Rechtsprechung
   BGH, 07.07.1995 - V ZR 213/94   

Wolläuse

§ 1004 BGB, keine Zurechnung bei Naturereignissen

Volltextveröffentlichungen (5)

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  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Eindringen von Ungeziefer vom Baum eines Nachbarn

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Nachbarrechtlicher Abwehranspruch

Kurzfassungen/Presse (2)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1995, 2633
  • MDR 1995, 1118
  • VersR 1996, 501
  • WM 1995, 1844
  • BB 1995, 1927
  • JR 1996, 159



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Wird zitiert von ... (25)  

  • BVerfG, 16.02.2000 - 1 BvR 242/91  

    Altlasten

    Allerdings seien Störungen, die durch Naturereignisse ausgelöst würden, dem Grundstückseigentümer nur zuzurechnen, wenn er sie durch eigene Handlungen oder durch ein pflichtwidriges Unterlassen ermöglicht habe (vgl. BGH, NJW 1995, S. 2633 m.w.N.).
  • BGH, 11.06.1999 - V ZR 377/98  

    Haftung des Hauseigentümers für einen technischen Defekt an elektrischen

    Allerdings begründet der bloße Umstand des Eigentums an dem Grundstück, von dem die Einwirkung ausgeht, nicht die Störereigenschaft; die Beeinträchtigung muß wenigstens mittelbar auf den Willen des Eigentümers zurückgehen (BGHZ 28, 110, 111; 90, 255, 266; 122, 283, 284; Senat, Urt. v. 7. Juli 1995, V ZR 213/94, NJW 1995, 2633, 2634).

    Die Frage, ob der Eigentümer eines Grundstücks für hiervon ausgehende Beeinträchtigungen des Nachbargrundstücks als Störer in Anspruch genommen werden kann, läßt sich nicht begrifflich klären, sondern kann nur in wertender Betrachtung von Fall zu Fall beantwortet werden (Senat, Urt. v. 7. Juli 1995, V ZR 213/94, NJW 1995, 2633, 2634, "Wolläuse"; kritisch dazu Herrmann, NJW 1997, 153).

  • BGH, 30.05.2003 - V ZR 37/02  

    Immobilien - Nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch

    Ob dies der Fall ist, kann nicht begrifflich, sondern nur in wertender Betrachtung von Fall zu Fall festgestellt werden (Senat, BGHZ 142, 66, 69; Urt. v. 7. Juli 1995, V ZR 213/94, NJW 1995, 2633, 2634, jeweils m. w. Nachw.).

    Ein Rohrbruch und die hierdurch verursachte Überschwemmung ist vermeidbar und nicht die Folge eines von niemandem zu beherrschenden Naturereignisses (vgl. Senat, BGHZ 122, 283, 284 f. - Sturmschaden durch umstürzende Bäume; Urt. v. 7. Juli 1995, V ZR 213/94, NJW 1995, 2633, 2634 - Wolläuse).

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  • BGH, 01.12.2006 - V ZR 112/06  

    Immobilien - Duldungspflicht des Mieters bei Rückbaupflicht des Eigentümers

    Für die erforderliche Zurechnung der Beeinträchtigung ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs vielmehr erforderlich, dass die Beeinträchtigung wenigstens mittelbar auf den Willen des Eigentümers oder Besitzers der störenden Sache zurückgeht (Senat, BGHZ 28, 110, 111; 90, 255, 266; 120, 239, 254; 122, 283, 284; Urt. v. 7. Juli 1995, V ZR 213/94, NJW 1995, 2633, 2634; Urt. v. 4. Februar 2005, V ZR 142/04, NJW 2005, 1366, 1368; BGH, Urt. v. 12. Februar 1985, VI ZR 193/83, NJW 1985, 1773, 1774; Urt. v. 18. April 1991, III ZR 1/90, WM 1991, 1609, 1610).

    Da dies ein bloßes Unterlassen darstellt, kann ihnen ihr Verhalten nur zugerechnet werden, wenn sie aus irgendeinem Rechtsgrund zur Duldung der Störungsbeseitigung verpflichtet sind (vgl. Senat, BGHZ 28, 110, 111; 41, 393, 397 f.; Urt. v. 7. Juli 1995, V ZR 213/94, NJW 1995 2633, 2634; Urt. v. 16. Februar 2001, V ZR 422/99, NJW-RR 2001, 1208).

  • BGH, 06.07.2001 - V ZR 246/00  

    Immobilie - Immissionsschutz, Industrielärm vom Nachbargrundstück

    Aus dem nachbarrechtlichen Gemeinschaftsverhältnis entspringt nämlich die Pflicht zu gesteigerter gegenseitiger Rücksichtnahme, die in Ausnahmefällen dazu führen kann, daß die Ausübung gewisser aus dem Eigentum fließender Rechte ganz oder teilweise unzulässig wird (s. zu allem Senat, BGHZ 68, 350, 353 f; 88, 344, 351; 113, 384, 389; Senatsurt. v. 7. Juli 1995, V ZR 213/94, NJW 1995, 2633, 2634, jew. m.w.N.).
  • BGH, 14.11.2003 - V ZR 102/03  

    Immobilien - Nachbarrechtliche Ausschlussfrist

    In der Wolläuse - Entscheidung (Urt. v. 7.7. 1995, V ZR 213/94, NJW 1995, 2633, 2634) hat er die Störereigenschaft des Eigentümers dagegen verneint, weil er die Störung weder durch eigene Handlungen ermöglicht noch durch ein pflichtwidriges Unterlassen herbeigeführt hat, sondern die Einwirkung durch ein zufälliges und zusätzliches Naturereignis ausgelöst wurde.
  • BGH, 04.02.2005 - V ZR 142/04  

    Immobilien - Beseitigung von Bodenkontamination

    Dies wäre der Fall, wenn der Beklagte die in eine Eigentumsbeeinträchtigung mündende Gefahr hätte beherrschen können (vgl. Senat, BGHZ 142, 66, 70; 155, 99, 105), insbesondere wenn er die Gefahrenlage selbst geschaffen (vgl. Senat, BGHZ 122, 283, 284 f.; Urt. v. 7. Juli 1995, V ZR 213/94, NJW 1995, 2633, 2634; Urt. v. 17. September 2004, V ZR 230/03, NJW 2004, 3701, 3702 [zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen]; Erman/Ebbing, § 1004 Rdn. 133; MünchKomm-BGB/Medicus, § 1004 Rdn. 47; Armbrüster, NJW 2003, 3087, 3088) oder die von Dritten geschaffene Gefahrenlage aufrechterhalten hätte (vgl. BGH, Urt. v. 12. Februar 1985, VI ZR 193/83, NJW 1985, 1773, 1774; Senat, Urt. v. 19. Januar 1996, V ZR 298/94, NJW-RR 1996, 659 f; Urt. v. 22. September 2000, V ZR 443/99, NJW-RR 2001, 232).
  • BGH, 16.02.2001 - V ZR 422/99  

    Keine Verpflichtung zur Mehltaubekämpfung im Interesse des Nachbarn

    Auch insoweit kommt es somit darauf an, ob den Beklagten eine entsprechende Verkehrssicherungspflicht traf (vgl. Senatsurt. v. 7. Juli 1995, V ZR 213/94, NJW 1995, 2633, 2634).

    Es entspricht der Rechtsprechung des Senats, daß der Tatbestand des § 1004 BGB nicht erfüllt ist, wenn von einem Grundstück Beeinträchtigungen ausgehen, die ausschließlich auf Naturkräfte zurückgehen (BGHZ 90, 255, 266; 114, 183, 187; Urt. v. 7. Juli 1995, V ZR 213/94, NJW 1995, 2633, "Wolläuse").

    Der Senat hat bereits im Wolläuse-Fall ausgesprochen (Urt. v. 7. Juli 1996, V ZR 213/94, NJW 1995, 2633, 2635), daß bei einem Schädlingsbefall, den zu verhindern der Eigentümer nicht verpflichtet ist, dem Nachbarn mit Rücksicht auf das nachbarliche Gemeinschaftsverhältnis das Recht zuzubilligen sein kann, Bekämpfungsmaßnahmen auf dem Grundstück zu ergreifen, von dem die Störung ausgeht.

  • BVerfG, 19.07.2007 - 1 BvR 650/03  

    Nachbarrecht - Müssen übergreifende Bauteile geduldet werden?

    Denn der Bundesgerichtshof lässt die Anwendung der Regeln des nachbarlichen Gemeinschaftsverhältnisses nur ausnahmsweise (vgl. BGHZ 28, 110 ; BGH, Urteil vom 8. Oktober 1958 - V ZR 54/56 -, MDR 1959, S. 31; Urteil vom 22. September 1972 - V ZR 8/71 -, MDR 1973, S. 39; Urteil vom 31. Januar 2003 - V ZR 143/02 -, NJW 2003, S. 1392) und aus zwingenden Gründen zu (vgl. BGHZ 28, 110 ; BGH, Urteil vom 8. Oktober 1958 - V ZR 54/56 -, MDR 1959, S. 31; Urteil vom 22. September 1972 - V ZR 8/71 -, MDR 1973, S. 39; Urteil vom 7. Juli 1995 - V ZR 213/94 -, NJW 1995, S. 2633 ).

    Ein über die gesetzliche Regelung hinausgehender billiger Ausgleich der widerstreitenden Interessen müsse dringend geboten erscheinen (vgl. BGH, Urteil vom 7. Juli 1995 - V ZR 213/94 -, NJW 1995, S. 2633 ; Urteil vom 31. Januar 2003 - V ZR 143/02 -, NJW 2003, S. 1392).

  • BGH, 28.11.2003 - V ZR 99/03  

    Nachbarrecht - Beseitigung von störenden Wurzeln

    In jüngerer Zeit hat der Senat bei dem Einwirken von Naturkräften darauf abgestellt, ob die Störung auf einem pflichtwidrigen Unterlassen beruht, ob sich also aus der Art der Nutzung des Grundstücks, von dem die Störung ausgeht, eine "Sicherungspflicht", d.h. eine Pflicht zur Verhinderung möglicher Beeinträchtigungen der Nachbargrundstücke ergibt (Urt. v. 7. Juli 1995, V ZR 213/94, WM 1995, 1844, 1845 - Wollläuse; Urt. v. 16. Februar 2001, V ZR 422/99, WM 2001, 1299, 1300 f. - Mehltau).
  • BGH, 24.01.2008 - IX ZR 216/06  

    Immobilien - Grenzverwirrung

  • LG Osnabrück, 21.05.2010 - 7 O 361/10  

    Nachbarrechtlicher Beseitigungsanspruch für Schilfüberwuchs

  • OLG Karlsruhe, 06.04.2010 - 12 U 11/10  

    Land haftet nicht für Ernteausfall durch Rabenkrähen

  • OLG Stuttgart, 27.10.2005 - 7 U 135/05  

    Wohnungseigentum - Verschuldensunabhängige Haftung für Wasserschäden

  • OLG Zweibrücken, 11.06.2001 - 3 W 218/00  

    Zu den notwendigen Feststellungen bei der Verurteilung einzelner

  • OLG Stuttgart, 08.11.2004 - 5 U 74/04  

    Immobilien - Verantwortlichkeit für Schädlingsbefall auf Nachbargrundstück

  • OLG Hamm, 31.01.2011 - 5 U 91/10  

    Immobilien - Die Verrohrung eines Baches: Pflicht der Gemeinde?

  • BGH, 09.11.1995 - V ZR 336/94  

    Verschuldensunabhängiger nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch bei natürlichen

  • OLG Koblenz, 11.01.2000 - 1 U 1545/98  

    Schadensersatzpflicht des Nachbarn wegen Beseitigung einer gemeinsamen Grenzwand

  • OLG Brandenburg, 18.03.2010 - 5 U 37/09  

    Abweisung der Klage als unzulässig und als unbegründet; Verjährung von Ansprüchen

  • OLG Brandenburg, 09.11.2011 - 4 U 137/10  

    Immobilien - Kein Schuldverhältnis unter Nachbarn

  • VG Düsseldorf, 03.09.2002 - 17 K 3899/02  
  • VG Düsseldorf, 04.09.2002 - 17 L 1789/02  
  • LG Karlsruhe, 11.11.2005 - 3 O 135/05  

    Verantwortlichkeit eines Grundstückseigentümers für von seinem Grundstück auf ein

  • OLG Brandenburg, 17.11.1998 - 2 U 57/98  
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