Rechtsprechung
   BGH, 09.07.1993 - V ZR 144/91   

Nicht beurkundeter Treuhandvertrag I

§ 139 BGB, zur Geschäftseinheit bei getrennten Urkunden, § 313 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 311b Abs. 1 BGB <Fassung seit 1.1.02>)

Volltextveröffentlichungen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB §§ 139 313
    Beurkundungserfordernis eines Treuhandvertrags, der mit dem Grundstückskaufvertrag "stehen und fallen" soll

Kurzfassungen/Presse (2)

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Formbedürftigkeit von Hausverkauf und Treuhandauftrag über Renovierung (IBR 1994, 271)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW-RR 1993, 1421
  • IBR 1994, 271



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Wird zitiert von ... (8)  

  • BGH, 08.05.2006 - II ZR 123/05  

    Gesellschaftsrecht - Zum Treuhandvertrag im Rahmen eines Kapitalanlagemodells

    bb) Der Revision ist zuzugeben, dass eine Beteiligung - wie hier - unterschiedlicher Personen an mehreren Verträgen die Annahme eines einheitlichen Rechtsgeschäfts i.S. des § 139 BGB nicht notwendigerweise ausschließt (BGH, Urt. v. 9. Juli 1993 - V ZR 144/91, NJW-RR 1993, 1421).
  • BGH, 26.11.1999 - V ZR 251/98  

    Immobilien - Formerfordernis bei vom Grundstücksvertrag abhängigen Verträge

    Der Senat hat wiederholt auf die Abhängigkeit des Grundstücksvertrags als maßgebliches Kriterium für die Formbedürftigkeit des gesamten Geschäfts hingewiesen (Urt. v. 13. November 1953, V ZR 173/52, LM BGB § 313 Nr. 3; BGHZ 89, 41/43; Urt. v. 7. Februar 1986, V ZR 176/84, NJW 1986, 1983; v. 9. Juli 1993, V ZR 144/91, NJW-RR 1993, 1421; nicht anders Urt. v. 27. Oktober 1982, V ZR 136/81, NJW 1983, 565, wo die Abhängigkeit des Verkaufsangebots von der Sicherungsabrede offenbar war).
  • BGH, 06.03.1998 - V ZR 298/96  

    Nichtigkeit eines Grundstückskaufvertrages wegen Unterverbriefung des Kaufpreises

    Mangels eines eigenen gegenteiligen Willens handelt es sich damit um ein zusammenqesetztes einheitliches Rechtsgeschäft, das vollständig beurkundet werden mußte (st. Rspr., vgl. nur BGHZ 76, 43, 49; 78, 346, 349; Senatsurt. v. 30. Oktober 1987, V ZR 144/86, NJW-RR 1988, 348 und v. 9. Juli 1993, V ZR 144/91, NJW-RR 1993, 1421 jew.m.w.N.; MünchKomm-BGB/Kanzleiter 3. Aufl. § 313 Rdn. 52; Staudinger/Wufka (1995) § 313 Rdn. 157, 160).

    Der Senat kann die grundsätzlich dem Tatrichter obliegende Prüfung und Entscheidung, ob ein beurkundungsbedürftiges einheitliches Rechtsgeschäft vorliegt, selbst vornehmen, weil die maßgeblichen Tatsachen feststehen und weitere Feststellungen nicht zu erwarten sind (BGHZ 76, 54, 49; 78, 346, 349; Senatsurt. v. 9. Juli 1993, V ZR 144/91, NJW-RR 1993, 1421 ).

    Das reicht für das Vorhandensein eines die Einheitlichkeit der Rechtsgeschäfte begründenden Verknüpfungswillens aus (st. Rspr., vgl. nur BGHZ 76, 43, 49; 78, 346, 349; Senatsurt. v. 30. Oktober 1987, V ZR 144/86, NJW-RR 1988, 348 und v. 9. Juli 1993, V ZR 144/91, NJW-RR 1993, 1421 jew.m.w.N.).

mehr
  • BGH, 16.07.1999 - V ZR 56/98  

    Rückabwicklung eines Grundstückskaufvertrages; Ausgleich für wertsteigernde

    Die auf Zahlung des Restkaufpreises gerichtete Klage hat der Senat mit der Begründung abgewiesen, der Kaufvertrag sei formnichtig (Urt. v. 9. Juli 1993, V ZR 144/91, NJW-RR 1993, 1421).
  • BGH, 28.10.2011 - V ZR 212/10  

    Immobilien - Grundstücksübertragung: Keine Sittenwidrigkeit ohne Schaden!

    Ging die ursprüngliche Vereinbarung der Parteien dahin, dass der Kläger das Grundstück nach Abschluss des Scheidungsverfahrens des Beklagten an diesen zurückübertragen sollte, hätte diese Abrede, weil sie mit dem Kaufvertrag untrennbar verknüpft war, mitbeurkundet werden müssen (§ 313 Satz 1 BGB aF; vgl. Senat, Urteil vom 9. Juli 1993 - V ZR 144/91, NJW-RR 1993, 1421).
  • OLG Koblenz, 02.10.2002 - 7 U 1426/01  
    Nach ständiger Rechtsprechung (BGHZ 78, 346; BGH NJW-RR 1993, 1421; BGH NJW 2000, 951; BGH NJW 2002, 2559) erstreckt sich der Beurkundungszwang bei einer Grundstücksveräußerung auf alle Vereinbarungen, aus denen sich nach dem Willen der Parteien das schuldrechtliche Verpflichtungsgeschäft zusammensetzt.

    Die vorliegende Fallkonstellation entspricht somit derjenigen, die den Entscheidungen BGH NJW-RR 1993, 1421 und OLG Naumburg OLGR 2002, 264 zugrundelag.

  • BGH, 14.12.2009 - NotSt (B) 2/09  

    Notarrecht - Disziplinarverfahren, Amtsenthebung gegen Notar

    Sofern die Renovierungspflicht nicht den Verkäufer, sondern den Finanzdienstleister hätte treffen sollen, hätte er versucht, auch die Vereinbarung mit diesem, bei der es sich ebenfalls um eine beurkundungsbedürftige Abrede gehandelt hätte (vgl. BGH, Urteil vom 9. Juli 1993 - V ZR 144/91 - NJW-RR 1993, 1421 f), zum Gegenstand der Beurkundung zu machen.
  • BGH, 10.10.1996 - IX ZR 132/95  
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