Rechtsprechung
| BGH, 13.09.1994 - 1 StR 357/94 |
Marienheim
§§ 212, 13 StGB, Sterbehilfe, Behandlungsabbruch bei unheilbar Kranken, Grundsätze der mutmaßlichen Einwilligung;
§§ 25, 26 StGB, Abgrenzung Anstiftung - mittelbare Täterschaft;
§ 17 StGB;
§ 1904 BGB
Volltextveröffentlichungen (5)
- HRR Strafrecht
§ 22 StGB; § 212 StGB; § 1904 BGB; § 17 StGB; § 25 Abs. 1 StGB; § 26 StGB
Zulässige Sterbehilfe vor Einsetzen des Sterbevorgangs durch Absetzen der künstlichen Ernährung eines unheilbar Kranken (Richtlinien der Bundesärztekammer; passive Sterbehilfe); Anforderungen an die Annahme mutmaßlichen Einverständnisses; Versuch; Totschlag; Patientenverfügung; unvermeidbarer Verbotsirrtum (Achtung des Selbstbestimmungsrechts); Abgrenzung von Anstiftung und mittelbarer Täterschaft; unmittelbares Ansetzen zum Versuch bei der mittelbaren Täterschaft. - Alpmann Schmidt
- arztrecht.org
Behandlungsabbruch bei entscheidungsunfähigen Patienten
- uni-koeln.de
Zulässigkeit des Abbruchs einer ärztlichen Behandlung bei mutmaßlichem Einverständnis
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Kurzfassungen/Presse (2)
- sapv.de
(Leitsatz)
- vkm-baden.de
(Auszüge)
Kemptener Sterbehilfefall
Besprechungen u.ä. (5)
- bt-portal.de
(Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Gerichtlich genehmigte Sterbehilfe (RiAG Dirk Stalinski; BtPrax 2/99, S. 43-46)
- hu-berlin.de
(Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Das Recht auf einen menschenwürdigen Tod - Sterbehilfe und Patientenverfügung als grundrechtliche Freiheit zur Selbstbestimmung (Rosemarie Will)
- nomos.de
(Entscheidungsbesprechung)
Tödliches Mitleid - "Kemptener Fall" (Oliver Tolmein)
- vgt-ev.de
, S. 224 (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Und wer bestimmt sonst das Ende und bedarf es einer gesetzlichen Regelung? (Klaus Kutzer)
- ra-tolmein.de
(Entscheidungsbesprechung)
Der Entwurf der Richtlinien zur Sterbehilfe der Bundesärztekammer - Absage an die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes oder Rückzug aus der Auseinandersetzung? (Oliver Tolmein; MedR 1997, 534-539)
Sonstiges (2)
- wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Zusammenfassung von "Absolutes im Strafprozeß? - Über das Folterverbot, seine Verletzung und die Folgen seiner Verletzung" von PD Dr. Frank Salinger, original erschienen in: ZStW 2004, 35 - 65.
- wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Zusammenfassung von "Voluntas et vita: Tertium non datur - Über Behandlungsabbruch, Patientenverfügung und artifizielle Ernährung" von PrivDoz. Dr. Adrian Schmidt-Recla, original erschienen in: MedR 2008, 181 - 185.
Zeitschriftenfundstellen
- BGHSt 40, 257
- NJW 1995, 204
- MDR 1995, 80
- NStZ 1995, 80
- StV 1995, 408 (Ls.)
- JR 1995, 335
Wird zitiert von ... (69)
- BGH, 17.03.2003 - XII ZB 2/03
Arztrecht - Lebenserhaltende und -verlängernde Maßnahmen
aa) Die Frage, unter welchen medizinischen Voraussetzungen die Rechtsordnung gestattet, lebensverlängernde Maßnahmen zu unterlassen oder nicht fortzuführen, hat der Bundesgerichtshof in einer Strafsache dahin entschieden, daß das Grundleiden des Kranken nach ärztlicher Überzeugung unumkehrbar (irreversibel) sein und einen tödlichen Verlauf angenommen haben müsse (Urteil vom 13. September 1994 - 1 StR 357/94 - NJW 1995, 204).bb) Der Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil vom 13. September 1994 (aaO 204 f.) das Unterlassen oder den Abbruch lebensverlängernder oder lebenserhaltender Maßnahmen - bei Vorliegen der medizinischen Voraussetzungen - allerdings nur dann als rechtmäßig erachtet, wenn das Unterlassen oder der Abbruch der Maßnahmen dem - im entschiedenen Fall: mutmaßlichen - Willen des Patienten entspricht.
Der Senat sieht sich an seiner Auffassung durch das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 13. September 1994 (aaO) nicht gehindert.
- BGH, 25.06.2010 - 2 StR 454/09
Durch (mutmaßliche) Einwilligung gerechtfertigte Sterbehilfe beim …
Für die Feststellung des behandlungsbezogenen Patientenwillens gelten strenge Beweismaßstäbe, die der hohen Bedeutung der betroffenen Rechtsgüter Rechnung zu tragen haben (vgl. schon BGHSt 40, 257, 260 f.).a) Bereits mit Urteil vom 13. September 1994 (1 StR 357/94 = BGHSt 40, 257, 261) hat der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs über einen Fall des Abbruchs der künstlichen Ernährung bei einer irreversibel schwerst hirngeschädigten, entscheidungsunfähigen Patientin im Zusammenwirken von deren zum Pfleger bestellten Sohn und dem behandelnden Arzt entschieden.
Denn auch in dieser Situation ist das Selbstbestimmungsrecht des Patienten zu achten, gegen dessen Willen eine ärztliche Behandlung grundsätzlich weder eingeleitet noch fortgesetzt werden darf" (BGHSt 40, 257, 262).
Dabei kam es hier nicht auf einen - im Einzelfall möglicherweise schwer feststellbaren (vgl. BGHSt 40, 257, 260 f.) - mutmaßlichen Willen der Betroffenen an, da ihr wirklicher, vor Eintritt ihrer Einwilligungsunfähigkeit ausdrücklich geäußerter Wille zweifelsfrei festgestellt war.
Das bloße Einstellen künstlicher Ernährung ist danach schon wegen seines äußeren Erscheinungsbildes, jedenfalls aber nach dem Schwerpunkt des strafrechtlich relevanten Verhaltens, nicht als aktives Tun, sondern als Unterlassen und damit als "passives" Verhalten angesehen worden (BGHSt 40, 257, 265 f.; vgl. dazu auch Coeppicus FPR 2007, 63;… Eser aaO Rn. 27 ff.;… Fischer aaO Rn. 19 ff.;… Rn. 92 u. 104 ff.; Helgerth JR 1995, 338, 339; Kutzer NStZ 1994, 110, 113 f.; ders. FPR 2007, 59, 62; Merkel ZStW Bd. 107 (1995), 545, 554;… H. Schneider aaO; Schöch NStZ 1995, 153, 154;… Schroth GA 2006, 549, 550 ff.; Verrel, Gutachten zum 66. DJT, 2006, C 13 ff. u. C 56 f.; Vogel MDR 1995, 337, 338 f.;… Weigend in LK 12. Aufl. § 13 Rn. 8; jew. mwN;… grundlegend dazu schon Geilen, "Euthanasie" und Selbstbestimmung, 1975, S. 22 ff.).
dd) Für die Feststellung des behandlungsbezogenen Patientenwillens gelten beweismäßig strenge Maßstäbe, die der hohen Bedeutung der betroffenen Rechtsgüter Rechnung zu tragen haben (vgl. schon BGHSt 40, 257, 260 f.).
- OLG Karlsruhe, 29.10.2001 - 19 Wx 21/01
Abbruch der künstlichen Ernährung eines Betreuten
Die Einwilligung des Betreuers eines irreversibel hirngeschädigten, nicht mehr entscheidungsfähigen, volljährigen Betreuten, bei dem der Sterbevorgang noch nicht eingesetzt hat, in den Abbruch der künstlichen Ernährung, die sich im vorliegenden Fall als Widerruf der Einwilligung in die Fortführung der künstlichen Ernährung darstellt, bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Genehmigung durch das Vormundschaftsgericht analog § 1904 Abs. 1 BGB (BGHSt 40, 257, 261 f; OLG Frankfurt NJW 98, 2747; LG Duisburg NJW 99, 2744; AG Ratzeburg, Beschluss vom 7.12.98, Jurisausdruck; a.A. LG München I NJW 99, 1788; LG Augsburg NJW 00, 2363; AG Hanau BtPrax 97, 92; AG Frankfurt FamRZ 00, 1183; AG Garmisch-Partenkirchen FamRZ 00, 319; offen gelassen von OLG Düsseldorf Rpfleger 01, 347; OLG Brandenburg NJW 00, 2361, das eine analoge Anwendung des § 1904 Abs. 1 BGB auf einen minderjährigen Patienten mangels planwidriger Gesetzeslücke zu Recht abgelehnt hat).Der Bundesgerichtshof (BGHSt 40, 257, 261 f, unter Hinweis auf Kutzer NStZ 94, 110, 114, der diesen Gedanken als erster zur Diskussion gestellt hat) hat ausgeführt:.
Vielmehr ist - wie der Bundesgerichtshof (BGHSt 40, 257) zutreffend entschieden hat - beim einwilligungsunfähigen Patienten die mutmaßliche Einwilligung maßgebend.
Die Zulässigkeit eines Behandlungsabbruchs bei einem irreversibel geschädigten Patienten, bei dem der Sterbevorgang noch nicht eingesetzt hat, wurde in strafrechtlicher Hinsicht erstmals in der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 13.9.94 (BGHSt 40, 257) bejaht, so dass für den Gesetzgeber zuvor kein Anlass bestand, dessen Genehmigungsfähigkeit zu regeln.
Auch aus dem Umstand, dass § 1904 BGB durch das Betreuungsrechtsänderungsgesetz vom 25.6.98 nicht geändert wurde, obgleich zu dieser Zeit die Diskussion um die Entscheidung BGHSt 40, 257 schon in vollem Gange war (vgl. Knieper NJW 98, 2720, 2721), kann nicht abgeleitet werden, dass eine planwidrige Gesetzeslücke nicht gegeben ist (so aber Alberts NJW 99, 835;… Jürgens/Marschner, Betreuungsrecht, 2. Aufl. § 1904 Rdn. 7; Laufs NJW 98, 3399, 3400).
Zwar hat der Bundesgerichtshof die Einstellung der künstlichen Ernährung durch Arzt und Betreuer in strafrechtlicher Hinsicht als Unterlassen gewertet (BGHSt 40, 257, 265 f).
Hierbei sind frühere mündliche oder schriftliche Äußerungen des Betroffenen ebenso zu berücksichtigen wie seine religiöse Überzeugung, seine sonstigen persönlichen Wertvorstellungen, seine altersbedingte Lebenserwartung oder das Erleiden von Schmerzen (BGHSt 35, 246, 249; 40, 257, 263).
Erhebliche Bedenken hat der Senat aber gegen die Auffassung des Bundesgerichtshofs (BGHSt 40, 257, 263), soweit dieser es ausnahmsweise für zulässig erachtet, auf Kriterien zurückzugreifen, die allgemeinen Wertvorstellungen entsprechen, wenn sich konkrete Umstände für die Feststellung eines individuellen mutmaßlichen Willens des Betroffenen nicht finden lassen.
- BGH, 11.10.2012 - 1 StR 213/10
Freier Warenverkehr und gewerbsmäßige unerlaubte Verwertung urheberrechtlich …
Bei der Auskunftsperson ist dies der Fall, wenn sie die Gewähr für eine diesen Anforderungen entsprechende Auskunftserteilung bietet, sie muss insbesondere sachkundig und unvoreingenommen sein und mit der Erteilung der Auskunft keinerlei Eigeninteresse verfolgen (vgl. BGH…, Urteil vom 15. Dezember 1999 - 2 StR 365/99, BGHR StGB § 17 Vermeidbarkeit 4; BGH, Urteil vom 13. September 1994 - 1 StR 357/94, BGHSt 40, 257, 264). - BGH, 12.12.2001 - 3 StR 303/01
Verurteilung im Mordfall ohne Leiche aufgehoben
Diese abstrakten Maßstäbe bedürfen angesichts der Vielzahl denkbarer Sachverhaltsgestaltungen jedoch stets der wertenden Konkretisierung unter Beachtung der Umstände des Einzelfalles (vgl. BGHSt 30, 363, 364; 40, 257, 269;… BGHR StGB § 22 Ansetzen 11).Auch unter dem Gesichtspunkt der Rechtsgutsgefährdung kann der Versuch einer Straftat erst dann angenommen werden, wenn die vom Täter vorgenommene Handlung nach seiner Vorstellung vom Tatablauf bereits einen derart unmittelbaren Angriff auf das geschützte Rechtsgut enthält, daß dieses schon konkret gefährdet ist und sich der Schaden unmittelbar anschließen kann ( BGHSt 40, 257, 268; BGH NJW 1990, 2072).
Hierbei können etwa die Dichte des Tatplans oder der Grad der Rechtsgutsgefährdung, der aus Sicht des Täters durch die zu beurteilende Handlung bewirkt wird, für die Abgrenzung zwischen Vorbereitungs- und Versuchsstadium Bedeutung gewinnen (vgl. BGHSt 30, 363, 364; 35, 6, 9; 40, 257, 269; BGH NJW 1980, 1759 f; NStZ 1983, 462; 1987, 20;… BGHR StGB § 22 Ansetzen 11).
Auch unter dem Gesichtspunkt der Rechtsgutsgefährdung kann der Versuch einer Straftat erst dann angenommen werden, wenn die vom Täter vorgenommene Handlung nach seiner Vorstellung vom Tatablauf bereits einen derart unmittelbaren Angriff auf das geschützte Rechtsgut enthält, daß dieses schon konkret gefährdet ist und sich der Schaden unmittelbar anschließen kann ( BGHSt 40, 257, 268; BGH NJW 1990, 2072; NStZ 1983, 452;… vgl. auch, ausgehend von einem abweichenden rechtlichen Ansatz, Eser in Schönke/Schröder aaO § 22 Rdn. 42), weil nunmehr das letzte Hindernis vor der eigentlichen Tathandlung überwunden wird (vgl. BGH NStZ 1987, 20).
- BGH, 08.06.2005 - XII ZR 177/03
Auch lebenserhaltende Zwangsbehandlung ist unzulässig
Die strafrechtlichen Grenzen einer Sterbehilfe im weiteren Sinn ("Hilfe zum Sterben", vgl. im einzelnen BGHSt 40, 257), auf die das klägerische Verlangen zielt, erscheinen dem Senat bislang nicht hinreichend geklärt (zum Meinungsstand etwa: Zwischenbericht der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags, Ethik und Recht der modernen Medizin. Patientenverfügungen, BT-Drucks. 15/3700 S. 37 ff., 45). - BGH, 12.08.1997 - 1 StR 234/97
Beginn des Versuchs (unmittelbares Ansetzen, wenn nach der Vorstellung des Täters …
Der Bundesgerichtshof ist der Auffassung, selbst abgeschlossenes Täterhandeln müsse nicht stets unmittelbar in die Erfüllung eines Straftatbestandes einmünden und reiche damit für sich genommen nicht aus, die Frage nach dem Versuchsbeginn zu beantworten ( BGHSt 40, 257, 268).Es genügt, wenn die Handlung des Täters der Verwirklichung eines Tatbestandsmerkmals unmittelbar vorgelagert ist oder in unmittelbarem räumlichen und zeitlichen Zusammenhang mit der Tatbestandserfüllung steht ( BGHSt 40, 257, 268; vgl. auch BGHSt 26, 201, 202 f.; 28, 162, 163; 30, 363, 364 ff.; 37, 294, 296;… BGHR StGB § 22 Ansetzen 15, 16 jeweils m.w.Nachw.).
Der Bundesgerichtshof ist der Auffassung, selbst abgeschlossenes Täterhandeln müsse nicht stets unmittelbar in die Erfüllung eines Straftatbestandes einmünden und reiche damit für sich genommen nicht aus, die Frage nach dem Versuchsbeginn zu beantworten ( BGHSt 40, 257, 268;… so auch Vogler in LK 10. Aufl. § 22 Rdn. 73 ff.;… vgl. auch Lackner, StGB 22. Aufl. § 22 Rdn. 8; a.A. Roxin JuS 1979, 1, 9 ff.;… ders. in Festschrift für Maurach 1972, S. 213, 214; ihm folgend Papageorgiou-Gonatas, Wo liegt die Grenze zwischen Vorbereitungshandlungen und Versuch ? Diss. 1988 S. 245 ff).
Entscheidend für die Abgrenzung ist daher, ob nach dem Tatplan die Einzelhandlungen des Täters in ihrer Gesamtheit schon einen derartigen Angriff auf das geschützte Rechtsgut enthalten, daß es bereits gefährdet ist und der Schaden sich unmittelbar anschließen kann ( BGHSt 4, 270, 273; 40, 257, 268;… so auch Vogler aaO Rdn. 76; Otto NJW 1976, 578, 579; Gössel JR 1976, 249 ff.;… vgl. dazu auch Eser in Schönke/ Schröder, StGB 25. Aufl. § 22 Rdn. 42 ff. und 54 a) oder ob die Begründung einer solchen Gefahr dem noch ungewissen späteren Handeln des Tatmittlers überlassen bleibt.
- OLG Frankfurt, 15.07.1998 - 20 W 224/98
Vormundschaftsgerichtliche Genehmigung der Einwilligung in einen …
Zur Begründung wird ausgeführt, daß entgegen der Entscheidung des BGH (BGHSt 40, 257 = NJW 1995, 204 = NStZ 1995, 80 = JR 1995, 335 = MDR 1995, 80), § 1904 BGB nicht analog auf eine gezielte Herbeiführung des Todes angewendet werden könne.Der Senat, der in Übereinstimmung mit der Entscheidung des BGH (NJW 1995, 204) erkennen will und deshalb nicht zur Vorlage nach § 28 11 FGG verpflichtet ist, ist der Auffassung, daß § 1904 BGB hier entsprechend anwendbar ist (zustimmend auch Dörner ZRP 1996, 93, 96; Kutzer NStZ 1994, 110,114; Verrel JZ 1996, 224, 229; Vogel MDR 1995, 337; Schöch NStZ 1995, 153,156).
Im Rahmen der Anwendung des § 1901 BGB ist, dies ergibt sich aus dem Kontext der Entscheidung des BGH (…a.a.O.), im Falle des Behandlungsabbruchs die mutmaßliche Einwilligung des Betroffenen maßgeblich, an deren Feststellung wegen des Lebensschutzes in tatsächlicher Hinsicht strenge Anforderungen zu stellen sind, während bei nicht aufklärbarer mutmaßlicher Einwilligung dem Lebensschutz der Vorrang einzuräumen ist (BGH NJW 1995, 204, 205).
- BGH, 06.11.2002 - 5 StR 281/01
Freisprüche dreier Mitglieder des Politbüros aufgehoben
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist die Rechtsfigur der mittelbaren Täterschaft durch Unterlassen anerkannt ( BGHSt 40, 257, 265 ff.). - BGH, 14.03.2003 - 2 StR 239/02
Hepatitis B-Infektionen: Urteil gegen Herzchirurg rechtskräftig
Maßgeblich ist insofern, wo der Schwerpunkt der Vorwerfbarkeit liegt (vgl. BGHSt 6, 46, 59; 40, 257, 265; BGH NStZ 1999, 607).Maßgeblich ist insofern, wo der Schwerpunkt der Vorwerfbarkeit liegt (vgl. BGHSt 6, 46, 59; 40, 257, 265; MDR 1982, 624; BGH NStZ 1999, 607).
- BGH, 12.02.1998 - 4 StR 428/97
Verurteilung von Greenpeace-Mitarbeitern bestätigt
- BGH, 12.07.2000 - 2 StR 43/00
Unmittelbares Ansetzen zum Versuch; Voraussetzungen für Anordnung des Verfalls …
- OLG Karlsruhe, 26.03.2004 - 11 Wx 13/04
Betreuung: Vormundschaftsgerichtliche Genehmigung der Entscheidung des Betreuers …
- LG Duisburg, 09.06.1999 - 22 T 22/99
Sterbebegleitung - Einwilligung des Betreuers in einen Behandlungsabbruch
- BGH, 07.07.2011 - 5 StR 561/10
Körperverletzung mit Todesfolge; Vorsatz (Beweiswürdigung; lückenhafte …
- BGH, 07.02.2001 - 5 StR 474/00
"Freitodbegleiter" wegen Einfuhr von Betäubungsmitteln verwarnt
- BGH, 12.07.2005 - 1 StR 65/05
Wissentliche schwere Körperverletzung (Anforderungen an den subjektiven …
- OLG Frankfurt, 20.11.2001 - 20 W 419/01
Betreuung: Genehmigungserfordernis für die Betreuerentscheidung über den Abbruch …
- AG Schwäbisch Gmünd, 20.01.2003 - 2 XIV 95/02
Sterbebegleitung - Abbruch der künstlichen Ernährung
- BGH, 02.11.2010 - 1 StR 581/09
Betäubungsmittelstrafbarkeit beim Versand von Medikamenten ins Ausland …
- BGH, 03.04.2008 - 3 StR 394/07
Volksverhetzung (Teil der Bevölkerung; Aufstacheln zum Hass; Aufforderung zu …
- BGH, 15.12.1999 - 2 StR 365/99
Voraussetzung des Gewaltdarstellungsverbotes von § 131 StGB und der …
- OLG München, 13.02.2003 - 3 U 5090/02
Vater kann künstliche Ernährung des Sohnes nicht einstellen lassen
- LG München I, 18.02.1999 - 13 T 478/99
Über lebensbeendende Maßnahmen haben Ärzte und Angehörige in eigener …
- LG Kaiserslautern, 20.01.2003 - 1 T 292/02
Eilmaßnahme nach § 1846 BGB zur Verhinderung des Abbruchs einer …
- BGH, 13.06.2002 - 4 StR 51/02
Vollendeter Totschlag durch Unterlassen; Ingerenz (lebensgefährdende Behandlung); …
- OLG Hamm, 24.05.2007 - 1 UF 78/07
Wachkoma-Kind darf zu Hause bei den Eltern sterben
- LG Fulda, 30.04.2009 - 16 Js 1/08
Bewährungsstrafe für Patientenrecht-Anwalt // Rat an Mandantin war versuchter …
- BGH, 02.11.2010 - 1 StR 580/09
Betäubungsmittelstrafbarkeit beim Versand von Medikamenten ins Ausland …
- OLG München, 25.01.2007 - 33 Wx 6/07
Ablehnung lebenserhaltender Maßnahmen durch Betreuer - kein Entlassungsgrund bei …
- OLG Düsseldorf, 27.03.2001 - 25 Wx 128/00
Voraussetzungen der vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung des Abbruchs …
- LG Düsseldorf, 22.07.2004 - XIV 5/03
Freispruch der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Mannesmann AG vom …
- KG, 02.02.2011 - 1 Ss 371/10
Zur Verfassungsmäßigkeit und Gemeinschaftskonformität der Regelungen des …
- OLG Braunschweig, 25.02.1998 - Ss 9/98
UWG § 6c; StGB § 17
- OLG München, 08.08.2006 - 4St RR 135/06
Versuchter Prozessbetrug durch Wandlungsklage wegen selbstverursachter Mängel der …
- LG Essen, 29.11.2007 - 7 T 385/07
- AG Stuttgart-Bad Cannstatt, 25.03.1999 - XVII 36/99
Sterbebegleitung - Verweigerung der Zustimmung - Legung einer PEG-Sonde
- LG Berlin, 30.01.2007 - 83 T 519/06
Betreuerentlassung: Eignungsmangel bei beabsichtigter Einstellung …
- LG Frankfurt/Main, 19.05.1998 - 29 T 56/98
Sterbebegleitung - Abbruch der Sonderernährung - Genehmigung durch Gericht - …
- OLG Brandenburg, 17.02.2000 - 10 UF 45/99
Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen - Antrag des sorgeberechtigten Elternteils - …
- LG Lübeck, 14.12.2000 - 7 T 615/99
Sterbebegleitung - Beschwerde gegen Amtsgerichtsbeschluss
- LG Lübeck, 25.06.2002 - 7 T 318/02
Sterbebegleitung - Beschwerde gegen die Ablehnung eines Antrages nach § …
- OLG Schleswig, 12.12.2002 - 2 W 168/02
Abbruch der Ernährung eines Betreuten; vormundschaftsgerichtliche Genehmigung?
- AG Stuttgart-Bad Cannstatt, 27.04.2005 - 10 XVII 89/03
Betreuung im Bereich Gesundheitsfürsorge: Gerichtliche Genehmigung des Abbruchs …
- LG Augsburg, 04.08.1999 - 5 T 2780/99
Sterbebegleitung - Abbruch der künstlichen Ernährung
- AG Siegen, 28.09.2007 - 33 XVII B 710
Patientenverfügung, Betreuer, Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen, PEG-Sonde, …
- EGMR, 19.07.2012 - 497/09
Mangelnde Prüfung der Klage / des Rechtsmittels des Ehemanns einer sterbewilligen …
- OLG München, 12.07.2006 - 4St RR 113/06
Versuchte Tatbegehung in mittelbarer Täterschaft bei Einschaltung eines …
- OLG München, 29.03.2010 - 5St RR (II) 79/10
Urkundenfälschung: Unerlaubte Einreise eines Asylbewerbers in das Bundesgebiet …
- OLG Zweibrücken, 25.05.2010 - 1 Ss 13/10
Strafbarkeit der Veräußerung sogenannten "Räucherhanfs"
- AG Garmisch-Partenkirchen, 02.06.1999 - XVII 43/99
Sterbebegleitung - Verfügungsbefugnis des Einzelnen über das Leben - Betreuer
- AG Hanau, 30.08.1995 - 20 XVII 5038/92
Sterbebegleitung - vormundschaftlichsgerichtliche Genehmigung nicht möglich
- OLG Hamm, 02.09.1997 - 2 Ws 294/97
Klageerzwingungsverfahren, zulässiger Antrag, Unbegründetheit, mutmaßliche …
- OLG München, 26.04.2006 - 3 U 1776/06
- LG Bielefeld, 11.05.2006 - 25 T 89/06
- AG Minden, 13.03.2007 - 32 F 53/07
- BGH, 07.02.2001 - 5 StR 474/00
- LG Traunstein, 03.12.2005 - 3 O 3142/04
- AG Freiburg, 20.03.2001 - 15 (14) XVII 404/96
Sterbebegleitung - Abbruch der künstlichen Ernährung - Betreuerin
- LG Freiburg, 15.05.2001 - 4 T 105/01
Sterbebegleitung - Beschwerde gegen Amtsgerichtsbeschluss
- AG Stuttgart-Bad Cannstatt, 22.05.2001 - 7 XVII 84/01
Sterbebegleitung - Legung einer PEG-Sonde
- LG Kempten, 17.05.1995 - 2 Ks 13 Js 12155/93
Strafverfahren wegen gemeinschaftlichen versuchten Totschlags
- AG Landau/Pfalz, 31.07.1998 - 3 XVII 13/94
Sterbebegleitung - vormundschaftsgerichtliche Genehmigung
- AG Ingolstadt, 24.09.1998 - XVII 538/98
Sterbebegleitung
- AG Ratzeburg, 07.12.1998 - 2 XVII G 985
Sterbebegleitung - Einstellung der künstlichen Ernährung
- AG Augsburg, 14.05.1999 - XVII 1116/95
Sterbebegleitung - Abbruch der künstlichen Ernährung
- AG Greifswald, 27.03.2000 - 8 XVII F243
Sterbebegleitung - Abbruch der künstlichen Ernährung
- AG Schwabach, 30.03.2000 - XVII 52/95
Sterbebegleitung - Legung einer Magensonde - Unterlassung der Betreuerin
- AG Stuttgart-Bad Cannstatt, 09.09.2002 - 10 XVII 147/02
Sterbebegleitung - Verweigerung der erneuten Legung einer Nasensonde - künstliche …
Sie betreiben juristische Internetseiten?