Rechtsprechung
   BGH, 21.03.1991 - IX ZR 286/90   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • Alpmann Schmidt

    BGB § 426; VerglO § 7 Abs. 4,§ 25, § 33, § 82 Abs. 2 Satz 2, § 85

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Vergleichsverfahren: Rechtsschutzinteresse des Vergleichsgläubigers hinsichtlich der Inanspruchnahme des Schuldners bei Liquidationsvergleich

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Gesamtschuldner als Vergleichsgläubiger; Rechtsschutzinteresse für die Inanspruchnahme des Schuldners durch einen Vergleichsgläubiger nach gerichtlicher Bestätigung eines Liquidationsvergleichs

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  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Gesamtschuldnerhaftung auch nach Verfahrenseröffnung

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Stellung als Vergleichsgläubiger im Vergleich des anderen Gesamtschuldners bei Befriedigung des Gläubigers erst nach Verfahrenseröffnung

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 114, 117
  • NJW 1991, 1733
  • ZIP 1991, 524
  • MDR 1991, 963
  • WM 1991, 873
  • DB 1991, 1663



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Wird zitiert von ... (16)  

  • BGH, 26.05.1994 - IX ZR 39/93  

    Geltendmachung eines Zahlungsanspruchs im Wege der Stufenklage aufgrund Erteilung

    Der Kläger meldete seinen Ausgleichsanspruch nicht im Vergleichsverfahren an, sondern klagte seinen Anteil gegen den Vergleichsschuldner ein (Beiakte - BA - 1 O 598/87 LG Aachen; in diesem Vorprozeß erging das Senatsurt. BGHZ 114, 117 ).

    Der Kläger war Beteiligter im vorstehenden Sinne, weil er wegen seines - bereits mit der Begründung der Gesamtschuld entstandenen - Ausgleichsanspruchs gegen den Vergleichsschuldner aus § 426 Abs. 1 BGB Vergleichsgläubiger war (§ 25 VerglO ; BGHZ 114, 117, 122 ff).

    Daran ändert nichts, daß die Vergleichsforderung weder vom Schuldner in das Gläubigerverzeichnis (§ 4 Abs. 1 Nr. 2, § 6 VerglO ) aufgenommen noch vom Kläger gemäß § 67 VerglO beim Vergleichsgericht angemeldet wurde (§ 82 Abs. 1 VerglO ; BGHZ 114, 117, 124 ff m.Anm. Mohrbutter EWiR 1991, 551 und Blaurock WuB IV A § 426 BGB 4.91; vgl. BGHZ 118, 70, 76).

    Aufgrund des bestätigten Liquidationsvergleichs (§ 7 Abs. 4 VerglO ) ist der Vergleichsverwalter gegenüber den - gemäß § 328 BGB berechtigten - Vergleichsgläubigern verpflichtet, die ihm überlassenen Vermögensgegenstände möglichst günstig zu verwerten und den Erlös an die Vergleichsgläubiger gemäß den konkursrechtlichen Vorschriften auszuschütten (BGHZ 114, 117, 125 f).

    aa) Der Kläger konnte mit seiner Ausgleichsforderung aus § 426 Abs. 1 BGB am Vergleichsverfahren erst teilnehmen, nachdem das Bankhaus D. aufgrund seiner Befriedigung u.a. durch den Kläger aus dem Verfahren ausgeschieden war (§§ 32, 33 VerglO ; BGHZ 114, 117, 123).

    Diese Ansicht war unzutreffend (BGHZ 114, 117, 124); das hat der Beklagte nach eigenem Vorbringen erkannt (GA I 71).

    Er hat zwar gegen den Vergleichsschuldner im Vorprozeß einen Zahlungstitel - über die noch durchsetzbare Forderung in Höhe der Vergleichsquote (§ 7 Abs. 4 , § 82 Abs. 1 , Abs. 2 Satz 2 VerglO ; BGHZ 114, 117, 124) - erwirkt.

    Außerdem hätte der Anwalt des Klägers erkennen können und müssen, daß die Voraussetzungen des § 36 Abs. 1 VerglO nicht gegeben waren, weil die vermögenslose Gesellschaft zwischen dem Schuldner und dem Kläger, aus der dieser seinen Ausgleichsanspruch herleitete, bereits im Jahre 1983 wegen Zweckerreichung beendet war (vgl. BGHZ 114, 117, 124).

  • BGH, 15.10.2007 - II ZR 136/06  

    ARGE - Innengesellschaftlicher Haftungsausgleich

    Anders als das Berufungsgericht in Verkennung der gefestigten höchstrichterlichen Rechtsprechung gemeint hat, entsteht jedoch der selbständige Ausgleichsanspruch nach § 426 Abs. 1 Satz 1 BGB nicht erst mit der Befriedigung des Gläubigers, sondern schon mit der Entstehung des Gesamtschuldverhältnisses (BGH, Urt. v. 7. November 1985 - III ZR 142/84, WM 1986, 170; BGHZ 114, 117, 122; BGH, Urt. v. 20. Juli 2006 - IX ZR 44/05, ZIP 2006, 1591, 1592).
  • BGH, 18.06.2009 - VII ZR 167/08  

    Bauvertrag - Verjährung des Ausgleichsanspruchs unter Gesamtschuldnern

    a) Es entspricht gefestigter Rechtsprechung, dass der Ausgleichsanspruch nach § 426 Abs. 1 BGB bereits in dem Augenblick entsteht, in dem die mehreren Ersatzpflichtigen dem Geschädigten ersatzpflichtig werden, also mit der Begründung der Gesamtschuld (vgl. BGH, Urteil vom 21. November 1953 - VI ZR 82/52, BGHZ 11, 170, 174; Urteil vom 21. März 1991 - IX ZR 286/90, BGHZ 114, 117, 122; Urteil vom 28. April 1994 - VII ZR 73/93, BauR 1994, 621 = ZfBR 1994, 209; Urteil vom 15. Oktober 2007 - II ZR 136/06, BauR 2008, 381 = NZBau 2008, 121).
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