Rechtsprechung
   BGH, 16.11.2006 - I ZR 191/03   

Volltextveröffentlichungen (16)

mehr
  • bundesgerichtshof.de

    Telefonwerbung für "Individualverträge"

  • IWW
  • aufrecht.de

    Unzulässigkeit von Telefonwerbung gegenüber Unternehmern

  • Kanzlei Prof. Schweizer

    ZPO § 253 Abs. 2 Nr. 2, § 314 Abs. 1 Nr. 4; UWG § 7 Abs. 2 Nr. 2 Fall 2; UWG § 3
    Unbestimmter und damit unbegründeter Antrag bei Wiederholung des Gesetzestextes [Wettbewerbsrecht]

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Telefonwerbung gegenüber gewerbetreibenden Marktteilnehmern ist wettbewerbswidrig - Keine mutmaßliche Einwilligung des Marktteilnehmers bei Werbung für ein objektiv nachteiliges Angebot - Anforderungen an bestimmten Antrag auf Unterlassung

  • Institut für Deutsches und Europäisches Unternehmensrecht

    Wettbewerbswidrige Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden ("Telefonwerbung für "Individualverträge"")

  • kanzlei.biz

    Telefonwerbung für "Individualverträge"

  • NWB SteuerXpert START
  • RA Kotz

    Telefonwerbung - mutmaßliche Einwilligung - unzumutbare Belästigung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Anforderungen an die Bestimmtheit eines auf das Verbot unaufgeforderter Telefonwerbung gerichteten Klageantrags; Mutmaßliche Einwilligung des Adressaten

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Wettbewerbsrecht - Sind Bauunternehmen mit Werbeanrufen einverstanden?

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Telefonwerbung für "Individualverträge"

Kurzfassungen/Presse (13)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Bundesgerichtshof bestätigt Verbot der Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden

  • MIR - Medien Internet und Recht (Leitsatz)

    Telefonwerbung für "Individualverträge" - Für die Beantwortung der Frage, ob bei einer Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden von einer mutmaßlichen Einwilligung ausgegangen werden kann, ist auf die Umstände vor dem Anruf sowie auf die Art und den Inhalt der Werbung abzustellen.

  • webshoprecht.de (Leitsatz und Auszüge)

    Kein vermutetes Einverständnis zu Telefonwerbung für Individualverträge

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  • wb-law.de (Pressemitteilung)

    Verbot der Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden [Telefonwerbung, UWG]

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Telefonwerbung bei Gewerbetreibenden

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Verbot der Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden

  • Verlag Dr. Otto Schmidt (Kurzinformation)

    Unerbetene Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden ist wettbewerbswidrig

  • boesel-kollegen.de (Kurzinformation)

    Telefonwerbung ist und bleibt ein heißes Eisen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Telefonwerbung: Auch gegenüber Gewerbetreibenden unzulässig

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Verbotene Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden

  • it-rechtsinfo.de (Kurzinformation)

    Ungebetene Telefonwerbung ggü. Gewerbetreibenden unzulässig

  • kanzlei-richter.com (Kurzinformation)

    Kaltaquiseanrufe auch gegenüber Gewerbetreibenden in der Regel unzulässig

Besprechungen u.ä. (3)

  • meyer-koering.de (Entscheidungsbesprechung)

    Wettbewerbswidrige Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden

  • hk2.eu (Entscheidungsbesprechung)

    Telefonwerbung für "Individualverträge"

    Telefonwerbung bei Gewerbetreibenden

  • hoai-gutachter.de , S. 2 (Entscheidungsbesprechung)

    Telefonwerbung bei Bauvorhabenakquise verboten

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • MDR 2007, 966
  • GRUR 2007, 607
  • NZBau 2007, 448 (Ls.)
  • WM 2007, 1190
  • MMR 2007, 598
  • MIR 2007, Dok. 207
  • BB 2007, 1190
  • DB 2007, 1190
  • K&R 2007, 402
  • BauR 2007, 1414



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Wird zitiert von ... (58)  

  • BGH, 10.02.2011 - I ZR 164/09  

    Double-opt-in-Verfahren

    Diese Frage ist auch im Revisionsverfahren von Amts wegen zu prüfen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Mai 2000 - I ZR 28/98, BGHZ 144, 255, 263 - Abgasemissionen; Urteil vom 16. November 2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Rn. 15 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge").

    a) Nach § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO darf ein Verbotsantrag nicht derart undeutlich gefasst sein, dass Gegenstand und Umfang der Entscheidungsbefugnis des Gerichts (§ 308 Abs. 1 ZPO) nicht erkennbar abgegrenzt sind, sich der Beklagte deshalb nicht erschöpfend verteidigen kann und letztlich die Entscheidung darüber, was dem Beklagten verboten ist, dem Vollstreckungsgericht überlassen bleibt (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 17. Juli 2003 - I ZR 259/00, BGHZ 156, 1, 8 f. - Paperboy; Urteil vom 24. Februar 2005 - I ZR 128/02, GRUR 2005, 604, 605 = WRP 2005, 739 - Fördermittelberatung; BGH, GRUR 2007, 607 Rn. 16 - Telefonwerbung für "Individualverträge").

    Aus diesem Grund sind insbesondere Unterlassungsanträge, die lediglich den Wortlaut eines Gesetzes wiederholen, grundsätzlich als zu unbestimmt und damit unzulässig anzusehen (vgl. BGH, Urteil vom 24. November 1999 - I ZR 189/97, GRUR 2000, 438, 440 = WRP 2000, 389 - Gesetzeswiederholende Unterlassungsanträge; Urteil vom 12. Juli 2001 - I ZR 261/98, GRUR 2002, 77, 78 = WRP 2002, 85 - Rechenzentrum; BGH, GRUR 2007, 607 Rn. 16 - Telefonwerbung für "Individualverträge").

    b) Der Bundesgerichtshof hat bisher offengelassen, ob der in § 7 Abs. 2 Nr. 2 Altern. 1 UWG geregelte Fall unlauteren Verhaltens schon selbst als hinreichend eindeutig und konkret gefasst angesehen werden kann, um ohne weitere Konkretisierung in den Antrag übernommen zu werden (BGH, GRUR 2007, 607 Rn. 17 - Telefonwerbung für "Individualverträge"; BGH, Urteil vom 5. Oktober 2010 - I ZR 46/09, GRUR 2011, 433, Rn. 13 = WRP 2011, 576 - Verbotsantrag bei Telefonwerbung; für eine hinreichende Bestimmtheit der Norm: OLG Hamm, MMR 2007, 54; Urteil vom 30. Juni 2009 - 4 U 54/09, [...] Rn. 34; Köhler in Köhler/Bornkamm, UWG, 29. Aufl., § 12 Rn. 2.40; Mankowski in Fezer, UWG, 2. Aufl., § 7 Rn. 222).

  • BGH, 20.09.2007 - I ZR 88/05  

    Suchmaschineneintrag

    Bei der Beurteilung der Frage, ob bei einer Telefonwerbung im gewerblichen Bereich von einer mutmaßlichen Einwilligung des Anzurufenden ausgegangen werden kann, ist auf die Umstände vor dem Anruf sowie auf die Art und den Inhalt der Werbung abzustellen (vgl. BGH, Urt. v. 16.11.2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Tz. 21 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge", m.w.N.).

    Eine unzumutbare Belästigung im Sinne des § 7 UWG ist zugleich geeignet, die Interessen der Marktteilnehmer im Sinne des § 3 UWG erheblich zu beeinträchtigen (vgl. BGH GRUR 2007, 607 Tz. 23 - Telefonwerbung für "Individualverträge").

  • BGH, 04.10.2007 - I ZR 22/05  

    Umsatzsteuerhinweis

    Etwas anderes kann gelten, wenn entweder bereits der gesetzliche Verbotstatbestand selbst entsprechend eindeutig und konkret gefasst oder der Anwendungsbereich einer Rechtsnorm durch eine gefestigte Auslegung geklärt ist, sowie auch dann, wenn der Kläger hinreichend deutlich macht, dass er nicht ein Verbot im Umfang des Gesetzeswortlauts beansprucht, sondern sich mit seinem Unterlassungsbegehren an der konkreten Verletzungshandlung orientiert (BGH, Urt. v. 16.11.2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Tz. 16 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge").
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  • BGH, 17.07.2008 - I ZR 75/06  

    Faxanfrage im Autohandel

    Dementsprechend hat der Senat in einem Fall, in dem die Beklagte nicht nur Dienstleistungen des angerufenen Unternehmens nachgefragt, sondern in erster Linie eine kostenpflichtige Vermittlungsleistung angeboten hatte, keinen Anhaltspunkt für eine konkludente Einwilligung gesehen und lediglich das Vorliegen einer mutmaßlichen Einwilligung geprüft und verneint (BGH, Urt. v. 16.11.2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Tz. 20 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge").
  • BGH, 10.12.2009 - I ZR 201/07  

    Einwilligung in den Empfang von E-Mail-Werbung

    c) Entgegen der Ansicht der Revision bestanden im Streitfall keine Anhaltspunkte dafür, dass trotz des Vorliegens der Tatbestandsmerkmale des § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG 2004 eine unzumutbare Belästigung aufgrund einer Interessenabwägung zu verneinen sein könnte (vgl. BGH, Urt. v. 16.11.2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Tz. 23 = WRP 2007, 795 - Telefonwerbung für "Individualverträge"; OLG Naumburg K&R 2007, 274, 275 und 277 f. = DB 2007, 911 = OLG-Rep 2007, 753; Köhler in Hefermehl/Köhler/Bornkamm, UWG, 26. Aufl., § 7 Rdn. 2; Fezer/Mankowski, UWG, § 7 Rdn. 32; Ohly in Piper/Ohly, UWG, 4. Aufl., § 7 Rdn. 4; Koch in Ullmann, jurisPK-UWG, 1. Aufl., § 7 Rdn. 286).

    d) Das Berufungsgericht hat mit Recht angenommen, dass nach der Bejahung einer unzumutbaren Belästigung i.S. des § 7 Abs. 2 UWG 2004 die Frage eines Bagatellverstoßes nicht mehr zu prüfen ist (vgl. BGH GRUR 2007, 607 Tz. 23 - Telefonwerbung für "Individualverträge"; BGH, Urt. v. 20.9.2007 - I ZR 88/05, GRUR 2008, 189 Tz. 23 = WRP 2008, 44 - Suchmaschineneintrag).

    Die Revision hätte ohne die übereinstimmende Erledigungserklärung der Parteien gleichwohl Erfolg gehabt und zur Zurückverweisung der Sache an das Berufungsgericht geführt, weil der von der Klägerin gestellte und vom Berufungsgericht für zulässig und begründet erachtete Unterlassungsantrag nicht die Voraussetzungen erfüllte, unter denen ein gesetzeswiederholender Unterlassungsantrag nach den in der Textziffer 16 der Senatsentscheidung "Telefonwerbung für 'Individualverträge'" (GRUR 2007, 607) dargestellten Grundsätzen ausnahmsweise als hinreichend bestimmt und damit zulässig anzusehen ist.

    Entgegen der Ansicht der Klägerin war es auch nicht Sache der Beklagten, schlüssig darzulegen, wie anders als geschehen ein Verbot formuliert werden könnte, sondern wäre gegebenenfalls vom Berufungsgericht und zuvor von der Klägerin darzulegen gewesen, dass die Antragsformulierung trotz ihrer Auslegungsbedürftigkeit zur Gewährleistung des Rechtsschutzes im Hinblick auf die in Rede stehende Werbemethode erforderlich war (vgl. BGH GRUR 2007, 607 Tz. 16 a.E. - Telefonwerbung für "Individualverträge").

  • BGH, 09.07.2009 - I ZR 13/07  

    Brillenversorgung

    Nach § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO darf ein Verbotsantrag nicht derart undeutlich gefasst sein, dass Gegenstand und Umfang der Entscheidungsbefugnis des Gerichts (§ 308 Abs. 1 ZPO) nicht erkennbar abgegrenzt sind, sich der Beklagte deshalb nicht erschöpfend verteidigen kann und letztlich die Entscheidung darüber, was dem Beklagten verboten ist, dem Vollstreckungsgericht überlassen bliebe (st. Rspr.; vgl. BGHZ 156, 1, 8 f. - Paperboy; BGH, Urt. v. 24.2.2005 - I ZR 128/02, GRUR 2005, 304, 305 = WRP 2005, 739 - Fördermittelberatung, jeweils m.w.N.; Urt. v. 16.11.2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Tz. 16 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge").

    Aus diesem Grund sind insbesondere Unterlassungsanträge, die lediglich den Wortlaut eines Gesetzes wiederholen, grundsätzlich als zu unbestimmt und damit unzulässig anzusehen (vgl. BGH, Urt. v. 24.11.1999 - I ZR 189/97, GRUR 2000, 438, 440 = WRP 2000, 389 - Gesetzeswiederholende Unterlassungsanträge; Urt. v. 12.7.2001 - I ZR 261/98, GRUR 2002, 77, 78 = WRP 2002, 85 - Rechenzentrum; GRUR 2007, 607 Tz. 16 - Telefonwerbung für "Individualverträge").

  • BGH, 29.04.2010 - I ZR 202/07  

    Erinnerungswerbung im Internet

    Etwas anderes kann gelten, wenn entweder bereits der gesetzliche Verbotstatbestand selbst eindeutig und konkret gefasst oder sein Anwendungsbereich durch eine gefestigte Auslegung geklärt ist, sowie auch dann, wenn der Kläger hinreichend deutlich macht, dass er nicht ein Verbot im Umfang des Gesetzeswortlauts beansprucht, sondern sich mit seinem Unterlassungsbegehren an der konkreten Verletzungshandlung orientiert (BGH, Urt. v. 16.11.2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Tz. 16 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge"; Urt. v. 4.10.2007 - I ZR 22/05, GRUR 2008, 532 Tz. 16 = WRP 2008, 782 - Umsatzsteuerhinweis).

    Denn auch eine solche beschränkte Verurteilung erfasst nach der so genannten Kerntheorie immerhin alle Handlungsformen, in denen das Charakteristische der beanstandeten Werbung zum Ausdruck kommt (vgl. BGH GRUR 2007, 607 Tz. 17 - Telefonwerbung für "Individualverträge").

  • BGH, 01.12.2010 - I ZR 12/08  

    Perlentaucher

    Die mangelnde Bestimmtheit des Unterlassungsantrags hat entgegen der Ansicht der Revision nicht zur Folge, dass die Sache an das Berufungsgericht zurückzuverweisen ist, um der Klägerin aus Gründen der prozessualen Fairness Gelegenheit zu einer Neufassung ihres Antrags zu geben (vgl. BGH, Urteil vom 16. November 2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Rn. 18 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge").
  • BGH, 11.03.2010 - I ZR 27/08  

    Telefonwerbung nach Unternehmenswechsel

    Nach der Rechtsprechung des Senats schloss eine unzumutbare Belästigung i.S. des § 7 Abs. 2 UWG 2004 einen Bagatellverstoß von vornherein aus (vgl. BGH, Urt. v. 16.11.2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Tz. 23 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge"; Urt. v. 20.9.2007 - I ZR 88/05, GRUR 2008, 189 Tz. 23 = WRP 2008, 44 - Suchmaschineneintrag; Beschl. v. 10.12.2009 - I ZR 201/07, [...] Tz. 11).

    bb) Das Berufungsgericht ist im rechtlichen Ansatz auch zutreffend davon ausgegangen, dass ein allgemeiner Sachbezug zu den vom angerufenen Unternehmen angebotenen Waren oder Dienstleistungen im Allgemeinen für die Annahme einer mutmaßlichen Einwilligung nicht ausreicht, weil Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden andernfalls nahezu unbeschränkt zulässig wäre (vgl. BGH, Urt. v. 25.1.2001 - I ZR 53/99, GRUR 2001, 1181, 1182 = WRP 2001, 1068 - Telefonwerbung für Blindenwaren, zu § 1 UWG a.F.; BGH GRUR 2007, 607 Tz. 20 - Telefonwerbung für "Individualverträge").

  • OLG Hamm, 14.05.2009 - 4 U 192/08  

    Anforderungen an die Fassung eines Verbotstenors; Wettbewerbswidrigkeit der

    Allgemein gilt diesbezüglich, dass ein Verbotsantrag nach § 253 II Nr. 2 ZPO nicht derart undeutlich gefasst sein darf, dass Gegenstand und Umfang der Entscheidungsbefugnis des Gerichts (§ 308 I ZPO) nicht erkennbar abgegrenzt sind, sich der Beklagte deshalb nicht erschöpfend verteidigen kann und letztlich die Entscheidung darüber, was dem Beklagten verboten ist, dem Vollstreckungsgericht überlassen bliebe (st. Rspr.; vgl. BGHZ 156, 1, 8 f. - Paperboy; BGH GRUR 2005, 604, 605 - Fördermittelberatung; GRUR 2005, 692, 693 "statt"-Preis; GRUR 2007, 607 - Telefonwerbung für Individualverträge).

    Abweichendes kann dann gelten, wenn entweder bereits der gesetzliche Verbotstatbestand selbst entsprechend eindeutig und konkret gefasst oder der Anwendungsbereich einer Rechtsnorm durch eine gefestigte Auslegung geklärt ist, sowie auch dann, wenn der Kläger hinreichend deutlich macht, dass er nicht ein Verbot im Umfang des Gesetzeswortlauts beansprucht, sondern sich mit seinem Unterlassungsbegehren an der konkreten Verletzungshandlung orientiert (BGH GRUR 2003, 886, 887 - Erbenermittler; GRUR 2007, 607 - Telefonwerbung für Individualverträge).

    Eine auslegungsbedürftige Antragsformulierung kann jedoch dann hinzunehmen sein, wenn dies zur Gewährleistung des Rechtsschutzes im Hinblick auf eine bestimmte Werbemethode erforderlich erscheint (BGH GRUR 2002, 1088, 1089 - Zugabenbündel; BGHZ 158, 174, 186 - Direktansprache am Arbeitsplatz; GRUR 2005, 443, 445 - Ansprechen in der Öffentlichkeit II; GRUR 2005, 604, 605 - Fördermittelberatung; GRUR 2007, 607 - Telefonwerbung für Individualverträge).

    Weder ist der Begriff "Werbemitteilungen" als zu unbestimmt anzusehen, da in aller Regel wie bei dem Begriff "werben" nicht unzweifelhaft ist, ob eine Maßnahme als Werbung anzusehen ist oder nicht, noch stellt sich das Kriterium der fehlenden vorherigen Einwilligung als zu unzureichend bestimmt dar (vgl. OLG Hamm MD 2006, 1285; Urt. vom 15.08.2006, Az. 4 U 78/06; Köhler, in Hefermehl u.a., 25. Aufl. 2007, UWG § 12 Rn. 2.40; LG Stuttgart WRP 2005, 1041, zu § 7 II Nr. 2 Fall 1 UWG; s.a. Antragsfassung in der Sache BGH GRUR 2007, 607 - Telefonwerbung für Individualverträge), das tatsächlich ohne weiteres geklärt und auch einer Beweiserhebung zugeführt werden kann.

  • OLG Hamm, 16.10.2007 - 4 U 91/07  

    Wiederholungsgefahr bei Spam?

  • OLG Zweibrücken, 26.02.2009 - 4 U 51/08  

    Anforderungen an die Bestimmtheit eines Unterlassungsantrags

  • BGH, 05.10.2010 - I ZR 46/09  

    Verbotsantrag bei Telefonwerbung

  • BGH, 01.12.2010 - I ZR 13/08  

    Urheberrecht - Abstracts zu Buchrezensionen aus Zeitungen

  • BGH, 13.01.2011 - I ZR 111/08  

    Hörgeräteversorgung II

  • OLG Frankfurt, 22.05.2012 - 14 U 64/11  

    Verbot unzulässiger Werbung durch Telefonanrufe nach § 7 I, II Nr. 2 Alt.1

  • BGH, 22.04.2010 - I ZR 29/09  

    Grabmalwerbung

  • OLG Hamm, 25.10.2007 - 4 U 89/07  

    Wettbewerbswidrige Versendung elektronischer Werbung an Mitbewerber

  • BGH, 04.11.2010 - I ZR 118/09  

    Rechtsberatung durch Lebensmittelchemiker

  • OLG Stuttgart, 11.11.2010 - 2 U 29/10  

    Wettbewerbsverstoß: Telefonwerbung eines Energieversorgungsunternehmens bei zuvor

  • BGH, 13.01.2011 - I ZR 112/08  

    Arztrecht - Verweisung und Zuweisung nach Ärzte-Berufsordnung

  • BGH, 06.10.2011 - I ZR 54/10  

    Kreditkontrolle

  • OLG Jena, 21.04.2010 - 2 U 88/10  

    "Voreingestellte" Einwilligung in Newsletterempfang

  • BGH, 08.03.2012 - I ZR 85/10  

    Unfallersatzgeschäft

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1395/08  
  • OLG Stuttgart, 10.12.2009 - 2 U 51/09  

    Wettbewerbsverstoß: Anforderungen an die Widerrufsbelehrung; Rücksendekosten;

  • BGH, 02.02.2012 - I ZR 81/10  

    Verfahrensrecht - Original des Urteils muss nicht bei Gerichtsakten verbleiben!

  • OLG Stuttgart, 24.04.2008 - 2 U 51/07  

    Sonntagsverkauf in Apotheken: Verfassungsgemäßes Verbot des sonntäglichen

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1397/08  
  • OLG Köln, 31.10.2007 - 6 U 13/07  

    "Getunter Bentley" - Zur Rechtmäßigkeit der Verwendung der Originalmarke beim

  • OLG München, 11.09.2008 - 29 U 3629/08  

    Affiliate-Programm bei jugendgefährdenden Angeboten

  • BGH, 07.09.2010 - I ZR 27/08  
  • OLG Hamm, 22.11.2007 - 4 U 102/07  
  • LG Bonn, 31.01.2008 - 14 O 140/07  
  • OLG Hamm, 17.02.2009 - 4 U 190/08  

    Begriff der unzumutbaren Belästigung; Zulässigkeit unaufgeforderter

  • OLG Frankfurt, 03.12.2012 - 6 U 230/12  

    Bestimmtheit des Klageantrages bei auf Erstbegehungsgefahr gestütztem

  • LG Karlsruhe, 08.07.2011 - 14 O 108/10  

    Ungefragte Aushändigung des Werbeflyers eins Hörgeräteakustikers durch einen

  • OLG Frankfurt, 15.05.2008 - 6 U 36/03  

    Wettbewerbsverstoß: Anforderungen an die Bestimmtheit eines Antrags auf

  • OLG Hamm, 13.11.2008 - 4 U 150/08  

    Rechtsmissbräuchlichkeit der Einschaltung eines Rechtsanwalts zum Zwecke der

  • BGH, 18.05.2007 - I ZR (5) 191/03  
  • OLG Köln, 21.09.2007 - 6 U 14/07  

    "Tarif mit erhöhter Grundgebühr" - Telefonwerbung bei bestehender

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1396/08  
  • OLG Hamm, 19.03.2009 - 4 U 179/08  

    Untersagung belästigender Werbung durch E-Mail

  • OLG Düsseldorf, 26.10.2011 - 15 U 101/11  
  • OLG München, 27.04.2010 - 29 W 1209/10  

    Unlauterer Wettbewerb: Verletzung des Kernbereichs einer gerichtlichen

  • LAG Berlin-Brandenburg, 28.09.2007 - 8 Sa 916/07  

    Klage auf Unterlassung von Warnstreiks - Umfang der Friedenspflicht -

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1398/08  
  • LG München I, 14.05.2009 - 7 O 5535/09  

    Urheberrechtsverletzungen im Internet: Verpflichtung des Access-Providers zur

  • LG Bonn, 09.10.2007 - 11 O 61/07  
  • OLG München, 18.04.2011 - 29 W 376/11  

    Unlauterer Wettbewerb: Verletzung des Kernbereichs einer gerichtlichen

  • OLG München, 02.02.2012 - 6 U 3180/11  

    Wettbewerbs- und Heilmittelwerberecht: Bestimmtheit eines Verfügungsantrags

  • ArbG Berlin, 23.06.2008 - 2 Ga 9993/08  

    Zulässigkeit von im Zusammenhang mit einem Arbeitskampf stehenden Maßnahmen;

  • VG Köln, 13.08.2008 - 1 L 911/08  
  • OLG Stuttgart, 05.08.2010 - 2 U 53/10  

    Wettbewerbswidrigkeit der Nennung eines in Trägerschaft von Gebietskörperschaften

  • LG Bonn, 23.04.2009 - 14 O 18/09  
  • LG Hannover, 03.11.2009 - 18 O 113/09  
  • LG Köln, 24.08.2011 - 84 O 52/11  
  • LG Bonn, 18.09.2007 - 11 O 68/07  

    Rücksichtspflicht

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