Rechtsprechung
| BGH, 23.10.1980 - IVa ZR 28/80 |
Volltextveröffentlichungen
Zeitschriftenfundstellen
- BGHZ 78, 263
- NJW 1981, 399
- MDR 1981, 212
Wird zitiert von ... (56)
- BGH, 12.05.2009 - XI ZR 586/07
Wertpapierrecht - Aufklärungs- und Beratungspflichten
Soweit das Berufungsgericht diesen Vortrag als unschlüssig angesehen hat, erscheint das im Hinblick auf die vom Kläger angeführte Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (die Revision hat sich zusätzlich noch auf BGHZ 78, 263, 268 und das Senatsurteil vom 28. Februar 1989 - XI ZR 70/88, WM 1989, 1047, 1051 bezogen) zu Herausgabe- und Aufklärungspflichten eines Beraters zweifelhaft, kann aber letztlich dahinstehen, da das Berufungsgericht bereits die Darlegungs- und Beweislast für ein vorsätzliches Handeln der Beklagten verkannt hat. - BGH, 12.05.2011 - III ZR 107/10
Steuerberater - Nichtigkeit eines "Beratungsvertrag Sanierung"
aa) Bei § 57 Abs. 4 Nr. 1 StBerG handelt es sich um ein Verbotsgesetz im Sinne von § 134 BGB, das sich allerdings ausschließlich gegen den Steuerberater und nicht auch gegen dessen Vertragspartner richtet (BGH, Urteil vom 23. Oktober 1980 - IVa ZR 28/80, BGHZ 78, 263, 264 f; s. auch BGH, Versäumnisurteil vom 21. März 1996 - IX ZR 240/95, BGHZ 132, 229, 233 f; OLG Hamm, NJW 1997, 666, 667;… Maxl in Kuhls u.a., StBerG, 2. Aufl., § 57 Rn. 28;… ähnlich: Gehre/Koslowski, StBerG, 6. Aufl., § 57 Rn. 4).Betrifft das gesetzliche Verbot nur einen Vertragspartner, so hat dies im Regelfall nicht die Unwirksamkeit des Rechtsgeschäfts zur Folge; anderes gilt aber, wenn es mit dem Sinn und Zweck des Verbotsgesetzes nicht vereinbar wäre, die durch das Rechtsgeschäft getroffene rechtliche Regelung hinzunehmen und bestehen zu lassen, und hieraus die Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts gefolgert werden muss (Senatsurteil vom 22. Mai 1978 - III ZR 153/76, BGHZ 71, 358, 360 f; BGH, Urteile vom 25. Juni 1962 - VII ZR 120/61, BGHZ 37, 258, 262; vom 1. Juni 1966 - VIII ZR 65/64, BGHZ 46, 24, 26; vom 23. April 1968 - VI ZR 217/65, NJW 1968, 2286; vom 12. Januar 1970 - VII ZR 48/68, BGHZ 53, 152, 157; vom 10. Dezember 1975 - VIII ZR 306/74, BGHZ 65, 368, 370 und vom 23. Oktober 1980 aaO S. 265 sowie Versäumnisurteil vom 21. März 1996 aaO S. 231 f).
Es soll verhindert werden, dass der Steuerberater dem für eine Gewerbetätigkeit kennzeichnenden Gewinnstreben auch im Rahmen der Steuerberatung Raum gibt und seine Mandanten deshalb nicht mehr mit der erforderlichen Unabhängigkeit und Unvoreingenommenheit, also nicht mehr sachgerecht, berät oder jedenfalls in einen solchen Verdacht gerät (s. BGH, Urteile vom 23. Oktober 1980 aaO S. 266; vom 4. März 1996 - StbSt(R) 4/95, BGHSt 42, 55, 57, 64 und vom 25. Februar 2003 - StbSt(R) 2/02, NJW 2003, 1540; OLG Hamm aaO; Maxl aaO § 57 Rn. 396, 398, 412).
Zudem geht es darum, der Gefahr möglicher Interessenkollisionen zwischen den verschiedenen Tätigkeitsfeldern zu begegnen (s. § 6 Abs. 1 BOStB) und hierbei insbesondere auch der Gefahr, dass der Steuerberater die im Rahmen der Steuerberatung gewonnenen Kenntnisse im eigenen Gewerbe verwertet und seinem Mandanten Konkurrenz macht (BGH, Urteile vom 23. Oktober 1980 aaO und vom 4. März 1996 aaO S. 59, 61; OLG Hamm aaO; Maxl aaO § 57 Rn. 396, 412, 422, 424; Gehre/Koslowski aaO § 57 Rn. 89).
So hat es der Bundesgerichtshof nicht für erforderlich gehalten, einzelnen Maklerverträgen, die ein zugleich als gewerbsmäßiger Makler tätiger Steuerberater abgeschlossen hat, die zivilrechtliche Wirksamkeit zu versagen (BGH, Urteil vom 23. Oktober 1980 aaO).
(a) In Anlehnung an die steuer- und gewerberechtliche Definition hat die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die nicht vereinbare (vom Berufsbild des freien Berufs nicht mehr erfasste) gewerbliche Tätigkeit im Sinne von § 57 Abs. 4 Nr. 1 StBerG als selbständiges, gleichmäßig fortgesetztes und maßgebend von erwerbswirtschaftlichem Streben nach Gewinn bestimmtes Handeln gekennzeichnet (BGH, Urteile vom 23. Oktober 1980 aaO S. 264; vom 4. März 1996 aaO S. 60 und vom 25. Februar 2003 aaO; Gehre/Koslowski aaO § 57 Rn. 90).
- BGH, 17.01.1985 - III ZR 135/83
Finanzierungsrisiko bei Bauherrenmodellen
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- BGH, 22.09.1983 - VII ZR 43/83
Werkvertrag mit nicht in die Handwerksrolle eingetragenem Unternehmer
In besonderen Fällen folgt die Nichtigkeit allerdings auch aus der Verletzung einseitiger Verbote, falls der Zweck des Gesetzes anders nicht zu erreichen ist und die durch das Rechtsgeschäft getroffene Regelung nicht hingenommen werden kann (BGHZ 37, 258 [262] = NJW 1962, 2010, für einen Verstoß gegen das Rechtsberatungsgesetz; BGHZ 53, 152 [157] = NJW 1970, 609, für verbotene Heilmittelwerbung; BGHZ 65, 368 [370] = NJW 1976, 415; BGHZ 78, 263 [265] = NJW 1981, 399; BGHZ 78, 269 [271] = NJW 1981, 387; vgl. auch BGHZ 85, 39 [43f.] = NJW 1983, 109).Dem kann mit berufsrechtlichen Maßnahmen oder öffentlichrechtlichen Sanktionen hinreichend Rechnung getragen werden (§§ 16, 118 HandwO), ohne daß es erforderlich wäre, einem einzelnen, im Rahmen des verbotenen Handwerksbetriebes zustandegekommenen Rechtsgeschäft die zivilrechtliche Wirksamkeit zu versagen (vgl. BGHZ 78, 263 [266] = NJW 1981, 399; BGH, NJW 1981, 1204 [1205]; OLG Düsseldorf MDR 1972, 321).
- BGH, 14.03.1991 - VII ZR 342/89
Provisionsabrede: Aufklärungspflicht des Auftragnehmers
In einer solchen Lage kann er dem Vorwurf des Treubruchs nur dadurch entgehen, daß er den Mandanten, denen er die Beteiligung an dem beteffenden Projekt nahelegt, das ihm erteilte Provisionsversprechen offenbart (BGHZ 78, 263, 268; BGHZ 95, 81, 84; Urteil vom 25. Februar 1987 - IVa ZR 214/85 - WM 1987, 959, 960; Urteil vom 20. Mai 1987 - IVa ZR 36/86 = WM 1987, 960, 961).c) Die Provisionszusage ist nichtig, wenn der Versprechende weiß oder damit rechnet und billigend in Kauf nimmt, daß der Berater oder Sachwalter diese Vereinbarung seinem Auftraggeber verschweigen will (BGHZ 78, 263, 268).
- BGH, 19.06.1985 - IVa ZR 196/83
Nichtigkeit von Provisionsvereinbarungen mit einer Steuerberatungsgesellschaft
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 23.09.1982 - VII ZR 183/80
Schwarzarbeit
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 21.03.1996 - IX ZR 240/95
Unbefugte Hilfeleistung in Steuersachen; Vereinbarung eines Entgelts für die …
Das allein rechtfertigt es nicht, das Rechtsgeschäft insgesamt und somit schon den Erfüllungsanspruch daraus für unwirksam zu erklären (…ebenso Gehre aaO. § 57 Rdn. 4;… Maxl aaO. § 57 Rdn. 27; für § 57 Abs. 4 Nr. 1 i.V.m. Abs. 2 StBerG auch BGHZ 78, 263, 265 f).Hingegen rechtfertigt nicht schon jeder Verstoß gegen Standesrecht die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB (BGHZ 60, 28, 33 m.w.N.; 78, 263, 267).
- OLG Hamm, 03.03.2010 - 31 U 106/08
Pflichten einer Bank im Rahmen der Anlageberatung; Pflicht zur Aufklärung über zu …
Die Beklagte bzw. ihre mit der Prüfung der Rechtslage betrauten Mitarbeiter hätten aber erkennen können, dass § 31 Abs. 1 Nr. 2 WpHG a.F. nicht nur Sachverhalte betrifft, die in den Anwendungsbereich des WpHG fallen, sondern die Norm lediglich einen allgemein anerkannten Grundsatz der Vermeidung von vertragswidrigen Interessenkonflikten (vgl. BGHZ 78, 263, 267 f.; BGH, WM 1981, 993; BGH, BB 1994, 2376 f.; BGH, BB 1995, 1502 f.) aufsichtsrechtlich für den Bereich des Wertpapierhandels normiert.Insbesondere konnte - wie die Beklagte meint - aufgrund der Entscheidung vom 19.12.2000 nicht davon ausgegangen werden, dass der seinerzeit nicht in Anspruch genommene Vermögensverwalter neben der beklagten Bank keine Pflichtverletzung begangen hat, mithin allein der Zahlende, nicht aber der Zahlungsempfänger Schadensersatzansprüchen ausgesetzt ist (vgl. hierzu nur Balzer, Anmerkung zu oben genannter Entscheidung, ZIP 2001, 232; vgl. ebenfalls BGHZ 78, 263, 267, 268).
- BGH, 22.03.1990 - IX ZR 117/88
Tätigkeit des beurkundenden Notars als Makler
aa) Während Verbotsgesetze, die sich gegen beide Vertragspartner richten, nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs im allgemeinen zur Nichtigkeit des verbotenen Rechtsgeschäfts führen (BGHZ 37, 258, 262; 71, 358, 360; 78, 263, 265), ist das in der Regel nicht der Fall, wenn sich das Verbot - wie bei § 14 Abs. 4 Satz 1 BNotO - nur gegen einen der Partner richtet.Nichtigkeit tritt hier ausnahmsweise dann ein, wenn es mit dem Sinn und Zweck des Verbotsgesetzes unvereinbar wäre, die durch das Rechtsgeschäft getroffene rechtliche Regelung hinzunehmen und bestehen zu lassen (BGHZ 46, 24, 6; 65, 368, 370; 78, 263, 265).
Jedenfalls Fälle dieser Art sind mit der Maklertätigkeit eines Steuerberaters, die der IVa-Senat des Bundesgerichtshofs zu beurteilen hatte (BGHZ 78, 263 ff), nicht vergleichbar.
- BGH, 06.02.1992 - IX ZR 95/91
Pflichten des Rechtsanwalts bei Ausarbeitung einer Vertragsgestaltung
- BGH, 19.01.1984 - VII ZR 121/83
Schwarzarbeit
- BGH, 04.03.1996 - StbSt (R) 4/95
Verbot der Tätigkeit eines Berufsangehörigen der steuerberatenden Berufe im …
- OLG Hamm, 25.11.2009 - 31 U 70/09
Haftung einer Bank aus einem Anlageberatungsvertrag
- BGH, 31.10.1991 - IX ZR 303/90
Anspruch des unentgeltlich für den Mandanten tätigen Rechtsanwalts; Zahlung einer …
- BGH, 07.12.2000 - IX ZR 330/99
Notarrecht - Beurkundungspflichtigen Verträge: Anwendung des § 166 BGB
- OLG Hamm, 16.12.2009 - 31 U 80/09
Schadensersatzansprüche gegen den Vermittler einer Kapitalanlage
- OLG Hamm, 02.11.2009 - 31 U 53/09
- OLG Hamm, 02.11.2009 - 31 U 126/08
- BGH, 09.02.1990 - V ZR 139/88
Nichtigkeit von Verträgen zwischen Heimpersonal und -insassen
- BGH, 25.02.2003 - StbSt (R) 2/02
Steuerberater - Werbeveranstaltungen von Steuerberatern und einer Bank
- OLG Stuttgart, 04.03.2010 - 13 U 42/09
Immobilienanlagen - Mitteilung über Rückvergütungen bei Anlegerberatungen
- OLG Hamm, 26.09.1996 - 15 W 151/96
BGB § 134; StBerG §§ 72 Abs. 1, 57 Abs. 2 und Abs. 4 Nr. 1; …
- BGH, 17.01.1985 - III ZR 167/83
- BGH, 17.01.1985 - III ZR 139/83
- BGH, 17.01.1985 - III ZR 140/83
- KG, 12.11.2003 - 24 U 373/02
Vergütungsanspruch bei Überlassung von Buchführungssoftware durch Steuerberater
- BFH, 19.02.1981 - V B 50/79
StBerG (1961) § 2, § 22; StBerG (1975) § 33, § 57; UStG …
- BGH, 10.07.1986 - III ZR 77/85
Darlegung und Beweis der durch eine Sicherungsgrundschuld gesicherten Forderung; …
- OLG Hamm, 25.01.2010 - 31 U 128/09
Beratungspflicht des Vermittlers einer Kapitalanlage; Pflicht zur Aufklärung über …
- BGH, 19.09.1985 - III ZR 55/84
Nichtigkeit eines Vertrages wegen Verstoßes gegen das Gesetz über die Sicherung …
- OLG Stuttgart, 29.03.2000 - 9 U 159/99
Haftung des Anlageberaters - Anbieter von Kapitalanlagen - Erfüllung von …
- OLG Hamm, 14.06.2010 - 31 U 48/10
Aufklärungspflicht der beratenden Bank über die Höhe von Rückvergütungen im …
- BGH, 10.03.2005 - IX ZR 139/03
Umfang des rechtlichen Gehörs
- OLG Düsseldorf, 06.07.2001 - 24 U 199/00
Wirksamkeit von Abänderungsklauseln in einem Mietvertrag
- OLG Dresden, 12.09.2001 - 20 WF 592/01
Umfang der erweiterten Unterhaltspflicht
- KG, 03.03.2008 - 20 U 46/06
Immobilienanlagen - Nichtigkeit eines Provisionsversprechens
- OLG Köln, 19.09.1988 - 8 U 13/88
- BayObLG, 06.11.2000 - 1Z RR 612/98
Unzulässige Beeinflussung der ärztlichen Tätigkeit durch Bestimmungen eines …
- OLG Brandenburg, 25.09.2008 - 12 U 198/07
Maklervertrag: Vermittlung der Finanzierung eines Objektes; Maklervertrag: …
- OLG Köln, 13.02.1997 - 7 U 19/96
Nichtigkeit des Anlagevertrages bei Provisionszuzahlungen des Vermittlers an …
- BGH, 19.02.1986 - IVa ZR 58/84
Verstoß eines Provisionsversprechens gegen das Verbot der Arbeitsvermittlung
- OLG Köln, 10.11.1998 - 3 U 232/97
Verstoß gegen die Bestimmungen des Saatgutverkehrsgesetzes
- OLG Brandenburg, 30.05.2001 - 14 U 128/00
Zur Frage der Entstehung einer Maklerprovision für die Vermittlung von …
- OLG Hamm, 09.01.1998 - 29 U 90/97
- OLG München, 17.11.2009 - 5 U 4293/07
Bankenhaftung bei Kapitalanlageberatung: Abgrenzung zwischen …
- BGH, 13.10.1983 - III ZR 163/82
- BGH, 25.02.1987 - IVa ZR 214/85
- BAG, 09.07.1986 - 5 AZR 385/83
- OLG Nürnberg, 03.11.2006 - StO 1/06
Vereinbarkeit einer Tätigkeit als GmbH-Geschäftsführer mit dem Beruf des …
- BGH, 19.10.1988 - IVa ZR 194/87
- OLG Köln, 18.06.1990 - 10 U 13/90
- AG Rheinberg, 31.08.2009 - 12 C 365/08
Kündigung Mietvertrag Grundstücksparzelle Zahlungsverzug
- OLG Oldenburg, 11.09.1992 - 11 U 28/92
Provisionsversprechen, Unternehmenskauf, Provision, Provisionsabrede
- LG Landau/Pfalz, 28.02.2002 - 1 S 273/01
Tritt ein Unfallgeschädigter Schadensersatzansprücheaus einem Unfall an den …
- KG, 24.10.2003 - 1 WiO 5/03
Berufspflichten des Wirtschaftsprüfers: Unterhaltung eines Abwicklungsbüros für …
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