Rechtsprechung
   BGH, 13.10.2005 - III ZR 234/04   

Volltextveröffentlichungen (8)

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  • IWW
  • NWB SteuerXpert START

    BGB § 839 E, § 839 Fe; BauGB § 36

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Haftung der Gemeinde wegen Versagung des gemeindlichen Einvernehmens

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Amtshaftung - Schadensersatz bei rechtswidrigem Versagen des Einvernehmens

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Kurzfassungen/Presse

  • anwaltskanzlei-lankau.de , S. 17 (Kurzinformation)

    Amtshaftung einer Gemeinde wegen rechtswidriger Verweigerung des Einvernehmens - Haftungsausschluss wegen anderweitiger Ersatzmöglichkeit gegenüber dem anwaltlichem Bevollmächtigten des Geschädigten

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • NJ 2006, 78
  • DVBl 2006, 462 (Ls.)
  • BauR 2006, 353
  • NVwZ 2006, 117
  • ZfBR 2006, 181



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Wird zitiert von ... (6)  

  • BGH, 25.10.2012 - III ZR 29/12  

    Amtshaftung - Verweigerung des gemeindlichen Einvernehmens: Haftung?

    Dessen Interessen werden durch die Amtspflicht, das Einvernehmen nicht zu verweigern, wenn das Bauvorhaben nach den §§ 31, 33, 34 oder 35 BauGB zulässig ist, in individualisierter und qualifizierter Weise geschützt (vgl. nur Senatsurteile vom 21. Mai 1992 - III ZR 14/91, BGHZ 118, 263, 265 und vom 13. Oktober 2005 - III ZR 234/04, NVwZ 2006, 117, jew. mwN).
  • OLG Jena, 30.01.2008 - 4 U 1230/05  

    Amtshaftung - Haftung der Gemeinde bei schuldhaft versagtem Einvernehmen

    Dessen Interessen werden durch die Amtspflicht, das Einvernehmen nicht zu verweigern, wenn das Bauvorhaben nach den §§ 31, 33, 34 oder 35 BauGB zulässig ist, in individualisierter und qualifizierter Weise geschützt (BGH, Urteil vom 13.10.2005, Az. III ZR 234/04 = BauR 2006, 353-356 = NVwZ 2006, 117-118).

    Aufgrund der Rechtskraft des verwaltungsgerichtlichen Urteils (Anlage K12) steht - entgegen der Auffassung der Beklagten - auch für den vorliegenden Amtshaftungsprozess, d.h. im Verhältnis zwischen der Klägerin und der seinerzeit beigeladenen Beklagten, fest, dass die Verweigerung der Baugenehmigung rechtswidrig gewesen war (BGH, Urteile vom 13.10.2005, aaO; vom 21.11.2002, Az. III ZR 278/01 = VersR 2003, 731-732 = NVwZ-RR 2003, 403-404).

    Nach dem objektivierten Sorgfaltsmaßstab, der im Amtshaftungsrecht gilt, mussten die Amtsträger der Gemeinde die für eine so weittragende Entscheidung wie die Versagung des Einvernehmens erforderlichen Rechts- und Verwaltungskenntnisse besitzen oder sich verschaffen (BGH, Urteile vom 13.10.2005, aaO; vom 21.11.2002, aaO).

  • BGH, 16.09.2010 - III ZR 29/10  

    Amtshaftung - Verweigerung des gemeindlichen Einvernehmens: Haftung?

    Der auf der Planungshoheit beruhenden Beteiligung der Gemeinde am Baugenehmigungsverfahren kann nämlich im Falle der Versagung des Einvernehmens eine für den Bauwilligen ausschlaggebende Bedeutung zukommen, wenn die Baugenehmigungsbehörde nach der Rechtslage gehindert ist, eine Baugenehmigung auszusprechen, solange die Gemeinde ihr Einvernehmen nicht erklärt hat (übereinstimmende Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts und des Bundesgerichtshofs; vgl. z.B. BVerwGE 22, 342, 345 ff; BVerwG UPR 1992, 234, 235; Senatsurteile vom 29. September 1975 - III ZR 40/73, BGHZ 65, 182, 186; vom 18. Dezember 1986 - III ZR 174/85, BGHZ 99, 262, 273; vom 21. Mai 1992 - III ZR 14/91, BGHZ 118, 263, 265; vom 13. Oktober 2005 - III ZR 234/04, NVwZ 2006, 1177).
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  • OLG Naumburg, 11.07.2006 - 1 U 10/06  

    Putenmastanlage I

    Die Mitglieder von Gemeinderäten müssen sich auf ihre Entschließungen nach § 36 Abs. 1 BauGB 1997 sorgfältig vorbereiten und, soweit ihnen die Sach- und Rechtskenntnis fehlt, den Rat ihrer Verwaltung oder sonstiger Fachbehörden bzw. notfalls sogar von außerhalb der Verwaltung einholen (z. B. BGH BauR 1984, 498; BGH BauR 2003, 364; zuletzt BGH ZfBR 2006, 181).

    Eine reine Verhinderungsplanung genügt nicht, d. h. die Gemeinde muss bei Einwendungen gegen den Standort einer Anlage entweder Vorstellungen über Maßnahmen haben, die zur Genehmigungsfähigkeit führen könnten, oder einen anderen geeigneten Standort im Gemeindegebiet ausweisen (z. B. BVerwG BauR 1997, 444; BGHZ 65, 182; BGH BauR 2003, 364; BGH ZfBR 2006, 181; vgl. auch Sötker, a. a. O., § 36 Rn. 30; Krautzberger, a.a.O. § 36 Rn. 12; Graupeter ZfBR 2005, 432, 434).

  • OLG Naumburg, 27.11.2008 - 1 U 43/08  

    Amtshaftung - Versagung des gemeindlichen Einvernehmens: Schadensersatz?

    Letzteres gilt insbesondere dann, wenn sie - wie hier - von den Empfehlungen mehrerer Fachbehörden abweichen wollen (vgl. BGH, Urteil vom 14. Juni 1984, a.a.O. - in juris: Rn. 14 f.; aber auch BGH, Urteil vom 8. Oktober 1992, III ZR 220/90 - BGHZ 119, 365; Urteil vom 13. Oktober 2005, III ZR 234/04 - BauR 2006, 353 - in juris Rn. 10).
  • OLG Koblenz, 26.04.2006 - 1 U 749/05  

    Amtshaftung wegen der Aufhebung einer Baugenehmigung; Berücksichtigung des

    Mithin scheitert der geltend gemachte Anspruch hier nicht an § 839 Abs. 1 S. 2 BGB (vgl. hierzu auch BGH, BGH-Report 2006, 25 = BADK-Information 2005, 180).
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