Rechtsprechung
   BGH, 19.01.1989 - IX ZR 124/88   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Keine Prüfungspflicht der Bank hinsichtlich der Bonität des Bürgen

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Bürgschaftsverpflichtung eines nahen Angehörigen des Kreditnehmers; Prüfung der Bonität des Bürgen

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  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Kein Sittenverstoß bei Nichtprüfung der Bonität des Bürgen durch Bank

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Keine Pflicht der Bank zur Bonitätsprüfung bei Bürgschaft des in der Ausbildung befindlichen Sohnes des Hauptschuldners

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 106, 269
  • NJW 1989, 830
  • NJW-RR 1989, 561 (Ls.)
  • ZIP 1989, 219
  • MDR 1989, 445
  • WM 1989, 245
  • BB 1989, 580
  • DB 1989, 720
  • BauR 1989, 232



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Wird zitiert von ... (33)  

  • BGH, 28.02.1989 - IX ZR 130/88  

    Wirksamkeit des Abschlusses risikoreicher Geschäfte

    Ein Rechtsgeschäft ist nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn es nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den guten Sitten nicht zu vereinbaren ist (BGHZ 86, 82, 88; BGH, Urt. v. 19. Januar 1989 - IX ZR 124/88, WM 1989, 245, 246 = ZIP 1989, 219, 220).

    Die Vertragsfreiheit als Teil der Privatautonomie läßt es zu, auch risikoreiche Geschäfte abzuschließen und sich zu Leistungen zu verpflichten, die nur unter besonders günstigen Bedingungen, ggf. unter dauernder Inanspruchnahme des pfändungsfreien Einkommens, erbracht werden können (vgl. BGH, Urt. v. 19. Januar 1989 aaO.).

    Der Gläubiger kann grundsätzlich davon ausgehen, daß ein voll Geschäftsfähiger, der eine Bürgschaftsverpflichtung übernimmt, sich über die Tragweite seines Handelns im Klaren ist und sein Risiko abschätzt (BGH, Urt. v. 19. Januar 1989 aaO.).

    Aufklärungspflichten des Gläubigers gegenüber dem Bürgen bestehen grundsätzlich nicht (vgl. BGH, Urt. v. 6. Dezember 1984 - IX ZR 115/83; ZIP 1985, 267, 269; Urt. v. 17. Oktober 1985 - IX ZR 168/84, WM 1986, 11, 12, Urt. v. 22. Oktober 1987 - IX ZR 267/86, WM 1987, 1481, 1483; Urt. v. 19. Januar 1989 aaO.).

    Auch als Bürgschaftsgläubigerin war die Klägerin nicht zu einer Bonitätsprüfung verpflichtet (BGH, Urt. v. 19. Januar 1989 aaO.).

  • BGH, 24.02.1994 - IX ZR 93/93  

    Wirksamkeit einer von Kindern zu Gunsten der Eltern geleisteten Bürgschaft

    Diesem die Rechtsprechung des erkennenden Senats prägenden Grundsatz (vgl. BGHZ 106, 269, 272;107, 92, 98; BGH, Urt. v. 16. Mai 1991 - IX ZR 245/90, NJW 1991, 2015, 2016; v. 16. Januar 1992 - IX ZR 113/91, ZIP 1992, 233, 235 f) stimmt der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs zu (Urt. v. 24. November 1992 - XI ZR 98/92, ZIP 1993, 26, 27, z.V. in BGHZ 120, 272 bestimmt).

    Davon ist im Ansatz auch dann auszugehen, wenn der Bürge dem Hauptschuldner verwandtschaftlich eng verbunden ist (BGHZ 106, 269, 272;107, 92, 103; Urt. v. 16. Mai 1991 - IX ZR 245/90; v. 16. Januar 1992 - IX ZR 113/91; jeweils aaO).

    Soweit der Senat in früheren Urteilen den hier dargelegten Gefahren für die Entscheidungsfreiheit des Bürgen und den daraus folgenden Pflichten der Bank keine entsprechende Bedeutung beigemessen hat (BGHZ 106, 269, 272; Urt. v. 16. Mai 1991 - IX ZR 245/90, NJW 1991, 2015, 2017), wird an dieser Auffassung nicht mehr festgehalten.

  • BVerfG, 19.10.1993 - 1 BvR 567/89  

    Bürgschaftsverträge

    b) Die Inhaltskontrolle der Verträge durch die Instanzgerichte wurde vom IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs weitgehend verworfen (BGHZ 106, 269; 107, 92; ZIP 1989, S. 629 f.; NJW 1991, S. 2015 ff. und BB 1992, S. 387 ff.).
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