Rechtsprechung
   BGH, 02.12.1992 - VIII ZR 241/91   

Volltextveröffentlichungen (7)

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Erweiterter und verlängerter Eigentumsvorbehalt: Unwirksame AGB-Klausel wegen Übersicherung

  • Universität des Saarlandes

    AGBG § 9 Abs 1
    Für die Wirksamkeit eines erweiterten und verlängerten Eigentumsvorbehalts erforderliche Freigabegrenze

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
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  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    AGBG § 9
    Formularmäßger Eigentumsvorbehalt im kaufmännischen Geschäftsverkehr

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Berichtigung

  • Betriebs-Berater

    Unangemessene Übersicherung eines verlängerten Eigentumsvorbehalts in AGB

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Wirksamkeit eines erweiterten Eigentumsvorbehalts nur mit Freigabeverpflichtung bei Übersteigen seines realisierbaren Werts von 120 % der Forderung

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 120, 300
  • NJW 1993, 533
  • ZIP 1993, 105
  • MDR 1993, 1060
  • WM 1993, 139
  • WM 1994, 444
  • BB 1993, 166
  • BB 1994, 820
  • DB 1993, 579



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Wird zitiert von ... (18)  

  • BGH, 27.11.1997 - GSZ 1/97  

    Bürgschaft - Freigabeanspruch bei sittenwidriger Übersicherung

    Im Sicherungsübereignungsvertrag fehle eine ausdrückliche zahlenmäßig bestimmte Deckungsgrenze, die der VII., VIII. und IX. Zivilsenat bei Globalabtretungen (BGHZ 109, 240, 245 ff.; 120, 300, 302; BGH, Urteile v. 26. April 1990 - VII ZR 39/89, WM 1990, 1326, 1327; v. 6. Dezember 1990 - VII ZR 334/89, WM 1991, 276; v. 19. Juni 1991 - VIII ZR 244/90, WM 1991, 1499, 1500; v. 25. November 1992 - VIII ZR 176/91, WM 1993, 213, 216; v. 8. Dezember 1993 - VIII ZR 166/93, WM 1994, 104, 105) und der VIII. und IX. Zivilsenat auch bei Sicherungsübereignungen von Warenlagern mit wechselndem Bestand (BGHZ 117, 374, 377 ff.; 124, 371, 376 f.; 124, 380, 386 f.; 125, 83, 87 f.) als Wirksamkeitsvoraussetzung angesehen hätten.

    Die Globalabtretung entbehre einer vom VIII. und IX. Zivilsenat (BGHZ 109, 240, 245 ff.; 117, 374, 377; 120, 300, 302; 124, 371, 376 f.; 124, 380, 386 f.; 125, 83, 89; BGH, Urteile v. 19. Juni 1991 - VIII ZR 244/90, aaO; v. 25. November 1992 - VIII ZR 176/91, aaO; v. 8. Dezember 1993 - VIII ZR 166/93, aaO) für erforderlich gehaltenen ermessensunabhängig ausgestalteten Freigabeklausel.

    In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind diese und die in einzelnen Fällen anfallenden Rechtsverfolgungskosten durch einen pauschalen Aufschlag von 10 % auf die Deckungssumme zutreffend berücksichtigt worden (BGHZ 94, 105, 115; 120, 300, 303; BGH, Beschl. v. 6. März 1997 - IX ZR 74/95, WM 1997, 750, 757).

    Ein weiterer Aufschlag zur Abdeckung von Unsicherheiten bei der Bewertung der Sicherungsgegenstände (vgl. dazu BGHZ 94, 105, 115; 120, 300, 303; Wiegand/Brunner NJW 1995, 2513, 2517) oder von Zinsen (vgl. Schröter WM 1997, 2193, 2195) ist nicht anzuerkennen.

  • BGH, 27.06.1995 - XI ZR 8/94  

    Wirksamkeit von Globalabtretungen und Sicherungsübereignungen nach AGB-Banken

    a) Der Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, eine formularmäßige Globalabtretung und eine Sicherungsübereignung eines Warenlagers mit wechselndem Bestand ohne ausreichende Freigabeklausel seien unwirksam, entspricht der neueren Rechtsprechung des VII., VIII. und IX. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (BGHZ 109, 240, 245 ff.; 117, 374, 377 ff.; 120, 300, 302 f.; 124, 371, 376; 124, 380, 387; 125, 83, 87; BGH, Urteile vom 26. April 1990 - VII ZR 39/89, WM 1990, 1326, 1327, vom 6. Dezember 1990 - VII ZR 334/89, WM 1991, 276 , vom 19. Juni 1991 - VIII ZR 244/90, WM 1991, 1499, 1500, vom 25. November 1992 - VIII ZR 176/91, WM 1993, 213, 216, vom 8. Dezember 1993 - VIII ZR 166/93, WM 1994, 104, 105 und vom 28. April 1994 - IX ZR 248/93, WM 1994, 1161, 1162).

    Eine Überdeckung von 20%, bezogen auf den realisierbaren Wert der abgetretenen Forderungen, hat der Bundesgerichtshof in mehreren Entscheidungen gebilligt (BGHZ 94, 105, 114 f.; 120, 300, 302 f.; BGH, Urteil vom 25. November 1992 - VIII ZR 176/91, WM 1993, 213, 216).

    Zu den vom VII. und VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGHZ 109, 240, 245 ff.; 120, 300, 302 f.; 125, 83, 89; BGH, Urteile vom 26. April 1990 - VII ZR 39/89, WM 1990, 1326, 1327, vom 6. Dezember 1990 - VII ZR 334/89, WM 1991, 276 und vom 19. Juni 1991 - VIII ZR 244/90, WM 1991, 1499, 1500) als nichtig angesehenen Globalzessionen besteht insoweit ein wesentlicher Unterschied (a.A. OLG Karlsruhe WM 1993, 942, 944): In den entschiedenen Fällen fehlte es an der Festlegung einer ermessensunabhängigen Freigabepflicht und/oder einer Deckungsgrenze von höchstens 120% der zu sichernden Ansprüche.

  • BGH, 30.09.1993 - IX ZR 227/92  

    Konkursanfechtung bei Bardeckung

    Insoweit wird auch zu beachten sein, daß nach Nr. 5 der Lieferungs- und Zahlungsbedingungen der Beklagten einerseits der Eigentumsvorbehalt ihren gesamten Kontokorrentsaldo sichern sollte, andererseits aber keine Freigabeklausel vorgesehen war (zu diesem Erfordernis vgl. BGH, Urt. v. 2. Dezember 1992 - VIII ZR 241/91, WM 1993, 139, 140 f, z.V.b. in BGHZ 120, 300).
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  • BGH, 16.04.1996 - XI ZR 234/95  

    Wirksamkeit einer Globalabtretung ohne ausdrückliche Festlegung einer

    Daß das Fehlen einer Deckungsgrenze die Hinzuziehung eines Sachverständigen notwendig mache, kann im übrigen schon deshalb nicht zutreffen, weil eine solche Grenze im Einzelfall ohne sachverständige Hilfe sogar in Abweichung von der tatrichterlichen Entscheidung durch das Revisionsgericht festgelegt worden ist (vgl. z.B. das Urteil des VIII. Zivilsenats in BGHZ 120, 300, 302 f.).

    Dabei kann grundsätzlich entweder auf den Nennwert der abgetretenen Forderungen oder auf deren realisierbaren Wert abgestellt werden (BGHZ 120, 300, 304; BGH, Urteil vom 25. November 1992 - VIII ZR 176/91 = WM 1993, 213, 216 m.w.Nachw.).

    Die Frage, warum auf eine Globalabtretung ohne ausdrücklich geregelte feste Deckungsgrenze außer § 9 Abs. 1 AGBG auch § 138 Abs. 1 BGB anwendbar sein soll, wird in den Entscheidungsgründen der beiden genannten Urteile des VII. Zivilsenats nicht angesprochen, obwohl beide Vorschriften sich hinsichtlich ihrer Voraussetzungen erheblich unterscheiden und der VIII. Zivilsenat bereits in einem Urteil vom 20. März 1985 (BGHZ 94, 105, 112) darauf hingewiesen hatte, daß bei einer Übersicherung die Voraussetzungen des § 9 Abs. 1 AGBG eher zu bejahen sein dürften als eine Sittenwidrigkeit im Sinne des § 138 Abs. 1 BGB (ebenso danach in BGHZ 120, 300, 303).

  • BGH, 13.05.1997 - XI ZR 234/95  

    Vorlage zum Großen Senat für Zivilsachen beim BGH zur Frage der Wirksamkeit einer

    In BGHZ 120, 300, 303 (= WuB I F 6.-1.93 m.Anm. v. Westphalen) wurde eine Deckungsgrenze von 125%, bezogen auf den realisierbaren Wert, beanstandet, weil kein Anhalt gegeben sei, daß "gelieferte Lüfter ... durch den Einbau in die von der späteren Gemeinschuldnerin hergestellten Geräte entwertet" würden, während in BGHZ 26, 185, 190 f. eine solche Übersicherung von 25% noch hingenommen worden ist.

    c) Die Festlegung einer Deckungsgrenze von 110% unter Einbeziehung eines Zuschlags von 10% für Nebenforderungen und Kosten der Rechtsverfolgung (vgl. BGHZ 94, 105, 115; 120, 300, 303; BGH, Beschluß vom 6. März 1997 aaO S. 757; Ganter WM 1996, 1705, 1710; Pfeiffer ZIP 1997, 49, 58; M. Wolf LM § 138 (Aa) BGB Nr. 51 d unter Hinweis auf § 171 InsO) würde dem berechtigten Interesse des Sicherungsnehmers ebenfalls nicht gerecht.

    Dies belegen die nach dem Urteil des VIII. Zivilsenats vom 29. November 1989 (BGHZ 109, 240 ff.) ergangenen Urteile insbesondere auch des IX. Zivilsenats, die sich mit solchen Klauseln befaßt haben (vgl. nur BGHZ 117, 374 ff.; 120, 300 ff.; 124, 371 ff.; 124, 380 ff.; 130, 115 ff.; BGH, Urteil vom 18. April 1991 - I X Z R 1 4 9 / 9 1 (richtig: IX ZR 149/90) = WM 1991, 1273 ff.; BGH, Urteil vom 19. Juni 1991 - VIII ZR 244/91 = WM 1991, 1499 ff.; BGH, Urteil vom 25. November 1992 - VIII ZR 176/91 = WM 1993, 213 ff.; BGH, Urteil vom 8. Dezember 1993 - VIII ZR 166/93 = WM 1994, 104 ff.; Senatsurteil vom 10. Mai 1994 - XI ZR 65/93 = WM 1994, 1283 ff.; Senatsurteil vom 14. Mai 1996 - XI ZR 257/94 = WM 1996, 1128 ff.; Kammergericht WM 1992, 856 ff.; OLG Braunschweig WM 1991, 802 ff.; OLG Hamm WM 1992, 1731 ff.; OLG Hamm WM 1993, 1590 ff.).

  • BGH, 10.05.1994 - XI ZR 65/93  

    Wirksamkeit einer formularmäßigen Globalabtretung

    Der Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, eine formularmäßige Globalzession ohne ausreichende Freigabeklausel sei nach § 9 Abs. 1 AGBG unwirksam, entspricht allerdings der neueren Rechtsprechung des VIII. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (BGHZ 109, 240, 245 ff. sowie Urteile vom 19. Juni 1991 - VIII ZR 244/90 = WM 1991, 1499, 1500, vom 25. November 1992 - VIII ZR 176/91 = WM 1993, 213, 216, vom 8. Dezember 1993 - VIII ZR 166/93 = WM 1994, 104, 105 und vom 9. Februar 1994 - VIII ZR 176/92 = WM 1994, 585, 586 f. (für BGHZ vorgesehen); s. ferner BGHZ 120, 300, 302 für den erweiterten und verlängerten Eigentumsvorbehalt).
  • BGH, 21.11.1995 - XI ZR 255/94  

    Vereinbarung einer Deckungsobergrenze bei einer Globalabtretung; Auswirkungen der

    a) Nach der neueren Rechtsprechung des VII., VIII. und IX. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (BGHZ 109, 240, 245 ff.; 117, 374, 377 ff.; 120, 300, 302 f.; 125, 83, 87; BGH, Urteil vom 8. Dezember 1993 - VIII ZR 166/93, WM 1994, 104, 105), von der das Berufungsgericht ausgegangen ist, ist eine formularmäßige Globalabtretung unwirksam, wenn keine angemessene konkrete Deckungsgrenze festgelegt ist oder eine ermessensunabhängig ausgestaltete Verpflichtung zur Freigabe überschießender Deckung fehlt.

    Mehr ergibt sich auch aus den Urteilen BGHZ 109, 240, 246 und 120, 300, 302 f. nicht.

  • BGH, 30.05.1995 - XI ZR 78/94  

    Formularmäßige Abtretung einer Kapitallebensversicherung; Wirksamkeit einer

    a) Eine solche Klausel ist nach der neueren Rechtsprechung des VII., VIII. und IX. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs bei Globalzessionen und Sicherungsübereignungen von Warenlagern mit wechselndem Bestand allerdings nicht ausreichend und soll zur Unwirksamkeit der Sicherungsabtretung insgesamt führen (BGHZ 109, 240, 245 ff.; 117, 374, 377 ff.; 120, 300, 302 f.; 124, 371, 376; 124, 380, 387; 125, 83, 87; BGH, Urteile vom 26. April 1990 - VII ZR 39/89, WM 1990, 1326, 1327, vom 6. Dezember 1990 - VII ZR 334/89, WM 1991, 276 , vom 19. Juni 1991 - VIII ZR 244/90, WM 1991, 1499, 1500, vom 25. November 1992 - VIII ZR 176/91, WM 1993, 213, 216, vom 8. Dezember 1993 - VIII ZR 166/93, WM 1994, 104, 105 und vom 28. April 1994 - IX ZR 248/93, WM 1994, 1161, 1162).
  • BGH, 13.01.1994 - IX ZR 2/93  

    Anforderungen an die formularmäßige Sicherungsübereignung einer Sachgesamtheit

    Dies hat der Bundesgerichtshof für die formularmäßige Vorausabtretung der Außenstände des Sicherungsgebers im Rahmen eines erweiterten und verlängerten Eigentumsvorbehalts (BGHZ 94, 105, 113 ff; 98, 303, 308; BGH, Urt. v. 2. Dezember 1992 - VIII ZR 241/91, WM 1993, 139, 140, z. V. in BGHZ 120, 300 bestimmt), formularmäßige Globalzessionen zugunsten einer kreditgewährenden Bank (BGHZ 98, 303, 316; 109, 240, 245 ff; BGH, Urt. v. 26. April 1990 - VII ZR 39/89, ZIP 1990, 852, 853; v. 6. Dezember 1990.- VII ZR 334/89, NJW-RR 1991, 625 ; v. 18. April 1991 - IX ZR 149/90, ZIP 1991, 807, 811; v. 19. Juni 1991 - VIII ZR 244/90, ZIP 1991, 997, 998), Lohnabtretungsverträge (BGHZ 108, 98, 106 ff) und die formularmäßige Übereignung von Warenlagern mit wechselndem Bestand (BGHZ 117, 374, 377 ff) entschieden.
  • BGH, 13.01.1994 - IX ZR 79/93  

    Anforderungen an die formularmäßige Sicherungsübereignung einer Sachgesamtheit

    Aus diesem Grunde behandelt der Bundesgerichtshof Formularverträge über die Vorausabtretung der Außenstände im Rahmen eines erweiterten und verlängerten Eigentumsvorbehalts (BGHZ 94, 105, 113 ff; 98, 303, 308; BGH, Urt. v. 2. Dezember 1992 - VIII ZR 241/91, WM 1993, 139, 140, z.V.b. in BGHZ 120, 300 ) , Globalzessionen zugunsten einer kreditgewährenden Bank (BGHZ 98, 303, 316; 109, 240, 245 ff) sowie die formularmäßige Übereignung von Warenlagern mit wechselndem Bestand (BGHZ 117, 374, 377 ff) nach § 9 Abs. 1 AGBG als unwirksam, wenn eine Freigabeklausel mit zahlenmäßig bestimmter Deckungsgrenze fehlt.
  • BGH, 09.11.1995 - IX ZR 179/94  

    Benachteiligung des Sicherungsgebers durch eine Globalzession

  • BGH, 09.02.1994 - VIII ZR 176/92  

    Formularmäßige Vereinbarung eines erweiterten Eigentumsvorbehalts mit

  • BGH, 06.03.1997 - IX ZR 74/95  

    Freigabeanspruch des Sicherungsgebers bei formularmäßiger Sicherungsübereignung

  • BGH, 12.12.1995 - XI ZR 10/95  

    Auswirkungen der Unwirksamkeit der Verwertungsregelung auf eine Globalabtretung

  • BGH, 11.07.1996 - IX ZR 74/95  

    Wirksamkeit einer Sicherungsübereignung oder Globalabtretung ohne Freigabeklausel

  • OLG Köln, 29.11.1996 - 19 U 54/96  

    Wirksamkeit einer Globalzession mit Sicherungsübereignung des Warenlagers

  • OLG München, 11.03.1996 - 31 U 3679/95  

    Bewertung von Deckungsgrenze und Sicherheitsabschlag im Rahmen einer

  • LG Köln, 21.04.2009 - 37 O 151/08  
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