Rechtsprechung
   BGH, 18.11.2009 - XII ZR 65/09   

Volltextveröffentlichungen (7)

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  • IWW
  • fr-blog.com

    Gleichbehandlung von Unterhaltsansprüchen aus erster und zweiter Ehe

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Bemessung des Unterhaltsbedarfs eines geschiedenen Ehegatten nach Drittelmethode bei Wiederverheiratung des unterhaltspflichtigen Ehegatten; Änderung der wesentlichen Verhältnisse durch Inkrafttreten des § 1578b BGB am 1. Januar 2008; Bemessung des Unterhalts des neuen Ehegatten nach einem hypothetischen Unterhaltsanspruch im Fall einer Scheidung

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Kurzfassungen/Presse (16)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Gleichbehandlung von Unterhaltsansprüchen aus erster und zweiter Ehe im Hinblick auf den Unterhaltsbedarf

  • IWW (Pressemitteilung)

    Gleichbehandlung von Unterhaltsansprüchen aus erster und zweiter Ehe

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Nachehelicher Unterhalt und Wiederverheiratung

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  • Deutsches Notarinstitut (Pressemitteilung)

    BGB §§ 1578, 1578 b, 1609; ZPO § 323; EGZPO § 36
    Rollenverteilungsabrede in Zweitehe wirkt nicht zulasten der Unterhaltsansprüche der ersten Ehefrau; Gleichbehandlung von Unterhaltsansprüchen aus erster und zweiter Ehe im Hinblick auf den Unterhaltsbedarf

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Gleichbehandlung von Unterhaltsansprüchen aus erster und zweiter Ehe im Hinblick auf den Unterhaltsbedarf

  • arbeit-familie.de (Kurzmitteilung)

    Wiederheirat des unterhaltspflichtigen Ex-Ehepartners

  • ebnerstolz.de (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Unterhaltsansprüche aus erster und zweiter Ehe sind im Hinblick auf den Unterhaltsbedarf gleich zu behandeln

  • mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)

    Weniger Unterhalt bei Neuverheiratung des Unterhaltspflichtigen

  • beck-blog (Pressemitteilung)

    Ehefrauen aus erster und zweiter Ehe sind gleich zu behandeln

  • aerztezeitung.de (Pressemeldung)

    Auch neuer Ehefrau ist ein Job zumutbar

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Neu geheiratet: Unterhaltsansprüche aus erster und zweiter Ehe im Hinblick auf Unterhaltsbedarf gleich zu behandeln

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Unterhalt: Auch in der zweiten Ehe lebt eine «geschiedene Frau»

  • ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)

    Unterhalt: Gleichbehandlung von Unterhaltsansprüchen aus erster und zweiter Ehe

  • rp-online.de (Pressemeldung, 24.11.2009)

    Ex-Frau und neue Ehefrau gleichgestellt: Kürzung des Unterhalts von 600 auf 290 Euro

  • streifler.de (Kurzinformation)

    Familienrecht: Unterhaltsbedarf: Gleichbehandlung von Unterhaltsansprüchen aus erster und zweiter Ehe

  • lto.de (Kurzinformation)

    Unterhaltsbedarf eines geschiedenen Ehegatten bemisst sich bei Wiederverheiratung des unterhaltspflichtigen Ehegatten nach der Drittelmethode

Besprechungen u.ä. (3)

  • meyer-koering.de (Kurzanmerkung)

    Änderung der Rechtsprechung zum Ehegattenunterhalt bei erneuter Heirat des Unterhaltsschuldners ("Zweitehe")

  • 123recht.net (Entscheidungsbesprechung)

    Gleichbehandlung von Unterhaltsansprüchen aus erster und zweiter Ehe im Hinblick auf den Unterhaltsbedarf // BGH kürzt Unterhalt der geschiedenen zugunsten neuer Ehefrau

  • anwalt-wille.de (Entscheidungsbesprechung)

    Bei Zweitehe kann Unterhalt für den ersten Ehepartner herabgesetzt werden - nachträglich Befristung bei gleichbleibenden Tatsachen nicht möglich

Sonstiges (6)

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18.11.2009, Az.: XII ZR 65/09 (Ehegattenunterhalt/Eheliche Lebensverhältnisse/Wiederheiratung des Unterhaltspflichtigen/Erwerbsobliegenheit des neuen Ehegatten/Drittelmethode)" von Redaktion FuR, original erschienen in: FuR 2010, 169 - 171.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH v. 18.11.2009 - XII ZR 65/09 (Gleichbehandlung von Unterhaltsansprüchen aus erster und zweiter Ehe beim Unterhaltsbedarf, Präklusion bei Befristungsentscheidungen)" von wauRiAG Dr. Wolfram Viefhues, original erschienen in: ZFE 2010, 189 - 190.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18.11.2009, Az.: XII ZR 65/09 (Bemessung des Unterhalts des neuen Ehegatten)" von RAin Gisela Kühner, original erschienen in: FamRB 2010, 33 - 34.

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  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18.11.2009, Az.: XII ZR 65/09 (Gleichbehandlung von Unterhaltsansprüchen aus erster und zweiter Ehe im Hinblick auf den Unterhaltsbedarf)" von RiinOLG Dr. Regina Bömelburg, original erschienen in: FF 2010, 64 - 76.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18.11.2009, Az.: XII ZR 65/09 (Der Unterhaltsbedarf des geschiedenen Ehegatten ist bei der Wiederverheiratung des unterhaltspflichtigen Ehegatten...)" von Sebatsian Herrler, original erschienen in: FamRZ 2010, 117 - 119.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Der verweiblichte Hausmann und das Karussell der Fiktionen" von RA Dr. Winfried Born, original erschienen in: NJW 2010, 641 - 647.

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 183, 197
  • NJW 2010, 365
  • MDR 2010, 154
  • FamRZ 2010, 111



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Wird zitiert von ... (38)  

  • BVerfG, 25.01.2011 - 1 BvR 918/10  

    Dreiteilungsmethode

    Er geht inzwischen zudem weiter davon aus, dass für die Bemessung des von dem zweiten Ehepartner erzielten Einkommens nicht die in der zweiten Ehe gewählte Rollenverteilung ausschlaggebend ist, sondern dass dem nachfolgenden Ehepartner dasjenige Einkommen anzurechnen ist, welches er im Falle der Scheidung seiner eigenen Ehe mit dem Unterhaltspflichtigen nach § 1569 BGB zu erzielen verpflichtet wäre (vgl. BGHZ 183, 197 [212 ff.]).

    Zwar legt sie der Bedarfsermittlung das tatsächliche Einkommen des Unterhaltspflichtigen unter Einbeziehung auch von Steuervorteilen zugrunde, die gegebenenfalls aus einer nachfolgenden Eheschließung erwachsen (vgl. BGHZ 177, 356 [375 ff.]) und rechnet inzwischen dem nachfolgenden Ehegatten, sofern dieser nicht erwerbstätig ist und nicht Kinder betreut, fiktiv dasjenige Einkommen an, welches er im Falle der Scheidung seiner eigenen Ehe mit dem Unterhaltspflichtigen zu erzielen verpflichtet wäre (vgl. BGHZ 183, 197 [212 ff.]), was rechnerisch dem Bedarf des geschiedenen Ehegatten zugute kommt.

  • BGH, 29.09.2010 - XII ZR 205/08  

    Familienrecht - Keine Rechtsänderung bezüglich Aufstockungsunterhalt

    Auch § 36 Nr. 1 EGZPO bietet in diesem Fall keine eigenständige Abänderungsmöglichkeit (im Anschluss an Senatsurteil BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111).*).

    Der für das Unterhaltsrechtsänderungsgesetz vom 21. Dezember 2007 getroffenen Regelung in § 36 Nr. 1, 2 EGZPO kommt insoweit nur eine klarstellende Funktion zu (BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111 Rn. 16).

    a) Die maßgebliche Änderung seiner Rechtsprechung hat der Senat hinsichtlich der Gewichtung von Ehedauer und ehebedingten Nachteilen im Rahmen der Befristung (§ 1573 Abs. 5 BGB aF) bereits durch sein Urteil vom 12. April 2006 (XII ZR 240/03 - FamRZ 2006, 1006) vollzogen (Senatsurteile BGHZ 177, 356 = FamRZ 2008, 1911 Rn. 62; BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111 Rn. 60 und vom 27. Januar 2010 - XII ZR 100/08 - FamRZ 2010, 538 Rn. 22; ebenso OLG Dresden FamRZ 2008, 2135; OLG Bremen NJW 2008, 3074; OLG München FamRZ 2009, 1154; OLG Hamm FPR 2009, 374; OLG Stuttgart FamRZ 2009, 788; OLG Karlsruhe FamRZ 2009, 1160).

    Für den Fall, dass der Unterhaltsanspruch allein auf § 1573 Abs. 2 BGB (Aufstockungsunterhalt) beruht und zuletzt im Jahr 2007 durch Urteil festgelegt wurde, hat der Senat bereits entschieden, dass sich aus dem Inkrafttreten des § 1578 b BGB am 1. Januar 2008 für sich genommen noch keine Änderung der wesentlichen Verhältnisse ergibt (Senatsurteile BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111 Rn. 60, 62 f. und vom 27. Januar 2010 - XII ZR 100/08 - FamRZ 2010, 538 Rn. 34; aA OLG Stuttgart FamRZ 2009, 53, 55; OLG Celle FamRZ 2009, 2105; Graba FPR 2008, 100, 103; unrichtig insoweit Hamm Strategien im Unterhaltsrecht 2. Aufl. § 7 Rn. 64).

    Er hat durch die Streichung der einschränkenden Formulierung demnach keine sachliche Änderung vorgenommen, sondern das Gesetz lediglich entsprechend klargestellt (vgl. Senatsurteile BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111 Rn. 60 und vom 27. Januar 2010 - XII ZR 100/08 - FamRZ 2010, 538 Rn. 34; BT-Drucks. 16/1830 S. 18 ff.).

    Wie der Senat bereits entschieden hat (BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111 - Rn. 62, 63), eröffnet § 36 Nr. 1 EGZPO keine eigenständige Abänderungsmöglichkeit, sondern stellt lediglich klar, dass die Gesetzesänderung ein Anwendungsfall des § 323 Abs. 1 ZPO (aF) ist.

  • BGH, 14.04.2010 - XII ZR 89/08  

    Familienrecht - Nachehelicher Unterhalt bei Hinderung an Erwerbstätigkeit

    Die in § 1578 Abs. 1 Satz 1 BGB vorgegebene Anknüpfung an die ehelichen Lebensverhältnisse begrenzt deren grundsätzliche Wandelbarkeit lediglich nach dem Zweck des nachehelichen Unterhalts einerseits und der fortwirkenden ehelichen Solidarität andererseits (Senatsurteile BGHZ 175, 182 = FamRZ 2008, 968 - Tz. 43 ff.; BGHZ 179, 196 = FamRZ 2009, 411 - Tz. 16 ff. und vom 18. November 2009 - XII ZR 65/09 - FamRZ 2010, 111 Tz. 23 ff.).

    Gleiches gilt für die Unterhaltspflicht gegenüber einer neuen Ehefrau des Beklagten, die nach der - nach Erlass des angefochtenen Urteils ergangenen -Rechtsprechung des Senats im Weg der Dreiteilung zu berücksichtigen ist (Senatsurteile BGHZ 177, 356 = FamRZ 2008, 1911 - Tz. 37 ff.; vom 1. Oktober 2008 - XII ZR 62/07 - FamRZ 2009, 23 Tz. 28 f.; BGHZ 179, 196 = FamRZ 2009, 411 - Tz. 27 ff. und Urteil vom 18. November 2009 - XII ZR 65/09 -FamRZ 2010, 111 Tz. 21).

    Dazu zählen auch die Erwerbsfähigkeit der neuen Ehefrau und das von ihr erzielbare Einkommen (vgl. Senatsurteil vom 18. November 2009 - XII ZR 65/09 - FamRZ 2010, 111 Tz. 46 ff.).

    Soweit das Berufungsgericht im Rahmen der Dreiteilung auf Seiten der neuen Ehefrau des Beklagten trotz des Alters der im März 1999 und August 2001 geborenen gemeinsamen Kinder lediglich ein Erwerbseinkommen aus der tatsächlich vorhandenen Erwerbstätigkeit im Umfang von 16 Stunden wöchentlich berücksichtigt hat, belastet dies den Beklagten ebenfalls nicht (zur Erwerbspflicht vgl. Senatsurteil vom 18. November 2009 - XII ZR 65/09 - FamRZ 2010, 111 Tz. 59 f.).

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  • BGH, 16.12.2009 - XII ZR 50/08  

    Familienrecht - Bemessung des Unterhaltsbedarfs wegen Betreuung

    Der Bedarf eines Unterhaltsberechtigten kann nicht mit dem entsprechenden Selbstbehalt eines Unterhaltspflichtigen gleichgesetzt werden (vgl. insoweit Senatsurteile vom 18. November 2009 - XII ZR 65/09 - zur Veröffentlichung bestimmt und BGHZ 179, 196, 206 f. Tz 30 f. = FamRZ 2009, 411, 414).
  • BGH, 26.05.2010 - XII ZR 143/08  

    Familienrecht - Abänderung eines Prozessvergleichs über nachehelichen Unterhalt

    Bei der Abänderung einer vor dem 1. Januar 2008 geschlossenen Vereinbarung zum Aufstockungsunterhalt ist das nicht der Fall (im Anschluss an Senatsurteil vom 18. November 2009 - XII ZR 65/09 - FamRZ 2010, 111).*).

    Dass sich die Sachlage seit dem Vergleichsabschluss nicht wesentlich verändert hat, wovon hier aufgrund der Feststellungen des Berufungsgerichts allerdings auszugehen sein dürfte, steht also anders als regelmäßig bei einem Urteil (dazu vgl. Senatsurteil vom 18. November 2009 - XII ZR 65/09 - FamRZ 2010, 111 Tz. 17 ff.) der Abänderung eines Vergleichs nicht ohne weiteres im Wege.

    Dass der Senat in ständiger Rechtsprechung bei der Abänderung eines Urteils für die Präklusion nach § 323 Abs. 2 ZPO a.F. (vgl. § 238 Abs. 2 FamFG) nicht darauf abstellt, ob die Voraussetzungen der Unterhaltsbegrenzung bereits eingetreten waren, sondern darauf, ob die Gründe für eine Unterhaltsbegrenzung bereits zuverlässig vorauszusehen waren (zuletzt Senatsurteil vom 18. November 2009 - XII ZR 65/09 - FamRZ 2010, 111, 117 m.w.N.), lässt sich auf die Abänderung von Prozessvergleichen nicht ohne weiteres übertragen.

    § 36 Nr. 1, 2 EGZPO stellt in diesem Fall die Abänderung unter die einschränkende weitere Voraussetzung der Zumutbarkeit und enthält im Übrigen lediglich die Klarstellung, dass die Gesetzesänderung, soweit sie zu einer Änderung der wesentlichen Verhältnisse führt, einen Abänderungsgrund im Sinne von § 323 Abs. 1 ZPO darstellt (Senatsurteil vom 18. November 2009 - XII ZR 65/09 - FamRZ 2010, 111 Tz. 16).

  • BGH, 23.05.2012 - XII ZR 147/10  

    Familienrecht - Befristung des Unterhalts

    Die Zulässigkeit der Abänderungsklage ergibt sich bereits aus § 323 ZPO aF, ohne dass es eines Rückgriffs auf die insoweit nur klarstellende Regelung in § 36 Nr. 1 EGZPO bedarf (vgl. Senatsurteil BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111 Rn. 16).

    aa) Die maßgebliche Änderung seiner Rechtsprechung hat der Senat hinsichtlich der Gewichtung von Ehedauer und ehebedingten Nachteilen im Rahmen der Befristung (§ 1573 Abs. 5 BGB aF) bereits durch sein Urteil vom 12. April 2006 (XII ZR 240/03 - FamRZ 2006, 1006) vollzogen (Senatsurteile BGHZ 177, 356 = FamRZ 2008, 1911 Rn. 62; BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111 Rn. 60 und vom 27. Januar 2010 - XII ZR 100/08 - FamRZ 2010, 538 Rn. 22).

    Für den Fall, dass der Unterhaltsanspruch allein auf § 1573 Abs. 2 BGB (Aufstockungsunterhalt) beruht und zuletzt im Jahr 2007 durch Urteil festgelegt wurde, hat der Senat bereits entschieden, dass sich aus dem Inkrafttreten des § 1578 b BGB am 1. Januar 2008 für sich genommen noch keine Änderung der wesentlichen Verhältnisse ergibt (Senatsurteile BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111 Rn. 60, 62 f. und vom 27. Januar 2010 - XII ZR 100/08 - FamRZ 2010, 538 Rn. 34).

    Er hat durch die Streichung der einschränkenden Formulierung demnach keine sachliche Änderung vorgenommen, sondern das Gesetz lediglich entsprechend klargestellt (vgl. Senatsurteile BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111 Rn. 60 und vom 27. Januar 2010 -XII ZR 100/08 -FamRZ 2010, 538 Rn. 34; BT-Drucks. 16/1830 S. 18 ff.).

    Wie der Senat bereits entschieden hat (BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111 Rn. 62, 63), eröffnet § 36 Nr. 1 EGZPO keine eigenständige Abänderungsmöglichkeit, sondern stellt lediglich klar, dass die Gesetzesänderung ein Anwendungsfall des § 323 Abs. 1 ZPO aF ist.

  • BGH, 27.01.2010 - XII ZR 100/08  

    Familienrecht - Zusätzliche Erwerbseinkünfte

    Die Rechtsprechung des Senats hat sich mit Urteil vom 12. April 2006 (XII ZR 240/03 - FamRZ 2006, 1006), also nach Abschluss des Vorprozesses, dahin geändert, dass es schon bei der nach § 1573 Abs. 5 BGB a.F. anzustellenden Billigkeitsabwägung nicht mehr vorrangig auf die Dauer der Ehe ankam, sondern auf dem Unterhaltsberechtigten entstandene ehebedingte Nachteile (Senatsurteil vom 18. November 2009 - XII ZR 65/09 - FamRZ 2010, 111 - Tz. 60).

    Da die Dreiteilung entsprechend der geänderten Rechtsprechung frühestens für die Zeit ab Januar 2008 in Betracht kommt (vgl. Senatsurteil vom 18. November 2009 - XII ZR 65/09 - FamRZ 2010, 111 - Tz. 18), können etwaige der Scheidung vorausgegangene Unterhaltsansprüche seiner zweiten Ehefrau im hier streitgegenständlichen Zeitraum von April 2006 an mithin keine Auswirkungen auf den für die Beklagte maßgeblichen Bedarf nach § 1578 BGB gehabt haben.

    § 1578 b BGB hat die vom Senat für § 1573 Abs. 5 BGB a.F. angewandten Kriterien für eine Befristung des Unterhalts im Rahmen des Aufstockungsunterhalts jedoch lediglich gesetzlich klargestellt (Senatsurteil vom 18. November 2009 - XII ZR 65/09 - FamRZ 2010, 111 - Tz. 60; siehe auch Senatsurteile vom 25. Juni 2008 - XII ZR 109/07 - FamRZ 2008, 1508 - Tz. 12 f. und vom 16. April 2008 - XII ZR 107/06 - FamRZ 2008, 1325 - Tz. 35 f.).

  • BGH, 25.11.2009 - XII ZR 8/08  

    Ausschluss der Abänderbarkeit eines Unterhaltsvergleichs bei Fehlen einer

    Diese Rechtsprechung ist auch dadurch bedingt, dass der Halbteilungsgrundsatz bereits im Rahmen der Bedarfsbemessung nach den ehelichen Lebensverhältnissen gemäß § 1578 Abs. 1 Satz 1 BGB im Wege der Quotenmethode Berücksichtigung findet (Senatsurteil vom 18. November 2009 - XII ZR 65/09 - zur Veröffentlichung bestimmt).
  • BGH, 07.12.2011 - XII ZR 159/09  

    Familienrecht - Präklusion von Tatsachen nach Abweisung eines Abänderungsurteils

    Das ergibt sich für ein mögliches Arbeitseinkommen schon aus den Voraussetzungen der Bewilligung von Arbeitslosengeld nach §§ 117 ff. SGB III. Für das Entstehen eines Unterhaltsanspruchs genügt es zudem, dass das Einkommen der Ehefrau unter dem des Klägers liegt (zur Beurteilung des konkurrierenden Unterhaltsanspruchs nach den für den nachehelichen Unterhalt geltenden Maßstäben s. Senatsurteile vom 7. Dezember 2011 XII ZR 151/09 - zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt - und BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111 Rn. 46 ff.).

    An der mangelnden Bedürftigkeit der Ehefrau hätte deren Unterhaltsanspruch demnach nur scheitern können, wenn diese außerhalb des Einkommens aus nicht selbstständiger Tätigkeit und Arbeitslosengeld über erhebliche weitere Einkünfte, etwa aus Kapitalvermögen verfügen würde (zur Behandlung des Unterhaltsanspruchs des neuen Ehegatten entsprechend den für den Geschiedenenunterhalt geltenden Maßstäben s. Senatsurteile vom 7. Dezember 2011 XII ZR 151/09 - zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt - und BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111).

    Wurde ein Anspruch auf Aufstockungsunterhalt gemäß § 1573 Abs. 2 BGB nach Veröffentlichung des Senatsurteils vom 12. April 2006 (XII ZR 240/03 - FamRZ 2006, 1006) durch Urteil festgelegt, so ergibt sich weder aus der anschließenden Senatsrechtsprechung noch aus dem Inkrafttreten des § 1578 b BGB am 1. Januar 2008 eine wesentliche Änderung der rechtlichen Verhältnisse (Senatsurteile vom 29. September 2010 - XII ZR 205/08 - FamRZ 2010, 1884 Rn. 18 ff. und BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111).

  • BGH, 20.10.2010 - XII ZR 53/09  

    Familienrecht - Nachehelicher Unterhalt und Ausgleich für ehebedingte Nachteile

    Die Rechtsprechung des Senats hat sich mit Urteil vom 12. April 2006 (XII ZR 240/03 - FamRZ 2006, 1006), also nach Abschluss des Vorprozesses, dahin geändert, dass es schon bei der nach § 1573 Abs. 5 BGB aF anzustellenden Billigkeitsabwägung nicht mehr vorrangig auf die Dauer der Ehe ankam, sondern auf die dem Unterhaltsberechtigten entstandenen ehebedingten Nachteile (Senatsurteil vom 18. November 2009 - XII ZR 65/09 - FamRZ 2010, 111 Rn. 60 und vom 27. Januar 2010 - XII ZR 100/08 - FamRZ 2010, 538 Rn. 22).
  • BGH, 17.02.2010 - XII ZR 140/08  

    Billigkeitsentscheidung über eine Herabsetzung oder zeitliche Begrenzung des

  • BGH, 07.12.2011 - XII ZR 151/09  

    Familienrecht - Eheliche Lebensverhältnisse im Sinne von § 1578 I S. 1 BGB

  • BGH, 13.01.2010 - XII ZR 123/08  

    Voraussetzungen eines Unterhaltsanspruchs nach § 1615 l Abs. 2 S. 4 BGB

  • OLG Saarbrücken, 04.03.2010 - 6 UF 86/09  

    Zulässigkeit einer Abänderungsklage

  • BGH, 08.06.2011 - XII ZR 17/09  

    Familienrecht - Ehebedingte Nachteile in der Altersvorsorge

  • BGH, 17.03.2010 - XII ZR 204/08  

    Sozialrecht - Unterhalt bei persönlicher Betreuung

  • BGH, 21.09.2011 - XII ZR 173/09  

    Familienrecht - Unterhaltsanspruch

  • OLG Frankfurt, 21.07.2010 - 2 UF 63/10  

    Nachehelichenunterhalt: Unterhaltsberechnung unter Berücksichtigung von

  • BGH, 29.06.2011 - XII ZR 157/09  

    Familienrecht - Herabsetzung des Unterhaltsanspruchs im Rentenalter

  • OLG Hamm, 26.03.2010 - 7 UF 118/09  

    Befristung des Unterhaltsanspruchs bei fortbestehenden ehebedingten Nachteilen

  • OLG Celle, 11.03.2010 - 17 UF 154/09  

    Geschiedenenunterhalt: Erwerbsobliegenheit der Ehefrau eines Zahnarztes als un-

  • BGH, 08.08.2012 - XII ZR 97/10  

    Familienrecht - Belastungen des betreuenden Elternteils

  • OLG Saarbrücken, 05.08.2010 - 6 UF 138/09  

    Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners bei Frühverrentung

  • OLG Köln, 22.12.2009 - 4 UF 79/09  

    Unterhaltsrechtliche Behandlung des geschiedenen und eines neuen Ehegatten

  • BGH, 07.03.2012 - XII ZR 179/09  

    Familienrecht - Herabsetzung eines Unterhaltsanspruchs

  • OLG Düsseldorf, 16.12.2009 - 8 WF 185/09  

    Präklusion eines Verlangens auf Befristung des Aufstockungsunterhalts

  • OLG Karlsruhe, 08.04.2010 - 2 UF 147/09  

    Nachehelicher Altersunterhalt: Ehebedingte Nachteile bei Nichtweiteraufbau der

  • OLG Saarbrücken, 12.05.2010 - 6 UF 132/09  

    Voraussetzungen, Dauer und Berechnung des Anspruchs auf Betreuungsunterhalt;

  • BGH, 11.03.2010 - IX ZR 2/08  

    Verletzung des rechtlichen Gehörs bei nicht umfassender Beratung vor

  • OLG Hamm, 11.05.2010 - 2 UF 64/08  

    Berechnung des nachehelichen Unterhalts; Berücksichtigung der erneuten

  • OLG Saarbrücken, 15.07.2010 - 6 UF 4/10  

    Berechnung des nachehelichen Unterhalts in Altfällen

  • OLG Nürnberg, 11.01.2012 - 7 UF 747/11  

    Höhe des nachehelichen Unterhalts bei Neuverheiratung des unterhaltspflichtigen

  • OLG Saarbrücken, 17.02.2011 - 6 UF 114/10  

    Höhe des nachehelichen Unterhalts bei Inanspruchnahme von Altersteilzeit

  • OLG Hamm, 08.12.2010 - 8 UF 82/09  

    Zulässigkeit eines Antrags auf Befristung des nachehelichen Unterhalts nach

  • OLG Hamm, 08.12.2010 - 8 UF 103/09  

    Begriff der ehelichen Lebensverhältnisse i.S. von § 58 EheG; Befristung des

  • OLG Hamm, 23.12.2009 - 8 UF 85/09  

    Ehevertrag; Wirksamkeitskontrolle; Ausübungskontrolle; Begrenzung und Befristung

  • AG Münster, 24.06.2010 - 46 F 127/09  

    Drittelmethode, Betreuungsunterhalt, Erwerbsobliegenheit, Verkäuferin

  • AG Altötting, 10.02.2011 - 1 F 483/10  

    Vergleich: Abänderbarkeit eines Unterhaltsvergleichs

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