Rechtsprechung
| BGH, 06.02.2007 - VI ZR 55/06 |
Volltextveröffentlichungen (9)
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- NWB SteuerXpert START
- RA Kotz
§ 105 Abs. 1 SGB VII
Schockschäden der Angehörigen wegen Arbeitsunfall - Haftungsausschluss - Prof. Dr. Lorenz (Kurzanmerkung und Volltext)
Haftung für Schockschäden naher Angehöriger, Einfluß des Mitverschuldens des Primärgeschädigten, keine Erstreckung des Haftungsausschlusses nach § 105 I SGB VII
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Ersatzfähigkeit von Schockschäden naher Angehöriger bei einem Arbeitsunfall
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Kurzfassungen/Presse
Besprechungen u.ä.
- Prof. Dr. Lorenz (Kurzanmerkung und Volltext)
Haftung für Schockschäden naher Angehöriger, Einfluß des Mitverschuldens des Primärgeschädigten, keine Erstreckung des Haftungsausschlusses nach § 105 I SGB VII
Sonstiges
- wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 06.02.2007, Az.: VI ZR 55/06 (Sozialrechtlicher Haftungsausschluss und Schmerzensgeld wegen Schockschaden)" von RiLG Dr. Jan Luckey, LL.M., original erschienen in: SVR 2008, 21 - 22.
Verfahrensgang
- LG Offenburg, 30.09.2004 - 2 O 138/04
- OLG Karlsruhe, 10.02.2006 - 14 U 174/04
- BGH, 06.02.2007 - VI ZR 55/06
Zeitschriftenfundstellen
- NJW-RR 2007, 1395
- MDR 2007, 953
- NZV 2007, 453
- FamRZ 2007, 901
- VersR 2007, 803
Wird zitiert von ... (5)
- BGH, 20.03.2012 - VI ZR 114/11
Schadensrecht - Kein Ersatz des "Schockschadens" bei Verletzung eines Tiers
a) Ein solcher Schadensersatzanspruch aus § 7 Abs. 1, § 11 Satz 2, § 18 Abs. 1 StVG, § 823 Abs. 1, § 253 BGB wäre zwar, obwohl die Klägerin einen Gesundheitsschaden nur mittelbar als (psychische) Folge des tödlichen (Verkehrs-)Unfalls ihrer Hündin erlitten haben will, ein eigener Schadensersatzanspruch wegen der Verletzung eines eigenen Rechtsguts (vgl. Senatsurteile vom 11. Mai 1971 - VI ZR 78/70, BGHZ 56, 163, 168; vom 13. Januar 1976 - VI ZR 58/74, VersR 1976, 539, 540 und vom 6. Februar 2007 - VI ZR 55/06, VersR 2007, 803 Rn. 10).Deshalb setzt die Zurechnung psychischer Beeinträchtigungen wie Trauer und Schmerz nicht nur eine - hier zugunsten der Klägerin revisionsrechtlich zu unterstellende pathologisch fassbare - Gesundheitsbeschädigung voraus, sondern auch eine besondere personale Beziehung des solcherart "mittelbar" Geschädigten zu einem schwer verletzten oder getöteten Menschen (…vgl. Senatsurteile vom 11. Mai 1971 - VI ZR 78/70, aaO S. 170; vom 31. Januar 1984 - VI ZR 56/82, VersR 1984, 439; vom 12. November 1985 - VI ZR 103/84, VersR 1986, 240, 241;… vom 4. April 1989 - VI ZR 97/88, aaO;… vom 13. Januar 1976 - VI ZR 58/74, aaO und vom 6. Februar 2007 - VI ZR 55/06, Rn. 8, 10).
- BGH, 08.03.2012 - III ZR 191/11
Versicherungsrecht - Personenschaden bei Schulunfall
a) Eine Vermögensbeeinträchtigung ist dann ein Personenschaden, wenn sie durch die Verletzung oder Tötung eines Menschen verursacht wird; hierunter fällt nicht nur der immaterielle Schaden (Schmerzensgeld), sondern auch jeder mittelbare materielle Vermögensschaden als Folge der Körperverletzung (vgl. nur BGH, Versäumnisurteil vom 6. Februar 2007 - VI ZR 55/06, NJW-RR 2007, 1395 Rn. 8;… Urteil vom 12. Juni 2007 - VI ZR 70/06, VersR 2007, 1131 Rn. 11; BAG, NJW 1989, 2838; 2003, 1890; 2004, 3360, 3361 f; OLG Saarbrücken r + s 1999, 374, 375;… Geigel/Wellner, Der Haftpflichtprozess, 26. Aufl., § 31 Rn. 16;… Krasney in Becker/Burchardt/Krasney/Kruschinsky, Gesetzliche Unfallversicherung - SGB VII, Bd. 3, 13. Aufl., Stand September 2010, § 104, Rn. 17 f;… Waltermann in Eichenhofer/Wenner, Kommentar zum Sozialgesetzbuch VII, § 104 Rn. 17 f;… Rapp in LPK-SGB VII, 2. Aufl., § 104 Rn. 24). - LG Köln, 12.05.2009 - 2 O 533/08 Der gesetzliche Haftungsausschluss erfasst namentlich nicht die Schmerzensgeldansprüche von Angehörigen oder Hinterbliebenen eines Versicherten aufgrund sogenannter "Schockschäden", die sie selbst als Folge seines Arbeitsunfalls erlitten haben (BGH NJW-RR 2007, 1395).
Angesichts dessen, dass bei einer zeitgleichen Verletzung des Versicherten einerseits und des Angehörigen selbst andererseits durch ein einheitliches Unfallgeschehen die eigenen Ansprüche des Angehörigen nach diesen Vorschriften unzweifelhaft nicht ausgeschlossen wären, könne im Hinblick auf sogenannte "Schockschäden", die der Angehörige wegen des Unfalls des Versicherten erleide, nichts anderes gelten (BGH NJW-RR 2007, 1395, 1396, m. w. Nachw.).
- OLG Celle, 05.06.2007 - 16 U 103/06
Ausschluss von Schadensersatzansprüchen der Eltern eines bei einem …
c) Nach einer neueren Entscheidung des BGH (VU v. 6. Februar 2007, VI ZR 55/06) soll der Haftungsausschluss nach § 105 Abs. 1 SGB VII allerdings nicht für Schmerzensgeldansprüche von Angehörigen oder Hinterbliebenen eines Versicherten aufgrund so genannter Schockschäden infolge eines Arbeitsunfalls des Versicherten gelten. - OLG Düsseldorf, 15.11.2011 - 1 U 255/10
Haftungsverteilung bei Kollision eines Pkw mit einem bei Rotlicht die Fahrbahn …
Diese Gesundheitsbeschädigung kann dann ausgleichspflichtig sein, wenn sie über die Auswirkungen hinausgeht, die nahe Angehörige in dieser Situation des Verlustes erfahrungsgemäß erleiden müssen (vgl. grundlegend BGHZ 56, 163; zuletzt aufgegriffen in BGH VersR 2007, 803).
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