Rechtsprechung
   BGH, 18.12.2008 - IX ZR 12/05   

Volltextveröffentlichungen (12)

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  • IWW
  • Kanzlei Prof. Schweizer

    BGB § 675
    Vorsicht bei Hilfestellung "zwischen Tür und Angel": Auch bei unbezahlter telefonischer Auskunft haftet der Steuerberater [Anwalts-, Notar-, Steuerberater- und anderes Berufsrecht]

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Telefonische Auskunft eines Steuerberaters - Abgrenzung zwischen rechtsgeschäftlichem Handeln und rechtlich unverbindlicher Gefälligkeit - Abschluss seines konkludenten Auskunftsvertrags

  • NWB SteuerXpert START

    ZPO § 561, § 562 Abs. 1

  • wpk.de , S. 35

    Haftung aus telefonisch erteilter Auskunft

  • Prof. Dr. Lorenz (Kurzanmerkung und Volltext)

    Haftung für falsche Auskünfte - konkludenter Abschluß eines Auskunftsvertrags, Abgrenzung Gefälligkeit/Vertrag: Erfordernis des Rechtsbindungswillens, maßgebliche Kriterien; Voraussetzungen der Haftung: Vertretenmüssen, haftungsbegründende Kausalität und Mitverschulden

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Anforderungen an den stillschweigenden Abschluss eines Auskunftsvertrages

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Kurzfassungen/Presse (5)

  • Betriebs-Berater (Kurzinformation)

    Haftung für kostenlose telefonische Auskunft

  • IWW (Kurzinformation)

    Haftung aus telefonischer Auskunft

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Haftung für telefonische Auskünfte

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Besprechungen u.ä. (6)

  • IWW (Entscheidungsbesprechung)

    Unentgeltliche Auskünfte am Telefon

  • random-coil.de (Entscheidungsbesprechung)

    Steuerberater kann auch für falsche telefonische Auskunft zu einer steuerlichen Frage haften

  • brak-mitteilungen.de , S. 38 (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)

    Gefälligkeitshinweise an Mandanten

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  • deubner-steuern.de (Entscheidungsbesprechung)

    Haften Steuerberater auch bei telefonischen Auskünften?

  • Prof. Dr. Lorenz (Kurzanmerkung und Volltext)

    Haftung für falsche Auskünfte - konkludenter Abschluß eines Auskunftsvertrags, Abgrenzung Gefälligkeit/Vertrag: Erfordernis des Rechtsbindungswillens, maßgebliche Kriterien; Voraussetzungen der Haftung: Vertretenmüssen, haftungsbegründende Kausalität und Mitverschulden

  • EWiR-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 2,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Auskunftsvertrag mit Steuerberater aufgrund telefonischer Auskünfte

Verfahrensgang

  • LG München I, 17.12.2003 - 26 O 16097/03
  • OLG München, 09.12.2004 - 6 U 2103/04
  • BGH, 18.12.2008 - IX ZR 12/05

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2009, 1141
  • MDR 2009, 495
  • WM 2009, 369
  • DB 2009, 391
  • AnwBl 2009, 309



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Wird zitiert von ... (29)  

  • OLG Hamm, 19.05.2009 - 28 U 9/09  

    Haftung des Vermittlers einer Anlage in Kapitallebensversicherungen mit einem

    aa) Die Abgrenzung, ob den Erklärungen der Parteien ein Wille zur rechtlichen Bindung zu entnehmen ist oder die Parteien nur aufgrund einer außerrechtlichen Gefälligkeit handeln, ist anhand der Umstände des jeweiligen Einzelfalls zu bewerten (vgl. BGHZ 56, 204, 209 f.; BGH, Urteil vom 18. Dezember 2008 - IX ZR 12/05, WM 2009, 369 = NJW 2009, 1141, Tz. 7).

    Dies ist anhand objektiver Kriterien aufgrund der Erklärungen und des Verhaltens der Parteien zu ermitteln, wobei vor allem die wirtschaftliche sowie die rechtliche Bedeutung der Angelegenheit, insbesondere für den Begünstigten, und die Interessenlage der Parteien heranzuziehen sind (BGHZ 21, 102, 106 f.; 92, 164, 168; BGH, Urteile vom 21. Juli 2005 - I ZR 312/02, NJW-RR 2006, 117, Tz. 37; vom 18. Dezember 2008, aaO, Tz. 7).

    Dies gilt insbesondere in Fällen, in denen der Auskunftgeber für die Erteilung der Auskunft besonders sachkundig (BGHZ 74, 103, 106 ff.; 100, 117; BGH, Urteil vom 13. Februar 1992 - III ZR 28/90, NJW 1992, 2080 unter II 1 a; vom 18. Dezember 2008, aaO, Tz. 10).

    Für den stillschweigenden Abschluss eines Auskunftsvertrags ist entscheidend darauf abzustellen, ob die Gesamtumstände unter Berücksichtigung der Verkehrsauffassung und des Verkehrsbedürfnisses den Rückschluss zulassen, dass beide Teile nach dem objektiven Inhalt ihrer Erklärungen die Auskunft zum Gegenstand vertraglicher Rechte und Pflichten gemacht haben (BGH, Urteil vom 18. Dezember 2008, aaO, Tz. 11).

    Dem Umstand, dass der Beklagte für sein Tätigwerden nach seinen Angaben keine Vergütung erlangt hat, kommt kein entscheidendes Gewicht zu (siehe BGH, Urteile vom 21. Dezember 1989 - IX ZR 234/88, NJW-RR 1990, 1532 unter II 2 b; vom 18. Dezember 2008, aaO, Tz. 9; Palandt/Sprau, aaO, § 675 Rn. 30; Palandt/ Heinrichs, aaO, § 280 Rn. 47).

  • BGH, 15.04.2010 - IX ZR 189/09  

    Steuerberater - Unrichtige Angaben des Steuerberaters begründen Ersatzpflicht

    Selbst wenn ein Mandant über steuerrechtliche Kenntnisse verfügt, muss er darauf vertrauen können, dass der beauftragte Berater die anstehenden steuerrechtlichen Fragen fehlerfrei bearbeitet, ohne dass eine Kontrolle notwendig ist (vgl. BGH, Urt. v. 24. Juni 1993 - IX ZR 216/92, aaO; v. 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, aaO; v. 18. Dezember 2008 - IX ZR 12/05, NJW 2009, 1141, 1143 Rn. 21).
  • BGH, 10.05.2012 - IX ZR 125/10  

    Rechtsanwälte - Auch der Rechtsanwalt als Mandant muss belehrt werden!

    Ein Mitverschulden der Schuldnerin kommt daher nicht in Betracht, weil es gerade die Aufgabe der Beklagten zu 1 war, die Schuldnerin rechtlich zu beraten (vgl. BGH, Urteil vom 24. Mai 2005 - IX ZR 276/03, WM 2005, 1902, 1903; vom 18. Dezember 2008 - IX ZR 12/05, WM 2009, 369 Rn. 21).
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