Rechtsprechung
| BGH, 15.09.2005 - I ZR 58/03 |
Volltextveröffentlichungen (9)
- lexetius.com
AGBG a. F. § 9 Abs. 2 Nr. 2; ADSp Ziffer 24 (Fassung 1998)
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- IWW
- Kanzlei Prof. Schweizer (Volltext/Auszüge)
Unwirksame Haftungsbegrenzung bei Schadensverursachung
- NWB SteuerXpert START
AGBG a.F. § 9 Abs. 2 Nr. 2
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
AGBG (a.F.) § 9 Abs. 2 Nr. 2; ADSp Ziffer 24 (Fassung 1998)
Formularmäßige Vereinbarung der Begrenzung der Haftung auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit von Erfüllungsgehilfen - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Handelsrecht - Keine Haftungsbeschränkung bei Schaden durch Erfüllungsgehilfen
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Kurzfassungen/Presse (2)
- bld.de (Leitsatz/Kurzmitteilung)
Wirksamkeit der Haftungsbegrenzung für Handlungen des Erfüllungsgehilfen
- Hamburger Seerechts-Report (Leitsatz)
Besprechungen u.ä.
- EWiR-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 2,90 €) (Entscheidungsbesprechung)
Unangemessene Benachteiligung durch formularmäßige Begrenzung der Haftung des Fracht-Einlagerers bei grob fahrlässiger und vorsätzlicher Verletzung wesentlicher Pflichten durch Erfüllungsgehilfen
Verfahrensgang
- LG Köln, 17.10.2001 - 91 O 114/00
- OLG Köln, 28.01.2003 - 3 U 229/01
- BGH, 15.09.2005 - I ZR 58/03
Zeitschriftenfundstellen
- NJW-RR 2006, 267
- MDR 2006, 459
Wird zitiert von ... (14)
- BGH, 19.09.2007 - VIII ZR 141/06
AGB - Unangemesse Benachteiligung eines Unternehmers
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs darf eine Haftungsbeschränkung nicht dazu führen, dass der Klauselverwender von Verpflichtungen befreit wird, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertraut und vertrauen darf (BGHZ 164, 11, 36; BGH, Urteil vom 15. September 2005 - I ZR 58/03, NJW-RR 2006, 267, Tz. 38). - BGH, 24.03.2010 - VIII ZR 270/09
Verfahrensrecht - Erneute Anhörung des Sachverständigen in der Berufung
Anerkannt ist jedoch, dass das Berufungsgericht einen Zeugen nochmals vernehmen muss, wenn es dessen Glaubwürdigkeit anders beurteilen oder den Beurkundungen des Zeugen eine andere Tragweite oder ein anderes Gewicht geben, sie also anders verstehen oder würdigen will als die Vorinstanz (vgl. BGH, Urteile vom 20. November 1984 - V I Z R 7 4 / 8 3 (richtig: VI ZR 73/83) , NJW 1985, 3078, unter II 2; vom 12. November 1991 - VI ZR 369/90, NJW 1992, 741, unter II 2 b bb; Urteil vom 19. Februar 1998 - I ZR 20/96, NJW-RR 1998, 1601, unter II 2 a; Urteil vom 15. September 2005 - I ZR 58/03, NJW-RR 2006, 267, Tz. 23; Senatsurteil vom 8. Dezember 1999 - VIII ZR 340/98, NJW 2000, 1199, unter II 2 a).Dieser Grundsatz ist Ausprägung der pflichtgebundenen Ausübung des dem Berufungsgericht nach § 398 Abs. 1 ZPO eingeräumten Ermessens (BGH, Urteil vom 15. September 2005, aaO;… Senatsurteil vom 8. Dezember 1999, aaO).
- BGH, 21.12.2010 - X ZR 122/07
Bauvertrag - Anwendung des § 650 BGB bei Überschreitung einer Kostenangabe
Das Berufungsgericht muss aber einen Zeugen nochmals vernehmen, wenn es dessen Glaubwürdigkeit anders beurteilen oder den Beurkundungen des Zeugen eine andere Tragweite oder ein anderes Gewicht geben will, sie also anders verstehen oder würdigen will als die Vorinstanz (BGH, Urteil vom 15. September 2005 - I ZR 58/03, juris Rn. 23).
- BGH, 10.11.2010 - IV ZR 122/09
Verfahrensrecht - Gehörsverletzung
Es ist aber verpflichtet, einen in erster Instanz vernommenen Zeugen erneut zu vernehmen, wenn es seine Glaubwürdigkeit anders als der Erstrichter beurteilen oder die protokollierte Aussage anders als die Vorinstanz verstehen oder würdigen will (…Senatsbeschluss vom 21. April 2010 - IV ZR 172/09, [...] Rn. 5;… BGH, Beschlüsse vom 14. Juli 2009 - VIII ZR 3/09, NJW-RR 2009, 1291 Rn. 5; vom 15. September 2005 - I ZR 58/03, NJW-RR 2006, 267 unter II 1 a aa; vom 12. März 2004 - V ZR 257/03, BGHZ 158, 269, 272 ff.; vom 8. Dezember 1999 - VIII ZR 340/98, NJW 2000, 1199 unter II 2 a; vom 10. März 1998 - VI ZR 30/97, NJW 1998, 2222 unter II A 1 b; vom 30. September 1992 - VIII ZR 196/91, NJW 1993, 64 unter II 2 a; jeweils m.w.N.). - BGH, 21.01.2010 - I ZR 206/07
DiSC
Das Revisionsgericht kann die Vertragsauslegung nur darauf überprüfen, ob sie gegen gesetzliche Auslegungsregeln oder Denkgesetze verstößt, erfahrungswidrig ist oder wesentlichen Tatsachenstoff außer Acht lässt (BGHZ 150, 32, 37 - Unikatrahmen; BGH, Urt. v. 15.9.2005 - I ZR 58/03, TranspR 2006, 38 Tz. 27). - OLG Celle, 03.07.2008 - 13 U 68/08
Bauvertrag - Unwirksame AGB-Klauseln in Bauverträgen
Nicht zu beanstanden ist ferner, dass die streitgegenständliche Klausel in ihrem letzten Halbsatz auch hinsichtlich so genannter Kardinalpflichten eine Haftungsbegrenzung bei einfacher Fahrlässigkeit vorsieht (vgl. BGH, Urteil vom 11. November 1992 - VIII ZR 238/91, NJW 1993, 335. BGH, Urteil vom 15. September 2005 - I ZR 58/03, NJW-RR 2006, 276. Ulmer/Brandtner/HensenChristensen, a. a. O., § 309 Nr. 7 Rdn. 39 und 40. Palandt/Grüneberg, a. a. O., § 307 Rdn. 50 und § 309 Rdn. 48). - OLG Brandenburg, 05.06.2008 - 5 U 61/07
Begünstigter Waldflächenerwerb nach dem Ausgleichsleistungsgesetz: Rücktritt …
Eine erneute Zeugenvernehmung durch das Berufungsgericht war nicht geboten, da die Abweichung von der Entscheidung des Landgerichts insbesondere auf rechtlichen Erwägungen beruht (Ausbildungs- und Studienort kein "Wohnsitz") und nicht auf einer abweichenden Würdigung des Inhalts oder der Überzeugungskraft der Zeugenaussagen (…s. dazu etwa BVerfG NJW 2003, S. 2524; BGH NJW-RR 2006, S. 267, 268;… NJW-RR 1998, S. 1601, 1602 m.w.Nw.;… Zöller/Gummer/Heßler, ZPO, 26. Aufl. 2007, § 529 Rdn. 8 m.w.Nw.;… Baumbach/Hartmann, ZPO, 65. Aufl. 2007, § 398 Rdn. 6 f. m.w.Nw.). - OLG Hamburg, 13.01.2011 - 6 U 150/09
Formularmäßiger Ausschluss der Haftung des Verfrachters für Verzugsschäden
Auch Haftungsbegrenzungen (nicht nur Haftungsausschlüsse) in AGB können nicht beliebig ohne Rücksicht auf das Ausmaß des Verschuldens vereinbart werden (vgl. zu ADSp BGH NJW-RR 2006, 267, Tz. 36 und 40, zitiert nach juris, auch wenn es dort um die Verletzung von Kardinalpflichten ging). - OLG München, 31.07.2008 - 23 U 4536/07
Umfang und Verjährung des Anspruchs eines Handelsvertreters auf Erteilung eines …
Damit liegt eine unter § 309 Nr. 7 b BGB einzuordnende, unzulässige Beschränkung der Haftung vor (BGH…, Urteil vom 15.11.2006, VIII ZR 3/06 Rn. 20; Urteil vom 29.05.2008, III ZR 59/07 RN. 35; vgl. auch Urteil vom 15.09.2005, I ZR 58/03 Rn. 36, 40 zur betragsmäßigen Begrenzung). - OLG München, 30.07.2009 - 23 U 2005/08
Werkvertrag: Schadenersatzanspruch wegen der Verletzung von Prüfpflichten im …
Es kann somit offen bleiben, ob die Haftungsbegrenzung schon deshalb unwirksam ist, weil es sich um die Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten handelt und der Schadensersatzbetrag die voraussehbaren Schäden nicht abdeckt (BGH NJW-RR 2006, 267, 269). - BGH, 20.08.2010 - I ZR 206/07
- OLG Hamm, 09.12.2011 - 19 U 38/11
Wirksamkeit einer Preisanpassungsklausel in den AGB eines Stromversorgers
- OLG München, 16.07.2009 - 23 U 2075/09
Haftung des Lagerhalters: Schadensersatz wegen Verlust eingelagerter Kugellager; …
- LG Wuppertal, 04.01.2012 - 13 O 62/10
