Rechtsprechung
   BGH, 20.03.1984 - VI ZR 154/82   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Jurion
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Pflicht des Auftragnehmers bei Erteilung des Auftrags aufgrund besonderer Sachkunde

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Beratungspflicht des Rechtsanwalts

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1985, 42
  • MDR 1985, 39
  • VersR 1984, 658
  • BB 1984, 1516



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Wird zitiert von ... (20)  

  • BGH, 13.03.1997 - IX ZR 81/96  

    Inhalt eines Anwaltsvertrages; Mitverschulden durch falsche Angaben gegenüber dem

    Vielmehr muß der Anwalt selbständig prüfen, ob dem Auftraggeber bei Ausführung einer Weisung Nachteile drohen; ist dies der Fall, so hat der Anwalt den Mandanten darauf hinzuweisen und seine Antwort abzuwarten (BGH, Urt. v. 20. März 1984 - VI ZR 154/82, NJW 1985, 42, 43; v. 30. Oktober 1984 - IX ZR 6/84, VersR 1985, 83, 84).
  • BGH, 28.06.1990 - IX ZR 209/89  

    Zurückhalten von Sachvortrag durch den Prozeßbevollmächtigten; Haftung des

    Lediglich wenn dieser nach eindringlicher Belehrung durch den Rechtsanwalt auf seiner Weisung beharrt, verstößt der Anwalt mit deren Befolgung gemäß § 675, 665 BGB nicht gegen seine Vertragspflichten (vgl. BGH, Urt. v. 4. Dezember 1972 - VI ZR 1O/72, VersR 1974, 488, 489 unter II 2; Urt. v. 20. März 1984 - VI ZR 154/82, NJW 1985, 42, 43 unter II 1 a).
  • BGH, 07.05.1992 - IX ZR 151/91  

    Haftung des Steuerberaters bei Abweichung von einer dem Mandanten günstigen

    Vertragsgemäß ist ein solches Handeln des Steuerberaters nur unter der Voraussetzung, dass der Auftraggeber trotz eindringlicher und umfassender Beratung zur Rechtslage und den von dem Rechtsstreit ausgehenden Wirkungen die Weisung zur Erhebung der Klage erteilt (vgl. zur Anwaltshaftung BGH, NJW 1985, 42 (43) = LM § 675 BGB Nr. 103; BGH, NJW-RR 1990, 1241 = LM § 675 BGB Nr. 156 = WM 1990, 1917 (1920)).
mehr
  • OLG Hamm, 14.10.2003 - 28 U 88/03  
    Die Beklagten machen die Erteilung einer konkreten Anweisung geltend, die der Rechtsanwalt grundsätzlich zu befolgen hat (§§ 675 Abs. 1, 665 BGB), und zwar auch dann, wenn dies für den Mandanten nachteilig ist oder sein kann (vgl. hierzu BGH, NJW 1985, 42, 43 = VersR 1984, 658, 659 = WM 1984, 1024, 1025; VersR 1985, 83, 84 = VersR 1984, 658, 659; NJW 1997, 2168, 2169 = WM 1997, 1392, 1393 f.; Zugehör in: Zugehör, aaO, RN 977).

    Eine Pflichtverletzung entfällt bei drohenden oder gar sicheren Nachteilen allerdings nur, wenn der Mandant vor Befolgung einer derartigen Weisung eingehend über die damit verbundenen Risiken (vgl. BGH, NJW 1985, 42, 43 = VersR 1984, 658, 659 = WM 1984, 1024, 1026) belehrt wird (vgl. BGH, NJW 1997, 2168, 2169 = WM 1997, 1392, 1394; NJW 1998, 1486 = WM 1998, 301, 303 (Steuerberater); NJW-RR 1992, 1110, 1115 (Steuerberater); NJW-RR 1990, 1241, 1243 = WM 1990, 1917, 1920 =VersR 1991, 422; VersR 1985, 83, 84; VersR 1974, 488, 489; Zugehör in: Zugehör, aaO, RN 624, 981) und ihm andere weniger nachteilige oder nicht so riskante Wege zur Erreichung des Auftragsziels aufgezeigt worden sind (vgl. BGH, VersR 1985, 83, 84 mwN; Zugehör in: Zugehör, aaO, RN 981).

    Bei allen Weisungen, deren Befolgung für den Mandanten schädlich sein kann, muss sich ein Rechtsanwalt zudem über die Ernsthaftigkeit und Endgültigkeit der Weisung vergewissern (vgl. BGH NJW 1985, 42, 43 = VersR 1984, 658, 659 = WM 1984, 1024, 1026).

  • BGH, 10.07.1984 - VI ZR 222/82  

    Sicherung von Bauforderungen: Verbotsirrtum

    Doch ist auch das nur eine allgemeine Richtlinie für die rechtliche Würdigung des einzelnen Sachverhalts und kein starrer Grundsatz (vgl. zuletzt Senatsurteil vom 20. März 1984 - VI ZR 154/82 - VersR 1984, 658, 660).
  • BSG, 10.07.1996 - 3 RK 27/95  

    Zulassung als Hilfsmittelerbringer, Zulässigkeit von Mischkalkulationen für

    - wenn es sich um eine einfache, leicht zu beantwortende Rechtsfrage handelt und das Kollegialgericht trotz klarer und eindeutiger Gesetzesbestimmungen die Rechtslage verkannt oder eine eindeutige Gesetzesbestimmung handgreiflich falsch ausgelegt hat (RGZ 156, 34, 51; BGHZ 27, 338, 343;. BGHZ 73, 161, 164 f; BGH NJW 1959, 35, 37; BGH VersR 1963, 628, 630; BGH VersR 1980, 459; BGH NJW 1985, 42, 43),.
  • BGH, 23.04.2012 - AnwZ (Brfg) 35/11  

    Rechtsanwälte - Wann vertritt ein Rechtsanwalt widerstreitende Interessen?

    Der Anwalt ist an die Weisungen seines Auftraggebers gebunden (§§ 665, 675 Abs. 1; vgl. BGH, Urteil vom 15. November 2007 - IX ZR 44/04, BGHZ 174, 205 Rn. 8), wobei es dem Mandanten, der das Misserfolgs- und Kostenrisiko trägt, durchaus freisteht, Weisungen zu erteilen, welche seinen wohlverstandenen Interessen aus der Sicht eines objektiven Betrachters widersprechen (BGH, Urteil vom 20. März 1984 - VI ZR 154/82, NJW 1985, 42, 43; vom 13. März 1997 - IX ZR 81/96, NJW 1997, 2168, 2169 f.; vgl. Vill in Zugehör u.a., Handbuch der Anwaltshaftung, 3. Aufl., Rn. 841).
  • OLG Hamm, 31.10.2005 - 24 W 23/05  

    Rechtsanwälte - Aufforderungsschreiben auf Erstattung von Prozesskosten

    Gegebenenfalls ist es erforderlich, die (eingeschränkten) Erfolgsaussichten des Versuchs einer außergerichtlichen Streitbeilegung mit dem Mandanten unter Hinweis auf die möglicherweise anfallenden zusätzlichen Kosten zu erörtern (zur grundsätzlichen Verpflichtung zu einem Bedenkenhinweis und zum Aufzeigen des richtigen Wegs vgl. BGH NJW 1985, 42; Palandt/Heinrichs, § 280 BGB, Rdnr. 79).
  • OLG Düsseldorf, 16.04.2002 - 24 U 123/01  

    Anwaltshaftung- Entschuldungsvergleich - Insolvenzanfechtung - Weiterleitung von

    Unter diesen Umständen musste der Beklagte die Schuldnerin dahin beraten, dass der bereits eingezahlte Betrag bestimmungsgemäß verwendet und das Ausfallrisiko bei ihm, dem Beklagten, entsprechend der aktuellen Rechtslage verbleibt, weil das der sicherere Weg gewesen wäre (vgl. dazu BGH MDR 1985, 39 = NJW 1985, 42, 43; NJW-RR 1990, 1241, 1243; MDR 1997, 894, 895).
  • OLG Karlsruhe, 08.03.1994 - 3 U 45/93  

    Vergütungsanspruch des Rechtsanwalts trotz Mandatsniederlegung

    Dies folgt schon daraus, dass für den Anwaltsvertrag gemäß § 675 BGB die Vorschrift des § 665 BGB Anwendung findet (BGH NJW 1985, 42, 43; OLG Karlsruhe AnwBl 1979, 64; Vollkommer, Anwaltshaftungsrecht Rdnr. 192).

    Zwar ist anerkannt, dass der Rechtsanwalt den Weisungen des Mandanten nicht "blindlings" folgen muss (BGH VersR 1977, 421, 422; BGH NJW 1985, 42, 43; Vollkommer, a.a.O. Rdnr. 194).

  • OLG Düsseldorf, 18.10.2005 - 24 U 24/05  

    Schadenersatzanspruch gegen Rechtsanwalt wegen unzureichender Beratung über

  • OLG Dresden, 27.09.2000 - 8 U 14/00  

    Sittenwidrigkeit; Maklerprovision; Gerichtsstandsvereinbarung

  • OLG Düsseldorf, 06.05.2009 - 24 U 214/08  

    Behinderung: Arbeitsplatzverlust

  • OLG Düsseldorf, 09.05.2011 - 24 U 60/11  

    Rechtsanwälte - Hohes Prozessrisiko: Wie ist Mandant aufzuklären?

  • OLG Saarbrücken, 22.12.2009 - 4 U 107/09  

    Pflichten des Rechtsanwalts bei Abschluss eines Vergleichs

  • OLG München, 24.01.1997 - 21 U 5097/96  

    Voraussetzungen der Haftung des Geschäftsführers einer als Treuhänder

  • OLG Frankfurt, 17.11.2011 - 11 U 48/11  

    Anwaltshaftung: Fehlender Hinweis auf Unwirksamkeit einer Urkunde wegen

  • OLG München, 10.09.1991 - 5 U 4632/90  

    BGB §§ 665, 675

  • AG Brandenburg, 19.06.2006 - 31 C 377/05  

    Erstattungsfähigkeit der Rechtsanwaltskosten für ein vorprozessuales Schreiben

  • LG Dortmund, 01.04.2011 - 3 S 2/10  
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