Rechtsprechung
   BGH, 07.07.2011 - III ZR 90/10   

Volltextveröffentlichungen (7)

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  • IWW
  • NWB SteuerXpert START
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Gesonderte Berechnung der kenntnisabhängigen regelmäßigen Verjährungsfrist nach §§ 195 , 199 Abs. 1 BGB für jeden Beratungsfehler gesondert; Grob fahrlässige Unkenntnis i.S.v. § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB bei Unterlassen ganz nahe liegender Überlegungen oder Nichtbeachtung von im gegebenen Fall einleuchtenden Tatsachen

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Kapitalanlage - Beratungspflichtverletzung in Kapitalanlage als Altersversorgung

Kurzfassungen/Presse

  • lto.de (Kurzinformation)

    Keine grobe fahrlässige Unkenntnis eines Beratungsfehlers, wenn ein Anleger dem Anlageberater vertraut und dessen Auskünfte nicht anhand des Prospekts überprüft

Verfahrensgang

  • LG Würzburg, 07.07.2009 - 11 O 3019/07
  • OLG Bamberg, 15.03.2010 - 4 U 160/09
  • BGH, 07.07.2011 - III ZR 90/10



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Wird zitiert von ... (3)  

  • BGH, 22.09.2011 - III ZR 186/10  

    Schadensrecht - Pflichtverletzung bei Beteiligung an Immobilienfonds

    Der Anspruch entsteht hierbei schon mit dem (unwiderruflichen und vollzogenen) Erwerb der Anlage (vgl. nur Senatsurteile vom 8. Juli 2010 - III ZR 249/09, BGHZ 186, 152 Rn. 23 f, vom 22. Juli 2010 - III ZR 203/09, WM 2010, 1690 Rn. 10, vom 24. März 2011 - III ZR 81/10, WM 2011, 874 Rn. 9 und vom 7. Juli 2011 - III ZR 90/10, [...] Rn. 12, jeweils mwN).

    Hierbei trifft den Gläubiger aber generell keine Obliegenheit, im Interesse des Schuldners an einem möglichst frühzeitigen Beginn der Verjährungsfrist Nachforschungen zu betreiben; vielmehr muss das Unterlassen von Ermittlungen nach Lage des Falls als geradezu unverständlich erscheinen, um ein grob fahrlässiges Verschulden des Gläubigers bejahen zu können (vgl. nur Senatsurteile vom 8. Juli 2010 aaO Rn. 27 f, vom 22. Juli 2010 aaO Rn. 12, vom 16. Juni 2011 - III ZR 200/09, [...] Rn. 22 und vom 7. Juli 2011 aaO Rn. 17, jeweils mwN).

    Es genügt vielmehr, dass mehrere (voneinander abgrenzbare) Pflichtverletzungen zum Gesamtschaden beigetragen haben und ein Schadensersatzanspruch auf mehrere (voneinander abgrenzbare) Fehler gestützt wird (vgl. Senatsurteile vom 24. März 2011 aaO Rn. 13 ff und vom 7. Juli 2011 aaO Rn. 15).

    Unterlässt der Anleger eine "Kontrolle" des Beraters oder Vermittlers durch Lektüre des Prospekts, so weist dies auf das bestehende Vertrauensverhältnis hin und ist deshalb für sich allein genommen nicht schlechthin "unverständlich" oder "unentschuldbar" (vgl. nur Senatsurteile vom 8. Juli 2010 aaO Rn. 33, vom 22. Juli 2010 aaO Rn. 15, vom 16. Juni 2011 aaO Rn. 24 und vom 7. Juli 2011 aaO Rn. 19).

    Der Zusammenhang zwischen der Obliegenheitspflichtverletzung und der Unkenntnis fehlt aber bei solchen Informationen, die der Anleger nicht gezielt hätte suchen müssen, sondern die er nur anlässlich einer anderweitig angelegten - und von ihm unterlassenen - Recherche gegebenenfalls hätte erlangen können (vgl. Senatsurteile vom 22. Juli 2010 - III ZR 203/09, aaO Rn. 18 und vom 7. Juli 2011, aaO Rn. 19).

  • BGH, 15.02.2012 - IV ZR 194/09  

    Verfahrensrecht - Zuständigkeit in Versicherungssachen nach EuGVVO

    Vielmehr stellt jede Handlung, die zu dem Gesamtschaden beiträgt, verjährungsrechtlich eine neue selbständige Schädigung dar und erzeugt daher einen neuen Ersatzanspruch mit eigenem Lauf der Verjährungsfrist (BGH, Ur teile vom 7. Juli 2011 III ZR 90/10, [...] Rn. 15; vom 19. November 2009 - III ZR 169/08, [...] Rn. 15; vom 9. November 2007 - V ZR 25/07, NJW 2008, 506 Rn. 16 f.).
  • OLG Düsseldorf, 23.11.2012 - 17 U 52/11  
    Die kenntnisabhängige regelmäßige Verjährungsfrist nach §§ 195, 199 Abs. 1 BGB berechnet sich für jeden Beratungsfehler (bezüglich von einander abgrenzbarer, offenbarungspflichtiger Umstände) gesondert; die Voraussetzungen des § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB sind getrennt für jede Pflichtverletzung zu prüfen, und jede Pflichtverletzung ist in dieser Hinsicht verjährungsrechtlich selbständig zu behandeln (vgl. BGH, U. vom 07.07.2011, III ZR 90/10, Rz. 15).
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