Rechtsprechung
   BGH, 18.09.2006 - II ZR 137/04   

Volltextveröffentlichungen (12)

mehr
  • IWW
  • rws-verlag.de

    Unzulässige Kündigungsbeschränkung bei 30-jähriger Bindung eines RA an Sozietät

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Rechtsanwalts-Sozietätsvertrag unter Ausschluss des Rechts zur ordentlichen Kündigung auf 30 Jahre befristet - Unzulässige Kündigungsbeschränkung gem. § 723 Abs. 3 BGB - Verletzung der verfassungsrechtlich geschützten Berufsfreiheit - Altersversorgungspflicht des Berufsanfängers gegenüber Altgesellschaftern rechtfertigt Beschränkung des Kündigungsrechts nicht

  • Deutsches Notarinstitut

    GG Art. 12 Abs. 1; BGB §§ 723 Abs. 3, 724
    Ausschluss der ordentlichen Kündigung für 30 Jahre in Rechtsanwalts-Sozietätsvertrag unzulässig

  • NWB SteuerXpert START
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Langfristiger Ausschluss des Rechts zur ordentlichen Kündigung in einem Sozietätsvertrag von Rechtsanwälten

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Rechtsanwälte - Kündigungsverbot in Rechtsanwalts-Sozietätsvertrag

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Unzulässige Kündigungsbeschränkung bei 30-jähriger Bindung eines RA an Sozietät

Kurzfassungen/Presse (4)

Sonstiges (2)

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18.09.2006, Az.: II ZR 137/04 (Ausschluss des Kündigungsrechts für 30 Jahre bei Anwaltssozietät)" von RA Dr. Volker Römermann, original erschienen in: NJW 2007, 297 - 298.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18.09.2006, Az.: II ZR 137/04 (Unzulässige Kündigungsbeschränkung bei Vertragsdauer von 30 Jahren)" von Prof. Dr. Wulf Goette, original erschienen in: DStR 2007, 34 - 36.

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2007, 295
  • ZIP 2006, 2316
  • MDR 2007, 305
  • VersR 2007, 421
  • WM 2007, 22
  • DB 2006, 2739
  • AnwBl 2007, 158



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (8)  

  • BGH, 06.11.2012 - II ZR 176/12  

    Das vertraglich eingeräumte Widerrufsrecht

    Mit Urteil vom 18. September 2006 (II ZR 137/04, ZIP 2006, 2316 ff.) hat der Senat entschieden, dass dem in dieser Allgemeinheit nicht gefolgt werden kann.

    Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung, die Freiheit des Einzelnen zu wahren, können bei bestimmten Gesellschaftsverträgen den Ausschluss einer übermäßig langen Bindung erfordern, wenn diese in ihrer praktischen Wirkung einem Kündigungsausschluss für unbestimmte Zeit gleichkommt (vgl. BGH, Urteil vom 18. September 2006 - II ZR 137/04, ZIP 2006, 2316 Rn. 11 m.w.N.).

    An die Stelle der nichtigen Kündigungsregelung tritt dispositives Recht (vgl. BGH, Urteil vom 18. September 2006 - II ZR 137/04, ZIP 2006, 2316 Rn. 21; Urteil vom 13. Juni 1994 - II ZR 259/92, ZIP 1994, 1180, 1182), das heißt der Gesellschafter kann seine Beteiligung jederzeit nach § 723 Abs. 1 Satz 1 BGB ordentlich kündigen.

    In derartigen Fällen ist das Gericht befugt, den Parteiwillen durch ergänzende Vertragsauslegung, das heißt durch Festsetzung einer den Vorstellungen der Beteiligten möglichst nahe kommenden, noch zulässigen Befristung Rechnung zu tragen (siehe insoweit BGH, Urteil vom 18. September 2006 - II ZR 137/04, ZIP 2006, 2316 Rn. 21 f.; Urteil vom 13. Juni 1994 - II ZR 259/92, ZIP 1994, 1180, 1182 f.).

  • OLG Stuttgart, 16.05.2007 - 14 U 53/06  

    Sozietätsvertrag: Wirksamkeit einer festen Laufzeit von 30 Jahren; Angemessenheit

    Die Bestimmung einer festen Laufzeit von 30 Jahren in einem Anwaltssozietätsvertrag ist unwirksam; an ihre Stelle tritt eine nach den Umständen des Einzelfalls angemessene Laufzeit (Anschluss BGH, Urteil vom 18.09.2006 - II ZR 137/04).

    Sie haben in der Berufungsbegründung zunächst den Standpunkt vertreten, die 30-Jährige Laufzeit sei wirksam; nach der zwischenzeitlichen Entscheidung des BGH vom 18.09.2006 (NJW 2007, 295) sei aber zumindest eine deutlich über 10 Jahre dauernde Laufzeit angemessen.

    Dem steht nicht entgegen, dass eine vereinbarte Laufzeit von 30 Jahren, wie die Parteien sie hier vereinbart haben, unwirksam ist (BGH NJW 2007, 295, 296 f unter Hinweis auf Art. 12 GG).

    Die Parteien haben nicht nur nicht damit gerechnet, dass anstelle der jeweiligen bestimmten Endtermine der Vertrag einem unbefristeten Vertrag mit der Folge der jederzeitigen Kündbarkeit nach § 724 Satz 1 BGB treten könnte (vgl. dazu auch BGH NJW 2007, 295, 297 Tz. 21), sonden sie wollten dies gerade ausschließen.

    Den Entscheidungen des Oberlandesgerichts Düsseldorf (NJW-RR 2005, 288) und des BGH (NJW 2007, 295) lässt sich nicht zwingend entnehmen, dass etwa 14 Jahre im Regelfall für eine Anwaltssozietät eine angemessene Dauer wären.

  • BGH, 22.05.2012 - II ZR 205/10  

    Kapitalanlage - Kapitalanlagegesellschaft in der Form einer GbR

    Mit Urteil vom 18. September 2006 (II ZR 137/04, ZIP 2006, 2316 ff.) hat der Senat entschieden, dass dem in dieser Allgemeinheit nicht gefolgt werden kann.

    Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung, die Freiheit des Einzelnen zu wahren, können bei bestimmten Gesellschaftsverträgen den Ausschluss einer übermäßig langen Bindung erfordern, wenn diese in ihrer praktischen Wirkung einem Kündigungsausschluss für unbestimmte Zeit gleichkommt (vgl. BGH, Urteil vom 18. September 2006 - II ZR 137/04, ZIP 2006, 2316 Rn. 11 m.w.N.).

    An die Stelle der nichtigen Kündigungsregelung tritt dispositives Recht (vgl. BGH, Urteil vom 18. September 2006 - II ZR 137/04, ZIP 2006, 2316 Rn. 21; Urteil vom 13. Juni 1994 - II ZR 259/92, ZIP 1994, 1180, 1182), das heißt der Gesellschafter kann seine Beteiligung jederzeit nach § 723 Abs. 1 Satz 1 BGB ordentlich kündigen.

    In derartigen Fällen ist das Gericht befugt, den Parteiwillen durch ergänzende Vertragsauslegung, das heißt durch Festsetzung einer den Vorstellungen der Beteiligten möglichst nahe kommenden, noch zulässigen Befristung Rechnung zu tragen (siehe insoweit BGH, Urteil vom 18. September 2006 - II ZR 137/04, ZIP 2006, 2316 Rn. 21 f.; Urteil vom 13. Juni 1994 - II ZR 259/92, ZIP 1994, 1180, 1182 f.).

mehr
  • OLG Stuttgart, 16.05.2007 - 14 U 9/06  

    Anpassungsanspruch des Partners einer Rechtsanwaltssozietät hinsichtlich einer

    Diese Vereinbarung ist unwirksam (§§ 138, 723 Abs. 3 BGB; Art. 12 GG; vgl. BGH NJW 2007, 295).
  • OLG Hamm, 06.05.2011 - 30 U 15/10  

    Mietrecht - Pachtvertrag über Golfplatz: Anforderungen an Schriftform

    Die von der Klägerin im Schriftsatz vom 02.12.2009 (Bl. 440, 444 d. A.) genannten Entscheidungen (OLG Düsseldorf BRAK-Mitt. 2005, 40 und BGH NJW 2007, 295) beziehen sich auf eine gesellschaftrechtliche Problematik unter dem Aspekt der Berufsausübungsfreiheit (Art. 12 GG) bei einer Anwaltssozietät und sind mit dem hier vorliegenden Fall nicht vergleichbar.
  • OLG Düsseldorf, 16.01.2009 - 16 U 30/08  

    Fristlose Kündigung eines Sozietätsvertrages zwischen einem Steuerberater und

    In einem Rechtsanwalts-Sozietätsvertrag stellt der Ausschluss des Rechts zur ordentlichen Kündigung für einen Zeitraum von 30 Jahren auch dann eine unzulässige Kündigungsbeschränkung i. S. des § 723 Abs. 3 BGB dar, wenn sie Teil der Alterssicherung der Seniorpartner ist (BGH Urt. vom 18.9.2006 - II ZR 137/04, DStR 2007, 34).
  • OLG München, 30.08.2010 - 23 U 3628/10  

    Kündigung der Beteiligung an einer Publikumsgesellschaft: Vereinbarung einer

    Vereinbarungen mit einer zeitlich unüberschaubaren Laufzeit kann zwar im Hinblick auf § 723 Abs. 3 BGB die Wirksamkeit zu versagen sein, wenn die persönliche und wirtschaftliche Betätigungsfreiheit des Gesellschafters unvertretbar eingeengt wird (BGH NJW 2007, 295 f).
  • OLG München, 13.01.2011 - 23 U 3628/10  

    Kündigung der Beteiligung an einer Publikumsgesellschaft: Vereinbarung einer

    29 Vereinbarungen mit einer zeitlich unüberschaubaren Laufzeit können zwar im Hinblick auf § 723 Abs. 3 BGB unwirksam sein, wenn die persönliche und wirtschaftliche Betätigungsfreiheit des Gesellschafters unvertretbar eingeengt wird (BGH NJW 2007, 295 f).
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht