Rechtsprechung
| BGH, 18.06.2008 - VIII ZR 154/06 |
Volltextveröffentlichungen (10)
- lexetius.com
BGB § 157
- Betriebs-Berater
Rückkaufklausel in Kfz-Vertragshändlervertrag
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- IWW
- DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Auslegung einer Formularklausel in Kfz-Vertragshändlervertrag
- NWB SteuerXpert START
BGB § 157 D, § 157 Ga
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 157
Formularmäßige Vereinbarung einer Rückkaufverpflichtung für Ersatzteile in einem Kfz-Vertragshändlervertrag; Ergänzende Vertragsauslegung bei Abschluss eines Werkstattvertrages - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
AGB - Formularklausel in einem Kfz-Vertragshändlervertrag
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Betriebs-Berater (Kurzinformation)
Rückkaufklausel in Kfz- Vertragshändlervertrag
- IWW (Kurzinformation)
BGH stärkt die Rechte von Vertragshändlern - Teilerückkauf nach Händlervertragsende bei sich anschließendem Service-Vertrag
Sonstiges
- wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18.6.2008, Az.: VIII ZR 154/06 (Verneinte ergänzende Auslegungsmöglichkeit eines Rückkaufsanspruchs bei Beendigung eines Kfz-Vertragshändlervertrages...)" von RiOLG Heinz Diehl, original erschienen in: ZfS 2008 Heft 11.
Verfahrensgang
- LG Frankfurt/Main, 03.02.2005 - 25 O 547/03
- OLG Frankfurt, 31.05.2006 - 21 U 25/05
- BGH, 18.06.2008 - VIII ZR 154/06
Zeitschriftenfundstellen
- NJW-RR 2008, 1371
- MDR 2008, 1026
- NZV 2008, 511 (Ls.)
- WM 2008, 2076
- DB 2008, 1913
Wird zitiert von ... (6)
- BGH, 09.12.2009 - VIII ZR 91/08
Verbraucherrecht - Klausel bzgl. Rückkauf in Kfz-Vertragshändlervertrag
Das ist nicht der Fall, wenn der Händler sich auf der Grundlage des bisherigen Vertrags auf den Ersatzteilgroßhandel spezialisiert hatte und dieser Großhandelstätigkeit des Händlers durch eine Umstrukturierung des Vertriebssystems des Herstellers zu einem wesentlichen Teil der Boden entzogen worden ist (im Anschluss an Senatsurteile vom 18 Juli 2007 - VIII ZR 227/06, WM 2007, 2078, und vom 18. Juni 2008 - VIII ZR 154/06, WM 2008, 2076).*).Eine Formularklausel in einem Kfz-Vertragshändlervertrag, nach der sich der Hersteller verpflichtet, von dem Händler bei Beendigung dieses Vertrages auf Verlangen fabrikneue Ersatzteile, die näher bezeichnete Voraussetzungen erfüllen, zurückzukaufen, ist dahin auszulegen, dass der Rückkaufanspruch entfällt, wenn die Zusammenarbeit auf der Grundlage eines mit dem beendeten Vertrag im Wesentlichen übereinstimmenden Vertrags fortgesetzt wird.*) 2. Das ist nicht der Fall, wenn der Händler sich auf der Grundlage des bisherigen Vertrags auf den Ersatzteilgroßhandel spezialisiert hatte und dieser Großhandelstätigkeit des Händlers durch eine Umstrukturierung des Vertriebssystems des Herstellers zu einem wesentlichen Teil der Boden entzogen worden ist (im Anschluss an Senatsurteile vom 18 Juli 2007 - VIII ZR 227/06, WM 2007, 2078, und vom 18. Juni 2008 - VIII ZR 154/06, WM 2008, 2076).*).
Der Senat kann die vom Berufungsgericht vorgenommene Auslegung der Formularbestimmung in Art. 7.1 ZB-HV unbeschränkt nachprüfen (Senats-urteile vom 18. Juli 2007 - VIII ZR 227/06, WM 2007, 2078, Tz. 20, und vom 18. Juni 2008 - VIII ZR 154/06, WM 2008, 2076, Tz. 10).
Ansatzpunkt für die bei einem Formularvertrag gebotene objektive, nicht am Willen der konkreten Vertragspartner zu orientierende Auslegung ist in erster Linie der Vertragswortlaut; dieser setzt für den Rückkaufanspruch nach Art. 7.1 ZB-HV, wie das Berufungsgericht nicht verkannt hat, lediglich voraus, dass "dieser Vertrag", also der zum 30. September 2003 gekündigte Händlervertrag für Vertrieb und Service, beendet ist (Senatsurteil vom 18. Juni 2008, aaO., Tz. 11;… Senatsurteil vom 18. Juli 2007, aaO., Tz. 23 f.).
Der Senat hat bereits entschieden, dass der Rückkaufanspruch aus Art. 7.1 ZB-HV jedenfalls dann besteht, wenn die Vertragsparteien ihre Geschäftsbeziehung im Anschluss an den beendeten Händlervertrag im Rahmen eines Service-Partner-Vertrages fortsetzen (Senatsurteile vom 18. Juli 2007 und 18. Juni 2008, aaO.).
Eine den Wortlaut einschränkende Auslegung von Art. 7.1 ZB-HV, die zum Ausschluss des Anspruchs führen würde, hat der Senat insoweit ebenso abgelehnt (Senatsurteile vom 18. Juli 2007 und 18. Juni 2008, aaO., Tz. 25 ff. bzw. Tz. 11) wie eine entsprechende ergänzende Vertragsauslegung (…aaO. Tz. 34 ff. bzw. Tz. 13 ff.).
Ausgenommen von der Rückkaufpflicht sind nur die Teile, zu deren Bevorratung als Mindestbestand der bisherige Händler nach dem neuen Servicevertrag verpflichtet ist (…Senatsurteil aaO., Tz. 37; Senatsurteil vom 18. Juni 2008, aaO., Tz. 20).
- BGH, 09.12.2009 - VIII ZR 93/08
Vorliegen eines Rückkaufanspruchs bei Beendigung eines Händlervertrages für …
Der Senat kann die vom Berufungsgericht vorgenommene Auslegung der Formularbestimmung in Art. 7.1 ZB-HV unbeschränkt nachprüfen (Senatsurteile vom 18. Juli 2007 - VIII ZR 227/06, WM 2007, 2078, Tz. 20, und vom 18. Juni 2008 - VIII ZR 154/06, WM 2008, 2076, Tz. 10).Ansatzpunkt für die bei einem Formularvertrag gebotene objektive, nicht am Willen der konkreten Vertragspartner zu orientierende Auslegung ist in erster Linie der Vertragswortlaut; dieser setzt für den Rückkaufanspruch nach Art. 7.1 ZB-HV, wie das Berufungsgericht nicht verkannt hat, lediglich voraus, dass "dieser Vertrag", also der zum 30. September 2003 gekündigte Händlervertrag für Vertrieb und Service, beendet ist (Senatsurteil vom 18. Juni 2008, aaO., Tz. 11;… Senatsurteil vom 18. Juli 2007, aaO., Tz. 23 f.).
Der Senat hat bereits entschieden, dass der Rückkaufanspruch aus Art. 7.1 ZB-HV jedenfalls dann besteht, wenn die Vertragsparteien ihre Geschäftsbeziehung im Anschluss an den beendeten Händlervertrag im Rahmen eines Service-Partner-Vertrages fortsetzen (Senatsurteile vom 18. Juli 2007 und 18. Juni 2008, aaO.).
Eine den Wortlaut einschränkende Auslegung von Art. 7.1 ZB-HV, die zum Ausschluss des Anspruchs führen würde, hat der Senat insoweit ebenso abgelehnt (Senatsurteile vom 18. Juli 2007 und 18. Juni 2008, aaO., Tz. 25 ff. bzw. Tz. 11) wie eine entsprechende ergänzende Vertragsauslegung (…aaO. Tz. 34 ff. bzw. Tz. 13 ff.).
Ausgenommen von der Rückkaufpflicht sind nur die Teile, zu deren Be-vorratung als Mindestbestand der bisherige Händler nach dem neuen Servicevertrag verpflichtet ist (…Senatsurteil aaO., Tz. 37; Senatsurteil vom 18. Juni 2008, aaO., Tz. 20).
- BGH, 18.07.2007 - VIII ZR 227/06
Kaufrecht - Formularklausel in Kfz-Vertragshändlervertrag
Die Beklagte hat ihre Rücknahmepflicht auch nicht willkürlich oder mutwillig geleugnet, wie sich schon daraus ergibt, dass dazu inzwischen zwei gegenteilige obergerichtliche Entscheidungen (neben dem angefochtenen Urteil OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 31. Mai 2006 - 21 U 25/05, WRP 2006, 1384, nicht rechtskräftig, Nichtzulassungsbeschwerde anhängig unter VIII ZR 154/06) ergangen sind.
- BGH, 08.04.2009 - VIII ZR 233/08
Mietrecht - Regelung der einseitigen Erhöhung der Kostenmiete in AGB
Ansatzpunkt für die bei einem Formularvertrag gebotene objektive, nicht am Willen der konkreten Vertragspartner zu orientierende Auslegung ist in erster Linie der Vertragswortlaut (BGH, Urteil vom 19. Januar 2005 -- XII ZR 107/01, NJW 2005, 1183, unter II 1 m.w.N.; Senatsurteil vom 18. Juni 2008 -- VIII ZR 154/06, WM 2008, 2076, Tz. 11). - BGH, 11.06.2010 - V ZR 174/09
Wohnungseigentum - Änderung der Betriebskostenverteilmaßstäbe
Voraussetzung einer ergänzenden Auslegung ist nämlich stets eine Regelungslücke, die geschlossen werden muss, um den Regelungsplan der Parteien zu verwirklichen (…Senat, Urt. v. 2. Juli 2004, V ZR 209/03, NJW-RR 2005, 205, 206; BGH, Urt. v. 18. Juni 2008, VIII ZR 154/06, NJW-RR 2008, 1371, 1372). - BGH, 18.06.2008 - VIII ZR 114/07
Formularmäßige Vereinbarung einer Rückkaufverpflichtung für Ersatzteile in einem …
Die Beklagte hat ihre Rücknahmepflicht auch nicht willkürlich oder mutwillig geleugnet, wie sich schon daraus ergibt, dass dazu gegenteilige obergerichtliche Entscheidungen (neben dem angefochtenen Urteil OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 31. Mai 2006 - 21 U 25/05, WRP 2006, 1384, nachfolgend Senatsurteil vom 18. Juni 2008 - VIII ZR 154/06, zur Veröffentlichung bestimmt) ergangen sind.
