984, 63 nicht, da die Zuständigkeit für die zu beurteilende Rechtsfrage auf den erkennenden Senat übergegangen ist.

    Wird jedoch der Steuerschuldner falsch oder so ungenau bezeichnet, daß Verwechslungen nicht ausgeschlossen sind, so ist der Steuerbescheid unwirksam (ständige Rechtsprechung, vgl. BFHE 139, 291, BStBl II 1984, 63, m.w.N.).

  • BFH, 08.02.1995 - I R 127/93  

    Folgerungen aus fehlerhaftem Steuerbescheid gegenüber Dritten bei Änderung der

    Auch im Urteil vom 22. Juni 1983 I R 55/80 (BFHE 139, 291, BStBl II 1984, 63), das erst nach Bekanntgabe des Bescheides veröffentlicht wurde, hatte der erkennende Senat die Ansicht vertreten, ein Gewerbesteuermeßbescheid dürfe an eine atypisch stille Gesellschaft gerichtet werden.

    Zutreffend gehen die Beteiligten davon aus, daß sich durch das Urteil in BFHE 145, 408, BStBl II 1986, 311 die BFH-Rechtsprechung gegenüber dem Urteil in BFHE 139, 291, BStBl II 1984, 63 geändert hat.

    Unzutreffend ist jedoch die Auffassung der Klägerin, der Bescheid vom 8. August 1983 habe mit der im Urteil in BFHE 139, 291, BStBl II 1984, 63 vertretenen Rechtsansicht übereingestimmt und daher sei davon auszugehen, daß das FA bei Erlaß des Bescheides die später geänderte Rechtsprechung angewandt habe.

    Diese Vermutung wird dadurch widerlegt, daß das Urteil in BFHE 139, 291, BStBl II 1984, 63 erst am 16. August 1983 von der Geschäftsstelle des erkennenden Senats an die seinerzeitigen Verfahrensbeteiligten abgesandt wurde.

  • BFH, 10.11.1993 - I R 20/93  

    Nichtigkeit eines Bescheides nur bei schwerwiegenden und offenkundigen Fehlern

    Am 14.03.1984 erklärte das FA die Bescheide unter Hinweis auf das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 22.06.1983 I R 55/80 (BFHE 139, 291 , BStBl II 1984, 63 [Verweis FU: "BStBl II 1984, 63"]) für unwirksam und gegenstandslos, da die Steuerschuldner nicht korrekt bezeichnet worden seien.

    Das ergibt sich aus der den Bescheid bestätigenden Einspruchsentscheidung vom 16.11.1984, der Adressierung des Bescheides und der Tatsache, daß das FA den Bescheid erließ, um dem Urteil in BFHE 139, 291 , BStBl II 1984, 63 [Verweis FU: "BStBl II 1984, 63"] Rechnung zu tragen.

    Der Bescheid entsprach hinsichtlich der Feststellung des Steuerschuldners und der Adressierung der Rechtsauffassung, die im Zeitpunkt seiner Bekanntgabe und bis zur Veröffentlichung des Urteils in BFHE 145, 408 , BStBl II 1986, 311 [Verweis FU: "BStBl II 1986, 311"] von der Rechtsprechung, der Verwaltung und in der Literatur allgemein vertreten worden war (s. BFH-Urteil in BFHE 139, 291 , BStBl II 1984, 63 [Verweis FU: "BStBl II 1984, 63"]; Döllerer, Steuerberater-Jahrbuch - StbJb - 1987/88, 289, 300; Bundesminister der Finanzen - BMF -, Schreiben vom 26.11.1987 - IV B 2 - S 2241 - 61/87, BStBl I 1987, 765).

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