Rechtsprechung
| BGH, 02.10.1986 - III ZR 93/85 |
Volltextveröffentlichungen (2)
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Berechnung des Schadens bei rechtswidriger Versagung des Zuschlags zu Gunsten des Meistbietenden
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Schaden bei amtspflichtwidriger Zuschlagsversagung unter Berücksichtigung späteren Erwerbs als Vorteilsausgleich
Zeitschriftenfundstellen
- NJW-RR 1987, 246
- ZIP 1987, 160
- MDR 1987, 298
- VersR 1987, 256
- WM 1987, 52
Wird zitiert von ... (10)
- BGH, 21.12.1989 - III ZR 118/88
Wann haftet die Gemeinde für die Überplanung kontaminierter Grundstücke?
Demgegenüber entspricht es der gefestigten neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, daß im Rahmen der Schadensberechnung vorteilhafte Umstände, die mit dem schädigenden Ereignis in einem qualifizierten Zusammenhang stehen, zu berücksichtigen sind, soweit ihre Anrechnung dem Sinn und Zweck des Schadensersatzes entspricht und weder der Geschädigte unzumutbar belastet, noch der Schädiger unbillig entlastet wird (Senatsurteil vom 2. Oktober 1986 - III ZR 93/85 - BGHR BGB § 839 Abs. 1 Satz 1 Vorteilsausgleichung 1 m. w. Nachw.). - BGH, 13.09.2001 - III ZR 228/00
Zwangsvollstreckung
Nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Senats bestehen die Amtspflichten des das Zwangsversteigerungsverfahren leitenden Beamten zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften auch gegenüber dem Meistbietenden; er ist mithin Dritter im Sinne des § 839 BGB (RGZ 129, 23, 25 f.; 154, 397, 398 f.; RG HRR 1932 Nr. 1835 und 1836; JW 1934, 2842, 2843 f.; Senatsurteile vom 21. April 1958 - III ZR 218/56 - VersR 1958, 384, 385 = WM 1958, 697, 698 und vom 2. Oktober 1986 - III ZR 93/85 - VersR 1987, 256, 257 = WM 1987, 52, 53; s. auch Senatsbeschluß vom 26. Juli 2001 - III ZR 243/00 - WM 2001, 1711).Soweit der Senat bisher ohne ausdrückliche Stellungnahme stillschweigend von einer gegenteiligen Beurteilung ausgegangen ist (so insbesondere in dem Urteil vom 2. Oktober 1986 aaO), hält er an dieser Einschätzung nicht mehr fest.
- BGH, 06.02.2003 - III ZR 44/02
Amtshaftung - Zwangsversteigerungsverfahren: Amtspflichten bei Wertermittlung
In diesem Sinn hat der Senat den entgangenen Gewinn des Meistbietenden aus dem Schutzbereich der Amtspflichten des Versteigerungsgerichts ausgeklammert, wenn der Zuschlagsbeschluß wegen eines Zustellungsfehlers wieder aufgehoben wird (Senatsurteil vom 13. September 2001 aaO, in Abkehr vom Senatsurteil vom 2. Oktober 1986 - III ZR 93/85 = VersR 1987, 256, 257 = WM 1987, 52, 53).
- BGH, 26.07.2001 - III ZR 243/00
Drittbezogenheit von Amtspflichten des Versteigerungsgerichts
b) In den Schutzbereich der bei der Zwangsversteigerung eines Grundstücks bestehenden Amtspflichten haben das Reichsgericht und der Senat neben den nach § 9 ZVG am Verfahren förmlich Beteiligten (vgl. zum Vollstreckungsschuldner zuletzt Senatsurteil vom 23. März 2000 - III ZR 152/99 - NJW 2000, 3358, 3359) zwar auch die Bieter (Senatsurteil vom 21. März 1991 - III ZR 118/89 - NJW 1991, 2759, 2760) und insbesondere den Meistbietenden einbezogen (RGZ 129, 23, 25 f.; 154, 397, 398 f.; RG HRR 1932 Nr. 1835 und 1836; Senatsurteil vom 21. April 1958 - III ZR 218/56 - VersR 1958, 384, 385; s. auch Senatsurteil vom 2. Oktober 1986 - III ZR 93/85 - VersR 1987, 256, 257 = WM 1987, 52, 53;… bei dem vom Berufungsgericht und auch in der Literatur [Soergel/Vinke, BGB, 12. Aufl., § 839 Rn. 179] erwähnten "Nichtbietenden" dürfte es sich hingegen um einen Druckfehler beim Abdruck der Entscheidung RG HRR 1932 Nr. 1836 handeln). - OLG Düsseldorf, 18.03.2008 - 24 U 149/05
Haftung der Rechtsschutzgesellschaft des DGB für Versäumung der Klagefrist nach …
Dabei müssen nach den Grundsätzen der Vorteilsausgleichung begünstigende Umstände, die mit dem Schadensereignis in einem qualifizierten Zusammenhang stehen, schadensmindernd berücksichtigt werden, sofern deren Anrechnung dem Sinn und Zweck des Schadensersatzes entspricht und sie weder den Geschädigten unzumutbar belastet noch den Schädiger unbillig entlastet (vgl. z. B. BGHZ 74, 103, 113f = NJW 1979, 1449, 1451 sub Nr. IV; BGH NJW-RR 1987, 246, 247; BGHZ 109, 380, 392 = NJW 1990, 1038, 1041). - BGH, 21.12.1989 - III ZR 117/88
Drittgerichtetheit und Schutzzweck der Amtspflichten einer Gemeinde bei …
Demgegenüber entspricht es der gefestigten neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, daß im Rahmen der Schadensberechnung vorteilhafte Umstände, die mit dem schädigenden Ereignis in einem qualifizierten Zusammenhang stehen, zu berücksichtigen sind, soweit ihre Anrechnung dem Sinn und Zweck des Schadensersatzes entspricht und weder der Geschädigte unzumutbar belastet, noch der Schädiger unbillig entlastet wird (Senatsurteil vom 2. Oktober 1986 III ZR 93/85 = BGHR BGB § 839 Abs. 1 Satz 1 Vorteilsausgleichung 1 m.w.Nachw.). - OLG Oldenburg, 11.09.2009 - 6 U 13/08
Amtspflichtverletzung des Rechtspflegers des Zwangsversteigerungsgerichts bei …
Es entsprach deshalb nach der Aufhebung des Zuschlags im Jahre 2000 dem berechtigten wirtschaftlichen Interesse des Klägers, sich weiterhin um den Erwerb der nach wie vor im Zwangsversteigerungsverfahren verhafteten Grundbesitze zu bemühen (vgl. BGH MDR 1987, 298 ). - BGH, 27.01.1988 - III ZR 118/88 Demgegenüber entspricht es der gefestigten neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, daß im Rahmen der Schadensberechnung vorteilhafte Umstände, die mit dem schädigenden Ereignis in einem qualifizierten Zusammenhang stehen, zu berücksichtigen sind, soweit ihre Anrechnung dem Sinn und Zweck des Schadensersatzes entspricht und weder der Geschädigte unzumutbar belastet, noch der Schädiger unbillig entlastet wird (Senatsurteil vom 2. Oktober 1986 - III ZR 93/85 - BGHR BGB § 839 Abs. 1 Satz 1 Vorteilsausgleichung 1 m. w.Nachw.).
- LG Darmstadt, 27.05.1988 - 17 S 378/87
Übernahme der Schneeräumpflicht
Auch wenn die Schneeräumungspflicht keine höchstpersönliche Leistung ist, was das Amtsgericht zu recht betont (so auch LG Flensburg, WM 87, 52 und LG Wuppertal, WM 87, 381), so ist doch nach den besonderen Umständen des Streitfalls dennoch das unverschuldete Unvermögen der Klägerin zu bejahen. - LG Kassel, 01.03.1990 - 1 S 885/89
Übertragung der Schneeräumpflicht auf den Mieter
Denn Alter, Gebrechlichkeit oder ein schlechter Gesundheitszustand befreien den Mieter grundsätzlich nicht von dem vertraglich übernommenen Winterdienst (h.M.: vgl. LG Flensburg in WM 1987, 52 ; LG Wuppertal in WM 1987, 381; LG Düsseldorf in WM 1988, 400; a.A. LG Darmstadt in WM 1988, 300; Fuchs-Wissemann in WM 1988, 377 ; Sternel;… Miete, 3. Aufl., II Rdn. 97).
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