Rechtsprechung
   BFH, 22.12.1993 - I R 75/93   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Simons & Moll-Simons

    KöStG-DDR § 1; StÄndG-DDR § 5 Abs. 2; FGO § 118 Abs. 2

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Neue Bundesländer - Körperschaftsteuergesetz-DDR als partielles Bundesrecht - Anwendung des KöStG-DDR auf Gewinnausschüttungen für 1990 - PGH ist wirtschaftlicher Verein - Keine analoge Anwendung des § 5 Abs. 2 StÄndG-DDR auf PGH

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Fortgeltung des Körperschaftsteuergesetzes-DDR als partielles Bundesrecht

  • Betriebs-Berater

    Körperschaftsteuer im Beitrittsgebiet

Kurzfassungen/Presse (2)

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 174, 122
  • BB 1994, 1345
  • BB 1994, 1915
  • DB 1994, 1452
  • BStBl II 1994, 578



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Wird zitiert von ... (34)  

  • BFH, 15.11.1994 - VIII R 74/93  

    Ausschüttung aus dem Reservefonds einer PGH an ausgeschiedenen Genossen

    Das FG hat hierzu - von seinem Rechtsstandpunkt zu Recht - keine Feststellungen getroffen (vgl. zum Umfang der Feststellungspflichten der Tatsacheninstanz BFH-Urteil vom 22. Dezember 1993 I R 75/93, BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578, 580).

    Die PGH war jedenfalls ab dem 1. Juli 1990 unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtig nach § 1 des Körperschaftsteuergesetzes (KöStG DDR) i. d. F. des Steueranpassungsgesetzes (StAnpG DDR) vom 22. Juni 1990 (Gesetzblatt - GBl - DDR 1990, Sonderdruck 1427; BFH-Urteil in BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578, 579).

    Der erkennende Senat weicht nicht von der Entscheidung des I. Senats (Urteil in BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578, 579) ab.

    aa) Die für eine Rechtsfortbildung im Wege einer Analogie notwendige planwidrige Regelungslücke fehlt in § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG 1991 (vgl. zu den Voraussetzungen BFH-Urteile vom 13. Juli 1989 V R 110-112/84, BFHE 158, 157, BStBl II 1989, 1036, 1039; in BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578, 579; Tipke/ Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 15. Aufl., § 4 AO 1977 Rz. 113 m. umf. N.).

  • BFH, 14.09.1994 - I R 40/94  

    Körperschaft- und Gewerbesteuerpflicht von Produktionsgenossenschaften des

    Der 36 % ige Steuersatz gemäß § 5 Abs. 2 StÄndG vom 6. März 1990 (GBl DDR I 1990, 136) galt nicht für Ausschüttungen einer Produktionsgenossenschaft des Handwerks (Bestätigung des BFH-Urteils vom 22. Dezember 1993 I R 75/93, BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578).

    Der Senat verweist insoweit auf seine Entscheidung vom 22. Dezember 1993 I R 75/93 (BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578).

    Die Ausführungen, die der Senat in seinem Urteil in BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578, unter II. B. 1 zu der Körperschaftsteuerpflicht einer PGH gemacht hat, gelten für deren Gewerbesteuerpflicht entsprechend.

    Eine PGH, die ein Handwerk betrieb, erfüllte diese Voraussetzungen, wobei als entscheidungsunerheblich offenbleiben kann, ob sie juristische Person in Form einer Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaft i. S. des Gesetzes betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften vom 1. Mai 1889 oder ein wirtschaftlicher Verein war (vgl. Urteil in BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578).

  • BFH, 26.09.1995 - VIII R 70/94  

    Ausschüttungen aus dem unteilbaren Reservefonds einer PGH im ersten Halbjahr 1990

    a) Die vorgenannten Rechtsgrundlagen galten gemäß Art. 8 i. V. m. Anlage I Kapitel IV Sachgebiet B Abschn. II Nr. 14 Abs. 1 Satz 2 des Einigungsvertrages (EinigVtr) noch bis zum 31. Dezember 1990 im Beitrittsgebiet als partielles und damit revisibles Bundesrecht i. S. des § 118 Abs. 1 Satz 1 FGO fort (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 22. Dezember 1993 I R 75/93, BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578; vom 27. Oktober 1994 I R 107/93, BFHE 176, 529, BStBl II 1995, 403).

    Jedenfalls war eine PGH - wie auch die PGH-P - eine Vereinigung mit körperschaftlicher Struktur, wobei die Beteiligung - abstrakt gesehen - das Vermögensrecht mit umfaßte, an Gewinnausschüttungen und an der Auskehrung des Liquidationsvermögens beteiligt zu werden (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 15. November 1994 VIII R 74/93, BStBl II 1995, 316 m. w. N.; BFH in BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578, 580).

    Wie der BFH (BFH in BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578, 579; bestätigt durch Urteil vom 14. September 1994 I R 40/94, BStBl II 1995, 209) bereits erkannt hat, galt für Ausschüttungen des Gewinns durch PGHen nicht der Steuersatz von 36 % gemäß § 5 Abs. 2 StÄndG, sondern nach § 5 Abs. 1 Satz 1 StÄndG i. V. m. dem Steuergrundtarif B derjenige von 50 v. H. Das in § 6 StÄndG erstmals eingeführte Teil-Anrechnungsverfahren (vgl. Dötsch, Der Betrieb, DDR-Report 1990, 3126) galt - wie der ermäßigte Steuersatz - ebenfalls nur für Ausschüttungen für die Körperschaftsteuer auf von Kapitalgesellschaften ausgeschüttete Gewinne, denen PGHen nach der zitierten Rechtsprechung des I. Senats des BFH weder unmittelbar noch entsprechend gleichgestellt werden können.

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