Rechtsprechung
| BGH, 19.01.1999 - X ZR 42/97 |
Volltextveröffentlichungen (10)
- lexetius.com
BGB § 531 Abs. 2
- Alpmann Schmidt
BGB § 531 Abs. 2
- Kanzlei Prof. Schweizer (Volltext/Auszüge)
Gegenansprüche des Beschenkten bei Schenkungswiderruf
- DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Ausgleich bei Aufwendungen auf geschenktes Grundstück nach Widerruf der Schenkung wegen groben Undanks
- forum-elternunterhalt.de
Gegenansprüche des Beschenkten bei Schenkungswiderruf
- RA Kotz
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 531 Abs. 2
Berücksichtigung vermögensmindernder Aufwendungen des Beschenkten vor Zugang der Widerrufserklärung - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
- ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Entreicherungs- oder Verwendungsersatzanspruch des Beschenkten für vermögensmindernde Aufwendungen auch bei Widerruf der Schenkung wegen groben Undanks
Kurzfassungen/Presse
- finanztip.de (Kurzinformation)
Eltern fordern geschenktes Haus wegen Undanks zurück - Der Sohn bekommt aber Aufwendungen für den Wohnungsausbau ersetzt
Besprechungen u.ä.
- EWiR-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 2,90 €) (Entscheidungsbesprechung)
Entreicherung des Beschenkten in Höhe der vor Widerruf der Schenkung gemachten Aufwendungen
Zeitschriftenfundstellen
- BGHZ 140, 275
- NJW 1999, 1626
- NJW-RR 1999, 1063 (Ls.)
- ZIP 1999, 659
- MDR 1999, 1053
- NZM 1999, 521
- WM 1999, 1071
- DB 1999, 1315 (Ls.)
Wird zitiert von ... (15)
- BGH, 13.06.2002 - V ZB 30/01
Immobilien - Rückübereignungsanspruch vormerkungsfähig?
Zwar bleibt die Frage, wann eine als grober Undank zu wertende schwere Verfehlung im Sinne von § 530 Abs. 1 BGB anzunehmen ist, weitgehend der nach den konkreten Umständen des jeweiligen Einzelfalles vorzunehmenden tatrichterlichen Beurteilung überlassen (BGHZ 87, 145, 149; 91, 273, 278; 140, 275, 277;… BGH, Urt. v. 30. Juni 1993, XII ZR 210/91, NJW-RR 1993, 1410, 1411).Eine schwere Verfehlung im Sinne von § 530 Abs. 1 BGB, durch die sich der Beschenkte des groben Undanks gegenüber dem Schenker schuldig macht, setzt demnach objektiv ein gewisses Maß an Schwere und subjektiv eine tadelnswerte Gesinnung voraus, die einen Mangel an Dankbarkeit gegenüber dem Schenker erkennen läßt (BGHZ 87, 149; 91, 278;… BGH, Urt. v. 30. Juni 1993, XII ZR 210/91 aaO, 1411; Urt. v. 9. Januar 1999, X ZR 42/97,NJW 1999, 1626, 1627, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 140, 275).
- BGH, 15.03.2002 - V ZR 396/00
Umfang der Haftung des Käufers auf Rückgabe eines mit einer Grundschuld …
b) Anders als in der vom Berufungsgericht herangezogenen Senatsentscheidung (BGHZ 112, 376; ebenso BGHZ 140, 275, 277) ist Bereicherungsgegenstand nicht das vom Käufer unbelastet erlangte Grundeigentum. - BGH, 17.04.2002 - IV ZR 259/01
Erbrecht - Übertragung eines Grundstücks als Schenkung
Um dagegen eine ergänzungspflichtige Schenkung im Sinne von §§ 2325 ff. BGB annehmen zu können, bedarf es zunächst objektiv einer Bereicherung des einen Vertragspartners (zu übernommenen Lasten und Gegenleistungen vgl. BGHZ 107, 156, 159 ff.; BGH, Urteil vom 19. Januar 1999 - X ZR 42/97 - NJW 1999, 1626 unter I 2 b).
- BGH, 13.06.2002 - V ZB 31/01
Immobilien - Rückübereignungsanspruch vormerkungsfähig?
Zwar bleibt die Frage, wann eine als grober Undank zu wertende schwere Verfehlung im Sinne von § 530 Abs. 1 BGB anzunehmen ist, weitgehend der nach den konkreten Umständen des jeweiligen Einzelfalles vorzunehmenden tatrichterlichen Beurteilung überlassen (BGHZ 87, 145, 149; 91, 273, 278; 140, 275, 277;… BGH, Urt. v. 30. Juni 1993, XII ZR 210/91, NJW-RR 1993, 1410, 1411).Eine schwere Verfehlung im Sinne von § 530 Abs. 1 BGB, durch die sich der Beschenkte des groben Undanks gegenüber dem Schenker schuldig macht, setzt demnach objektiv ein gewisses Maß an Schwere und subjektiv eine tadelnswerte Gesinnung voraus, die einen Mangel an Dankbarkeit gegenüber dem Schenker erkennen läßt (BGHZ 87, 149; 91, 278;… BGH, Urt. v. 30. Juni 1993, XII ZR 210/91 aaO, 1411; Urt. v. 9. Januar 1999, X ZR 42/97,NJW 1999, 1626, 1627, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 140, 275).
- BGH, 25.07.2003 - V ZR 387/02
Vermögensrecht - Anspruch auf Erlösherausgabe auf Surrogat gerichtet
Soweit die behaupteteten Verwendungen überhaupt für die umstrittenen Grundstücke getätigt wurden, scheitert ein Bereicherungsanspruch im vorliegenden Fall daran, daß dieser Anspruch nicht auf die geltend gemachte Wertsteigerung der Grundstücke gerichtet werden kann, sondern in deren etwa erhöhtem Verkehrswert wegen § 818 Abs. 3 BGB nur seine Grenze findet (vgl. BGHZ 140, 275, 283). - BGH, 11.04.2000 - X ZR 246/98
Rückabwicklung eines Grundstücksübertragungsvertrages mit Wohnrecht und …
Dies trägt im rechtlichen Ausgangspunkt der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung Rechnung, wonach im Falle groben Undanks der in § 531 Abs. 2 BGB eingeräumte Anspruch nur dann auf Rückübertragung des überlassenen Gegenstandes geht, wenn es sich bei dem widerrufenen Geschäft um eine - zumindest gemischte - Schenkung handelte, bei der, soweit eine Gegenleistung in Betracht kommt, der unentgeltliche Charakter des Geschäfts überwog, was dann anzunehmen ist, wenn der Wert der Gegenleistung weniger als die Hälfte des effektiven Wertes des Geschenkes betrug (Sen.Urt. v. 19.01.1999 - X ZR 42/97, NJW 1999, 1626, 1627 m.w.N.).Da der Wert eines zugewendeten Grundstücks um den dinglicher Belastungen zu mindern ist (BGHZ 107, 156; Sen.Urt. v. 19.01.1999 - X ZR 42/97, NJW 1999, 1626, 1627), und da weitere Rügen gegen die tatrichterliche Bewertung des als Bestandteil des Altenteilrechts versprochenen und vom Berufungsgericht zu Recht als beschränkte persönliche Dienstbarkeit übernommen angesehenen Wohnrechts mit 96.000,-- DM nicht erhoben sind, hat das Berufungsgericht nach allem ohne Rechtsfehler den Wert der Zuwendung, welche die Beklagten erhalten haben, mit insgesamt 202.000,-- DM festgestellt.
- BGH, 18.10.2011 - X ZR 45/10
Vorliegen einer gemischten Schenkung
Diese Form der Rückabwicklung kann der Schenker nur verlangen, wenn der unentgeltliche Charakter des Vertrags überwiegt, die Zuwendung des Schenkers also den doppelten Wert im Vergleich zur Gegenleistung aufweist (vgl. BGH, Urteile vom 27. November 1952 IV ZR 146/52, NJW 1953, 501 aE; vom 23. Mai 1959 V ZR 140/58, BGHZ 30, 120, 123; vom 3. Dezember 1971 V ZR 134/69, NJW 1972, 247 unter I b; vom 2. Oktober 1987 V ZR 85/86, NJW-RR 1988, 584 unter II 2 a; vom 7. April 1989 V ZR 252/87, BGHZ 107, 156, 158 f.; vom 19. Januar 1999 X ZR 42/97, NJW 1999, 1626 unter I 2 b aa; vom 11. April 2000 X ZR 246/98, NJW 2000, 598 unter 1 a). - BGH, 11.07.2000 - X ZR 78/98
Widerruf einer Schenkung
Es wird in diesem Zusammenhang zu klären sein, ob die vom Beklagten zu 1 zur Erstellung des Anbaus erbrachten Leistungen entgeltlicher Teil einer gemischten Schenkung (…zu dieser Sichtweise vgl. etwa BGH, Urt. v. 17.06.1992 - XII ZR 145/91, NJW 1992, 2566, 2567) oder aber als Aufwendungen, die im Vertrauen auf die Rechtsbeständigkeit der Schenkung gemacht wurden (…vgl. dazu BGH, Urt. v. 02.10.1987 - V ZR 85/86, WM 1987, 1533; Sen. Urt. v. 19.01.1999 - X ZR 42/97, NJW 1999, 1629), anzusehen sind. - OLG Brandenburg, 29.06.2005 - 4 U 196/04
BGB § 119 Abs. 1; BGB § 123 Abs. 1; BGB § 242; BGB § 313; …
Die Klärung der Frage, wann eine als grober Undank zu wertende schwere Verfehlung im Sinne von § 530 Abs. 1 BGB anzunehmen ist, obliegt weitgehend der nach den konkreten Umständen des jeweiligen Einzelfalles vorzunehmenden tatrichterlichen Beurteilung (vgl. BGHZ 87, 145, 149; 91, 273, 278; 140, 275, 277; BGH, Urteil vom 30.06.1993, NJW-RR 1993, 1410, 1411).Die höchstrichterliche Rechtsprechung hat den Rechtsbegriff des groben Undanks allerdings näher dahin ausgefüllt, dass eine schwere Verfehlung im Sinne von § 530 Abs. 1 BGB, durch die sich der Beschenkte des groben Undanks gegenüber dem Schenker schuldig macht, objektiv ein gewisses Maß an Schwere und subjektiv eine tadelnswerte Gesinnung voraussetzt, die einen Mangel an Dankbarkeit gegenüber dem Schenker erkennen läßt (vgl. BGHZ 87, 149; 91, 278; BGH…, Urteil vom 30.06.1993, aaO.; Urteil vom 09.01.1999, NJW 1999, 1626, 1627).
- OLG Köln, 19.03.2002 - 11 W 19/02
Schenkungswiderruf bei Gefährdung des Wohnungsrechts des Schenkers durch …
Auf Einzelheiten des sich danach ergebenden Rückabwicklungsanspruchs (vgl. dazu etwa BGHZ 140, 275 ff. = NJW 1999, 1626 ff.) kommt es hier nicht an, da bisher nicht ersichtlich ist, dass die Antragsgegnerin erhebliche Leistungen auf das Grundstück erbracht hat. - OLG Brandenburg, 27.02.2008 - 9 UF 219/07
Zugewinnausgleich: Anerkennung einer gemischten Schenkung
- BGH, 15.05.2012 - X ZR 5/11
Übertragung von Grundeigentum nicht als gemischte Schenkung
- OLG Koblenz, 13.09.2001 - 5 U 1435/99
Rechtsnatur der Übertragung eines Hausgrundstücks bei Übernahme dinglicher …
- OLG Brandenburg, 22.12.2010 - 3 U 61/10
Abgrenzung einer unentgeltlichen Zuwendung von einer gemischten Schenkung
- OLG Hamm, 28.01.2010 - 10 U 43/09
Unentgeltlichkeit der Zuwendung eines Grundstücks
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