Rechtsprechung
   BGH, 24.10.2006 - 1 StR 44/06   

Volltextveröffentlichungen (10)

  • HRR Strafrecht

    § 266a Abs. 1 und 2 StGB; § 5 Abs. 1 SGB IV; § 6 SGB IV; Art. 249 Abs. 2 EG-Vertrag; Art. 234 Abs. 3 EG-Vertrag
    Keine Durchführung eines Strafverfahrens wegen Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen bei erteilter Entsendebescheinigung E 101 solange die erteilte Bescheinigung nicht zurückgenommen ist (Bindungswirkung für deutsche Organe der Strafrechtspflege; sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht; Vorrang des Gemeinschaftsrechts); Vorlagepflicht (acte clair-Doktrin).

  • lexetius.com

    StGB § 266a Abs. 1 und 2, § 5 Abs. 1; SGB IV § 6

  • openjur.de
mehr
  • bundesgerichtshof.de
  • IWW
  • NWB SteuerXpert START
  • RA Kotz (Volltext/Leitsatz)

    Entsendebescheinigung (E 101) und Bindungswirkung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Bindung an Entsendebescheinigung - insbesondere für das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Arbeit & Soziales - Strafbarkeit eines Arbeitnehmerentsende-Scheingeschäfts

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Kurzfassungen/Presse (4)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Keine Strafbarkeit wegen Nichtabführung von Sozialversiche-rungsbeiträgen bei Vorlage einer durch einen Mitgliedsstaat der Europäischen Gemeinschaft ausgestellten "E 101-Bescheinigung"

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Sozialversicherung bei EU-Arbeitnehmern

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen

  • lawinfo.de (Pressemitteilung)

    Keine Strafbarkeit wegen Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen

Besprechungen u.ä. (3)

  • IWW (Entscheidungsbesprechung)

    Sozialversicherungspflicht - Bindungswirkung ausländischer Entsendebescheinigungen (E 101)

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Arbeitnehmerentsende-Scheingeschäft: Rechtswidrig, aber nicht strafbar! (IBR 2006, 705)

  • zis-online.com (Entscheidungsbesprechung)

    Offene strafrechtliche Fragen im Zusammenhang mit der europäischen E-101-Bescheinigung für Wanderarbeiter (Wiss. Mitarbeiter Frank Zimmermann; ZIS 2007, 407)

Sonstiges (6)

  • Europäischer Gerichtshof (Verfahrensmitteilung)

    Strafgesetzbuch, §§ 5 Abs. 1, und 266a Abs. 1 und 2 ; Sozialgesetzbuch, Viertes Buch, § 6

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 24.10.2006, Az.: 1 StR 44/06 (Arbeitnehmerentsende-Scheingeschäft: Rechtswidrig, aber nicht strafbar!)" von Oliver Garcia, original erschienen in: IBR 2006, 705.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 24.10.2006, Az.: 1 StR 44/06 (Keine Strafbarkeit bei Entsendebescheinigung)" von RA Markus Rübenstahl, original erschienen in: AuA 2007, 504 - 505.

mehr
  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 24.10.2006, Az.: 1 StR 44/06 (Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen - Bindungswirkung portugiesischer Entsendebescheinigung)" von RA Dr. Uwe Schulz, original erschienen in: NJW 1/2007, 237.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 24.10.2006, Az.: 1 StR 44/06 (Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen - Bindungswirkung portugiesischer Entsendebescheinigung)" von Wiss. Mit. Dr. Pierre Hauck, LL.M. (Sussex), original erschienen in: NStZ 2007, 221 - 222.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zusammenfassung von "Beitragshinterziehung bei grenzüberschreitender Beschäftigung" von RA Gerald Wagenführ, original erschienen in: ZAP 2008, 49 - 52.

Verfahrensgang

  • LG München I, 14.07.2005 - 5 KLs 303 Js 42943/02
  • BGH, 24.10.2006 - 1 StR 44/06

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHSt 51, 124
  • NJW 2007, 233
  • NStZ 2007, 218
  • NZS 2007, 197
  • StV 2007, 32
  • IBR 2006, 705



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (13)  

  • BGH, 24.10.2007 - 1 StR 160/07  

    Strafrecht - Nichtabfuhr von Sozialversicherungsbeiträgen

    Zur Anwendbarkeit von § 266a StGB bei Vorliegen einer Entsendebescheinigung auf Grund eines bilateralen Sozialversicherungsabkommens, hier: Bescheinigung "D/H 101" auf Grund des zwischenstaatlichen Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Ungarn über Soziale Sicherheit vom 2. Mai 1998 (in Fortführung von BGHSt 51, 124).

    Die Grundsätze, die nach der Senatsrechtsprechung für die innerhalb der Europäischen Union verwendeten E-101-Bescheinigungen gelten (vgl. BGHSt 51, 124), sind nicht auf die D/H-101-Bescheinigungen auf der Grundlage des deutsch-ungarischen Sozialversicherungsabkommens vom 2. Mai 1998 zu übertragen.

    Die Grundsätze, die nach der Senatsrechtsprechung für die innerhalb der Europäischen Union verwendeten E-101- Bescheinigungen gelten (vgl. BGHSt 51, 124), seien auf die D/H-101-Bescheinigungen auf der Grundlage des deutsch-ungarischen Sozialversicherungsabkommens vom 2. Mai 1998 zu übertragen.

    Sie macht geltend, die Grundsätze, die nach der Senatsrechtsprechung für E-101-Bescheinigungen gelten (vgl. BGHSt 51, 124), seien hier nicht anwendbar.

    Da die Firma ferner nicht imstande war, die werkvertraglich geschuldeten Leistungen eigenverantwortlich zu planen, durchzuführen und zu überwachen, ist auch nicht ersichtlich, dass tatsächlich die Möglichkeit bestand, das Weisungsrecht (§ 7 Abs. 1 SGB IV) auszuüben (vgl. BGHSt 51, 124, 128 f.; Seewald in Kasseler Kommentar zum Sozialversicherungsrecht 54. Lfg. § 5 SGB IV Rdn. 2).

  • BGH, 24.10.2007 - 1 StR 189/07  

    Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt bei Vorliegen einer

    Zur Anwendbarkeit von § 266a StGB bei Vorliegen einer Entsendebescheinigung auf Grund eines bilateralen Sozialversicherungsabkommens, hier: Bescheinigung "D/H 101" auf Grund des zwischenstaatlichen Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Ungarn über Soziale Sicherheit vom 2. Mai 1998 (in Fortführung von BGHSt 51, 124).

    Die Grundsätze, die nach der Senatsrechtsprechung für die innerhalb der Europäischen Union verwendeten E-101-Bescheinigungen gelten (vgl. BGHSt 51, 124), sind nicht auf die D/H-101-Bescheinigungen auf der Grundlage des deutsch-ungarischen Sozialversicherungsabkommens vom 2. Mai 1998 zu übertragen.

    Die Grundsätze, die nach der Senatsrechtsprechung für die innerhalb der Europäischen Union verwendeten E-101-Bescheinigungen gelten (vgl. BGHSt 51, 124), seien auf die D/H-101-Bescheinigungen auf der Grundlage des deutsch-ungarischen Sozialversicherungsabkommens vom 2. Mai 1998 zu übertragen.

    Sie macht geltend, die Grundsätze, die nach der Senatsrechtsprechung für E-101-Bescheinigungen gelten (vgl. BGHSt 51, 124), seien hier nicht anwendbar.

  • BGH, 07.03.2007 - 1 StR 301/06  

    Bauarbeitsrecht - Strafbarkeit eines Arbeitnehmerentsende-Scheingeschäfts

    Zur Anwendbarkeit von § 266a StGB bei einem durch türkische Scheinfirmen vorgetäuschten Entsendetatbestand (im Anschluss an BGH NJW 2007, 233, zur Veröffentlichung in BGHSt vorgesehen).

    Das Landgericht hat für die Strafbarkeit nach § 266a StGB zu Recht auf die sozialversicherungsrechtliche Pflicht zur Beitragsabführung abgestellt (vgl. BGH NJW 2007, 233, 234 - "E 101", zur Veröffentlichung in BGHSt vorgesehen; BGHSt 47, 318 f.; Tröndle/Fischer, StGB 54. Aufl. § 266a Rdn. 9 ff.).

    Der Senat braucht daher nicht darüber zu befinden, inwieweit ihr auch im Strafverfahren Bindungswirkung im Hinblick auf die bescheinigte Anwendbarkeit ausländischen Sozialversicherungsrechts zukommen würde (zum europäischen Recht vgl. BGH NJW 2007, 233).

mehr
  • BGH, 21.11.2012 - 1 StR 239/12  

    Gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern (Vorliegen einer

    Auf die Prüfung der von der Revision aufgeworfenen Frage, ob einer inländischen (und auch bei lediglich zum Schein mit einem ausländischen Arbeitgeber geschlossenen Arbeitsverträgen bestehenden, vgl. BGH, Urteil vom 24. Oktober 2006 - 1 StR 44/06, BGHSt 51, 124; BGH, Beschluss vom 7. März 2007 - 1 StR 301/06, BGHSt 51, 224) Sozialversicherungspflicht eine gemäß Verordnung (EG) Nr. 484/2002 vom 1. März 2002 (Abl. Nr. L 76 vom 19. März 2003) ausgestellte Fahrerbescheinigung entgegenstehen könnte, kommt es nicht an.

    Denn ausweislich der Urteilsgründe ist nicht festgestellt, dass für die verfahrensrelevanten Lkw-Fahrer eine solche Bescheinigung tatsächlich ausgestellt worden war (vgl. zu den freilich andersgelagerten Bescheinigungen nach Verordnung [EWG] Nr. 1408/71 vom 14. Juni 1971, ABl. Nr. L 149 vom 5. Juli 1971 i. V. m. Verordnung [EWG] Nr. 574/72 vom 21. März 1972, ABl. Nr. L 74 vom 27. März 1972 [sog. "E 101 Bescheinigungen"]: BGH, Urteil vom 24. Oktober 2006 - 1 StR 44/06, BGHSt 51, 124).

  • OLG Stuttgart, 12.09.2007 - 4 Ws 305/07  

    Untersuchungshaft: Anordnung der Haftfortdauer bei einem umfangreichen und

    Rechtsfehlerfrei misst die Strafkammer den deutsch-bulgarischen Entsendebescheinigungen (zumal sie erst einige Jahre nach dem angeklagten Tatzeitraum ausgestellt wurden) - anders als den E 101-Bescheinigungen für den EU-Raum (dazu BGH, Beschluss vom 24. Oktober 2006 - 1 StR 44/06, zitiert nach juris) - im Strafverfahren keine Bindungswirkung im Hinblick auf die bescheinigte Anwendbarkeit bulgarischen Sozialversicherungsrechts bei (Nichtabhilfeentscheidung vom 22. Juni 2007, S. 25 f.).

    Insbesondere teilt der Senat die Rechtsauffassung der Strafkammer, dass der von der Verteidigung herangezogenen Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 07. März 2007 (a.a.O.) - zumal einem obiter dictum - nicht tragend entnommen werden kann, nunmehr komme auch den deutsch-bulgarischen Entsendebescheinigungen als (zum Tatzeitpunkt noch) Nicht-EU-Bescheinigungen für das Strafverfahren diejenige Bindungswirkung zu, welche der Bundesgerichtshof den E 101-Bescheinigungen für den EU-Raum beimisst (vgl. zu Letzterem BGH, Beschluss vom 24. Oktober 2006 - 1 StR 44/06, zitiert nach juris).

  • LG Berlin, 16.07.2007 - 526 Qs 93/07  

    Illegale Arbeitnehmerüberlassung: Bindungswirkung einer Entscheidung des EuGH zu

    Auf eine Gegenvorstellung der Beschwerdeführer hat die Kammer durch Beschluß vom 21. Dezember 2006 auch zur Bindungswirkung eines in diesem Zusammenhang ergangenen Urteils des Bundesgerichtshofes vom 24. Oktober 2006, Aktenzeichen: 1 StR 44/06, Stellung genommen und dazu ausgeführt:.

    Die in der Gegenvorstellung vorgebrachten Argumente, insbesondere der Verweis auf das Urteil des BGH vom 24. Oktober 2006 - 1 StR 44/06 -, geben der Kammer keine Veranlassung, ihren Beschluß vom 18. Oktober 2006 abzuändern.

  • OLG München, 02.05.2011 - 1 U 5484/10  

    (Amtspflichtverletzung der Staatsanwaltschaft: Anordnung einer Durchsuchung wegen

    Diese Rechtsauffassung hat der Bundesgerichtshof in der Entscheidung vom 24.10.2006 (NJW 2007, 233) ausdrücklich bestätigt.

    7 Der Bundesgerichtshof hat erst mit Urteil vom 24.10.2006 ein Urteil des Landgerichts München I vom 14.7.2005 aufgehoben und entschieden, dass eine von einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union erteilte Entsendebescheinigung E 101 auch die deutschen Organe der Strafrechtspflege bindet (NJW 2007, 233).

  • OLG Hamm, 24.03.2011 - 3 RBs 70/10  

    Kompensation rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerungen im Bußgeldverfahren

    Nach der vom Bundesgerichtshof (grundlegend BGHSt 51, 124-148) in Strafsachen entwickelten Vollstreckungslösung wird bei einer festgestellten rechtstaatswidrigen Verfahrensverzögerung zur Entschädigung für die überlange Verfahrensdauer ein bezifferter Teil der verhängten Strafe als vollstreckt ausgesprochen.
  • LG Göttingen, 11.12.2007 - 8 KLs 1/07  

    Vorlage an das BVerfG: Verfassungswidrigkeit der Ausnahme vom

    Als derartige, nach § 249 Abs. 2 EG mit unmittelbarem Geltungsvorrang ausgestattete Regelung enthält die EWG-Verordnung Nr. 1408/71 vom 14.06.1971 (sog. "Wanderarbeitnehmerverordnung") für die Fälle grenzüberschreitender Beschäftigung in Ländern der Europäischen Union Kollisionsvorschriften, die das anwendbare nationale Sozialversicherungsrecht bestimmen (vgl. hierzu BGH NJW 2007, 233, 234).
  • LG Potsdam, 24.08.2007 - 21 Qs 95/07  

    Fahren ohne Fahrerlaubnis: Gebrauch einer rechtsmissbräuchlich erlangten

    Der Grundsatz der Verwaltungsakzessorietät gilt nicht schrankenlos und wird insoweit ebenfalls durch den Gedanken des Rechtsmissbrauchs durchbrochen (Dauer, DAR 2007, 342; Horn, in: Systematischer Kommentar zum StGB, vor § 324 Rdnr. 14; NJW 1988, 2388; a..A.: Cramer/Heine, in Schönke/Schröder, StGB, 27. Aufl., 2006, vor § 324 Rdnr. 16a ff.; Schmitz, in: Münchener Kommentar, StGB, Band 4, 2006, vor §§ 324 ff., Rdnr. 32, 69; Tröndle/Fischer, StGB, 54. Aufl., 2007, vor § 324 Rdnr. 7, 9; und BGH, zur Bindungswirkung einer rechtsfehlerhaft ausgestellten portugiesischen Entsendebescheinigung, NJW 2007, 233 ff).
  • LSG Bayern, 23.01.2007 - L 5 KR 124/05  
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 29.12.2011 - L 1 KR 158/11  

    Krankenversicherung

  • AG München, 10.11.2008 - 1115 OWi 298 Js 43552/07  

    Ungarische Hilfskräfte

Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht