Rechtsprechung
   BGH, 06.11.2003 - 1 StR 24/03   

Volltextveröffentlichungen (14)

  • HRR Strafrecht

    § 13 Abs. 1 Nr. 3 WpHG; § 14 Abs. 1 Nr. 1 WpHG; § 20 a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG; § 38 Abs. 1 Nr. 4 WpHG a.F.; § 39 Abs. 1 Nr. 2 WpHG a.F.; § 88 Nr. 2 BörsG; Art. 103 Abs. 2 GG; § 1 StGB; § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4 KWG; EG-Insiderrichtlinie vom 13. Nove
    Verbotene Insidergeschäfte (Scalping kein Insidergeschäft; Frontrunning); Kursmanipulation / Marktpreismanipulation (sonstige Täuschung; fachmännische Rechtfertigung; Unrechtskontinuität; richtlinienkonforme Auslegung: Information; Feststellung der Kurseinwirkung); unerlaubter Eigenhandel nach dem Kreditwesengesetz; milderes Gesetz.

  • lexetius.com

    WpHG § 13 Abs. 1 Nr. 3, § 14 Abs. 1 Nr. 1, § 20 a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, § 38 Abs. 1 Nr. 4, § 39 Abs. 1 Nr. 2; BörsG a. F. § 88 Nr. 2; GG Art. 103 Abs. 2; StGB § 1

  • openjur.de
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  • bundesgerichtshof.de
  • IWW
  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Erwerb von Aktien, anschließende Kaufempfehlung und Wiederverkauf bei steigendem Kurs: Strafbarkeit des "Scalping" wegen Kursmanipulation

  • NWB SteuerXpert START
  • strafrecht-online.org (Volltexte/Auszüge/Entscheidungsanmerkung)

    WpHG
    Scalping als Insidergeschäft oder Kurs- und Marktpreismanipulation?

  • debier datenbank(Leitsatz frei, Volltext 2,50 €)
  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Scalping ist kein Insidergeschäft, sondern eine Kurs- und Marktpreismanipulation

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    BGH ordnet das "Scalping" als Kurs- und Marktpreismanipulation ein

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Strafbarkeit des Scalping als Kurs- und Marktpreismanipulation

Kurzfassungen/Presse (7)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Strafbarkeit von Kursmanipulationen durch "Scalping"

  • lexetius.com (Pressemitteilung)

    Bundesgerichtshof zur Strafbarkeit von Kursmanipulationen durch "Scalping"

  • 123recht.net (Pressemeldung, 6.11.2003)

    Ausnutzen eigener Börsenempfehlungen ist strafbar // "Täuschungshandlung" nicht "Insidergeschäft"

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  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Scalping ist unzulässige Kursmanipulation und kein Insidergeschäft

  • zbb-online.com (Leitsatz)

    WpHG § 13 Abs. 1, § 14 Abs. 1, § 20a Abs. 1 Satz 1, § 38 Abs. 1, § 39 Abs. 1; BörsG a. F. § 88; KWG § 1
    Strafbarkeit des Scalping als Kurs- und Marktpreismanipulation

  • jurawelt.com (Pressemitteilung)

    Strafbarkeit von Kursmanipulationen durch "Scalping"

  • streifler.de (Kurzinformation)

    BGH ordnet das "Scalping" als Kurs- und Marktpreismanipulation ein

Besprechungen u.ä. (3)

  • strafrecht-online.org (Volltexte/Auszüge/Entscheidungsanmerkung)

    WpHG
    Scalping als Insidergeschäft oder Kurs- und Marktpreismanipulation?

  • uni-leipzig.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Insiderhandel und Marktpreismanipulation (Mona Lienenkämper)

  • EWiR-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 2,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Strafbarkeit des Scalping als Kurs- und Marktpreismanipulation ("Fall Opel")

Sonstiges (5)

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Börsen-Gurus zwischen Zölibat und Strafbarkeit - Scalping als Straftat?" von Prof. Dr. Hans Kudlich, original erschienen in: JR 2004, 191 - 195.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Scalping als Kurs und Marktpreismanipulation - Besprechung von BGH, Urteil vom 06.11.2003, 1 StR 24/03" von Prof. Dr. Joachim Vogel, original erschienen in: NStZ 2004, 252 - 256.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zusammenfassung von "Scalping zwischen Insiderdelikt und Kursmanipolation" von Prof. Dr. Holger Fleischer, original erschienen in: DB 2004, 51 - 55.

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  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Wirtschaftsstrafrecht zwischen europäischem Primärrecht, Verfassungsrecht und der richtlinienkonformen Auslegung am Beispiel des Scalping - zugleich Besprechung von BGH wistra 2004, 109 -" von Karsten Gaede und Tilo Mühlbauer, original erschienen in: wistra 2005, 9 - 17.

  • wikipedia.org (Wikipedia-Eintrag mit Bezug zur Entscheidung)

    Scalping

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHSt 48, 373
  • NJW 2004, 302
  • ZIP 2003, 2354
  • NStZ 2004, 285
  • StV 2004, 209 (Ls.)
  • WM 2004, 69
  • BB 2004, 11
  • DB 2004, 64
  • JR 2004, 207



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Wird zitiert von ... (12)  

  • BGH, 27.01.2010 - 5 StR 224/09  

    Insidergeschäfte; Insidertatsache; Kurserheblichkeit; Bemessung des

    An die Feststellung solcher kursrelevanten Umstände dürfen - wie der Bundesgerichtshof zur vergleichbaren Strafvorschrift des § 38 Abs. 1 Nr. 4 WpHG a.F. ausgeführt hat ( BGHSt 48, 373) - angesichts der Vielzahl der neben der Tathandlung regelmäßig an der Preisbildung mitwirkenden Faktoren keine überspannten Anforderungen gestellt werden.

    Es reicht grundsätzlich aus, den Kursverlauf und den Umsatz in den Blick zu nehmen (vgl. BGHSt 48, 373, 384).

    Das Gesetz ist in Umsetzung der Richtlinie erlassen worden und deshalb richtlinienkonform auszulegen (vgl. BGHSt 48, 373, 378).

    In diesem Punkt unterscheidet sich die Fallgestaltung von dem vom 1. Strafsenat beurteilten sogenannten "scalping" ( BGHSt 48, 373).

    Aber auch hier gilt der vom 1. Strafsenat aufgestellte Grundsatz, dass wegen der Vielzahl der an der Preisbildung mitwirkenden Faktoren die Anforderungen nicht überspannt werden dürfen ( BGHSt 48, 373, 384).

  • BGH, 16.12.2004 - 1 StR 420/03  

    Strafrecht - Unrichtiger Darstellung börsenrechtlicher Quartalsberichte

    § 20a WpHG hat § 88 BörsG abgelöst (vgl. Senat BGHSt 48, 373 ff. unter Hinweis auf BT-Drucks. 14/8017 S. 83, 89).

    Wie der Senat bereits entschieden hat, ist nämlich entgegen der Auffassung des Landgerichts die Unrechtskontinuität zwischen § 88 Nr. 1 BörsG aF und der Straftat nach § 38 Abs. 1 Nr. 4 WpHG aF gegeben, weil das Gefährdungsdelikt des § 88 Nr. 1 BörsG aF das Erfolgsdelikt (§ 38 Abs. 1 Nr. 4 WpHG aF) mit umfaßt (vgl. BGHSt 48, 373, 383).

  • BVerwG, 22.09.2004 - 6 C 29.03  

    Finanzdienstleistungsaufsicht; Finanzportfolioverwaltung; Gesellschaft

    Nicht erforderlich ist, dass ein bereits in Finanzinstrumenten angelegtes Vermögen vorhanden ist; § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG erfasst auch Erstanlageentscheidungen (vgl. Reischauer/Kleinhans, a.a.O., § 1 Rn. 187; BGH, Urteil vom 6. November 2003 - 1 StR 24/03 -, WM 2004, 69 ).
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  • BGH, 21.06.2002 - 5 StR 224/09  
    An die Feststellung solcher kursrelevanten Umstände dürfen - wie der Bundesgerichtshof zur vergleichbaren Strafvorschrift des § 38 Abs. 1 Nr. 4 WpHG a.F. ausgeführt hat (BGHSt 48, 373) - angesichts der Vielzahl der neben der Tathandlung regelmäßig an der Preisbildung mitwirkenden Faktoren keine überspannten Anforderungen gestellt werden.

    Es reicht grundsätzlich aus, den Kursverlauf und den Umsatz in den Blick zu nehmen (vgl. BGHSt 48, 373, 384).

    Das Gesetz ist in Umsetzung der Richtlinie erlassen worden und deshalb richtlinienkonform auszulegen (vgl. BGHSt 48, 373, 378).

    In diesem Punkt unterscheidet sich die Fallgestaltung von dem vom 1. Strafsenat beurteilten sogenannten "scalping" (BGHSt 48, 373).

    Aber auch hier gilt der vom 1. Strafsenat aufgestellte Grundsatz, dass wegen der Vielzahl der an der Preisbildung mitwirkenden Faktoren die Anforderungen nicht überspannt werden dürfen (BGHSt 48, 373, 384).

  • OLG München, 03.03.2011 - 2 Ws 87/11  

    Marktmanipulation im Wertpapierhandel: Verbreitung von Stellungnahmen oder

    Durch die signifikant abweichende Entwicklung des Kurses wie der Umsätze der jeweiligen Aktien in unmittelbarer zeitlicher Folge der medialen Veröffentlichung ist auch die erforderliche tatsächliche Einwirkung auf die Marktpreisbildung nach dem Maßstab des BGH hinreichend belegt (vgl. BGH, Urteil vom 06.11.2003 - 1 StR 24/03 - bei juris Rdnr. 30 = BGHSt. 48, 373ff).

    Das dem Beschuldigten zur Last liegende so genannte "Scalping" erfüllt nach der Rechtsprechung des BGH den Tatbestand der "sonstigen Täuschungshandlungen" nach § 20 a Abs. 1 Nr. 3 WpHG, weil die Verbreitung von (Kauf- oder Verkaufs-) Empfehlungen (über traditionelle wie digitale Medien) stets auch die stillschweigende Erklärung beinhaltet, dass sie frei von sachfremden Zielen, insbesondere dem Ziel der eigennützigen Kursbeeinflussung sei (vgl. BGHSt 48, 373 ff. unter Verweis auf BGHR StGB § 263 Abs. 3 Täuschung 21 - Verschweigen einer Preisabsprache; bei juris Rdnr. 21).

    Entscheidend ist jedoch, dass der Bundesgerichtshof bereits in seinem oben bereits wiederholt angesprochenen grundlegenden Urteil vom 06.11.2003 - 1 StR 24/03 - (BGHSt 48, 373 ff.) eindeutig und klar den Grundsatz des "disclose or abstain" herausgebildet hatte.

  • BGH, 20.09.2011 - XI ZR 434/10  

    Kapitalanlage - Ansprüche gegen Entschädigungseinrichtung nach EAG

    Nicht erforderlich ist, dass ein bereits in Finanzinstrumenten angelegtes Vermögen vorhanden ist; § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG erfasst auch Erstanlageentscheidungen (vgl. BGH, Urteil vom 6. November 2003 - 1 StR 24/03, BGHSt 48, 373, 385 = WM 2004, 69, 73; BVerwGE 122, 29, 35 f.).
  • BGH, 20.09.2011 - XI ZR 435/10  

    Insolvenzrecht - Aussonderungsrecht an Brokerkonten ("grauer" Kapitalmarkt)

    Nicht erforderlich ist, dass ein bereits in Finanzinstrumenten angelegtes Vermögen vorhanden ist; § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG erfasst auch Erstanlageentscheidungen (vgl. BGH, Urteil vom 6. November 2003 - 1 StR 24/03, BGHSt 48, 373, 385 = WM 2004, 69, 73; BVerwGE 122, 29, 35 f.).
  • BGH, 20.09.2011 - XI ZR 436/10  

    Verfahrensrecht - Zurückweisung einer Revision

    Nicht erforderlich ist, dass ein bereits in Finanzinstrumenten angelegtes Vermögen vorhanden ist; § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG erfasst auch Erstanlageentscheidungen (vgl. BGH, Urteil vom 6. November 2003 - 1 StR 24/03, BGHSt 48, 373, 385 = WM 2004, 69, 73; BVerwGE 122, 29, 35 f.).
  • OLG Düsseldorf, 06.07.2004 - 5 Ss 2/04  
    Ob es so war, ist anhand objektiver Kriterien aus der Sicht eines verständigen und börsenkundigen, also mit den Gegebenheiten und Gesetzmäßigkeiten des Kapitalmarkts vertrauten (Schwark, aaO Rdnr. 46; Assmann, WpHG, 3. Aufl. [2003], § 13 Rdnr. 65c) Anlegers zu beurteilen, der zu den festgestellten Auftragszeitpunkten ("Orders") über dieselben "präzisen Informationen" (Art. 1 Nr. 1 EG-Insiderrichtlinie, vgl. BGH NJW 2004, 302, unter III 1 c aa) wie der Angeklagte verfügte.
  • OLG Stuttgart, 04.10.2011 - 2 Ss 65/11  

    Begriff des Einwirkens auf den Börsenpreis i.S. von § 38 Abs. 2 WpHG

    Die Feststellung einer Kausalität zwischen dem Manipulationsverhalten und der Preiseinwirkung bedarf einer Gesamtbewertung der erlangbaren Erkenntnisse und Indiztatsachen, wobei an die Kausalitätsfeststellung keine überspannten Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. BGH, Beschluss vom 6. November 2003, 1 StR 24/03, Rn. 30, zitiert nach juris; Vogel, a. a. O., § 38 Rn. 54).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 30.04.2008 - 4 A 2730/04  
  • LG Hamburg, 26.05.2006 - 324 O 536/05  
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