Rechtsprechung
| BGH, 14.05.1997 - XII ZR 140/95 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Jurion
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Anforderungen an die Bezeichnung eines vermieteten Grundstücks
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Kurzfassungen/Presse
- recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)
Zeitschriftenfundstellen
- NJW-RR 1997, 1216
Wird zitiert von ... (13)
- BGH, 06.06.2000 - VI ZR 172/99
Maßgeblicher Zeitpunkt bei Feststellungsantrag hinsichtlich Zukunftsschäden
Danach gilt, daß im Zweifel gewollt ist, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage entspricht (BGH, Urteile vom 14. Mai 1997 - XII ZR 140/95 - NJW-RR 1997, 1216, 1217; vom 10. März 1994 - IX ZR 152/93 - NJW 1994, 1537, 1538; vom 26. Juni 1991 - VIII ZR 231/90 - NJW 1991, 2630, 2631 f.; BGH, Beschluß vom 22. Mai 1995 - II ZB 2/95 - NJW-RR 1995, 1183 f.; vgl. ferner Baumbach/Hartmann, ZPO, 58. Aufl., Grdz. - BGH, 04.10.2000 - VIII ZR 289/99
Bestimmtheit eines Feststellungsantrags
In Übereinstimmung mit der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs geht das Berufungsgericht davon aus, daß die Bezeichnung der Partei allein für die Parteistellung nicht ausschlaggebend ist, es vielmehr darauf ankommt, welcher Sinn der von der klagenden Partei in der Klageschrift gewählten Parteibezeichnung bei objektiver Würdigung des Erklärungsinhalts beizulegen ist, und bei unrichtiger äußerer Bezeichnung grundsätzlich die Person als Partei anzusprechen ist, die erkennbar betroffen werden soll (BGH, Urteil vom 24. November 1980 - VII ZR 208/79, NJW 1981, 1453 unter II 2 a; BGH, Urteil vom 14. Mai 1997 - XII ZR 140/95, NJW-RR 1997, 1216 unter 2 c aa). - BGH, 23.11.2000 - IX ZR 155/00
Bestimmung der Forderung bei Klage auf Rückgewähr aufgrund einer Anfechtung
Ist ein wörtlich hervorgehobener Klageantrag nicht deutlich oder vollständig genug gefaßt, so ist er vom Gericht unter Berücksichtigung auch der vom Kläger gegebenen Begründung entsprechend § 133 BGB auszulegen (BGH, Urt. v. 14. Mai 1997 - XII ZR 140/95, NJW-RR 1997, 1216, 1217; v. 1. Dezember 1997 - II ZR 312/96, NJW-RR 1998, 1005; RGZ 110, 1, 15;… MünchKomm-ZPO/Lüke § 253 Rn. 90).
- BGH, 12.04.2005 - VI ZR 50/04
Arbeit & Soziales - Forderungsübergang auf den Versorgungsträger
Vielmehr ist bei einem irrtümlichen oder zweifelhaften Wortlaut im Wege der Auslegung zu ermitteln, welchen Sinn die prozessuale Willenserklärung aus objektiver Sicht hat (vgl. zur Auslegung eines Feststellungsantrags: Senatsurteile vom 16. November 1993 - VI ZR 105/92 - VersR 1994, 425, 427, insoweit nicht in BGHZ 124, 128 mit abgedruckt; vom 6. Juni 2000 - VI ZR 172/99 - VersR 2000, 1521, 1522; zur zweifelhaften Parteibezeichnung: BGHZ 4, 328, 334; BGH, Urteile vom 16. Mai 1983 - VIII ZR 34/82 - NJW 1983, 2448 f. und vom 14. Mai 1997 - XII ZR 140/95 - NJW-RR 1997, 1216, 1217; BGH, Beschluß vom 28. März 1995 - X ARZ 255/95 - NJW-RR 1995, 764 f.). - OLG Hamm, 02.02.2011 - 11 U 218/10 Die am 30.12.2008 (per Telefax vorab; vgl. Bl. 18 GA) bei Gericht eingereichte und dem Beklagten zu 2. am 26.01.2009 zugestellte (Bl. 23 GA) Klage war zwar aufgrund am 09.01.2009 erfolgter Einzahlung der mit gerichtlichem Anschreiben vom 05.01.2009 angeforderten Gerichtskosten grundsätzlich geeignet, gemäß § 204 Abs. 1 Nr. 1 BGB i.V.m. § 167 ZPO die Verjährung zu hemmen, dies allerdings (ungeachtet der angesprochenen Zulässigkeitsbedenken;… vgl. hierzu nur Palandt-Ellenberger, BGB, 70.Aufl. § 204 Rn. 5 unter Hinweis auf BGH NJW 2004, 3772; NJW 2008, 519 Tz. 24 ) nur im Rahmen des zum Gegenstand der Klage gemachten Streitgegenstandes, der sich zunächst einmal -wie dargelegtallein auf (im Wege der Feststellungsklage geltend gemachte) Ansprüche aufgrund der weisungswidrigen Herausgabe des dem Beklagten zu 2. zur Verwahrung übergebenen Grundschuldbriefs beschränkten (vgl. hierzu nur BGH NJW-RR 1997, 1216 f ).
Da mit dem Hilfsantrag sowohl nach seinem Inhalt als auch nach dem zugrunde liegenden -anderen- Lebenssachverhalt, aus dem die hiermit verfolgten Ansprüche hergeleitet werden, ein anderer Streitgegenstand in den Rechtsstreit eingeführt wurde (s.o.; BGH NJW-RR 1997, 1216 f ), wurde dieser nicht von der verjährungshemmenden Wirkung der bereits erhobenen Klage umfasst (vgl. hierzu nur BGH NJW 2000, 2678 f; Tz. 12 bei juris; NJW 2000, 3492 f, Tz. 12 bei juris;… Palandt-Ellenberger, aaO. Rn. 13 unter Hinweis auf BGH NJW 2005, 2004 ).
- OLG Düsseldorf, 08.06.2006 - 24 U 189/05
Mietrecht - Mietvertrag: Fortsetzung nach Zeitablauf
Dabei ist gleichgültig, ob sie gemäß § 94 Abs. 2 BGB als wesentliche Bestandteile in das Eigentum des Grundstückseigentümers übergehen oder wegen des nur vorübergehenden Zwecks der Einfügung (§ 95 Abs. 2 BGB) im Eigentum des Mieters bleiben (vgl. BGH NJW-RR 1997, 1216 m.w.N.;… Senat aaO;… Palandt/Weidenkaff, BGB, 65. Aufl., § 546 Rn. 6 m.w.N.). - OLG Düsseldorf, 08.06.2006 - 24 U 166/05
Mietrecht - Pflicht zu Schönheitsreparaturen
Allerdings ist der Mieter gemäß § 546 Abs. 1 BGB grundsätzlich verpflichtet, Einrichtungen, mit denen er die Mietsache versehen hat und bauliche Veränderungen der Mietsache nach Vertragsende wieder zu beseitigen (vgl. BGH NJW-RR 1997, 1216 m.w.N.; vgl. auch Senat MDR 2002, 1244 = ZMR 2003, 23;… Palandt/Weidenkaff, BGB, 65. Aufl., § 546 Rn. 6 m.w.N.). - LAG Sachsen-Anhalt, 19.12.2001 - 3 Sa 479/01
Abmahnung
Bei verfahrenseinleitenden Anträgen, insbesondere der Klage, ist davon auszugehen, dass die Partei das anstrebt, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage der Partei entspricht (BGH NJW-RR 94, 568; 97, 1216). - OLG Düsseldorf, 05.10.2009 - 24 U 17/09
Mietrecht - Einbauten: Wegnahmerecht des Mieters
Ohne Belang ist, ob die Einbauten zu einem vorübergehenden Zweck erfolgten und im Eigentum des Mieters blieben (§ 95 BGB; vgl. auch BGH NJW-RR 1997, 1216; Senat, Grundeigentum 2007, 222 f. m.w.N.) oder als bauliche Veränderungen zu wesentlichen Bestandteilen der Mietsache wurden und deshalb in das Eigentum des Vermieters übergingen (§§ 947 Abs. 2, 94 BGB;… vgl. hierzu Staudinger/Emmerich, BGB, Neubearbeitung 2006, § 539 Rn. 27 m.w.N.). - OLG Düsseldorf, 04.08.2011 - 24 U 48/11
Mietrecht - Wegnahmerecht des Mieters umfasst auch bauliche Veränderungen!
Ohne Belang ist, ob die Einbauten zu einem vorübergehenden Zweck erfolgten und im Eigentum des Mieters blieben (§ 95 BGB; vgl. auch BGH NJW-RR 1997, 1216; Senat, Grundeigentum 2007, 222 f. m.w.N.) oder als bauliche Veränderungen zu wesentlichen Bestandteilen der Mietsache wurden und deshalb in das Eigentum des Vermieters übergingen (§§ 947 Abs. 2, 94 BGB;… vgl. hierzu Staudinger/Emmerich, BGB, Neubearbeitung 2006, § 539 Rn. 27 m.w.N.). - OLG Düsseldorf, 03.05.2011 - 24 U 197/10
Mietrecht - Einbau einer Empore durch den Mieter: Rückbau bei Vertragsende?
- OLG Koblenz, 26.05.2010 - 1 U 1065/09
Voraussetzungen einer eigenkapitalersetzenden Zurverfügungstellung von …
- BPatG, 03.05.2001 - 25 W (pat) 157/01
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