Rechtsprechung
   BGH, 18.09.2001 - IX ZR 183/00   

Volltextveröffentlichungen (14)

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  • rws-verlag.de

    Keine tatsächliche Vermutung zu Lasten des Kreditgebers bei krasser finanzieller Überforderung des aus emotionaler Verbundenheit zu einem Dritten eine Bürgschaft als Geschäftsführer für Gesellschaftsschulden übernehmenden Bürgen

  • Prof. Dr. Lorenz

    Sittenwidrigkeit von Bürgschaften eines GmbH-Geschäftsführers bei finanzieller Überforderung ("Strohmann-Geschäftsführer") nach den Grundsätzen der Bürgschaft naher Angehöriger; Streitgegenstand bei Geltendmachung eines Bürgschaftsanspruchs (Bezugnahme auf die Hauptforderung)

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Übernahme der Stellung eines Alleingesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH als Strohmann aus emotionaler Abhängigkeit zu seinem Vater ohne eigene finanzielle Interessen: Haftung aus Bürgschaft gegenüber der Bank?

  • Deutsches Notarinstitut

    BGB §§ 765, 138 Abs. 1 Bb
    Übernahme einer Bürgschaft durch Mehrheitsgesellschafter

  • NWB SteuerXpert START

    BGB § 765, § 138 Abs. 1 Bb

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Sittenwidrigkeit der Übernahme der Bürgschaft für Schulden einer GmbH durch den Geschäftsführer oder Mehrheitsgesellschafter

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Bürgschaft

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Bürgender Mehrheitsgesellschafter hat mangelndes Eigeninteresse an Bürgschaftsübernahme zu beweisen

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Keine Vermutung für Fehlen eines wirtschaftlichen Eigeninteresses bei Bürgschaft des finanziell krass überforderten GmbH-Geschäftsführers aus emotionaler Verbundenheit

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Benkelberg & Kollegen (Kurzmitteilung)
  • zbb-online.com (Leitsatz)

    BGB §§ 765, 138 Abs. 1
    Keine Vermutung für Fehlen eines wirtschaftlichen Eigeninteresses bei Bürgschaft des finanziell krass überforderten GmbH-Geschäftsführers aus emotionaler Verbundenheit

Besprechungen u.ä.

  • EWiR-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 2,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Keine Vermutung für Fehlen eines wirtschaftlichen Eigeninteresses bei Bürgschaft des finanziell krass überforderten GmbH-Geschäftsführers aus emotionaler Verbundenheit

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2002, 1337
  • ZIP 2001, 1954
  • MDR 2002, 105
  • DNotZ 2002, 367
  • WM 2001, 2156
  • BB 2001, 2339
  • DB 2001, 2490



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Wird zitiert von ... (26)  

  • BGH, 15.01.2002 - XI ZR 98/01  

    Grundsätze zur Sittenwidrigkeit von Ehegattenbürgschaften gelten grundsätzlich

    Die kreditgebende Bank kann dabei im allgemeinen davon ausgehen, daß der Gesellschafter, der sich an einer GmbH beteiligt, dies aus eigenem finanziellen Interesse tut und schon deshalb durch die Haftung kein unzumutbares Risiko auf sich nimmt (BGHZ 137, 329, 336; BGH, Urteil vom 18. September 2001 - IX ZR 183/00, WM 2001, 2156, 2157).

    Weder eine krasse finanzielle Überforderung eines bürgenden Gesellschafters noch seine emotionale Verbundenheit mit einem die Gesellschaft beherrschenden Dritten begründen daher die Vermutung der Sittenwidrigkeit (BGH, Urteil vom 18. September 2001 aaO; Nobbe/Kirchhof BKR 2001, 5, 14).

    Nur wenn für das Kreditinstitut klar ersichtlich ist, daß derjenige, der bürgen soll, finanziell nicht beteiligt ist und die Stellung eines Gesellschafters ohne eigenes wirtschaftliches Interesse nur aus persönlicher Verbundenheit mit einer die GmbH wirtschaftlich beherrschenden Person übernommen hat, gelten die Grundsätze zur Sittenwidrigkeit von Ehegattenbürgschaften entsprechend (BGHZ 137, 329, 336 f.; BGH, Urteil vom 18. September 2001 - IX ZR 183/00, WM 2001, 2156, 2157).

  • BGH, 28.05.2002 - XI ZR 199/01  

    Bürgschaftsrecht - Grundsätze der Sittenwidrigkeit auch für Kommanditisten?

    Die gängige Bankpraxis, bei der Gewährung von Geschäftskrediten für eine GmbH Bürgschaften der Gesellschafter zu verlangen, ist deshalb rechtlich nicht zu beanstanden (BGHZ 137, 329, 336; BGH, Urteile vom 11. Dezember 1997 - IX ZR 274/96, WM 1998, 235, 236, insoweit in BGHZ 137, 292 ff. nicht abgedruckt; vom 16. Dezember 1999 - IX ZR 36/98, WM 2000, 514, 516; vom 18. September 2001 - IX ZR 183/00, WM 2001, 2156, 2157 und Senatsurteil vom 15. Januar 2002 - XI ZR 98/01, WM 2002, 436).

    Erkennt das Kreditinstitut infolge der ihm offenbarten Tatsachen, daß derjenige, der die Haftung übernehmen soll, finanziell nicht beteiligt ist und die Stellung eines Gesellschafters nur aus emotionaler Abhängigkeit übernommen hat, er also keine eigenen wirtschaftlichen Interessen verfolgt, ist der überforderte Bürge in gleicher Weise schutzwürdig wie in den typischen Fällen von Haftungserklärungen für die Verbindlichkeiten von Personen, denen er emotional eng verbunden ist (BGHZ 137, 329, 337; BGH, Urteil vom 18. September 2001 - IX ZR 183/00, WM 2001, 2156, 2157).

  • BGH, 10.12.2002 - XI ZR 82/02  

    Gesellschaftsrecht - Ruinöse Bürgschaft eines Minderheitsgesellschafters

    a) Nach der Rechtsprechung des vormals für das Bürgschaftsrecht zuständigen IX. Zivilsenats (BGHZ 137, 329, 336 ff.; BGH, Urteile vom 11. Dezember 1997 - IX ZR 274/96, WM 1998, 235, 236, insoweit in BGHZ 137, 292 ff. nicht abgedruckt, und vom 18. September 2001 - IX ZR 183/00, WM 2001, 2156, 2157; BGH, Beschluß vom 28. Februar 2002 - IX ZR 153/00, WM 2002, 923; BGH, Urteil vom 1. Oktober 2002 - IX ZR 443/00, WM 2002, 2278 f.) und des erkennenden Senats (Urteile vom 15. Januar 2002 - XI ZR 98/01, WM 2002, 436; vom 28. Mai 2002 - XI ZR 199/01, aaO S. 1648 und vom 17. September 2002 - XI ZR 306/01, Umdr. S. 11 f.) hat - wie auch das Berufungsgericht nicht verkannt hat - ein Kreditinstitut, das einer GmbH oder KG ein Darlehen gewährt, grundsätzlich ein berechtigtes Interesse an der persönlichen Haftung ihrer Gesellschafter.

    b) Zwar hat der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in dem vom Berufungsgericht herangezogenen Urteil vom 18. September 2001 (IX ZR 183/00, aaO S. 2157; vgl. ferner Urteil vom 11. Dezember 1997 - IX ZR 274/96, WM aaO S. 236) seine Rechtsprechung ohne nähere Begründung auf "maßgeblich" beteiligte GmbH-Gesellschafter beschränkt, überdies ist an gleicher Stelle von für die Gesellschaftsschulden "rechtlich und wirtschaftlich verantwortlichen" Personen die Rede.

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  • BGH, 16.01.2003 - IX ZR 171/00  

    Bürgschaftsrecht - Formularmäßiger Ausschluss der Einrede der Aufrechenbarkeit

    An dem zuletzt genannten Merkmal fehlt es regelmäßig, wenn das zu sichernde Darlehen einer GmbH gewährt wird, an welcher der Bürge als Gesellschafter beteiligt ist (BGHZ 137, 329, 336; BGH, Urt. v. 18. September 2001 - IX ZR 183/00, WM 2001, 2156, 2157; v. 15. Januar 2002 - XI ZR 98/01, NJW 2002, 956; v. 28. Mai 2002 - XI ZR 199/01, WM 2002, 1647, 1648).
  • BGH, 01.10.2002 - IX ZR 443/00  

    Sicherheiten - Einigung mit Insolvenzverwalter kann Bürgschaft aushebeln

    Der Bürgschaftsvertrag vom 9. Juli 1995 ist nicht gemäß § 138 Abs. 1 BGB wegen Sittenwidrigkeit nichtig, obwohl die Höhe der übernommenen Verbindlichkeit von 1, 6 Mio. DM die Beklagte finanziell kraß überforderte; denn sie hatte als Gesellschafterin ein unmittelbares Interesse an der Gewährung des Darlehens (vgl. BGHZ 137, 329, 336 f.; BGH, Urteil vom 18. September 2001 - IX ZR 183/00, WM 2001, 2156, 2157; vom 15. Januar 2002 - XI ZR 98/01, WM 2002, 436).

    Besondere Umstände, die dazu führen können, daß Gesellschafterbürgschaften ausnahmsweise als sittenwidrig anzusehen sind (vgl. BGHZ 137, 329 ff.; BGH, Urteil vom 16. Januar 1997 - IX ZR 250/95, WM 1997, 511, 513; vom 18. September 2001, aaO S. 2157), hat die Beklagte nicht vorgetragen.

  • BGH, 10.06.2008 - XI ZR 331/07  

    Bürgschaft - Sicherunszweck auch für Fall der Krise der GmbH

    Dieses wird sich gegebenenfalls auch mit der Frage zu befassen haben, ob die Haftung des Beklagten angesichts der Bezugnahme des Bürgschaftsvertrags auf die am selben Tag abgeschlossene Cash-Clearing-Vereinbarung und das darin vereinbarte Gesamtlimit auf 50.000 DM beschränkt ist (vgl. BGH, Urteil vom 22. September 1987 - IX ZR 220/86, WM 1987, 1430, 1431), oder der Beklagte angesichts der weiten Sicherungszweckerklärung auch für die nachträgliche Erweiterung des Gesamtkredits der GmbH im Cash-Clearing-Verfahren haftet, weil er darauf als geschäftsführender Gesellschafter der GmbH bestimmenden Einfluss hatte (vgl. hierzu BGHZ 142, 213, 216; 151, 374, 377 f.; 153, 293, 297 f.; BGH, Urteil vom 30. September 1999 - IX ZR 287/98, WM 1999, 2251, 2252; BGH, Urteil vom 16. Dezember 1999 - IX ZR 36/98, WM 2000, 514, 517; BGH, Urteil vom 18. September 2001 - IX ZR 183/00, WM 2001, 2156, 2158).
  • BGH, 17.09.2002 - XI ZR 306/01  

    Sicherheiten - Krasse Überforderung des Bürgen (hier: Kommanditist)

    Die gängige Bankpraxis, bei der Gewährung von Geschäftskrediten für eine GmbH Bürgschaften der Gesellschafter zu verlangen, ist deshalb rechtlich nicht zu beanstanden (BGHZ 137, 329, 336; BGH, Urteile vom 11. Dezember 1997 - IX ZR 274/96, WM 1998, 235, 236, insoweit in BGHZ 137, 292 ff. nicht abgedruckt; vom 16. Dezember 1999 - IX ZR 36/98, WM 2000, 514, 516; vom 18. September 2001 - IX ZR 183/00, WM 2001, 2156, 2157 und Senatsurteil vom 15. Januar 2002 - XI ZR 98/01, WM 2002, 436).

    Erkennt das Kreditinstitut infolge der ihm offenbarten Tatsachen, daß derjenige, der die Haftung übernehmen soll, finanziell nicht beteiligt ist und die Stellung eines Gesellschafters nur aus emotionaler Abhängigkeit übernommen hat, er also keine eigenen wirtschaftlichen Interessen verfolgt, ist der überforderte Bürge in gleicher Weise schutzwürdig wie in den typischen Fällen von Haftungserklärungen für die Verbindlichkeiten von Personen, denen er emotional eng verbunden ist (BGHZ 137, 329, 337; BGH, Urteil vom 18. September 2001 - IX ZR 183/00, WM 2001, 2156, 2157; Senatsurteil vom 28. Mai 2002 - XI ZR 199/01, WM 2002, 1647, 1649).

  • OLG Köln, 21.01.2002 - 13 U 69/00  

    Handels- und Gesellschaftsrecht; Bankrecht; Sittenwidrigkeit von

    Dabei darf die Bank im Allgemeinen davon ausgehen, dass derjenige, der sich an einer Gesellschaft beteiligt, dies aus eigenen finanziellen Interessen tut und schon deshalb durch die Haftung kein ihm unzumutbares, sondern ausschließlich selbst zu verantwortendes Risiko auf sich nimmt (vgl. BGH NJW 98, 597, 599; WM 01, 2156, 2157; Nobbe/Kirchhof a.a.O. S. 14).

    Abgesehen davon, dass sog. Strohmanngeschäfte ernst gemeint und infolgedessen rechtlich wirksam sind (vgl. BGH WM 01, 2156, 2157; WM 95, 189), erstreckt sich die Vereinbarung nicht auf die Gesellschaftsanteile der Beklagten zu 1).

  • OLG Koblenz, 28.02.2008 - 6 U 1553/06  

    Einspruch mittelloser Ehefrau gegen das Urteil zur Zahlung aufgrund einer

    Sofern der Bundesgerichtshof die Sittenwidrigkeit der Bürgschaft eines Ehegatten oder nahen Angehörigen, der Geschäftsführer der Hauptschuldnerin war, verneint hat, handelt es sich durchweg um Fälle, in denen der Bürge zugleich Gesellschafter war (vgl. BGH NJW 1996, 1341, 1344; NJW 1998, 597, 598; NJW 2002, 1337, 1338).

    Zu Unrecht beruft die Klägerin sich auf die in NJW 2002, 1337 ff. abgedruckte Entscheidung des Bundesgerichtshofes.

  • BGH, 28.02.2002 - IX ZR 153/00  

    Sittenwidrigkeit eines Bürgschaftsversprechens wegen Überforderung des Bürgen

    Die für Gesellschafterbürgschaften geltenden Grundsätze (BGHZ 137, 329 ff; BGH, Urt. v. 18. September 2001 - IX ZR 183/00, WM 2001, 2156, 2157) kommen bei Krediten an gemeinnützige Gesellschaften mit beschränkter Haftung ebenfalls zur Anwendung.
  • OLG Brandenburg, 22.04.2009 - 3 U 94/08  

    Klageerweiterung im Berufungsverfahren: Ermittlung des Streitgegenstandes bei

  • OLG Schleswig, 30.08.2010 - 5 W 6/10  

    Begriff desselben Anspruchs i.S. von Art. 21 LugÜ; Sittenwidrigkeit der

  • OLG Köln, 30.01.2002 - 13 U 93/01  

    Bankrecht; Sittenwidrigkeitsbeurteilung aus der Gesamtschau einander ergänzender

  • BGH, 20.11.2001 - IX ZR 324/99  

    Sittenwidrigkeit von Bürgschaften für Verbindlichkeiten von Gesellschaften

  • BGH, 21.02.2002 - IX ZR 302/00  

    Begründetheit der Klage aus einer Bürgschaft

  • OLG Naumburg, 27.01.2005 - 4 U 176/03  

    Verfahrensrecht - Unterschrift des Prozessbevollmächtigten

  • OLG Köln, 30.10.2007 - 13 W 61/07  

    Haftung auch des Strohmanns bei Übername einer weiten Zweckerklärung

  • OLG Brandenburg, 26.04.2006 - 4 U 190/05  

    Bankrecht - Krasse Überforderung des Bürgen

  • OLG Dresden, 27.03.2002 - 11 U 2802/01  

    Bürgschaft; Ehegatte; Mitgesellschafter; Überforderung

  • OLG Koblenz, 13.01.2004 - 5 W 824/03  

    Kreditrecht - Firmenkreditvertrag: Unwirksamkeit wg. finanzieller Überforderung?

  • OLG München, 26.04.2002 - 23 U 4461/01  

    Sittenwidrigkeit der Mithaft-Übernahme durch einen Ehegatten

  • OLG Köln, 30.04.2002 - 13 U 93/01  
  • OLG Hamburg, 21.12.2001 - 1 U 112/00  

    Wirksamkeit der Bürgschaftserklärung eines Mehrheits- und eines

  • FG Brandenburg, 20.02.2002 - 6 K 1177/00  

    Haftung eines mit seinen Pflichten nicht vertrauten GmbH-Geschäftsführers nach §

  • OLG Köln, 10.04.2002 - 13 U 73/01  
  • OLG Köln, 21.02.2002 - 13 W 104/00  
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