Rechtsprechung
| BGH, 15.10.1976 - I ZR 23/75 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Jurion
- debier datenbank(Leitsatz frei, Volltext 2,50 €)
Zeitschriftenfundstellen
- GRUR 1977, 159
Wird zitiert von ... (15)
- BGH, 07.11.2002 - I ZR 276/99
Wettbewerbsrecht - Irreführende Werbung "Klosterbrauerei"?
Ob vorliegend eine Ausnahme von diesem Grundsatz in Betracht kommt, weil es letztlich nur um Individualinteressen der Klägerinnen geht (vgl. BGH, Urt. v. 15.10.1976 - I ZR 23/75, GRUR 1977, 159, 161 - Ostfriesische Tee Gesellschaft;… Urt. v. 29.9.1982 - I ZR 25/80, GRUR 1983, 32, 34 = WRP 1983, 203 - Stangenglas I), bedarf keiner Entscheidung; denn nach den getroffenen Feststellungen haben die Klägerinnen der Beklagten keinen Anlaß zu der Annahme gegeben, sie würden ihnen zustehende Unterlassungs-, Auskunfts- und Schadensersatzansprüche nicht verfolgen.Eine solche Ausnahme kommt insbesondere dann in Betracht, wenn durch das Verbot ein wertvoller Besitzstand an einer Individualkennzeichnung zerstört würde (BGH GRUR 1977, 159, 161 - Ostfriesische Tee Gesellschaft;… vgl. ferner BGH, Urt. v. 28.1.1957 - I ZR 88/55, GRUR 1957, 285, 287 = WRP 1957, 173 - Erstes Kulmbacher).
- BGH, 10.08.2000 - I ZR 126/98
Stich den Buben - unbillige Behinderung; Irreführung/Geschäftsverhältnisse; …
Im Wirtschaftsleben kommt es nicht selten vor, daß ein Unternehmen in seiner Firma nur auf einen Teil seines Sortiments hinweist, der, sei es historisch, sei es der Abkürzung wegen oder aus sonstigen Gründen, in den Mittelpunkt gerückt wird (vgl. BGH, Urt. v. 15.10.1976 - I ZR 23/75, GRUR 1977, 159 f. - Ostfriesische Tee Gesellschaft; BGH GRUR 1984, 465, 466 f. - Natursaft). - BGH, 23.02.1995 - I ZR 15/93
Abnehmerverwarnung - Schutzrechtsverwarnung
Auch der Beseitigungsanspruch steht unter dem Gebot der Wahrung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit des verlangten Mittels zu dem angestrebten Erfolg (BGH, Urt. v. 15.10.1976 - I ZR 23/75, GRUR 1977, 159, 161 - Ostfriesische Tee Gesellschaft;… Urt. v. 24.3.1994 - I ZR 42/93, GRUR 1994, 630, 633 = WRP 1994, 519 - Cartier-Armreif;… Teplitzky, Wettbewerbsrechtliche Ansprüche, 6. Aufl., Kap. 26 Rdn. 10).
- BGH, 05.04.1990 - I ZR 19/88
Dr. S.-Arzneimittel - Irreführung/Geschäftsverhältnisse
Zwar kann ausnahmsweise eine Interessenabwägung in Betracht kommen, wenn einerseits ein wertvoller Besitzstand des Werbenden und andererseits eine nur geringfügige Irreführungsgefahr und ein demgemäß geringes Gewicht der auf dem Spiel stehenden öffentlichen Interessen in Frage stehen (…vgl. BGH, Urt. v. 23.3.1966 - Ib ZR 28/64, GRUR 1966, 445, 449 f Glutamal;… BGH, Urt. v. 12.3.1971 - I ZR 115/69, GRUR 1971, 313, 315 - Bocksbeutelflasche; BGH, Urt. v. 15.10.1976 I ZR 23/75, GRUR 1977, 159, 161 - Ostfriesische Teegesellschaft;… BGH aaO - Größtes Teppichhaus der Welt). - BGH, 29.09.1982 - I ZR 25/80 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BGH, 27.02.1980 - I ZR 8/78 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BGH, 09.04.1987 - I ZR 201/84
"Wodka Woronoff"; Irreführung über die Herkunft von Wodka
Dabei wird das Berufungsgericht, sofern nach dem Ergebnis seiner Prüfung dazu Veranlassung besteht, auch darauf einzugehen haben, ob im Streitfall - worauf sich die Beklagte berufen hat - eine Abwägung der zu berücksichtigenden Interessen ausnahmsweise zu einer Verneinung der Schutzwürdigkeit irriger Verbrauchervorstellungen führen kann (vgl. BGH, Urt. v. 15.10.1976 - I ZR 23/75, GRUR 1977, 159, 161 - Ostfriesische Teegesellschaft;… Urt. v. 6.6.1980 I ZR 97/78, GRUR 1981, 71, 74 = WRP 1981, 18, 20 Lübecker Marzipan). - BGH, 26.06.1986 - I ZR 103/84
Küchen-Center
Allerdings kann in besonderen Ausnahmefällen aus Billigkeitsgründen eine nur geringfügig Irreführungsgefahr hinzunehmen sein, wenn die Belange der Allgemeinheit nicht in erheblichem Maße und ernstlich in Mitleidenschaft gezogen werden (vgl. dazu im einzelnen BGH, Urt. v. 19.10.1976 - I ZR 23/75, GRUR 1977, 159, 161 - Ostfriesische Teegesellschaft - …und Urt. v. 29.9.1982 - I ZR 25/80, GRUH 1983, 32, 33 = WRP 1983, 203 - Stangenglas I). - BGH, 30.10.1981 - I ZR 156/79
Kippdeckeldose
Danach ist das Interesse der Allgemeinheit, vor Irreführungen bewahrt zu werden, grundsätzlich vorrangig gegenüber Individualinteressen des Anbieters (vgl. BGH a.a.O., ferner BGH GRUR 1973, 532, 533 - Millionen trinken - und GRUR 1977, 159, 161 - Ostfriesische Teegesellschaft -), und auch gegenüber etwaigen anderen Allgemeininteressen hat es nur unter besonderen, engen Voraussetzungen ausnahmsweise als nachrangig zurückzutreten (vgl. BGH GRUR 1968, 200, 203 - Acrylglas -). - BGH, 29.04.1982 - I ZR 111/80
Elsässer Nudeln
Es hat auch nicht verkannt, daß es für diese Eignung nicht auf besondere Qualitätserwartungen ankommt (BGH GRUR 1977, 159, 161 - Ostfriesische Teegesellschaft -), sondern daß es genügt, wenn die Angabe in dem Punkt und in dem Umfang, in dem sie von der Wahrheit abweicht, die Kauflust des Publikums irgendwie - im Sinne der allgemeinen Wertschätzung - beeinflussen kann (BGH GRUR 1970, 467, 468 - Vertragswerkstatt - 1981, 71, 73 - Lübecker Marzipan -). - BGH, 14.03.1985 - I ZR 66/83
- BGH, 02.02.1984 - I ZR 219/81
- BGH, 12.06.1981 - I ZR 135/79
- BGH, 23.09.1977 - I ZR 156/75
- OLG Köln, 13.08.1991 - 22 U 65/91
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