Rechtsprechung
   BFH, 23.09.1999 - IV R 59/98   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • Simons & Moll-Simons

    AO 1977 §§ 169, 171 Abs. 3, § 181 Abs. 1, § 182 Abs. 3

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Einheitliche und gesonderte Feststellung - Erben als Inhaltsadressaten bei Verstorbenen - Möglicher Richtigstellungsbescheid innerhalb der Feststellungsfrist - Bei unrichtigem Adressaten Unwirksamkeit des Bescheids nicht gegenüber zutreffendem Adressaten - Keine Hemmung der Feststellungsverjährung bei Anfechtung des Bescheids durch unrichtigen Adressaten

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Richtigstellung bei fehlerhaftem Feststellungsbescheid

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  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Berichtigung eines teilunwirksamen, weil an verstorbenen Gesellschafter gerichteten Feststellungsbescheids nur innerhalb der Feststellungsfrist

Kurzfassungen/Presse

Sonstiges

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    AO 1977 § 182 Abs 3, AO 1977 § 171 Abs 3
    Berichtigung; Feststellung

Verfahrensgang

  • FG München, 28.04.1998 - 13 K 924/97
  • BFH, 23.09.1999 - IV R 59/98

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 190, 19
  • NVwZ-RR 2000, 735
  • BB 2000, 398
  • DB 2000, 460
  • BStBl II 2000, 170



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Wird zitiert von ... (7)  

  • FG Hamburg, 03.01.2011 - 3 V 146/10  

    Beteiligtenbezeichnung im Gewinnfeststellungsbescheid für eine später durch

    Die gegenüber den richtig bezeichneten Feststellungsbeteiligten getroffenen Feststellungen bleiben wirksam (BFH, Urteil vom 23.09.1999 IV R 59/98, BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170).

    Durch einen besonderen an den Rechtsnachfolger gerichteten Bescheid nach § 182 Abs. 3 AO kann eine unrichtige Bezeichnung "berichtigt" werden (BFH, Urteil vom 23.09.1999 IV R 59/98, BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170).

    Nach überwiegender Meinung in Rechtsprechung und Literatur ist es dabei unerheblich, ob das Finanzamt die unrichtige Bezeichnung des Beteiligten zu vertreten hat oder nicht (vgl. FG München, Urteil vom 04.05.2005 8 K 5288/02, EFG 2005, 1328, rk., FG Köln, Beschluss vom 06.06.1991 2 K 183/85, EFG 1992, 55, rk.; Koenig in Pahlke/Koenig, AO, § 182 Rdnr. 26 m. w. N.; Söhn in Hübschmann/ Hepp/Spitaler, AO/FGO, § 182 AO Rdnr. 147; Frotscher in Schwarz, AO, § 182 Rdnr. 36; kritisch Brandis in Tipke/Kruse Abgabenordnung Finanzgerichtsordnung, § 182 AO Rdnr. 10; a. A. FG München, Urteil vom 28.04.1998 13 K 924/97, EFG 1998, 1380, der BFH hat sich dem Letzterem in seinem hierzu ergangenem Revisionsurteil vom 23.09.1999 IV R 59/98, BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170 allerdings nicht angeschlossen, sondern hat sich der überwiegenden Meinung zugewendet, ohne die Frage allerdings - mangels Entscheidungserheblichkeit - abschließend zu entscheiden).

    Außerdem wird so dem Zweck der Vorschrift umfassend entsprochen, der darin liegt, für die Unwirksamkeit von Feststellungsbescheiden, soweit sie auf der Nichtberücksichtigung zwischenzeitlich eingetretener Rechtsnachfolge für einzelne Beteiligte beruht, eine Möglichkeit der entsprechenden Richtigstellung zu eröffnen (vgl. BFH, Urteil vom 23.09.1999 IV R 59/98, BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170 m. w. N.).

    (a) Eine Adressatenberichtigung nach § 182 Abs. 3 AO kann gemäß § 181 Abs. 1 Satz 1 AO grundsätzlich nur innerhalb der Feststellungsfrist vorgenommen werden (BFH, Urteil vom 23.09.1999 IV R 59/98, BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170).

    Wurde allerdings in einem einheitlichen und gesonderten Feststellungsbescheid ein Beteiligter unrichtig bezeichnet, so wird der - einer Richtigstellung nach § 182 Abs. 3 AO entgegenstehende - Ablauf der Feststellungsfrist nicht dadurch gehemmt, dass der Feststellungsbescheid von einer in ihm nicht als Inhaltsadressat aufgeführten Person angefochten wird (BFH, Urteil vom 23.09.1999 IV R 59/98, BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170).

  • BFH, 02.04.2008 - I R 38/07  

    Verfahrensrechtliche Wirkungen eines "Richtigstellungsbescheids" gemäß §

    Ein dazu erlassener Feststellungsbescheid ist unwirksam, soweit er als seinen Inhaltsadressaten eine Person benennt, die bei Erlass des Bescheides bereits verstorben war (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 23. September 1999 IV R 59/98, BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170).

    Er hat zwar insoweit einen rechtsbegründenden Gehalt, als er dazu führt, dass die Feststellung von Besteuerungsgrundlagen (auch) gegenüber dem Rechtsnachfolger des (zunächst) unrichtig Bezeichneten wirksam wird (BFH-Urteil vom 21. Mai 1992 IV R 47/90, BFHE 168, 217, BStBl II 1992, 865; BFH-Urteil in BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170); insoweit unterscheidet sich dieser Sachverhalt aber nicht von demjenigen, der in § 68 Satz 4 Nr. 2 FGO benannt ist.

  • BFH, 04.04.2008 - IV R 91/06  

    Zulässigkeit der Revision - Beschwer - Verhältnis von Feststellungsbescheiden -

    Der Bescheid ist --was das FA ausweislich der eingereichten Ablichtung des Feststellungsbescheids vom 7. November 2006 bisher nicht beachtet hat-- den Erben bekannt zu geben (vgl. --einschließlich des Erlasses eines Richtigstellungsbescheids gemäß § 182 Abs. 3 AO-- BFH-Urteile vom 25. November 1987 II R 227/84, BFHE 152, 10, BStBl II 1988, 410, und vom 23. September 1999 IV R 59/98, BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170); sind die Erben nicht bekannt, ist ein Pfleger zu bestellen (§§ 1913, 1960 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches --BGB--; § 81 Abs. 1 Nr. 1 AO; vgl. BFH-Urteil vom 24. März 1999 I R 114/97, BFHE 188, 315, BStBl II 2000, 399; BFH-Beschluss vom 21. Dezember 2004 II B 110/04, BFH/NV 2005, 704).
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  • FG München, 04.05.2005 - 8 K 5288/02  

    Anwendbarkeit des § 181 Abs. 5 AO 1977 auf Richtigstellungsbescheide gem. §

    Zu Recht geht daher die ganz herrschende Meinung in der Literatur davon aus, dass es für die Anwendbarkeit des § 182 Abs. 3 AO nicht darauf ankommt, ob der Finanzbehörde die Rechtnachfolge bereits bekannt war oder nicht oder ob der Fehler auf ein Versehen der Behörde zurückzuführen ist (vgl. Söhn in Hübschmann/Hepp/Spitaler, Komm. zur AO und Finanzgerichtsordnung/ FGO, § 182 Rz. 146; Tipke/Kruse, Komm. zur AO und FGO, § 182 AO Tz. 10; Schwarz, Komm. zur AO, § 182 Rz. 36; AO-Praktikerkommentar/Forchhammer, Komm. zur AO, § 182 Rz. 10; Beermann, Steuerliches Verfahrensrecht, § 182 Rz. 21; vgl. auch BFH-Urteil vom 23. September 1999 IV R 59/98, BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170).

    Diese Entscheidung steht nicht in Widerspruch zu dem Urteil des BFH vom 23. September 1999 IV R 59/98 (BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170).

  • BFH, 20.10.2009 - IV B 63/09  

    Verfahrensrechtliche Fragen nach einem Richtigstellungsbescheid

    Die Revision ist auch nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative FGO) zuzulassen, soweit die Klägerin eine Abweichung von dem BFH-Urteil vom 23. September 1999 IV R 59/98 (BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170) rügt.
  • FG Köln, 23.06.2004 - 13 K 4261/00  

    Nichtigkeit eines Bescheids an den Rechtsvorgänger

    Ebenso sind Bescheide unwirksam, die sich an nicht mehr existierende Steuersubjekte richten (BFH-Urteil vom 24.3.1970 I R 141/69, BStBl II 1970, 501; BFH-Urteil vom 23.9.1999 IV R 59/98, BStBl II 2000, 170).
  • FG Hamburg, 28.09.2009 - 5 K 92/03  

    Bildung einer Rückstellung wegen drohender Verluste im Zusammenhang mit einer

    Das anhängige Rechtsbehelfs- bzw. spätere Klageverfahren gegen den Feststellungsbescheid vom 30.03.2001 führte insoweit nicht zur Hemmungswirkung gem. § 171 Abs. 3a , Abs. 4 S. 1 AO , da hinsichtlich der Erben des B gerade kein wirksamer Bescheid ergangen ist (BFH Urteil vom 23.09.1999 IV R 59/98, BStBl II 2000, 170 ).
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