Rechtsprechung
   BGH, 09.10.2003 - I ZR 17/01   

Volltextveröffentlichungen (8)

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Kurzfassungen/Presse (2)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW-RR 2004, 495
  • MDR 2004, 408
  • BauR 2004, 389 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (14)  

  • BAG, 17.01.2007 - 7 AZR 20/06  

    Befristung - Vorübergehender betrieblicher Bedarf

    Rügt der Berufungskläger, das erstinstanzliche Urteil sei verfahrensfehlerhaft zustande gekommen, weil das Arbeitsgericht die ihm nach § 139 ZPO obliegende Hinweispflicht verletzt habe, muss er im Einzelnen angeben, was er auf einen entsprechenden Hinweis in erster Instanz vorgetragen hätte (BGH 9. Oktober 2003 - I ZR 17/01 - NJW-RR 2004, 495, zu II 1 c aa der Gründe; Thomas/Putzo/Reichold ZPO 27. Aufl. § 520 Rn. 22; Musielak/Ball ZPO 5. Aufl. § 520 Rn. 32).
  • OLG Schleswig, 13.09.2011 - 10 UF 120/11  

    Zulässigkeit einer Klageänderung im Berufungsverfahren

    Zum Teil scheitert die Berufung der Klägerin an der von der höchstrichterlichen Rechtsprechung geforderten Zulässigkeitsvoraussetzung, dass der in der ersten Instanz erhobene Klageanspruch wenigstens teilweise weiterverfolgt wird, die Richtigkeit der erstinstanzlichen Klageabweisung also in Frage gestellt und nicht nur im Wege der Klageänderung ein neuer, bisher nicht geltend gemachter Anspruch zur Entscheidung gestellt wird (BGH, NJW 1994, S. 3358 ff.; BGH, NJW-RR 2004, S. 495 ff.; BGH NJW-RR 1991, S. 1279 ; BGH, NJW 1993, S. 597 ).

    Denn der Streitgegenstand wird durch den Klageantrag bestimmt, indem sich die vom Kläger in Anspruch genommene Rechtsfolge konkretisiert und durch den Lebenssachverhalt (Klagegrund), aus dem er die begehrte Rechtsfolge herleitet (BGH, NJW-RR 2004, S. 495, 496; BGH, NJW 2003, S. 2317 ).

    Insbesondere ist, wenn die Klägerin - wie hier - die Verletzung einer Hinweispflicht rügt, darzulegen, welcher Vortrag bei ordnungsgemäßer Erteilung des rechtlichen Hinweises erfolgt wäre (vgl. BGH, NJW-RR 1988, S. 477 (478); BGH, NJW-RR 2004, S. 495, 496).

    Darüber hinaus ist der Senat auch der Auffassung, dass im Unterschied zu dem der BGH-Entscheidung vom 9. Oktober 2003 (BGH, NJW-RR 2004, S. 495 ff.) zugrunde liegenden Fall ein völlig neuer Sachvortrag vorgelegen hätte, der eben auch nicht vom Schutzzweck des § 139 ZPO erfasst worden wäre.

    In der oben zitierten Entscheidung stellt der Bundesgerichtshof zu Recht fest, dass die Hinweispflicht des § 139 ZPO nicht dazu führt, dass eine Partei auf neue in ihrem Sachvortrag noch nicht andeutungsweise enthaltenen Klagegründe hingewiesen wird (BGH, NJW-RR 2004, S. 495 ff., Rdn. 22 nach Juris).

    Somit hätte es sich um einen völlig neuen Sachvortrag gehandelt, der eben auch nicht vom Schutzzweck des § 139 ZPO erfasst worden wäre (vgl. BGH, NJW-RR 2004, S. 495, 496, Rdn. 22 nach Juris).

  • BGH, 25.10.2012 - IX ZR 207/11  

    Rechtsanwälte - Prozess wegen Anwaltsfehler verloren: Trotzdem keine Haftung?

    Die Gerichte haben die Parteien gemäß § 139 Abs. 1 ZPO auf bislang nicht beachtete Anspruchsgrundlagen hinzuweisen, die in ihrem Sachvortrag wenigstens andeutungsweise enthalten sind (vgl. BGH, Beschluss vom 2. Oktober 2003 - V ZB 22/03, BGHZ 156, 269, 272; Urteil vom 9. Oktober 2003 - I ZR 17/01, NJW-RR 2004, 495, 496).
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  • BGH, 27.09.2006 - VIII ZR 19/04  

    Verfahrensrecht - Sachdienlichkeit einer zweitinstanzlichen Klageänderung

    Das Gericht darf nicht auf neue, in dem Vortrag der Parteien noch nicht andeutungsweise enthaltene Klagegründe hinweisen (BGH, Urteil vom 9. Oktober 2003 - I ZR 17/01, NJW-RR 2004, 495, unter II 1 c bb).

    Das schließt jedoch nicht aus, dass die Partei auf einen zulässigen und gebotenen Hinweis nach § 139 ZPO, der die Schlüssigkeit ihres bisherigen Vorbringens in Frage stellt, von sich aus - im Rahmen von § 263 ZPO - einen neuen Klagegrund in das Verfahren einführt (BGH, Urteil vom 9. Oktober 2003, aaO; Urteil vom 7. Dezember 2000 - I ZR 179/98, NJW 2001, 2548, unter III 1 b und c; Urteil vom 25. November 1992 - XII ZR 116/91, NJW 1993, 597, unter 2 b und c; zum Parteiwechsel BGHZ 91, 132, 134).

  • BGH, 29.05.2008 - I ZR 189/05  

    Freundschaftswerbung im Internet

    Die Änderung der Klage in zweiter Instanz kann nicht alleiniges Ziel des Rechtsmittels sein; vielmehr setzt ein derartiges Prozessziel eine zulässige Berufung voraus (BGHZ 155, 21, 26; BGH, Urt. v. 7.12.2000 - I ZR 179/98, WRP 2001, 699, 700 = NJW 2001, 2548 - Impfstoffe; Urt. v. 9.10.2003 - I ZR 17/01, NJW-RR 2004, 495, 496 = TranspR 2004, 166).
  • BGH, 23.10.2008 - IX ZR 202/07  

    Insolvenzrecht - Veräußerung des letzten Vermögensgegenstand: Anfechtung?

    Gerichtliche Hinweise, die einem neuen, wesentlich veränderten Prozessziel dienen, sind aber nach § 139 ZPO nicht geboten (vgl. BGHZ 24, 269, 278 f; BGH, Urt. v. 9. Oktober 2003 - I ZR 17/01, NJW-RR 2004, 495, 496; v. 27. September 2006 - VIII ZR 19/04, NJW 2007, 2414, 2416 Rn. 22; OLG Koblenz, Beschl. v. 10. April 2007 - 10 U 487/06 zit. nach juris; OLG Köln OLGR 2008, 181 Rn. 23; Musielak/Stadler, ZPO 6. Aufl. § 139 Rn. 13; Zöller/Greger, ZPO 26. Aufl. § 139 Rn. 15).
  • OLG Stuttgart, 30.05.2007 - 20 U 12/06  

    Aktienrecht: Internationale Zuständigkeit bei Ansprüchen aus qualifiziertem

    Selbst im Falle eines in erster Instanz unterbliebenen Hinweises nach § 139 ZPO muss in der Berufungsbegründung, damit das Rechtsmittelgericht die Kausalität einer Verletzung der Prozessleitungspflicht prüfen kann, nach der ausdrücklichen gesetzlichen Regelungen in § 520 Abs. 3 Nr. 2 ZPO angegeben werden, was auf entsprechenden Hinweis vorgetragen worden wäre (BGH NJW-RR 1988, 208, 209; BGH NJW-RR 1988, 477, 478; BGH NJW-RR 1998, 1268, 1270; BGH NJW-RR 2003, 1003, 1004; BGH NJW-RR 2004, 495, 496; Greger in Zöller, ZPO § 139 Rn. 20).
  • OLG Karlsruhe, 09.06.2000 - 9 W 34/00  

    Bauvertrag - Ist die Verwendung einer Verschnittmengenklausel in AGB zulässig?

    Die Gerichte haben die Parteien gemäß § 139 Abs. 1 ZPO auf bislang nicht beachtete Anspruchsgrundlagen hinzuweisen, die in ihrem Sachvortrag wenigstens andeutungsweise enthalten sind (vgl. BGH, Beschluss vom 2. Oktober 2003 - V ZB 22/03, BGHZ 156, 269, 272; Urteil vom 9. Oktober 2003 - I ZR 17/01, NJW-RR 2004, 495, 496).
  • OLG Hamm, 22.07.2010 - 28 U 237/09  

    Anforderungen an die Bestimmtheit eines deklaratorischen Schuldanerkenntnisses

    dd) Es ist dem Gericht zwar verwehrt, auf die Einführung selbständiger, einen gesetzlichen Tatbestand eigenständig ausfüllender Angriffs- und Verteidigungsmittel in den Prozess hinzuwirken (BGH, Urteile vom 23. November 2005 - VIII ZR 43/05, NJW 2006, 434, Tz. 18; vom 9. Oktober 2003 - I ZR 17/01, NJW-RR 2004, 495, unter II 1 c bb).
  • LG Karlsruhe, 17.11.2005 - 5 O 10/02  

    Architekten & Ingenieure - Verjährungsbeginn des Honorars auch ohne Rechnung!

    Ein Verjährungseintritt in diesem Zusammenhang käme in Betracht, wenn man zu dem hier maßgebenden früheren, bis Ende 2001 gültigen Verjährungsrecht mit der herrschenden Auffassung (vgl. nachstehend unter 2.a) davon ausgeht, dass die Verjährung erst mit der Fälligkeit der Forderung begonnen hat, wozu § 8 Abs. 1 HOAI bestimmt, dass das Architektenhonorar fällig wird, wenn, nachdem die Leistung vertragsgemäß erbracht wurde, eine Honorarschlussrechnung überreicht worden ist und wenn außerdem, soweit § 8 Abs. 1 HOAI die Überreichung einer prüffähigen Rechnung fordert, im Falle der Nichtprüffähigkeit vom Antragsgegner insoweit nicht innerhalb zwei Monaten substantiierte Einwendungen erhoben worden sind (vgl. zum letzteren BGH, NJW-RR 2004, 495 = BauR 2004, 316).
  • OLG Brandenburg, 22.11.2007 - 12 U 82/07  

    Anforderungen an den Inhalt der Berufungsbegründung

  • OLG Saarbrücken, 26.06.2012 - 4 U 62/11  

    Rückforderung von Leistungen für Zytostatikazubereitungen durch den privaten

  • OLG Düsseldorf, 12.01.2011 - 18 U 87/10  
  • OLG Frankfurt, 20.01.2009 - 11 U 44/08  
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