Rechtsprechung
   BGH, 03.07.2001 - VI ZR 418/99   

Volltextveröffentlichungen (7)

mehr
  • IWW
  • RA Kotz

    Bejahung eines groben Behandlungsfehlers durch Tatrichter

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Bejahung eines groben Behandlungsfehlers

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2001, 2795
  • VersR 2001, 1116



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (23)  

  • BGH, 27.04.2004 - VI ZR 34/03  

    Arzthaftung - Umkehr der Beweislast bei grobem Behandlungsfehler

    Eine flexible und angemessene Lösung wird im Arzthaftungsprozeß im Einzelfall dadurch gewährleistet, daß dem Tatrichter die Wertung des Behandlungsgeschehens als grob fehlerhaft vorbehalten ist, wobei er freilich die Ausführungen des medizinischen Sachverständigen zugrundezulegen hat (vgl. Senatsurteile BGHZ 138, 1, 6 f.; vom 3. Juli 2001 - VI ZR 418/99 - VersR 2001, 1116 f. und vom 29. Mai 2001 - VI ZR 120/00 - VersR 2001, 1030 f. jeweils m.w.N.).
  • BGH, 25.11.2003 - VI ZR 8/03  

    Zulässigkeit eines Teilurteils; Anforderungen an die Sachaufklärung im

    Der Senat hat aber bereits mehrfach darauf hingewiesen, daß der Tatrichter einen groben Behandlungsfehler nicht ohne ausreichende Grundlage in den medizinischen Darlegungen des Sachverständigen bejahen darf (zuletzt Senatsurteile vom 3. Juli 2001 - VI ZR 418/99 - VersR 2001, 1116, 117 und vom 28. Mai 2002 - VI ZR 42/01 - VersR 2002, 1026, 1027 f., jeweils m.w.N.).
  • BGH, 16.11.2004 - VI ZR 328/03  

    Verschärfte Haftung bei mangelhafter ärztlicher Aufklärung

    Das Berufungsgericht wertet im Anschluß an die Ausführungen des Sachverständigen und im Einklang mit der Rechtsprechung des erkennenden Senats als grob fehlerhaft, daß die Beklagte den Kläger nach Abschluß der Notfalluntersuchung nicht darauf hingewiesen hat, er müsse bei Fortschreiten der Symptome sofort einen Augenarzt aufsuchen (vgl. dazu Senatsurteile vom 29. Mai 2001 - VI ZR 120/00 - VersR 2001, 1030; vom 3. Juli 2001 - VI ZR 418/99 - VersR 2001, 1116, 1117; vom 28. Mai 2002 - VI ZR 42/01 - VersR 2002, 1026 - jeweils m.w.N.).
mehr
  • BGH, 16.06.2009 - VI ZR 157/08  

    Arzthaftung

    Dabei hat das Gericht die von ihm vorzunehmende Beurteilung anhand der vom Sachverständigen unterbreiteten Fakten zu treffen (Senatsurteile vom 10. November 1987 - VI ZR 39/87 - VersR 1988, 293, 294; vom 23. März 1993 - VI ZR 26/92 -VersR 1993, 836, 837; vom 29. Mai 2001 - VI ZR 120/00 - VersR 2001, 1030; vom 19. Juni 2001 - VI ZR 286/00 - VersR 2001, 1115 f.; vom 3. Juli 2001 - VI ZR 418/99 - VersR 2001, 1116 f. und vom 28. Mai 2002 - VI ZR 42/01 -VersR 2002, 1026, 1027 f.).

    Nach gefestigter Rechtsprechung ist eine Umkehr der Beweislast hinsichtlich des Ursachenzusammenhangs zwischen ärztlichem Fehler und einem eingetretenen Gesundheitsschaden nur dann gerechtfertigt, wenn der Arzt eindeutig gegen bewährte ärztliche Behandlungsregeln oder gesicherte medizinische Erkenntnisse verstoßen und einen Fehler begangen hat, der aus objektiver Sicht nicht mehr verständlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf (vgl. u.a. Senatsurteil vom 3. Juli 2001 - VI ZR 418/99 - VersR 2001, 1116, 1117).

  • BGH, 28.05.2002 - VI ZR 42/01  

    Arztrecht - Anforderungen an die Feststellung eines groben Behandlungfehlers

    Der Tatrichter darf einen groben Behandlungsfehler nicht ohne ausreichende Grundlage in den medizinischen Darlegungen des Sachverständigen bejahen (im Anschluß an die ständige Senatsrechtsprechung: vgl. zuletzt Urteil vom 3. Juli 2001 - VI ZR 418/99 - VersR 2001, 1116, 1117 m.w.N.).*).

    Auch wenn es insoweit um eine juristische, dem Tatrichter obliegende Beurteilung geht, muß diese doch in vollem Umfang durch die vom ärztlichen Sachverständigen mitgeteilten Fakten getragen werden und sich auf die medizinische Bewertung des Behandlungsgeschehens durch den Sachverständigen stützen können; es ist dem Tatrichter nicht gestattet, ohne entsprechende Darlegungen oder gar entgegen den medizinischen Ausführungen des Sachverständigen einen groben Behandlungsfehler aus eigener Wertung zu bejahen (vgl. etwa Senatsurteile vom 3. Juli 2001 - VI ZR 418/99 - VersR 2001, 1116, 1117; vom 19. Juni 2001 - VI ZR 286/00 - VersR 2001, 1115, 1116 und vom 29. Mai 2001 - VI ZR 120/00 - aaO, jeweils m.w.N.).

  • BGH, 09.01.2007 - VI ZR 59/06  

    Deliktsrecht - Diagnosefehler ist nicht zwingend ein Befunderhebungsfehler

    a) Ein grober Behandlungsfehler ist nicht bereits bei zweifelsfreier Feststellung einer Verletzung des maßgeblichen ärztlichen Standards gegeben; er setzt vielmehr neben einem eindeutigen Verstoß gegen bewährte ärztliche Behandlungsregeln oder gesicherte medizinische Erkenntnisse die Feststellung voraus, dass der Arzt einen Fehler begangen hat, der aus objektiver Sicht nicht mehr verständlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf (vgl. etwa Senatsurteile BGHZ 159, 48, 53; vom 28. Mai 2002 - VI ZR 42/01 - VersR 2002, 1026 und vom 3. Juli 2001 - VI ZR 418/99 - VersR 2001, 1116, jeweils m.w.N.).
  • BGH, 07.06.2011 - VI ZR 87/10  

    Arzthaftung - Beweislastumkehr bei Befunderhebungsfehler?

    Auch wenn die Beurteilung eines Behandlungsgeschehens als grob fehlerhaft eine juristische ist, die dem Tatrichter obliegt, muss diese doch in vollem Umfang durch die vom ärztlichen Sachverständigen mitgeteilten Fakten getragen werden und sich auf die medizinische Bewertung des Behandlungsgeschehens durch den Sachverständigen stützen können; es ist dem Tatrichter nicht gestattet, ohne entsprechende Darlegungen oder gar entgegen den medizinischen Ausführungen des Sachverständigen das Behandlungsgeschehen nur aufgrund eigener Wertung zu beurteilen (vgl. etwa Senatsurteile vom 28. Mai 2002 - VI ZR 42/01, VersR 2002, 1026, 1027; vom 3. Juli 2001 - VI ZR 418/99, VersR 2001, 1116, 1117 und vom 19. Juni 2001 - VI ZR 286/00, VersR 2001, 1115, 1116 jeweils mwN).
  • BGH, 20.12.2005 - VI ZR 307/04  

    Umfang des rechtlichen Gehörs im Zivilverfahren

    Es ist nicht auszuschließen, dass es in diesem Fall unter Berücksichtigung der hierfür geltenden Kriterien (vgl. Senatsurteile vom 28. Mai 2002 - VI ZR 42/01 - VersR 2002, 1026, 1027 f.; vom 3. Juli 2001 - VI ZR 418/99 - VersR 2001, 1116, 1117; vom 19. Juni 2001 - VI ZR 286/00 - VersR 2001, 1115, 1116 und vom 29. Mai 2001 - VI ZR 120/00 - VersR 2001, 1030, jeweils m.w.N.) einen etwaigen Behandlungsfehler als grob fehlerhaft bewertet hätte und damit zu einer Beweislastumkehr hinsichtlich der Ursächlichkeit des Fehlers für die Behinderung des Klägers gekommen wäre.
  • OLG Oldenburg, 30.01.2008 - 5 U 92/06  

    Arzthaftung für Behandlungsfehler bei einer Operation: Umfang der

    a.) Wie schon oben ausgeführt, kommt der Lokalisation der Nähte keine entscheidende Bedeutung bei, so dass keine Anhaltspunkte für die Annahme vorliegen, dem Beklagten zu 2.) sei bei der Setzung der Anastomosenähte ein grober Fehler unterlaufen, also ein Fehler, der aus objektiver Sicht nicht mehr verständlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf (vgl. Bundesgerichtshof VersR 2001, S. 1115, 1115. VersR 2001, S. 1116, 1117).
  • OLG Köln, 30.01.2002 - 5 U 106/01  

    Katheter falsch eingesetzt: Arzt wegen groben Versagens verurteilt

    Die Behandlung durch den Beklagten stellt sich als grob fehlerhaft dar, weil der Beklagte eindeutig gegen bewährte ärztliche Behandlungsregeln und gesicherte medizinische Erkenntnisse verstoßen hat, was im Streitfall aus objektiver medizinischer Sicht schlechterdings nicht mehr verständlich erscheint (vgl. zur Definition BGH NJW 1983, 2080; zuletzt NJW 2001, 2795).
  • OLG Bremen, 26.03.2002 - 3 U 84/01  
  • OLG Köln, 26.05.2008 - 5 U 175/07  

    Arztrecht - unbegründete Schadensersatzklage bei fehlender Zurechnung von

  • OLG Stuttgart, 18.03.2003 - 1 U 81/02  

    Arzthaftung: Unterlassen einer Kernspinuntersuchung; Schmerzensgeld für

  • OLG Brandenburg, 29.05.2008 - 12 U 81/06  

    Haftung für groben, postoperativen Behandlungsfehler im Krankenhaus durch

  • OLG Stuttgart, 04.06.2002 - 14 U 86/01  

    Arzthaftung: Behandlungsfehler durch Fehlinsertion eines Kreuzbandersatzes;

  • OLG Stuttgart, 27.11.2001 - 14 U 62/01  
  • OLG Jena, 08.03.2006 - 4 U 780/05  

    Unzulässiges Teilurteil

  • OLG Köln, 22.08.2007 - 5 U 267/06  
  • OLG Stuttgart, 11.06.2002 - 14 U 83/01  

    Arzthaftung: Grober Behandlungsfehler durch extreme Überbeatmung eines

  • LG Köln, 02.05.2007 - 25 O 250/03  
  • OLG Stuttgart, 18.03.2003 - 1 U 8/02  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Fehlerhafte Behandlung, Chirurgie

  • OLG München, 22.01.2009 - 1 U 2357/06  

    Arzthaftung: Behandlungsfehler durch verzögerte Behandlungsmaßnahmen bei einer

  • LG Tübingen, 21.12.2005 - 8 O 35/04  

    Arzt- und Krankenhaushaftung: Schmerzensgeld wegen verspäteter Diagnose eines

Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht