Rechtsprechung
| BGH, 10.11.1953 - 5 StR 445/53 |
Ausgetauschte Blutprobe
§ 267 StGB, zusammengesetzte Urkunde;
Anstiftung zu Begünstigung im Amt durch den Begünstigten
Volltextveröffentlichungen
- Alpmann Schmidt
StPO § 338 Nr 6; GVG § 169; StGB §§ 267, 348 Abs 2, 48, 50, Abs 2, 346, 277, 278, 279
Zeitschriftenfundstellen
- BGHSt 5, 75
- NJW 1954, 281
Wird zitiert von ... (35)
- VGH Hessen, 28.03.1994 - 12 UE 152/94
Verfahrensfehler durch Ausschluss der Öffentlichkeit auch ohne Verschulden des …
6 Nach Auffassung des beschließenden Senats ist bei diesem objektiv vorliegenden Ausschluß der Öffentlichkeit ein Verstoß gegen § 55 VwGO i.V.m. § 169 GVG und damit ein absoluter Revisionsgrund gemäß 5 138 Nr. 5 VwGO zu bejahen, ohne daß es darauf ankommt, ob dies dem Gericht bekannt war oder bei Beachtung der nötigen Sorgfalt hätte bekannt sein müssen (so aber BVerwG, 15.12.1978 - 6 C 14.77 -, Buchholz 310 § 55 VwGO Nr. 5; BVerwG, 18.01.1984 - 9 CB 444.81 -, DÖV 1984, 889;… zu § 338 Nr. 6 StPO: Löwe/Rosenberg, StPO, 23. Aufl. 1978, § 338 Rdnr. 103 mit zahlreichen w. N.;… Kleinknecht/Meier, StPO, 41. Auflage 1993, § 338 Rdnr. 49; BGH, 10.11.1953, BGHSt 5, 75 ; 10.06.1966, BGHSt 21, 72; 18.12.1968, BGHSt 22, 297).In der Rechtsprechung hat allerdings eine Entwicklung stattgefunden, die zu einer Erweiterung der zur Bejahung einer Verletzung des Öffentlichkeitsgrundsatzes erforderlichen objektiven Voraussetzungen um ein subjektives Element, nämlich das Verschulden seitens des Gerichts, geführt hat: Der Bundesgerichtshof hat in einer Entscheidung vom 10. November 1953 (- 5 StR 445/53 -, BGHSt 5, 75 (83)) zugrunde gelegt und entschieden, daß eine Hauptverhandlung dann nicht öffentlich sei, wenn nicht beliebige Zuhörer, sei es auch nur in begrenzter Zahl, Zutritt haben, da dies bei einer in kleinem Zimmer durchgeführten Zeugenvernehmung nicht möglich sei und wenn - wie bei einer erforderlichen Augenscheinseinnahme - hierzu keine Notwendigkeit bestand und dies dem Gericht auch nicht entgangen sein konnte.
Der Bundesgerichtshof nimmt darin als Grenze für die Beachtung des Öffentlichkeitsgrundsatzes die "tatsächliche Möglichkeit, diesem zu entsprechen", an und stützt sich dabei auf die Entscheidung vom 10. November 1953 (a. a. O.) sowie eine Entscheidung des Reichsgerichts (05.02.1918, RGSt 52, 137).
- BGH, 10.03.1970 - 1 StR 508/69 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BGH, 14.06.1994 - 1 StR 40/94
Kollision von Hausrecht und Grundsatz der Öffentlichkeit im Augenscheinstermin …
- BGH, 24.04.1985 - 3 StR 66/85
BVertrG § 92; StGB (1975) § 133 Abs. 1, 3, § 348; StVZO § 15 …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 13.04.1962 - 3 StR 11/62 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BGH, 10.06.1966 - 4 StR 72/66
GVG § 169; StPO § 338 Nr. 6
Die Beachtung dieses Grundsatzes findet vielmehr ihre Grenze in der tatsächlichen Unmöglichkeit, ihm zu entsprechen (RGSt 52, 137; BGHSt 5, 75, 83). - BGH, 22.05.1962 - 1 StR 103/62
StGB § 257, § 48
»Wer einen anderen bestimmt, ihm zur Strafvereitelung zu verhelfen, bleibt nicht als "Täter" mittelbarer Selbstbegünstigung straffrei, sondern ist wegen Anstiftung zur (Fremd-) Begünstigung strafbar (Bestätigung von BGHSt 5, 75 ohne abschließende Stellungnahme zu BGHSt 14, 172).«.Die Rechtsprechung ist ihr jedoch nicht gefolgt; sie hat es von je als strafbare Teilnahme an einer Fremdbegünstigung erachtet, wenn der begünstigte (Vor-)Täter einen anderen zu der Begünstigung anstiftete (BGHSt 5, 75, 80 f. und die dort angeführten Entscheidungen des Reichsgerichts).
- BGH, 26.06.1956 - 5 StR 179/56
Fahrgestellnummer - § 267 StGB
Mit ihr verhält es sich anders als mit einem ärztlichen Bericht, der sich auf eine lose beigefügte Blutprobe, also einen selbständigen Gegenstand außerhalb der Urkunde bezieht, und den daher nicht verfälscht, wer die Blutprobe durch eine andere ersetzt (BGHSt 5, 75 [79, 80]).Der Rahmen nebst Fahrgestellnummer bildet mit dem übrigen Kraftfahrzeug eine zusammengesetzte Urkunde (vgl BGHSt 5, 75 [79]).
- BVerwG, 20.07.1972 - IV CB 13.72 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BGH, 02.04.1970 - 4 StR 549/69 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BGH, 07.03.1995 - 5 StR 386/94
- BVerwG, 17.07.1974 - VI C 34.73
GVG §§ 169, 170, § 175 Abs. 2; MustVO § 19 Abs. 2 Nr. 2, § 6 …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 03.11.2009 - 15 A 2318/07
Wirksamkeit der §§ 2 Abs. 1, 7 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2 S. 1, 21 Abs. 1 …
- BVerwG, 26.03.1981 - 5 C 89.79
- OLG Zweibrücken, 21.09.1999 - 1 Ws 347/99
Falschbeurkundung im Amt durch Notar)
- BGH, 20.07.1962 - 4 StR 485/61
StGB § 26
- BVerwG, 25.07.1972 - IV CB 60.70
- BVerwG, 25.05.1976 - IV C 27.74
- BGH, 28.04.1964 - 1 StR 18/64
- BGH, 12.02.1965 - 4 StR 346/64
- BGH, 30.01.1968 - 1 StR 211/67
- BVerwG, 15.09.1972 - IV C 54.72
- BVerwG, 30.06.1976 - II C 69.73
- BVerwG, 18.04.1983 - 4 CB 2.83
- BGH, 20.01.1961 - 4 StR 496/60
- BGH, 07.02.1961 - 5 StR 468/60
- BGH, 17.03.1961 - 4 StR 492/60
- BGH, 18.02.1964 - 3 StR 63/63
- BVerwG, 01.03.1965 - VIII CB 95.64
- BGH, 21.06.1955 - 2 StR 75/55
- BGH, 08.05.1958 - 4 StR 437/56
- BGH, 21.10.1958 - 1 StR 451/58
- BGH, 26.01.1962 - 4 StR 345/61
- BGH, 20.12.1963 - 4 StR 356/63
- BGH, 09.04.1968 - 5 StR 51/68
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