Rechtsprechung
   BFH, 26.10.1989 - IV R 23/89   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • Simons & Moll-Simons

    FGO § 48 Abs. 1; AO 1977 § 183 Abs. 1, Abs. 2

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Prozeßführungsbefugnis einer Personenhandelsgesellschaft - Erlöschen mit Vollbeendigung auch ohne formelle Liquidation

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
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  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Klagebefugnis bei Vollbeendigung einer Personenhandelsgesellschaft

  • Betriebs-Berater

    Klagerecht bei Vollbeendigung einer Personenhandelsgesellschaft

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 159, 15
  • NJW 1990, 2647
  • BB 1990, 1051
  • BB 1990, 412
  • BB 1990, 819
  • DB 1990, 819
  • BStBl II 1990, 333



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Wird zitiert von ... (69)  

  • BFH, 31.01.1992 - VIII B 33/90  

    Beiladung einer Personenhandelsgesellschaft (§ 60 Abs. 3 FGO )

    Nach der Rechtsprechung besteht eine Klagebefugnis der Gesellschaft darüber hinaus auch in den erwähnten Fällen, in denen die Gesellschafter ein eigenes Klagerecht in Anspruch nehmen können (BFH-Urteil vom 26. Oktober 1989 IV R 23/89, BFHE 159, 15, BStBl II 1991, 333, ständige Rechtsprechung).

    Deshalb ist nach ständiger Rechtsprechung des BFH auch bei der Klage eines Gesellschafters zu Fragen, die nur ihn selbst berühren (§ 48 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 FGO), die Gesellschaft beizuladen (BFH-Urteile vom 15. November 1967 IV R 281/66, BFHE 90, 428, BStBl II 1968, 122; in BFHE 105, 449, 455, BStBl II 1972, 672; vom 12. November 1985 VIII R 364/83, BFHE 145, 408, BStBl II 1986, 311; in BFHE 159, 15, BStBl II 1990, 333).

    Deshalb kann eine handelsrechtlich voll beendete Personengesellschaft in einem Rechtsstreit, der Feststellungsbescheide über Einkünfte aus Gewerbebetrieb betrifft und deshalb dem Regelungsbereich des § 48 Abs. 1 FGO unterfällt, nicht auch Klägerin (vgl. z. B. BFH-Urteile in BFHE 159, 15, BStBl II 1990, 333, und vom 23. Oktober 1990 VIII R 142/85, BFHE 162, 99, BStBl II 1991, 401) oder Beigeladene sein (BFH-Beschluß vom 6. November 1980 IV R 52/77, BFHE 132, 9, BStBl II 1981, 186; BFH-Urteile in BFHE 152, 414, BStBl II 1988, 544; BFHE 156, 103, BStBl II 1989, 563; vom 1. Juni 1989 IV R 19/88, BFHE 157, 181, BStBl II 1989, 1018; in BFHE 159, 15, BStBl II 1990, 333).

    Dementsprechend steht der Gesellschaft auch keine Klagebefugnis mehr für solche Gesellschafter zu, die aus der Gesellschaft ausgeschieden sind (BFH-Urteile vom 23. Mai 1973 I R 121/71, BFHE 110, 1, BStBl II 1973, 746; in BFHE 159, 15, BStBl II 1990, 333, ständige Rechtsprechung).

  • BFH, 12.12.1995 - VIII R 59/92  

    Vermutung fehlender Gewinnerzielungsabsicht bei Verlustzuweisungsgesellschaften?

    Wie der BFH aber bereits in seinem Urteil vom 26. Oktober 1989 IV R 23/89 (BFHE 159, 15, BStBl II 1990, 333) ausgeführt hat, kann die Löschung im Handelsregister ein wesentliches Indiz für die Feststellung sein, daß eine aufgelöste Personengesellschaft vermögenslos geworden ist.

    Damit sind die bisherigen Gesellschafter der KG auch für Angelegenheiten klagebefugt geworden, die bisher nach § 48 Abs. 1 Nr. 3 FGO nur die KG wahrnehmen konnte (vgl. z.B. BFH in BFHE 159, 15, BStBl II 1990, 333, sowie Beschlüsse vom 31. Januar 1992 VIII B 33/90, BFHE 167, 5, BStBl II 1992, 559, und in BFH/NV 1993, 674).

  • BFH, 08.10.1998 - VIII B 61/98  

    Einspruchs- und Klagebefugnis bei Gewinnfeststellungsbescheid

    b) Die Rechtsprechung hat §§ 352 Abs. 1 Nr. 3 AO 1977 a.F., 48 Abs. 1 Nr. 3 FGO a.F. in dem Sinne ausgelegt, daß die Befugnis, gegen den Feststellungsbescheid Rechtsbehelfe einzulegen, von der Personengesellschaft wahrgenommen wird, die hierbei durch ihre nach Gesellschaftsrecht vertretungsberechtigten Gesellschafter handelt (ständige Rechtsprechung seit BFH-Urteil vom 4. Mai 1972 IV 251/64, BFHE 105, 449, BStBl II 1972, 672; BFH-Urteil vom 26. Oktober 1989 IV R 23/89, BFHE 159, 15, BStBl II 1990, 333).

    Die Gesellschaft wird dabei in gesetzlicher Prozeßstandschaft für ihre Gesellschafter tätig (BFH-Urteile vom 22. November 1988 VIII R 90/84, BFHE 155, 250, BStBl II 1989, 326; in BFHE 159, 15, BStBl II 1990, 333).

    Die gesetzliche Prozeßstandschaft geht nicht auf einen Rechtsnachfolger der Personengesellschaft über (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 19. November 1985 VIII R 25/85, BFHE 146, 32, BStBl II 1986, 520; in BFHE 155, 250, BStBl II 1989, 326; in BFHE 159, 15, BStBl II 1990, 333; Beschluß in BFH/NV 1994, 684).

    Nach Vollbeendigung der Personengesellschaft sind allein die von dem angefochtenen Feststellungsbescheid betroffenen Gesellschafter einspruchs- und klagebefugt (BFH-Urteile in BFHE 155, 250, BStBl II 1989, 326; in BFHE 159, 15, BStBl II 1990, 333; in BFHE 174, 451, BStBl II 1994, 856).

    Die Vollbeendigung der Personengesellschaft führt notwendig zum Wegfall der Vertretungsbefugnis ihrer geschäftsführenden Gesellschafter (Urteil in BFHE 159, 15, BStBl II 1990, 333).

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