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   BGH, 08.06.1988 - IVb ZR 92/87   

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Zeitschriftenfundstellen

  • FamRZ 1988, 1154



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Wird zitiert von ... (35)  

  • LAG Hamm, 23.11.2000 - 4 Sa 1179/00  

    Passivlegitimation einer GmbH im Insolvenzverfahren; Zustellung "demnächst";

    Hierbei ist es gleichgültig, ob es sich um ein vorsätzliches oder nachlässiges, auch ein nur leicht fahrlässiges Verhalten handelt (BGH v. 08.06.1988 - IVb ZR 92/87, FamRZ 1988, 1154).

    Das ist nicht der Fall, wenn die Partei oder ihr Prozeßbevollmächtigter durch nachlässiges, auch nur leicht fahrlässiges Verhalten zu einer nicht bloß geringfügigen Zustellungsverzögerung beigetragen haben (BGH v. 25.02.1971 - VII ZR 181/69, MDR 1971, 477 = NJW 1971, 891; BGH v. 07.04.1983 - III ZR 140/81, VersR 1983, 661; BGH v. 08.06.1988 - IVb ZR 92/87, a.a.O., S. 1155).

    Dem Kläger gereicht somit nur die Zeitspanne zum Nachteil, die in seiner Einflußsphäre liegt und die er bei gewissenhafter Prozeßführung hätte vermeiden können (BGH v. 08.06.1988 - IVb ZR 92/87, a.a.O., m.w.N.).

    Für den Zivilprozeß wird angenommen, daß eine der klagenden Partei zuzurechnende Verzögerung der Klagezustellung um bis zu vierzehn Tage regelmäßig als geringfügig und damit im Rahmen des § 270 Abs. 3 ZPO unschädlich anzusehen sei (BGH v. 08.06.1988 - IVb ZR 92/87, a.a.O., m.w.N.; BGH v. 01.12.1993 - XII ZR 177/92, MDR 1994, 508 = NJW 1994, 1073, 1074 = VersR 1994, 455, 456).

    In diesem Fall liegt eine bei gewissenhafter Prozeßführung vermeidbare Verzögerung vor, die es verbietet, § 270 Abs. 3 ZPO zu Lasten der berechtigten Interessen der Gegenpartei und der Notwendigkeit einer möglichst baldigen Klärung der Rechtslage anzuwenden (vgl. BGH v. 08.06.1988 - IVb ZR 92/87, a.a.O.).

  • BGH, 31.10.2000 - VI ZR 198/99  

    Verfahrensrecht - Ladungsfähige Anschrift des Beklagten im Arzthaftungsprozess

    Dies trifft in der Regel auf Mängel der Klageschrift zu, etwa die Angabe einer falschen oder unzureichenden Anschrift des Beklagten (vgl. BGH, Urteile vom 25. Februar 1971 - VII ZR 181/69 - NJW 1971, 891, 892 und vom 8. Juni 1988 - IVb ZR 92/87 - FamRZ 1988, 1154, 1155 f.), soweit nicht der Kläger auf die Richtigkeit der in der Klageschrift genannten Anschrift des Beklagten vertrauen konnte (vgl. Senatsurteil vom 22. Juni 1993 - VI ZR 190/92 - aaO; BGH, Urteil vom 4. April 1990 - IV ZR 340/88 - BGHR ZPO § 270 Abs. 3 - demnächst 5).
  • BGH, 09.11.1994 - VIII ZR 327/93  

    Verfahrensrecht - Zustellung "demnächst" i.S.d. § 270 Abs. 3 ZPO 1976

    Eine Zeitspanne von mehr als zwei Wochen, um die sich die Klagezustellung durch leichte Fahrlässigkeit des Klägers oder seines Prozeßbevollmächtigten verzögert, wird hingegen nicht mehr als geringfügig und damit unschädlich behandelt (BGH, Urteil vom B. Juni 1988 - IVb ZR 92/87 = FamRZ 1988, 1154 unter b = BGHR ZPO § 270 Abs. 3 "demnächst 2"; BGH, Beschluß vom 1. Juli 1992 - XII ZB 82/91 = NJW-RR 1992, 1346 unter II 3 a; BGH, Urteil vom 1. Dezember 1993 - XII ZR 177/92 = FamRZ 1994, 299 unter 1; siehe auch MünchKomm/ZPO-Lüke, § 270 Rdnr. 44 ff; Zöller/Greger, ZPO, 18. Aufl. § 270 Rdnr. 7).

    In diesem Fall liegt eine bei gewissenhafter Prozeßführung vermeidbare Verzögerung vor, die es verbietet, § 270 Abs. 3 ZPO zu Lasten der berechtigten Interessen der Gegenpartei und der Notwendigkeit einer möglichst baldigen Klärung der Rechtslage anzuwenden (vgl. BGH, Urteil vom 8. Juni 1988 - IVb ZR 92/87 aaO; siehe auch MünchKomm/ZPO-Lüke, § 270 Rdnr. 51).

    Ein solcher Zeitraum kann nicht mehr als geringfügig und damit unbeachtlich angesehen werden (BGH, Urteil vom B. Juni 1988 - IVb ZR 92/87 aaO; vgl. auch MünchKomm/ZPO-Lüke, § 270 Rdnr. 47 m.w.Nachw.).

mehr
  • BGH, 12.01.1996 - V ZR 246/94  

    Unterbrechung der Verjährung durch Klageerhebung gegenüber einzelnen notwendigen

    Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist eine Klage dann nicht mehr als demnächst zugestellt zu betrachten, wenn der Kläger oder sein Prozeßbevollmächtigter durch nachlässiges - auch leicht fahrlässiges - Verhalten zu einer nicht nur ganz geringfügigen Verlängerung der Zeitspanne zwischen Einreichung und Zustellung der Klage beigetragen haben (Urt. v. 8. Juni 1988, IVb ZR 92/87, BGHR ZPO § 270 Abs. 3, demnächst 3; v. 2. November 1989, III ZR 181/88, BGHR ZPO § 270 Abs. 3, demnächst 4; v. 22. Juni 1993, VI ZR 190/92, BGHR ZPO § 270 Abs. 3, demnächst 8).

    Als geringfügig in diesem Sinn hat der Bundesgerichtshof in der Regel Zustellungsverzögerungen bis zu 14 Tagen angesehen (Urt. v. 8. Juni 1988, IVb ZR 92/87, BGHR ZPO § 270 Abs. 3, demnächst 2 m.w.N.).

  • BGH, 20.04.2000 - VII ZR 116/99  

    Keine Anrechnung vermeidbarer Verzögerungen iSd § 270 ZPO

    Der auf vermeidbare Verzögerungen im Geschäftsablauf des Gerichts zurückzuführende Zeitraum wird nicht angerechnet (vgl. BGH, Urteil vom 8. Juni 1988 - IVb ZR 92/87 = FamRZ 1988, 1154).
  • BGH, 29.06.1993 - X ZR 6/93  

    Keine Vorschußpflicht ohne Anforderung durch Mahngericht

    Verzögerungen von weniger als 14 Tagen sind geringfügig und sind, selbst wenn sie auf einem nachlässigen Verhalten des Gläubigers beruhen, angesichts des deutlichen Verzichts der Vorschrift auf eine bestimmte Frist unschädlich (BGH, Urt. v. 1.10.1986 - IVa ZR 108/85, VersR 1987, 39, 41, insoweit in BGHZ 98, 295 ff. nicht abgedruckt; BGH, Urt. v. 8.6. 1988 - IVb ZR 92/87, FamRZ 1988, 1154, 1155 = BGHR ZPO § 270 Abs. 3 "demnächst" 3 und 2: jedenfalls nicht bei mehr als 18 oder 19 Tagen).
  • BGH, 18.05.1995 - VII ZR 191/94  

    Unterbrechung der Verjährung durch Einreichung eines Mahnbescheidsantrags;

    Nach gefestigter Rechtsprechung wird die Zeitdauer der Verzögerung vom Tage des Ablaufs der Verjährungsfrist und nicht etwa seit dem - früheren - Zeitpunkt der Einreichung des Mahnantrages gemessen (BGH, Urteile vom 12. Oktober 1971 - VI ZR 59/70 = NJW 1972, 208, 209; vom 7. April 1983 - III ZR 193/81 = VersR 1983, 831, 832; vom 25. November 1985 - II ZR 236/84 = NJW 1986, 1347, 1348; vom 8. Juni 1988 - IVb ZR 92/87 = FamRZ 1988, 1154, 1156 = BGHR ZPO § 270 Abs. 3 - demnächst 3 und vom 27. Mai 1993 - I ZR 100/91 = NJW 1993, 2320).
  • BGH, 05.02.2003 - IV ZR 44/02  

    Versicherungsrecht - Rechtsfolgenbelehrung nach § 12 Abs. 3 Satz 2 VVG

    Bei der Frage, ob eine Klagzustellung "demnächst" im Sinne von § 270 Abs. 3 ZPO a.F. erfolgt ist, können dem Kläger Versäumnisse nur insoweit zugerechnet werden, wie sich feststellen läßt, daß die geforderte Handlung den Verfahrensgang verkürzt hätte (Frage nach der "Kausalität der Unterlassung", vgl. dazu BGH, Urteil vom 1. Dezember 1993 - XII ZR 177/92 - VersR 1994, 455 unter 2; Urteil vom 8. Juni 1988 - IVb ZR 92/87 - FamRZ 1988, 1154 unter b).
  • BGH, 27.05.1999 - VII ZR 24/98  

    Eigene Sachentscheidung des Berufungsgerichts

    Bei der Berechnung der Zeitdauer der Verzögerung, die auf vorwerfbarer Nachlässigkeit des Antragstellers beruht, stellt die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auf die Zeitspanne ab, um die sich die ohnehin erforderliche Zustellung des Mahnbescheids als Folge der Nachlässigkeit des Antragstellers verzögert (Urteile vom 8. Juni 1988 - IVb ZR 92/87, FamRZ 1988, 1154, 1156 und vom 25. Februar 1971 - VII ZR 181/69, NJW 1971, 891).
  • BGH, 15.01.1986 - IVb ZR 6/85  

    Vereinbarung der Freistellung von Unterhaltsansprüchen ehelicher Kinder gegen

    Eine Zeitspanne von mehr als zwei Wochen, um die sich die Klagezustellung durch leichte Fahrlässigkeit des Klägers oder seines Prozeßbevollmächtigten verzögert, wird hingegen nicht mehr als geringfügig und damit unschädlich behandelt (BGH, Urteil vom 8. Juni 1988 - IVb ZR 92/87 = FamRZ 1988, 1154 unter b = BGHR ZPO § 270 Abs. 3 "demnächst 2"; BGH, Beschluß vom 1. Juli 1992 - XII ZB 82/91 = NJW-RR 1992, 1346 unter II 3 a; BGH, Urteil vom 1. Dezember 1993 - XII ZR 177/92 = FamRZ 1994, 299 unter 1; siehe auch MünchKomm/ZPO-Lüke, § 270 Rdnr. 44 ff; Zöller/Greger, ZPO , 18. Aufl. § 270 Rdnr. 7).

    In diesem Fall liegt eine bei gewissenhafter Prozeßführung vermeidbare Verzögerung vor, die es verbietet, § 270 Abs. 3 ZPO zu Lasten der berechtigten Interessen der Gegenpartei und der Notwendigkeit einer möglichst baldigen Klärung der Rechtslage anzuwenden (vgl. BGH, Urteil vom 8. Juni 1988 - IVb ZR 92/87 aaO.; siehe auch MünchKomm/ZPO-Lüke, § 270 Rdnr. 51).

    Ein solcher Zeitraum kann nicht mehr als geringfügig und damit unbeachtlich angesehen werden (BGH, Urteil vom 8. Juni 1988 - IVb ZR 92/87 aaO.; vgl. auch MünchKomm/ZPO-Lüke, § 270 Rdnr. 47 m.w.Nachw.).

  • BGH, 22.06.1993 - VI ZR 190/92  

    Kenntnis anspruchsbegründender Tatsachen bei möglicher Notwehr- oder

  • BGH, 10.07.1991 - XII ZR 105/90  

    Rückgabe der Mietsache

  • BGH, 11.12.1991 - XII ZR 269/90  

    Kurze Verjährung von Schadensersatzansprüchen gegen Kfz-Mieter bei

  • BGH, 01.12.1993 - XII ZR 177/92  

    Begriff der alsbaldigen Zustellung; Geringfügige Verzögerung

  • BGH, 01.07.1992 - XII ZB 82/91  

    Ausschluß des Versorgungsausgleichs durch notariellen Vertrag

  • BGH, 06.07.1995 - III ZR 145/94  

    Amtspflichtverletzung durch Vollziehung eines unrichtigen Steuerbescheides;

  • BGH, 15.12.1994 - IX ZR 45/94  

    Hemmung der Frist für die Anfechtung der Ehelichkeit bei verzögerter

  • BGH, 27.05.1993 - I ZR 100/91  

    Verjährungsunterbrechung trotz verspäteter Klagezustellung bei rechtzeitiger

  • BGH, 30.09.1998 - IV ZR 248/97  

    Verzögerung der Zustellung ohne Verschulden des Klägers; Rücktrittsfrist des

  • BGH, 24.09.2003 - IV ZR 448/02  

    Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung und wegen

  • BayObLG, 24.06.2002 - 1Z RR 235/01  

    Klagefrist bei Unanfechtbarkeit der Ablösungsentscheidung durch Abweisung der

  • OLG Zweibrücken, 24.05.2007 - 4 U 104/06  

    Immobilien - Lauf der Verjährungsfrist nach Hemmung durch Verhandlungen

  • OLG Hamm, 28.12.2001 - 6 W 59/01  

    Kenntnis vom Verjährungsbeginn trotz geleugneter (Straf-)Täterschaft des

  • OLG Düsseldorf, 16.04.2008 - 8 WF 58/08  

    Abänderungsklage: Keine Rückwirkung der Zustellung bei unterlassener

  • BGH, 02.11.1989 - III ZR 181/88  

    Rückbeziehung der Zustellungswirkung bei "demnächst" zugestellter Klage; Keine

  • KG, 23.05.2005 - 8 U 234/04  

    Mietrecht - Geschäftsraummiete bei Privatüberlassung an Botschaftsangehörige

  • OLG Zweibrücken, 20.06.2000 - 5 UF 20/00  

    Genehmigung, familiengerichtliche, elterliche Sorge, Dispositionsbefugnis

  • BGH, 04.04.1990 - IV ZR 340/88  
  • OLG Karlsruhe, 11.09.1990 - 11 W 145/90  

    ZPO § 270 Abs. 3, § 693 Abs. 2, § 696 Abs. 3

  • BGH, 05.12.1995 - X ZR 107/93  
  • OLG Schleswig, 15.01.2001 - 15 UF 179/00  

    Klagezustellung - Verzögerung wegen fehlerhafter Adresse - Anhaltspunkte für

  • OLG Oldenburg, 16.06.1999 - 2 U 78/99  

    Mahnbescheid, Zustellung, demnächstige, Aktiengesellschaft, Passivrubrum

  • OLG Koblenz, 14.09.1990 - 2 U 803/88  

    Rückwirkung der Zustellung des Mahnbescheides bei alsbaldiger Abgabe der

  • OLG Koblenz, 19.07.2010 - 5 U 354/10  

    Bauvertrag - Rückwirkung der Zustellung bei gerichtlicher Verzögerung

  • OLG Nürnberg, 25.11.2002 - 2 U 2548/02  

    Verfahrensrecht - Verspätete Zustellung des Mahnbescheids

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