Rechtsprechung
   BFH, 25.02.1993 - III R 4/91   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Simons & Moll-Simons

    FGO § 60 Abs. 3 Satz 1

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Geschiedene Ehegatten - Kinderfreibetrag - Antrag auf Übertragung - Notwendige Beiladung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    FGO § 60 Abs. 3 S. 1

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Notwendige Beiladung im finanzgerichtlichen Verfahren

Kurzfassungen/Presse

  • NWB SteuerXpert START (Leitsatz)

    FGO § 60 Abs. 3 Satz 1
    Notwendige Beiladung des anderen Elternteils bei Streit über Übertragung des Kinderfreibetrags gem. § 32 Abs. 6 Satz 4 EStG

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 171, 5
  • BB 1993, 1208
  • DB 1993, 1958
  • BStBl II 1993, 513



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Wird zitiert von ... (10)  

  • BFH, 04.07.2001 - VI B 301/98  

    Beiladung bei Übertragung des Kinderfreibetrags

    Zur Begründung hat es ausgeführt, die Frage der Aufteilung des Kinder- und Ausbildungsfreibetrages sowie der Zuordnung des Haushaltsfreibetrages sei gleichzeitig gegenüber beiden Elternteilen zu entscheiden, um widerstreitende Steuerfestsetzungen zu vermeiden (Hinweis auf das Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 25. Februar 1993 III R 4/91, BFHE 171, 5, BStBl II 1993, 513).

    a) Nach ständiger Rechtsprechung des BFH hat eine Beiladung nach § 60 Abs. 3 Satz 1 FGO --über den Wortlaut der Vorschrift hinaus-- auch dann zu erfolgen, wenn die Entscheidung notwendigerweise und unmittelbar Rechte Dritter gestaltet, bestätigt, verändert oder zum Erlöschen bringt (vgl. BFH-Urteil vom 27. Februar 1969 IV R 263/66, BFHE 95, 148, BStBl II 1969, 343; Beschluss vom 29. Januar 1980 VII B 34/79, BFHE 129, 536, BStBl II 1980, 303; Urteil in BFHE 171, 5, BStBl II 1993, 513).

    In diesem Sinne haben nicht nur der III. Senat (Urteil in BFHE 171, 5, BStBl II 1993, 513; Beschlüsse vom 11. August 1993 III R 28/92, BFH/NV 1994, 51; vom 25. Februar 1993 III R 55/91, BFH/NV 1994, 556), sondern auch der erkennende Senat in der Vergangenheit entschieden (Beschluss vom 20. Februar 1998 VI R 107/94, BFH/NV 1998, 1486).

    a) Dies hat allerdings der III. Senat in seinem Urteil in BFHE 171, 5, BStBl II 1993, 513 angenommen und insoweit auf das Urteil vom 28. Januar 1966 III 96/62 (BFHE 85, 327, BStBl III 1966, 327) verwiesen.

  • BFH, 12.01.2001 - VI B 301/98  
    Zur Begründung hat es ausgeführt, die Frage der Aufteilung des Kinder- und Ausbildungsfreibetrages sowie der Zuordnung des Haushaltsfreibetrages sei gleichzeitig gegenüber beiden Elternteilen zu entscheiden, um widerstreitende Steuerfestsetzungen zu vermeiden (Hinweis auf das Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 25. Februar 1993 III R 4/91, BFHE 171, 5, BStBl II 1993, 513).

    Nach ständiger Rechtsprechung des BFH hat eine Beiladung nach § 60 Abs. 3 Satz 1 FGO --über den Wortlaut der Vorschrift hinaus-- auch dann zu erfolgen, wenn die Entscheidung notwendigerweise und unmittelbar Rechte Dritter gestaltet, bestätigt, verändert oder zum Erlöschen bringt (vgl. BFH-Urteil vom 27. Februar 1969 IV R 263/66, BFHE 95, 148, BStBl II 1969, 343; BFH-Beschluss vom 29. Januar 1980 VII B 34/79, BFHE 129, 536, BStBl II 1980, 303; BFH-Urteil in BFHE 171, 5, BStBl II 1993, 513).

    In diesem Sinne haben nicht nur der III. Senat (Urteil in BFHE 171, 5, BStBl II 1993, 513; Beschlüsse vom 11. August 1993 III R 28/92, BFH/NV 1994, 51; vom 25. Februar 1993 III R 55/91, BFH/NV 1994, 556), sondern auch der anfragende Senat in der Vergangenheit entschieden (Beschluss vom 20. Februar 1998 VI R 107/94, BFH/NV 1998, 1486).

    aa) Der III. Senat hat zwar in seinem Urteil in BFHE 171, 5, BStBl II 1993, 513 insoweit auf das Urteil in BFHE 85, 327, BStBl III 1966, 327 verwiesen.

  • BFH, 11.01.1994 - VII B 100/93  

    Voraussetzung der notwendigen Beiladung bei getrennt veranlagten Ehegatten

    Der III. Senat des BFH hat entschieden, daß zum finanzgerichtlichen Verfahren, in dem die Übertragung des Kinderfreibetrags des anderen Elternteils auf den Kläger gemäß § 32 Abs. 6 Satz 4 EStG streitig ist, der andere Elternteil nach § 60 Abs. 3 FGO notwendig beigeladen werden muß (Urteil vom 25. Februar 1993 III R 4/91, BFHE 171, 5, BStBl II 1993, 513).
mehr
  • BFH, 20.02.1998 - VI R 107/94  
    Die Beiladung ist notwendig, wenn um die Zuordnung eines Kinderfreibetrags zwischen Elternteilen gestritten wird (BFH-Urteil vom 25. Februar 1993 III R 4/91, BFHE 171, 5, BStBl II 1993, 513 ).
  • BFH, 11.08.1993 - III R 28/92  
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  • FG München, 19.08.1998 - 1 K 5044/97  

    Kindergeld bei mehreren Berechtigten; keine Beiladung von potenziellen

    Eine notwendige Beiladung nach § 60 Abs. 3 Finanzgerichtsordnung ( FGO ) hält der Senat daher nicht für geboten, selbst wenn die Beiladung von Eheleuten im Streit um das Zustehen eines Kinderfreibetrages erforderlich sein sollte (so BFH-Urteil vom 25.2.1993 III R 4/91, BFHE 171, 5, BStBl II 1993, 513 ; offen BFH-Beschluß vom 11.1.1994 VII B 100/93, BFHE 173, 207 , BStBl II 1994, 405 unter 3; a.A. Gräber/Koch, FGO , 4. Aufl. 1997, § 60 Rz. 92).
  • FG Sachsen-Anhalt, 03.12.1999 - 2 K 592/98  

    Übertragung des halben Kinderfreibetrags an Kindesmutter; Verrechnung des

    Zum einen liegt keine notwendige Beiladung nach § 60 Abs. 3 FGO vor, wenn Streit über die Voraussetzungen des § 32 Abs. 6 S. 5 EStG gegeben ist, da es an der Notwendigkeit einer einheitlichen Entscheidung fehlt und entweder eine Korrektur nach § 175 Abs. 1 Nr. 2 der Abgabenordnung ( AO ) oder nach § 174 Abs. 5 AO wegen widerstreitender Steuerfestsetzungen möglich sein dürfte (gleicher Ansicht Tipke/Kruse, 16. Auflage, § 60 FGO Rz. 67; Gräber in Koch, 4 Auflage, § 60 FGO Rz. 92; a.A. BFH, Urteil vom 25. Februar 1993, III R 4/91, BStBl. II 1993, 513; vgl. auch BFH-Beschluss vom 11. Januar 1994, VII B 100/93, BStBl. II 1994, 405, 407).
  • FG Düsseldorf, 02.10.2001 - 9 K 3073/98  

    Kindergeld; Zahlungsberechtiger; Einheitliche Entscheidung; Beiladung -

    Eine Beiladung hat nach § 60 Abs. 3 Satz 1 FGO - über den Wortlaut der Vorschrift hinaus - auch dann zu erfolgen, wenn die Entscheidung notwendigerweise und unmittelbar Rechte Dritter gestaltet, bestätigt, verändert oder zum Erlöschen bringt (vgl. BFH Urteile vom 27. Februar 1969 IV R 263/66, BFHE 95, 148, BStBl II 1969, 343 und vom 25. Februar 1993 III R 4/91, BFHE 171, 5, BStBl II 1993, 513; Beschlüsse vom 29. Januar 1980 VII B 34/79, BFHE 129, 536 , BStBl II 1980, 303 und vom 12. Januar 2001 VI B 301/98, BFH/NV 2001, 776).
  • BFH, 25.02.1993 - III R 55/91  
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  • FG Bremen, 29.01.1998 - 497105K 1  

    Kindergeld für vollstationär in einem Heim untergebrachtes Kind;

    Anders als die Übertragung des Kinderfreibetrages auf den anderen Elternteil nach § 32 Abs. 6 Satz 5 EStG (siehe dazu BFH-Urteile vom 25. Februar 1993 III R 3/91, BFHE 171, 5, BStBl II 1993, 513 ; Urteil vom 11. August 1993 III R 28/92, BFH/NV 1994, 51; Finanzgericht Bremen, Urteile des 1. Senats vom 23. September 1993 189249K 1, EFG 1994, 886; vom 25. November 1993 191180K 1, EFG 1994, 879) ist die Entscheidung über die vorrangige Kindergeldberechtigung nach § 64 Abs. 3 Sätze 1 und 2 EStG nicht von einer rechtsgestaltenden Entscheidung der Finanzbehörde durch Verwaltungsakt abhängig; vielmehr tritt die Rechtsfolge, daß von den nach § 62 Abs. 1 EStG grundsätzlich Kindergeldberechtigten nur dem der Kindergeldanspruch zusteht, der dem Kind die höhere Unterhaltsrente zahlt, von Gesetzes wegen ein, so daß der nachrangig Berechtigte durch den (positiven) Kindergeldbescheid für den vorrangig Berechtigten nicht in seinen Rechten verletzt wird, und somit nicht rechtsbehelfs- bzw. klagebefugt gegenüber dem Kindergeldbescheid ist (§ 350 AO , § 40 Abs. 2 FGO ) und dementsprechend nicht nach § 60 Abs. 3 FGO notwendig beizuladen ist.
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