Rechtsprechung
| BSG, 03.11.1999 - B 3 KR 4/99 R |
Volltextveröffentlichungen (4)
- lexetius.com
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Krankenversicherung
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Vertragliche Vereinbarung Voraussetzung für Sachleistungsprinzip in der Krankenversicherung, Folgen bei vertragslosem Zustand
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Verfahrensgang
- SG Dortmund, 07.05.1997 - S 12 KR 256/95
- LSG Nordrhein-Westfalen, 15.12.1998 - L 5 KR 25/97
- BSG, 03.11.1999 - B 3 KR 4/99 R
Zeitschriftenfundstellen
- BSGE 85, 110
- NZS 2000, 456 (Ls.)
Wird zitiert von ... (39)
- VGH Baden-Württemberg, 07.11.2003 - 14 S 730/03
Festsetzung des Benutzungsentgelts für Rettungsdienste - gerichtliche Überprüfung …
Die hier getroffene Regelung über das Entgelt für Krankentransportleistungen überschneidet sich mit der Regelung des Landesgesetzgebers in § 28 RDG insofern, als der Regelungsbereich des § 28 RDG umfassender ausgestaltet ist und auch die Krankentransportleistungen zugunsten in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherter Personen einschließt, die die Versicherungsträger nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts nach dem Sachleistungsprinzip durchführen (vgl. BSG, Urteil vom 03.11.1999 - B 3 KR 4/99 -, BSGE 85, 110; Urteil vom 30.01.2001 - B 3 KR 2/00 - ebenso BGH, Urteil vom 26.11.1998 - III ZR 223/97 -, NJW 1999, 858).Die hieraus für die Versicherungsträger erwachsende Verpflichtung wird in der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (Urteil vom 03.11.1999, a.a.O.) dahin verstanden, dass die gesetzlichen Versicherungsträger gehalten sind, die Vergütungen nach Maßgabe des Wirtschaftlichkeitsgebots auszuhandeln und die Verträge mit den günstigsten geeigneten Anbietern abzuschließen, bzw. dem preisgünstigsten Anbieter den Vorzug zu geben (BSG, Urteil vom 29.11.1995 - 3 RK 32/94 -, BSGE 77, 119).
Von dem in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (…Urteil vom 21.05.1996, a.a.O.) generell bejahten Vorrang der landesrechtlichen Regelung über die Entgeltfestsetzung - gleichgültig, ob diese vertraglich oder durch normative Festsetzung zustande kommt - vor dem in § 133 SGB V verankerten Grundsatz einer Begrenzung der Kosten für Krankentransportleistungen geht im Übrigen auch die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (…Urteil vom 30.01.2001, a.a.O.; und vom 03.11.1999, a.a.O.), die Kartellrechtsprechung der Zivilgerichte (OLG Karlsruhe…, Urteil vom 10.02.1993, a.a.O.) und wohl auch die des Bundesverfassungsgerichts (Beschluss vom 27.01.1999 - 2 BvL 8/98 -) aus.
Aus der Verbindlichkeit der Regelung in § 133 Abs. 1 Satz 1 und 6 SGB V auch für die Entscheidung der Schiedsstelle folgt jedoch, dass, wie das Bundessozialgericht unter Bezugnahme auf diese Vorschrift entschieden hat (…Urteil vom 29.11.1995, a.a.O.; Urteil vom 03.11.1999, a.a.O.), regelmäßig dem preisgünstigsten geeigneten Anbieter der Vorzug einzuräumen ist.
- BSG, 28.03.2000 - B 1 KR 21/99 R
Keine Klärung der Leistungspflicht für bestimmte Untersuchungs- oder …
Das Bundessozialgericht hat in ständiger Rechtsprechung entschieden, daß die Grundsätze des Leistungserbringungsrechts einem auf den Gesichtspunkt der Geschäftsführung ohne Auftrag oder der ungerechtfertigten Bereicherung gestützten Anspruch gegen den Kostenträger entgegenstehen, wenn Leistungen an Versicherte erbracht werden, zu denen der Leistungserbringer nach diesen Grundsätzen nicht berechtigt ist (…vgl Urteile des 6. Senats des BSG vom 28. Januar 1998 - B 6 KA 41/96 R = SozR 3-1500 § 97 Nr. 3 S 7; vom 26. Januar 2000 - B 6 KA 59/98 R jeweils mwN; Urteil des 3. Senats des BSG vom 3. November 1999 - SozR 3-2500 § 60 Nr. 4, auch zur Veröffentlichung in BSGE bestimmt). - BGH, 29.06.2004 - VI ZR 211/03
Sozialrecht - Beförderung gesetzl. Krankenversicherter: Personenbezogene Tarife
Das Sachleistungsprinzip gilt grundsätzlich auch im Bereich der Krankentransporte mit Krankenkraftwagen (Notarztwagen, Rettungswagen und Krankentransportwagen) durch Rettungsdienste (vgl. BGHZ 33, 251, 255 f.; BGHZ 140, 102, 104 f. für einen Verlegungstransport; BSGE 77, 119, 128 f.; 85, 110, 112 f.; OLG Koblenz, NJW-RR 1986, 703; Niedersächsisches OVG, MdR 2002, 474, 475;… Hencke in Peters, Handbuch der Krankenversicherung, 19. Aufl., Stand Juli 2003, § 133 SGB V Rdn. 5; Höfler in Kasseler Kommentar, Sozialversicherungsrecht, Lfg.Das auf diese Weise vereinbarte Benutzungsentgelt für den Rettungstransport hat das DRK der Klägerin in Rechnung gestellt (vgl. BSGE 85, 110, 113) und ist von dieser bezahlt worden.
Die Krankenkassen sollen die Versorgung ihrer Versicherten in möglichst weitem Umfang durch vertragliche Vereinbarung mit den Leistungsanbietern sicherstellen, wodurch diese gezwungen sind ihre Leistungen marktgerecht anzubieten und wodurch die Krankenkassen in die Lage versetzt werden, die Vergütungen nach Maßgabe des Wirtschaftlichkeitsgebots (§ 12 SGB V, § 133 Abs. 1 Satz 7 SGB V) auszuhandeln und die Verträge mit den günstigsten geeigneten Anbietern abzuschließen (vgl. BSGE 85, 110, 115).
- VG Bremen, 15.03.2007 - 2 K 1962/06
Unmittelbare Haftung einer gesetzlichen Krankenkasse für Gebührenschulden ihrer …
Im Urteil vom 03.11.1999 (B 3 KR 4/99 R. in BSGE 85, 110) bejaht das Bundessozialgericht weiterhin das Sachleistungsprinzip im Bereich des Krankentransports durch Rettungsdienste.Gleichwohl meint hier das Bundessozialgericht, dass solche Vergütungsansprüche des Leistungserbringers gegen die Krankenkasse nur dann zu bejahen seien, wenn vertragliche Beziehungen zwischen dem Leistungserbringer und den Krankenkassen bestünden (BSG Urt. v. 03.11.1999 - 3 KR 4/99 R. a. a. O., S. 112, 113; ebenso wohl BSG Urteil vom 14.03.2001 - B 6 KA 54/00 R. in BSGE 88, 20, 26).
Die Entscheidung des Bundessozialgerichts vom 03.11.1999 (3 KR 4/99.R a. a. O.) ist in der sozialrechtlichen Literatur kritisiert worden, soweit sie einen Direktanspruch des Leistungserbringers gegen die Krankenkassen bei Fehlen vertraglicher Regelungen verneint hatte.
Anzumerken ist schließlich noch, dass das Bundessozialgericht in seiner Entscheidung vom 03.11.1999 (B 3 KR 4/99.R a. a. O. S. 111, 112) entsprechend den Feststellungen der Vorinstanz davon ausgegangen war, dass die dort einschlägige kommunale Satzungsregelung keine Rechtsgrundlage für die Inanspruchnahme der Krankenkasse bot.
- BSG, 28.03.2000 - B 8 KN 3/98 U R
Rechtsweg bei Erstattungsansprüchen, Untergang des Erstattungsanspruchs durch …
Denn bei den §§ 102 ff SGB X handelt es sich nach dem ausdrücklichen Willen des Gesetzgebers um ein geschlossenes Regelungssystem, das abschließend sämtliche Ausgleichsansprüche umfaßt (vgl für den Ausschluß von Aufwendungsersatzansprüchen nach den Vorschriften über die Geschäftsführung ohne Auftrag, wenn Vorschriften des öffentlichen Rechts eine erschöpfende Regelung darstellen: BSG vom 3. November 1999 - B 3 KR 4/99 R -, zur Veröffentlichung in BSGE und SozR vorgesehen). - BSG, 30.01.2001 - B 3 KR 2/00 R
Krankenversicherung - Krankenfahrt - Anordnung von Sammelfahrten aus …
Mit der Ausübung des Vorbehalts durch die Beklagte verfügte der Kläger in bezug auf die weiteren Fahrten mit der Versicherten zur Dialyse über keinen vertraglichen Auftrag mehr, was eine Vergütung dieser Fahrten ausschließt (vgl Urteil des Senats vom 3. November 1999, B 3 KR 4/99 R, BSGE 85, 110, 113 ff = SozR 3-2500 § 60 Nr. 4).Für die Inanspruchnahme von Taxen und Mietwagen durch Versicherte gilt, wie im gesamten Recht der gesetzlichen Krankenversicherung, nach § 13 Abs. 1 SGB V grundsätzlich das Sachleistungsprinzip, soweit das SGB V nichts Gegenteiliges vorsieht (…vgl bereits für Rettungsdienste Urteile des Senats vom 29. November 1995, B 3 KR 32/94 R, BSGE 77, 119, 128 f = SozR 3-2500 § 133 Nr. 1 und vom 3. November 1999, B 3 KR 4/99 R, BSGE 85, 110, 112 = SozR 3-2500 § 60 Nr. 4).
- BGH, 03.05.2011 - VI ZR 61/10
Versicherungsrecht - Übergang des Schadensersatzanspruchs des Geschädigten
Diese stellt als Strukturelement der gesetzlichen Krankenversicherung die Regelform der Leistungsgewährung dar (vgl. § 2 Abs. 2 Satz 1, § 13 Abs. 1 SGB V; BGH, Urteil vom 26. November 1998 - III ZR 223/97, BGHZ 140, 102, 104; BSGE 85, 110, 112;… Beeretz in Ratzel/Luxenburger, Handbuch Medizinrecht, 2008, § 6 Rn. 51). - BSG, 02.03.2000 - B 7 AL 36/99 R
Kein öffentliches Interesse an der Erbringung von Geldleistungen für den …
So hat das Bundessozialgericht (BSG) letzthin zur Erstattung von Krankentransportleistungen entschieden, daß Aufwendungsersatzansprüche nach den Vorschriften der GoA dann nicht gegeben sind, wenn Vorschriften des öffentlichen Rechts eine abschließende und erschöpfende Regelung darstellen, die einen Rückgriff auf die Grundsätze über die GoA nicht erlaubt (so der 3. Senat des BSG, Urteil vom 3. November 1999 - B 3 KR 4/99 R - zur Veröffentlichung vorgesehen, unter Hinweis insbesondere auf BGHZ 140, 102, 109 = NJW 1999, 858, 860; vgl Urteil des 6. Senats des BSG vom 26. Januar 2000 - B 6 KA 59/98 R - zum abschließenden Charakter öffentlich-rechtlicher ärztlicher Gebührenordnungen). - LSG Baden-Württemberg, 04.04.2007 - L 5 KR 518/07
Krankenversicherung - direkte Abrechnung mit Personenbeförderungsunternehmen - …
- BSG, 10.04.2008 - B 3 KR 5/07 R
Krankenversicherung - Vergütung von Rettungsfahrten eines privaten …
Unter diesen Umständen würde das Vertragsmodell in der Regel daran scheitern, dass auf Seiten des Trägers eines Rettungsdienstes wenig wirtschaftliches Interesse daran besteht, zu einer vertraglichen Einigung zu kommen (Urteil des Senats vom 3.11.1999, BSGE 85, 110, 114 f = SozR 3-2500 § 60 Nr. 4 S 23 ff;… vgl auch die Senatsurteile vom 25.9.2001, SozR 3-2500 § 132a Nr. 1 …und vom 13.5.2004, SozR 4-2500 § 132a Nr. 1). - BSG, 21.02.2002 - B 3 KR 4/01 R
Krankenhaus - Fallpauschale - Herzoperation - arbeitsteilige Behandlung durch …
- BSG, 10.04.2008 - B 3 KR 7/07 R
Krankenversicherung - Rettungsdienst - vierjährige Verjährungsfrist für den …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 31.10.2007 - L 11 KR 23/07
Krankenversicherung
- LSG Nordrhein-Westfalen, 16.02.2004 - L 3 P 9/02
Pflegeversicherung
- BSG, 04.10.2004 - B 3 KR 16/04 B
Vergütungsanspruch eines Rettungsdienstes gegen die Krankenkasse
- LSG Niedersachsen-Bremen, 18.06.2003 - L 4 KR 147/01
- LSG Niedersachsen-Bremen, 18.06.2003 - L 4 KR 144/01
- LSG Niedersachsen-Bremen, 18.06.2003 - L 4 KR 142/01
- LSG Niedersachsen-Bremen, 16.07.2003 - L 4 KR 143/01
- LSG Niedersachsen-Bremen, 18.06.2003 - L 4 KR 148/01
- LSG Niedersachsen-Bremen, 18.06.2003 - L 4 KR 145/01
- LSG Niedersachsen-Bremen, 18.06.2003 - L 4 KR 149/01
- LSG Niedersachsen-Bremen, 18.06.2003 - L 4 KR 146/01
- SG Duisburg, 11.05.2006 - S 7 KR 11/05
Krankenversicherung
- SG Düsseldorf, 20.07.2006 - S 8 KR 176/03
Krankenversicherung
- BSG, 17.05.2000 - B 3 KR 19/99 B
Vertragsverhältnis zwischen Krankenkasse und Apotheker
- BSG, 13.09.2011 - B 1 KR 4/11 R
Krankenversicherung - Vergütung ärztlicher Leistungen bei Patiententransporten - …
- BSG, 13.12.2011 - B 1 KR 9/11 R
Krankenversicherung - Fahrkosten - Auswirkungen der Höchstpreisregelung für …
- LSG Brandenburg, 16.04.2003 - L 4 KR 27/00
Krankenkassen müssen Kosten für Taxifahrt zum Arzt nicht erstatten!
- VGH Baden-Württemberg, 17.05.2010 - 1 S 2441/09
Kosten für die Hilfeleistung der Feuerwehr bei Transport eines stark …
- LSG Schleswig-Holstein, 15.02.2005 - L 5 KR 122/04
- VG Düsseldorf, 02.04.2004 - 13 K 5630/02
- LSG Nordrhein-Westfalen, 31.10.2007 - L 11 KR 51/06
- LSG Bayern, 09.11.2006 - L 4 KR 75/04
- LSG Nordrhein-Westfalen, 26.04.2012 - L 16 KR 192/11
Krankenversicherung
- LSG Niedersachsen, 16.05.2001 - L 4 KR 169/99
- LSG Thüringen, 03.11.2003 - L 6 KR 556/03
- LSG Thüringen, 22.01.2004 - L 6 B 34/03
- SG Düsseldorf, 07.03.2012 - S 34 KR 227/09
Krankenversicherung
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