Rechtsprechung
   BFH, 24.07.1984 - VIII R 304/81   

Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 141, 485
  • BB 1985, 180
  • BStBl II 1984, 785



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Wird zitiert von ... (61)  

  • BFH, 31.07.1990 - I R 116/88  

    Zur offenbaren Unrichtigkeit von Steuerbescheiden bei fehlerhafter Erklärung

    "Ähnliche offenbare Unrichtigkeiten" in diesem Sinne müssen einem Schreib- oder Rechenfehler ähnlich sein, d.h. es muß sich um mechanische Versehen handeln, die ebenso mechanisch, d.h. ohne weitere Prüfung erkannt und berichtigt werden können (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 24. Juli 1984 VIII R 304/81, BFHE 141, 485, 486, BStBl II 1984, 785 m.w.N.).

    Eine "beim Erlaß des Verwaltungsakts unterlaufene Unrichtigkeit" muß zwar grundsätzlich in der Sphäre der den Bescheid erlassenden Behörde entstanden sein (BFH-Urteile vom 1. Juli 1954 IV 444/53 U, BFHE 59, 146, BStBl III 1954, 265, und in BFHE 141, 485, 486, BStBl II 1984, 785).

    Eine offenbare Unrichtigkeit kann jedoch auch vorliegen, wenn das FA eine in der Steuererklärung enthaltene offenbare, d.h. für das FA erkennbare Unrichtigkeit als eigene übernimmt (BFH-Urteile vom 25. Februar 1972 VIII R 141/71, BFHE 105, 234, BStBl II 1972, 550; in BFHE 141, 485, BStBl II 1984, 785).

    c) Der Senat weicht mit dieser Auffassung entgegen der Meinung der Klägerin nicht von den Urteilen des BFH in BFHE 105, 234, BStBl II 1972, 550, 552; BFHE 141, 485, BStBl II 1984, 785, 786, und BFHE 146, 350, 355, BStBl II 1986, 541, 544 ab.

  • BFH, 28.11.1985 - IV R 178/83  

    Merkmale des Gewinnfeststellungsbescheids

    Besteht auch nur die Möglichkeit eines Fehlers in der Tatsachenwürdigung oder Rechtsanwendung, so ist eine Berichtigung nach § 129 AO 1977 nicht zulässig (BFH-Urteil vom 24. Juli 1984 VIII R 304/81, BFHE 141, 485, BStBl II 1984, 785, m. w. N.).
  • BFH, 02.04.1987 - IV R 255/84  

    Übertragungsfehler als offenbare Unrichtigkeit

    Demgemäß hat der BFH bei der Angabe eines unzutreffenden Gewinns in der Steuererklärung darauf abgestellt, ob der Fehler aus den beigefügten Gewinnermittlungsunterlagen für das FA ohne weiteres ersichtlich war (Urteile in BFHE 105, 234, BStBl II 1972, 550; vom 24. Juli 1984 VIII R 304/81, BFHE 141, 485, BStBl II 1984, 785).

    Als derartige Unrichtigkeit sind, wie sich durch den gesetzlichen Hinweis auf Schreib- und Rechenfehler ergibt, allerdings nur mechanische Fehler anzusehen, die ohne weitere Prüfung erkannt und berichtigt werden können (BFHE 141, 485, BStBl II 1984, 785, m. w. N.).

    Dementsprechend mußte das angefochtene Urteil aufgehoben und auf das als Verpflichtungsklage anzusehende Klagebegehren (vgl. BFHE 141, 485, BStBl II 1984, 785; Tipke/Kruse, Abgabenordnung - Finanzgerichtsordnung, 8. Aufl., § 129 AO 1977 Anm. 11) die Verpflichtung des FA zur Änderung des Steuerbescheids ausgesprochen werden.

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