Rechtsprechung
   BGH, 01.02.1994 - VI ZR 65/93   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Jurion
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Organisationspflichten des Chefarztes einer Kinderklinik

Kurzfassungen/Presse

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)

Besprechungen u.ä.

  • opus-bayern.de , S. 159 (Dissertation mit Bezug zur Entscheidung)

    Die Beweisvereitelung im Zivilprozess // Keine Beweisvereitelung, wenn keine Pflichtverletzung vorliegt (Daniela Fröhlich)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1994, 1594
  • MDR 1994, 451
  • VersR 1994, 562



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Wird zitiert von ... (16)  

  • BGH, 27.09.2001 - IX ZR 281/00  

    Rechtsanwälte

    a) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kommen Beweiserleichterungen bis hin zur Umkehr der Beweislast in Betracht, wenn jemand einen Gegenstand vernichtet oder vernichten läßt, obwohl für ihn erkennbar ist, daß jenem eine Beweisfunktion zukommen kann, oder er dem Gegner auf sonstige Weise die Beweisführung schuldhaft unmöglich macht (BGH, Urt. v. 15. November 1984 - IX ZR 157/83, ZIP 1985, 312, 314; v. 1. Februar 1994 - VI ZR 65/93, NJW 1994, 1594, 1595).

    Wer entgegen einer ihm obliegenden Rechtspflicht dem Gegner die Benutzung von zur Beweisführung benötigten Unterlagen schuldhaft unmöglich macht, darf im Rechtsstreit aus einem solchen Verhalten keine beweisrechtlichen Vorteile ziehen (BGH, Urt. v. 15. November 1984, aaO; v. 1. Februar 1994, aaO).

  • BGH, 23.09.2003 - XI ZR 380/00  

    Verfahrensrecht - Beweiswürdigung bei häufig wechselnden Unterschriften

    Der subjektive Tatbestand der Beweisvereitelung verlangt einen doppelten Schuldvorwurf: Das Verschulden muß sich sowohl auf die Zerstörung bzw. Entziehung des Beweisobjekts als auch auf die Beseitigung seiner Beweisfunktion beziehen, also darauf, die Beweislage des Gegners in einem gegenwärtigen oder künftigen Prozeß nachteilig zu beeinflussen (BGH, Urteil vom 24. Juni 1975 - VI ZR 72/74, VersR 1975, 952, 954; BGH, Urteil vom 1. Februar 1994 - VI ZR 65/93, NJW 1994, 1594, 1595; Musielak/Foerste, ZPO 3. Aufl. § 286 Rdn. 65; MünchKomm/Prütting, ZPO 2. Aufl. § 286 Rdn. 81; Baumgärtel, Festschrift W. Kralik S. 63, 70).
  • OLG Stuttgart, 12.10.1999 - 14 U 22/99  

    Arzthaftung - Nahtinsuffizienz - Verwendung von Klammernahtapparaten -

    Der Klinikträger muß sich zwar in analoger Anwendung von § 282 BGB entlasten, wenn sich ein Gesundheitsschaden des Patienten in einem Bereich ereignet hat, dessen Gefahren vom Klinikpersonal voll beherrscht werden können und müssen (BGH vom 24.01.1995, NJW 1995, 1618; vom 01.02.1993 NJW 1994, 1594).

    Wenn sie auch beweisrechtliche Konsequenzen hat, muß sie deshalb doch medizinische Gründe haben (vgl. BGH vom 03.02.1987, BGHZ 99, 391 = NJW 1987, 1482; vom 01.20.1994, NJW 1994, 1594).

    Voraussetzung einer solchen Beweislastumkehr ist, daß für denjenigen, der einen Gegenstand vernichtet oder vernichten läßt, der später als Beweismittel in Betracht kommt, bereits vor der Vernichtung erkennbar ist, daß dieser einmal eine Beweisfunktion haben kann (BGH vom 01.02.1994, NJW 1994, 1594).

mehr
  • BGH, 16.04.1996 - VI ZR 190/95  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Geburtshilfe, Belegarzt,

    Indessen können Beweiserleichterungen für den Kausalitätsbeweis nicht nur bei groben Behandlungsfehlern, sondern in gleicher Weise bei Organisationsfehlern in Betracht kommen (vgl. Senatsurteil vom 1. Februar 1994 - VI ZR 65/93 - VersR 1994, 562 m.w.N.).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 09.12.2009 - 8 D 10/08  

    Klagen gegen Steinkohlekraftwerk in Herne abgewiesen

    vgl. BGH, Urteil vom 1. Februar 1994 - VI ZR 65/93 -, NJW 1994, 1594 = juris Rn. 19; BSG, Urteil vom 27. April 1972 - 7 RU 17/69 -, NJW 1973, 535 = juris Rn. 20; Geimer, in: Zöller, ZPO, 27. Aufl. 2009, § 444 Rn. 1.
  • OLG Braunschweig, 18.12.1997 - 1 U 30/97  

    Verspäteter Kaiserschnitt: Wie schnell muss ein Notfallkrankenhaus reagieren

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  • OLG Hamm, 30.05.2005 - 3 U 297/04  

    Behandlungsfehler bei Übernahme einer ärztlichen Behandlung trotz unzureichender

    Für den Kausalitätsnachweis greift im Fall eines groben Organisationsfehlers eine Beweislastumkehr zu Gunsten des Geschädigten ein (BGH, NJW 1994, 1594, 1595 unter II.2.b.; OLG Stuttgart, VersR 2001, 1560, 1562 unter II. 6.c.; Geiß/ Greiner, Arzthaftpflichtrecht, 4. Aufl., Rn. B 253, 291 m. w. Nachw.).
  • BGH, 07.10.2003 - VI ZR 76/03  

    Umkehr der Beweislast im Arzthaftungsprozeß wegen eines Befunderhebungsfehlers

    Die vom Berufungsgericht angenommene Umkehr der Beweislast zu Lasten des Beklagten rechtfertigt sich zum einen daraus, daß der Beklagte eine mikroskopische Beurteilung nach Karyotypisierung unterlassen (Befunderhebungsfehler) und zusätzlich gegen die ihm obliegende Pflicht zur Befundsicherung verstoßen hat (vgl. Senatsurteil vom 21. November 1995 - VI ZR 341/94 - VersR 1996, 330), zum anderen daraus, daß die Nichtzulassungsbeschwerde keinen Vortrag des Beklagten dazu aufzeigt, dieser habe nach Beginn der Streitigkeit in Kenntnis des Verfahrens vor der Gutachterkommission und in Kenntnis der Beweisbedeutung der Präparate geeignete Maßnahmen zur Sicherung der Präparate bei seinem Umzug getroffen (fahrlässige Beweisvereitelung; vgl. Senatsurteile vom 19. Dezember 1979 - IV ZR 91/78 - VersR 1980, 180 - jeweils m.w.N.; vom 1. Februar 1994 - VI ZR 65/93 - VersR 1994, 562; BGH, Urteil vom 17. Juni 1997 - X ZR 119/94 - VersR 1998, 338; vom 27. September 2001 - IX ZR 281/00 - VersR 2002, 110).
  • OLG Karlsruhe, 13.10.2004 - 7 U 122/03  

    Haftung des Trägers eines Belegkrankenhauses: Abgrenzung zum

    Der Kläger, der für die Verletzung einer Organisationspflicht und deren Kausalität für seine Schädigung beweispflichtig ist (BGH, Urt. v. 01.02.1994, VI ZR 65/93, VersR 1994, 562, 563), hat nicht nachgewiesen, dass von dem die Geburt leitenden Belegarzt eine Not-Sectio angeordnet worden war.
  • OLG Frankfurt, 08.11.2005 - 22 U 97/02  

    GmbH: Haftung des Geschäftsführers für erbrachte Leistungen aufgrund von

    Dies hat zur Folge, dass es nunmehr Sache der Beklagten wäre, diejenigen Tatsachen darzulegen und erforderlichenfalls auch zu beweisen, welche - gegebenenfalls mit sachverständiger Beratung - die Feststellung zuließen, dass eine Konkursantragspflicht im Frühjahr 2005 noch nicht bestand (vgl. hierzu z. B. BGH NJW 83 Seite 2935, BGH ZIP 85 Seite 312, BGH NJW 94 Seite 1594, auch BGH NJW-RR 2005 Seite 766 f. II 2).
  • OLG Stuttgart, 01.12.1994 - 14 U 48/93  

    Arzthaftung bei verkannter Pflicht zur therapeutischen Aufklärung

  • VGH Bayern, 23.08.2010 - 7 ZB 10.1489  

    Zur Beweislast für den Zugang einer Abmeldung bei der GEZ oder der

  • OLG Köln, 21.08.1996 - 5 U 286/94  

    Haftung des Belegkrankenhausesfür postoperative Betreuung eines frisch operierten

  • OLG Koblenz, 03.06.2011 - 5 U 1372/10  

    Anforderungen an die Risikoaufklärung hinsichtlich der Verletzung von

  • OLG München, 30.06.2011 - 1 U 2414/10  

    Arzthaftung: Beweislast bei Vorwurf eines Diagnosefehlers und eines Fehlers in

  • VG Köln, 12.06.2012 - 22 K 1487/10  

    Postüberwachung Kernbereich privater Lebensgestaltung G 10

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