Rechtsprechung
   BGH, 13.06.2006 - IX ZB 238/05   

Volltextveröffentlichungen (11)

mehr
  • IWW
  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Insolvenzgrund Zahlungsunfähigkeit - Glaubhaftmachung durch den Gläubiger: Nachweis, dass der Schuldner mit fälligen Gesamtsozialversicherungsbeiträgen von mehr als sechs Monaten im Rückstand ist, reicht aus - Unbeachtlichkeit von Teilzahlungen des Schuldners nach Stellung des Insolvenzantrags

  • NWB SteuerXpert START

    InsO § 14 Abs. 1, § 17 Abs. 2 Satz 2

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Anforderungen an die Glaubhaftmachung der Zahlungsunfähigkeit; Rechtsfolgen von Teilzahlungen

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Insolvenzrecht - Zur Glaubhaftmachung eines Insolvenzgrundes

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Glaubhaftmachung bei einem Insolvenzantrag wegen rückständiger Sozialversicherungsbeiträge

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Keine weitere Glaubhaftmachung der Zahlungsunfähigkeit bei mehr als sechsmonatigem Rückstand des Schuldners mit Sozialversicherungsbeiträgen

Kurzfassungen/Presse (4)

  • IWW (Kurzinformation)

    Insolvenz - Zahlungsunfähigkeit bei rückständigen Gesamtsozialversicherungsbeiträgen

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Insolvenzantrag der Krankenkasse

  • Deutsche Zeitschrift für Wirtschafts- und Insolvenzrecht (Leitsatz)

    Glaubhaftmachung der Zahlungsunfähigkeit bei Überfälligkeit von Gesamtsozialversicherungsbeiträgen

  • raehp.de , S. 8 (Leitsatz)

    Insolvenz; Eröffnungsverfahren

Verfahrensgang

  • AG Darmstadt, 12.10.2004 - 9 IN 965/04
  • LG Darmstadt, 24.08.2005 - 23 T 262/04
  • BGH, 13.06.2006 - IX ZB 238/05

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW-RR 2006, 1422
  • ZIP 2006, 1457
  • MDR 2007, 52
  • NZI 2006, 591
  • NZS 2007, 143
  • WM 2006, 1631
  • BB 2006, 1700
  • DB 2006, 1725



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Wird zitiert von ... (25)  

  • BGH, 12.10.2006 - IX ZR 228/03  

    Insolvenzrecht - Wann liegt Zahlungseinstellung vor?

    Gerade Sozialversicherungsbeiträge und Löhne werden typischerweise nur dann nicht bei Fälligkeit bezahlt, wenn die erforderlichen Geldmittel hierfür nicht vorhanden sind (zu den Sozialversicherungsbeiträgen vgl. etwa BGH, Beschl. v. 13. Juni 2006 - IX ZB 238/05, ZIP 2006, 1457, 1458).
  • BGH, 19.02.2009 - IX ZR 62/08  

    Insolvenzrecht - Kenntnis von Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers?

    Nach der Rechtsprechung des Senats, auf die sich die Revision ausdrücklich bezieht, deutet gerade die Nichtzahlung von Löhnen und Sozialversicherungsbeiträgen, die typischerweise nur dann nicht bei Fälligkeit ausgeglichen werden, wenn die erforderlichen Geldmittel hierfür nicht vorhanden sind, auf die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens hin (BGHZ 149, 178, 187 ; BGH, Beschl. v. 13. Juni 2006 - IX ZB 238/05, ZIP 2006, 1457, 1458; Urt. v. 12. Oktober 2006 - IX ZR 228/03, aaO S. 2224).
  • BGH, 25.10.2012 - IX ZR 117/11  

    Zahlungsunfähigkeit wegen Gläubigerbefriedigung

    Ferner deutete die Nichtzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen infolge ihrer Strafbewehrtheit (§ 266a StGB) typischerweise auf eine Zahlungseinstellung hin (BGH, Beschluss vom 13. Juni 2006 - IX ZB 238/05, WM 2006, 1631 Rn. 6).
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  • BGH, 30.06.2011 - IX ZR 134/10  

    Insolvenzecht - Wann stellt der Schuldner seine Zahlungen ein?

    a) Der Begriff der Zahlungsunfähigkeit beurteilt sich im gesamten Insolvenzrecht und darum auch im Rahmen des Insolvenzanfechtungsrechts nach § 17 InsO (BGH, Beschluss vom 13. Juni 2006 - IX ZB 238/05, WM 2006, 1631 Rn. 6).

    bb) Eine Zahlungseinstellung kann aus einem einzelnen, aber auch aus einer Gesamtschau mehrerer darauf hindeutender, in der Rechtsprechung entwickelter Beweisanzeichen gefolgert werden (BGH, Beschluss vom 13. April 2006 - IX ZB 118/04, WM 2006, 1215 Rn. 14; vgl. Urteil vom 13. Juni 2006 - IX ZB 238/05, WM 2006, 1631 Rn. 6; HK-InsO/Kirchhof, 5. Aufl., § 17 Rn. 30, 45; FK-InsO/Schmerbach, 6. Aufl., § 17 Rn. 42 in Verbindung mit § 14 Rn. 124; HmbKomm-InsO/Schröder, 3. Aufl., § 17 Rn. 29; Jaeger/Müller, InsO, § 17 Rn. 31, 32).

    Sind derartige Indizien vorhanden, bedarf es nicht einer darüber hinaus gehenden Darlegung und Feststellung der genauen Höhe der gegen den Schuldner bestehenden Verbindlichkeiten oder gar einer Unterdeckung von mindestens 10 v.H. (BGH, Beschluss vom 13. Juni 2006 - IX ZB 238/05, WM 2006, 1631 Rn. 6; aA wohl Uhlenbruck, InsO, 13. Aufl. § 17 Rn. 31).

  • OLG Hamburg, 13.10.2006 - 1 U 59/06  

    Vorenthalten von Arbeitsentgelt durch den GmbH-Geschäftsführer: Strafbarkeit des

    Erst wenn sich der Schuldner mit fälligen Gesamtsozialversicherungsbeiträgen von sechs Monaten und mehr in Rückstand befindet, kann in der Regel ohne weiteres von einer zumindest drohenden Zahlungsunfähigkeit ausgegangen werden (BGH, Beschluss vom 13. Juni 2006, IX ZB 238/05, ZIP 2006, 1457 ff.; Urteil vom 10. Juli 2003, IX ZR 89/02, ZIP 2003, 1666 ff.).

    Die Zahlungsunfähigkeit kann, wie § 17 Abs. 2 Satz 2 InsO verdeutlicht, nicht nur im Wege der Ermittlung einer Unterdeckung für einen bestimmten Zeitraum, sondern auch mit Hilfe von Indiztatsachen festgestellt werden (BGH, Urteil vom 13. Juni 2006, IX ZB 238/05, ZIP 2006, 1457 ff.).

  • OLG Schleswig, 09.12.2010 - 16 U 16/06  

    Werkvertrag - Kündigung aus wichtigem Grund: Nicht ohne Abmahnung!

    K, wobei der Gutachterin aufgegeben worden ist, dem Gutachten den Begriff der Zahlungsunfähigkeit gemäß § 17 InsO (vgl. dazu BGH Urteil vom 24. Mai 2005 - IX ZR 123/04 - ZIP 2005, 1426 = BGHZ 163, 134; Beschluss vom 13. Juni 2006 - IX ZB 238/05 - ZIP 2006, 1457 = MDR 2007, 52; Urteil vom 12. Oktober 2006 - IX ZR 228/03 - ZIP 2006, 2222 = MDR 2007, 488 und Beschluss vom 19. Juli 2007 - IX ZB 36/07 - ZIP 2007, 1666 = BGHZ 173, 286) und den Begriff der Überschuldung gemäß § 19 InsO zugrunde zu legen.

    Dabei stellt die Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen ein starkes Indiz dar, welches für den Eintritt der Zahlungsunfähigkeit spricht, weil diese Forderungen in der Regel wegen der drohenden Strafbarkeit gem. § 266a StGB bis zuletzt bedient werden und die strafbewehrte Sanktion das Vorliegen einer bloßen Zahlungsunwilligkeit als unwahrscheinlich erscheinen lässt (BGH MDR 2007, 52).

    Sie kann nur dadurch wieder beseitigt werden, dass die Zahlungen im Allgemeinen wieder aufgenommen werden (BGH MDR 2007, 52; BGHZ 149, 100).

  • OLG Hamburg, 14.03.2008 - 1 U 19/07  
    Die strafbewehrte Sanktion lässt das Vorliegen einer bloßen Zahlungsunwilligkeit als unwahrscheinlich erscheinen, insbesondere bei einer monatelangen Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen (BGH v. 13.06.2006 - IX ZB 238/05 -, ZIP 2006, 1457).

    Eine einmal nach außen hin in Erscheinung getretene Zahlungseinstellung wirkt grundsätzlich fort und kann nur dadurch wieder beseitigt werden, dass die Zahlungen im Allgemeinen wieder aufgenommen werden (BGH v. 13.06.2006 - IX ZB 238/05-, ZIP 2006, 1457; BGH v. 25.10.2001 - IX ZR 17/01 -, NJW 2002, 512 [BGH 25.10.2001 - IX ZR 17/01]; BGH v. 20.11.2001 - IX ZR 48/01 -, BGHZ 149, 178, 188) [BGH 20.11.2001 - IX ZR 48/01].

  • LAG Düsseldorf, 16.11.2007 - 9 (6) Sa 96/04  

    Persönliche Haftung wegen Nichtabsicherung eines Wertguthabens aus einem

    Zahlungsunfähigkeit kann nicht nur im Wege der Ermittlung der Unterdeckung für einen bestimmten Zeitraum, sondern auch mit Hilfe von Indiztatsachen festgestellt werden (BGH vom 13.06.2006, ZIP 2006, S. 1457).

    c) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann Zahlungsunfähigkeit nicht nur im Wege der Ermittlung der Unterdeckung für einen bestimmten Zeitraum, sondern auch mit Hilfe von Indiztatsachen festgestellt werden (BGH vom 13.06.2006, ZIP 2006, S. 1457).

  • BGH, 23.10.2008 - IX ZB 7/08  

    Anforderungen an die Glaubhaftmachung des Eröffnungsgrundes im

    Der Begriff der Glaubhaftmachung in § 14 Abs. 1 InsO entspricht dem des § 294 ZPO (BGHZ 156, 139, 142 ; BGH, Beschl. v. 13. Juni 2006 - IX ZB 238/05, ZIP 2006, 1457, 1458 Rn. 5; HmbKomm-InsO/Wehr, 2. Aufl., § 14 Rn. 6; Kübler/Prütting/Pape, aaO Rn. 38).
  • LG Saarbrücken, 28.11.2011 - 9 O 261/10  
    Der Begriff der Zahlungsunfähigkeit ist im Insolvenzrecht (§§ 17, 129 ff. InsO, § 64 GmbHG a.F.) einheitlich zu verstehen (BGH NJW-RR 2006, 1422, 1423 Rn. 6).

    Die Zahlungsunfähigkeit kann, wie § 17 Abs. 2 Satz 2 InsO verdeutlicht, nicht nur im Wege der Ermittlung der Unterdeckung für einen bestimmten Zeitraum, sondern auch mit Hilfe von Indiztatsachen festgestellt werden (BGH NJW-RR 2006, 1422, [BGH 13.06.2006 - IX ZB 238/05] 1423 Rn. 6).

  • BGH, 28.04.2008 - II ZR 51/07  

    Umfang des rechtlichen Gehörs im Zivilverfahren

  • AG München, 05.02.2009 - 1506 IN 3554/08  

    Insolvenzantrag eines Sozialversicherungsträgers: Glaubhaftmachung der

  • LG Wuppertal, 21.11.2008 - 2 O 151/08  
  • BGH, 21.09.2006 - IX ZR 19/03  

    Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde mangels grundsätzlicher Bedeutung in

  • LSG Sachsen, 09.03.2011 - L 1 AL 241/06  

    Anspruch auf Gewährung von Insolvenzgeld bei Eintritt eines erneuten

  • BGH, 29.03.2012 - IX ZR 40/10  

    Insolvenzrecht - Insolvenzanfechtung

  • AG Göttingen, 30.01.2008 - 74 IN 222/07  

    Insolvenzverfahren: Zulässigkeit von Rechtsbehelfen gegen Sicherungsmaßnahmen bei

  • OLG Hamburg, 21.12.2009 - 1 U 10/09  

    Insolvenzanfechtung: Gläubigerbenachteiligungsvorsatz durch Zahlung von

  • AG Berlin-Tempelhof/Kreuzberg, 28.04.2009 - 6 C 70/09  

    Insolvenzanfechtung: Anspruch gegen die Krankenkasse auf Rückzahlung geleisteter

  • OLG Köln, 27.01.2010 - 2 U 77/09  
  • AG Duisburg, 28.12.2006 - 62 IN 90/06  
  • AG Göttingen, 12.10.2007 - 74 IN 304/07  

    Zulässigkeit der Eröffnung eines Zweitinsolvenzverfahrens vor Abschluss des

  • OLG Dresden, 27.08.2008 - 13 U 129/07  
  • AG Göttingen, 26.08.2011 - 74 IN 86/11  
  • LAG Düsseldorf, 10.12.2004 - 9 (6) Sa 96/04a  

    Altersteilzeitarbeitsverhältnis, Insolvenzsicherung, persönliche Haftung des

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